# Reisekrankenversicherung: für Urlaub, Auslandsjahr und Winter im Süden

> Die Reisekrankenversicherung ist der Teil der Reiseversicherung, auf den man nicht verzichten sollte. Sie zahlt Arzt, Spital und den Heimtransport nach Österreich, wenn Sie im Ausland krank werden oder verunglücken. Für Urlaube genügt eine Jahrespolizze, für Monate im Ausland braucht es eine eigene Langzeitpolizze. Storno, Gepäck und Assistance sind eigene Bausteine.

Quelle/Source: https://nammert.at/versicherungsmakler-auslandskranken.php  
Stand: 2026-10-31

## Reicht die e-card im Urlaub?

Nein. In der EU, im EWR und in der Schweiz bekommen Sie mit der e-card nur die Leistungen der dortigen Sozialversicherung, oft mit Selbstbehalten und nur bei Vertragsärzten und öffentlichen Spitälern. Außerhalb dieser Länder hilft sie meist gar nicht. Den Heimtransport nach Österreich übernimmt keine gesetzliche Krankenversicherung, auch nicht per Hubschrauber oder Ambulanzjet. Das deckt nur eine private Reisekrankenversicherung.

## Auf einen Blick

- **Pflicht?:** Nein, für manche Visa und Einreisen aber verlangt
- **e-card im Ausland:** EU, EWR, Schweiz: nur örtliche Kassenleistung
- **Heimtransport:** zahlt keine gesetzliche Krankenversicherung
- **Dauer je Reise:** Jahrespolizzen meist 6 bis 8 Wochen am Stück
- **Abgrenzung:** zahlt Krankheitskosten, kein Storno und kein Gepäck

## Reisekranken oder Reisepaket: was wirklich gebraucht wird

Die Reisekrankenversicherung ist eine private Krankenversicherung für die Zeit außerhalb Österreichs. Sie übernimmt Behandlungskosten, Spitalsaufenthalt, Medikamente und den Heimtransport. Reisepakete aus dem Reisebüro packen dazu Stornoschutz, Reiseabbruch, Gepäck und Hilfeleistungen in eine Polizze.

Ob sich das Paket lohnt, hängt davon ab, was Sie schon haben. Gepäck ist oft über die Haushaltsversicherung gedeckt, Haftung über die Haftpflicht im Haushaltspaket, der Heimtransport manchmal über einen Schutzbrief des Autofahrerclubs. Eine eigene Jahrespolizze für Reisekranken plus Storno für die teure Buchung ist meist die schlankere Lösung.

## Längere Zeit im Ausland: Auslandsjahr, Studium, Überwintern

Jahrespolizzen decken jede Reise nur bis zu einer Höchstdauer, je nach Tarif um die sechs bis acht Wochen. Wer länger bleibt, riskiert, dass die gesamte Reise nicht versichert ist. Für Auslandssemester, Au pair, Work and Travel, Sabbatical oder den Winter auf den Kanaren gibt es eigene Langzeitpolizzen, die Monate bis Jahre laufen.

Die Prämie liegt dann deutlich über der Jahrespolizze für Urlaube, weil der Schutz die ganze Zeit trägt. Bevor Sie für längere Zeit ins Ausland gehen, klären Sie mit Ihrer Krankenkasse, ob die Pflichtversicherung weiterläuft oder eine Selbstversicherung sinnvoll ist.

## Krank im Ausland: so kommen Sie zu Ihrem Geld

Im Spital zuerst die Notrufnummer des Versicherers anrufen. Die Notrufzentrale klärt die Kostenübernahme mit dem Spital und organisiert den Heimtransport, wenn er nötig ist. Beim Arzt zahlen Sie meist selbst und reichen die detaillierte Honorarnote zu Hause ein.

Waren Sie in der EU mit der e-card beim Vertragsarzt, reichen Sie die Rechnung zuerst bei der ÖGK oder Ihrer Kasse ein. Die Kasse bestätigt, was sie erstattet hat, und mit dieser Bestätigung holen Sie sich den Rest von der privaten Reiseversicherung.

## Was versichert ist

- Ambulante Behandlung im Ausland
- Spitalsaufenthalt mit Operation
- Medikamente und Heilbehelfe auf ärztliche Verordnung
- Schmerzstillende Zahnbehandlung
- Heimtransport nach Österreich, in guten Tarifen schon wenn medizinisch sinnvoll
- Überführung im Todesfall
- Notrufzentrale mit Kostenzusage an das Spital

## Was nicht versichert ist

- Behandlungen, für die Sie eigens ins Ausland fahren
- Behandlungen, die vor Reiseantritt schon geplant waren
- Reisen über die vereinbarte Höchstdauer hinaus
- Stornokosten, Gepäck und versäumte Anschlüsse
- Zahnersatz über ein Provisorium hinaus
- Kuraufenthalte

## Wer sie braucht

- Alle, die mit der e-card ins Ausland reisen, auch innerhalb der EU
- Familien mit Kindern, bei denen ein Arztbesuch im Urlaub wahrscheinlich ist
- Studierende, Au pairs und Work and Travel Reisende mit einer Langzeitpolizze
- Pensionisten, die den Winter in Spanien, Portugal oder auf den Kanaren verbringen

## Wer sie nicht braucht

- Ein Komplettpaket, wenn Haushaltsversicherung und Haftpflicht bestehen und die Reise günstig ist
- Eine zweite Reisekrankenversicherung über die Kreditkarte, wenn die eigene Jahrespolizze besser leistet

## Was sie kostet

Eine Jahrespolizze für Reisekranken gehört zu den günstigeren Versicherungen. Deutlich teurer werden Langzeitpolizzen, Tarife für ältere Reisende und weltweite Deckung mit USA und Kanada.

**Wovon der Beitrag abhängt:**

- Alter der Reisenden
- Jahrespolizze für Urlaube oder Langzeitpolizze
- Europa oder weltweit, mit oder ohne USA und Kanada
- Höchstdauer je Reise
- Einzelperson, Paar oder Familie
- Selbstbehalt

_Unabhängige aktuelle Prämienvergleiche für Österreich liegen uns nicht vor, deshalb hier keine Spannen. Die Höhe Ihrer Prämie zeigt erst das Angebot._

## Die Tariflinien am Markt

- **Jahrespolizze Europa:** Für Urlaube in Europa und rund ums Mittelmeer, jede Reise bis zur Höchstdauer. Für viele Familien ausreichend.
- **Jahrespolizze weltweit:** Deckt auch Fernreisen, je nach Tarif mit oder ohne USA und Kanada. Für alle, die ab und zu weiter fliegen.
- **Langzeitpolizze:** Für Monate bis Jahre im Ausland: Studium, Au pair, Auszeit oder Überwintern. Höhere Prämie, dafür die ganze Zeit versichert.

## Woran Sie einen guten Tarif erkennen

| Kriterium | Mindeststandard | Starker Tarif | Warum das zählt |
| --- | --- | --- | --- |
| Heimtransport | wenn medizinisch notwendig | wenn medizinisch sinnvoll und vertretbar | Der Unterschied entscheidet, ob Sie im ausländischen Spital bleiben müssen oder heimgeflogen werden. |
| Versicherungssumme | hohe feste Summe | unbegrenzt | In Nordamerika reicht eine niedrige Summe für wenige Tage Intensivstation. |
| Dauer je Reise | sechs Wochen | acht Wochen oder mehr, verlängerbar | Wer die Höchstdauer überschreitet, kann den Schutz für die ganze Reise verlieren. |
| Vorerkrankungen | Ausschluss bekannter Leiden | gedeckt bei unerwarteter Verschlechterung | Wichtig für alle mit chronischer Erkrankung, die regelmäßig behandelt wird. |
| Notrufzentrale | Erstattung gegen Honorarnote | rund um die Uhr erreichbar, Kostenzusage direkt ans Spital | So müssen Sie hohe Spitalsrechnungen nicht selbst vorstrecken. |
| Selbstbehalt | fester Betrag je Schadenfall | kein Selbstbehalt | Bei kleinen Arztbesuchen bleibt mit Selbstbehalt oft nichts übrig. |

## Anbieter im Überblick

Reisekrankenversicherungen gibt es in Österreich von einem auf Reisen spezialisierten Versicherer, von den großen Versicherungsgruppen und als Clubleistung der Autofahrerclubs. Viele Polizzen werden im Reisebüro mit der Buchung abgeschlossen. Die Liste ist ein Marktüberblick.

- **Europäische Reiseversicherung**: Reisespezialist, Jahres- und Einzelpolizzen, auch im Reisebüro
- **UNIQA**: große österreichische Versicherungsgruppe, Reisekranken einzeln oder im Paket
- **Wiener Städtische**: Versicherer der Vienna Insurance Group
- **Generali Österreich**: österreichische Gesellschaft der Generali-Gruppe
- **Allianz Österreich**: österreichische Gesellschaft der Allianz
- **ÖAMTC Schutzbrief**: Clubleistung mit Heimtransport und Hilfe, ersetzt keine vollständige Reisekrankenversicherung

## Typische Schäden und wer zahlt

- **Knöchelbruch beim Wandern in Kroatien** (Spital plus liegender Heimtransport, schnell fünfstellig): Die Behandlung zahlen alle Tarife. Den Heimtransport zahlt der einfache nur, wenn er medizinisch notwendig ist, der starke schon, wenn er sinnvoll ist.
- **Lungenentzündung auf Reise in Kanada** (Spital und Intensivstation, schnell fünfstellig und mehr): Einfache Tarife nehmen Nordamerika aus oder begrenzen die Summe. Mit weltweiter, unbegrenzter Deckung ist die Rechnung bezahlt.
- **Sturz in Woche zehn auf Gran Canaria** (Spital und Heimtransport, mehrere tausend Euro): Ist die Höchstdauer je Reise überschritten, zahlt die Jahrespolizze nicht. Geschützt ist nur, wer rechtzeitig verlängert oder eine Langzeitpolizze hat.
- **Kind mit Fieber im Strandurlaub** (Arztbesuch und Medikamente, meist überschaubar): Ambulante Behandlung und verordnete Medikamente zahlt jede Reisekrankenversicherung. Honorarnote mit Diagnose aufheben.
- **Hubschrauberbergung in den Dolomiten** (mehrere tausend Euro): Such- und Bergungskosten sind meist nur bis zu einer festen Summe gedeckt. Den Rest tragen Sie unter Umständen selbst.
- **Geplante Zahnsanierung in Ungarn** (mehrere tausend Euro): Wer für eine Behandlung ins Ausland fährt, ist dafür nie versichert. Gedeckt ist nur, was unterwegs unerwartet nötig wird.

## Mythos oder Wahrheit

- „Mit der e-card bin ich in der EU so versichert wie daheim." ✘ Falsch. Die e-card bringt nur die Leistungen der Sozialversicherung im Urlaubsland, oft mit Selbstbehalten und nur bei Vertragspartnern. Den Heimtransport nach Österreich zahlt sie nie.
- „Wer die Höchstdauer überschreitet, kann für die ganze Reise ohne Schutz dastehen." ✔ Richtig, je nach Bedingungen. Viele Jahrespolizzen decken eine zu lange Reise überhaupt nicht. Vorher verlängern oder eine Langzeitpolizze wählen.
- „Der ÖAMTC Schutzbrief ersetzt die Reisekrankenversicherung." ✘ Nein. Der Schutzbrief hilft beim Heimtransport und mit Hilfeleistungen, ist aber keine vollständige Krankenkostenversicherung für Arzt und Spital.
- „Die Reisekrankenversicherung lässt sich meist noch knapp vor der Abreise abschließen." ✔ Stimmt. Anders als beim Stornoschutz gibt es in der Regel keine Frist nach der Buchung. Für eine schon laufende Reise gilt das aber nicht.
- „Mit der Bestätigung der ÖGK bekomme ich den Rest von der privaten Versicherung." ✔ Richtig. Wer eine private Reiseversicherung hat, kann sich von der ÖGK bestätigen lassen, was sie erstattet hat, und den Restbetrag beim privaten Versicherer einreichen.

## Häufige Fehler beim Abschluss

- Mit der Jahrespolizze länger im Ausland bleiben als deren Höchstdauer
- Beim Überwintern die Wochen am Stück nicht nachzählen
- Sich auf die e-card verlassen und den Heimtransport vergessen
- Im Spital nicht zuerst die Notrufnummer anrufen
- Den ÖAMTC Schutzbrief für eine vollständige Krankenversicherung halten
- Ein Paket nur wegen des Krankenbausteins kaufen

## FAQ

### Was unterscheidet Reisekrankenversicherung und Reiseversicherung?

Reiseversicherung ist der Sammelbegriff. Die Reisekrankenversicherung ist ein Baustein davon und zahlt nur Behandlung und Heimtransport. Storno, Reiseabbruch und Gepäck sind eigene Versicherungen.

### Zahlt die ÖGK einen Heimtransport aus dem Ausland?

Nein. Den Rücktransport nach Österreich übernimmt keine gesetzliche Krankenversicherung, auch nicht per Ambulanzjet, Hubschrauber oder Rettungswagen. Dafür braucht es eine private Reisekrankenversicherung.

### Wie lange darf eine Reise mit der Jahrespolizze dauern?

Je nach Tarif meist sechs bis acht Wochen am Stück. Die Zahl der Reisen im Jahr ist nicht begrenzt. Für längere Aufenthalte gibt es Langzeitpolizzen.

### Bin ich im Auslandssemester versichert?

Mit der normalen Jahrespolizze meist nicht, weil ein Semester länger dauert als deren Höchstdauer. Dafür gibt es Langzeitpolizzen für Studierende. Klären Sie zusätzlich mit Ihrer Krankenkasse, wie lange die e-card im Gastland gilt.

### Was gilt bei Vorerkrankungen?

Unerwartete Erkrankungen und Unfälle sind gedeckt. Bei bekannten Leiden entscheiden die Bedingungen: Gute Tarife zahlen bei einer unerwarteten Verschlechterung. Geplante Behandlungen sind ausgeschlossen.

### Wie reiche ich Arztrechnungen aus dem Ausland ein?

Bei Behandlungen in der EU zuerst bei der ÖGK oder Ihrer Kasse. Die Kasse bestätigt ihre Erstattung, den Rest übernimmt mit dieser Bestätigung die private Reiseversicherung. Außerhalb Europas direkt beim privaten Versicherer.

### Kann ich die Polizze noch vor dem Abflug abschließen?

Meist ja. Für die Reisekrankenversicherung gibt es in der Regel keine Wartezeit und keine Frist nach der Buchung. Für eine bereits laufende Reise ist ein Abschluss dagegen kaum möglich.

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Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich, kostenlos: Es zahlt der Versicherer. https://nammert.at/versicherungsmakler-auslandskranken.php#anfrage

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Ihr Makler: Norman Nammert, unter der Marke NAMMERT. Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO mit Sitz in Deutschland. Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37. In Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen. Sie vermittelt Ihren Vertrag nicht.

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