# Versicherungen für Grafik-, Mode- und Produktdesigner in Österreich

> Ein Logo, das einer fremden Marke zu ähnlich sieht. Ein Schnittmuster mit falschem Maß, nach dem 2.000 Jacken genäht werden. Eine Verpackung, deren Stanzform nicht passt. Designfehler zeigen sich oft erst beim Kunden und dort werden sie teuer. Hier steht, wie Sie sich als Designerin oder Designer in Österreich dagegen absichern.

Quelle/Source: https://nammert.at/betriebsversicherung-designer.php  
Stand: 2026-09-18

## Hafte ich, wenn mein Logo einer eingetragenen Marke ähnelt?

Ja, wenn Sie dem Kunden ein freies Logo zugesagt haben, und das ist fast immer der Fall. Der Markeninhaber verlangt Unterlassung und Kosten vom Kunden, der Kunde fordert Umgestaltung, Neudruck und Anwaltskosten von Ihnen. Das deckt eine Vermögensschadenhaftpflicht mit eingeschlossenen Schutzrechtsverletzungen. Eine Markenrecherche vor der Übergabe senkt das Risiko deutlich.

## Auf einen Blick

- **Pflicht:** Keine gesetzliche Pflichtversicherung; Industrie- und Handelskunden verlangen aber oft einen Haftpflichtnachweis im Auftrag
- **Größtes Risiko:** Vermögensschäden beim Kunden durch Designfehler und Verletzung fremder Marken- oder Musterrechte
- **Grundschutz ab:** etwa 250 Euro im Jahr für eine kleine Haftpflicht mit Vermögensschäden
- **Unfallversicherung:** AUVA, für Selbstständige mit Gewerbeschein über die SVS, für Angestellte über die ÖGK gemeldet
- **Oft vergessen:** Produktdesign: Wer Konstruktionsdaten liefert, kann für Schäden am fertigen Produkt mithaften
- **ÖNACE/NACE:** 74.11 Industrie-, Produkt- und Modedesign, 74.12 Grafik- und Kommunikationsdesign, 74.13 Innenraumdesign und Raumgestaltung, 74.14 Sonstige spezialisierte Designtätigkeiten

## Was in dieser Branche schiefgeht

- **Marken und Muster:** Logos, Stoffmuster und Produktformen können eingetragene Rechte Dritter verletzen, auch ohne Absicht. Die Kosten der Umstellung trägt am Ende oft die Designerin.
- **Falsche Maße:** Ein Fehler im Schnittmuster, in der Stanzkontur oder in der technischen Zeichnung vervielfacht sich in der Produktion mit jeder Stückzahl.
- **Farben und Druckdaten:** Falsch angelegte Druckdaten, fehlende Beschnittzugaben oder falsche Farbprofile führen zu Fehlauflagen, die der Kunde nicht abnimmt.
- **Produktdesign mit Folgen:** Wenn ein Griff bricht oder eine Kante verletzt, prüft der Hersteller, ob der Fehler schon im Entwurf lag.
- **Muster und Prototypen:** Leihgaben von Kunden, Stoffe und Prototypen im Atelier sind wertvoll und oft nicht über den Kunden versichert.
- **Daten weg:** Ein Festplattendefekt oder Verschlüsselungstrojaner kurz vor der Abgabe kostet Tage an Arbeit und manchmal den Kunden.

**Risiko-Radar** (Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.): Haftung 4, Feuer und Wasser 2, Diebstahl 2, Cyber 3, Ausfall 2, Gesundheit 2

## Welche Versicherungen Sie brauchen

- **Berufshaftpflicht** (Unverzichtbar): Zahlt, wenn Ihr Kunde durch einen Entwurfsfehler, falsche Druckdaten oder eine Schutzrechtsverletzung Geld verliert. https://nammert.at/versicherungsmakler-berufshaftpflicht.php
- **Betriebshaftpflicht** (Dringend empfohlen): Für Personen- und Sachschäden, etwa bei Terminen beim Kunden oder wenn Ihr Produktdesign später einen Schaden mitverursacht. https://nammert.at/versicherungsmakler-betriebshaftpflicht.php
- **Elektronikversicherung** (Dringend empfohlen): Grafikrechner, Tablets, Plotter und 3D-Drucker sind teuer und fallen durch Bedienfehler, Überspannung oder Diebstahl aus. https://nammert.at/versicherungsmakler-elektronik.php
- **Betriebsinhalt** (Sinnvoll je nach Betrieb): Deckt Atelier, Stoffe, Muster und Prototypen gegen Feuer, Leitungswasser und Einbruch. https://nammert.at/versicherungsmakler-inhaltsversicherung.php
- **Cyberversicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Hilft bei Datenverlust durch Hackerangriffe und bezahlt Wiederherstellung und Betriebsausfall. https://nammert.at/versicherungsmakler-cyber.php
- **Rechtsschutz** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für den Streit um nicht bezahlte Honorare oder Nutzungsrechte, der bei Kreativen häufig vorkommt. https://nammert.at/versicherungsmakler-rechtsschutz.php

## Was es kostet: Beispielprämien

Die Beiträge hängen vor allem von der Art des Designs ab. Kommunikationsdesign ist günstig zu versichern, Produkt- und Industriedesign kostet deutlich mehr, weil Folgeschäden am Produkt möglich sind.

| Versicherung | Beispiel | Richtwert |
| --- | --- | --- |
| Berufshaftpflicht | Grafikdesign als Ein-Personen-Unternehmen, 100.000 Euro Vermögensschaden | etwa 250 bis 500 Euro im Jahr |
| Berufshaftpflicht | Produkt- oder Industriedesign mit technischen Zeichnungen, 500.000 Euro Deckung | etwa 700 bis 1.800 Euro im Jahr |
| Betriebshaftpflicht | Kleines Studio, 3 Mio. Euro pauschal für Personen- und Sachschäden | etwa 150 bis 350 Euro im Jahr |
| Elektronikversicherung | Arbeitsplätze, Tablets und Plotter mit 15.000 Euro Neuwert | etwa 150 bis 350 Euro im Jahr |

Zum Vergleich: Die Haftpflicht mit Vermögensschäden für ein Grafikstudio kostet im Jahr etwa so viel wie ein einfaches Logo für ein Kleinunternehmen.

_Richtwerte ohne 11 Prozent Versicherungssteuer, Stand September 2026, geschätzt aus unserer Angebotspraxis und im Abgleich mit öffentlich genannten Beiträgen für Kreativberufe. Für Modedesign mit eigener Kollektion kommt die Ware dazu. Das genaue Angebot holen wir für Sie ein._

- [WKO: Optimal abgesichert in der Kommunikationsbranche](https://www.wko.at/information-consulting/werbung-marktkommunikation/optimal-abgesichert-in-der-kommunikationsbranche)
- [finanz-vergleich.at: Betriebshaftpflicht vergleichen](https://finanz-vergleich.at/versicherung/betriebshaftpflicht/)

## Unsere Vorschläge: drei Pakete

- **Start** (Grafikdesignerin oder Illustrator mit Gewerbeschein, Arbeit am eigenen Rechner): Berufshaftpflicht. Zusammen: etwa 250 bis 500 Euro im Jahr
- **Studio** (Studio mit eigenen Räumen, Technik und ein bis drei Mitarbeitenden): Berufshaftpflicht, Betriebshaftpflicht, Elektronikversicherung. Zusammen: etwa 600 bis 1.300 Euro im Jahr
- **Rundum** (Produkt- oder Modedesign mit Prototypen, Mustern und Industriekunden): Berufshaftpflicht, Betriebshaftpflicht, Elektronikversicherung, Betriebsinhalt, Cyberversicherung, Rechtsschutz. Zusammen: etwa 1.700 bis 3.800 Euro im Jahr

## Der schlimmste Tag im Designstudio

Sechs Schäden, die Designerinnen und Designern wirklich passieren, verteilt auf einen einzigen Mittwoch. Tippen Sie sich durch und sehen Sie, wer zahlt.

- 09:00: Ein Markeninhaber verlangt die Unterlassung eines Logos, das Sie für eine Bäckereikette entworfen haben. Schilder und Verpackungen müssen neu. (16.000 Euro, Zahlt: Berufshaftpflicht)
- 10:45: Die Stanzkontur einer Faltschachtel ist um zwei Millimeter zu klein. 20.000 Schachteln passen nicht. (8.400 Euro, Zahlt: Berufshaftpflicht)
- 12:30: Beim Kundentermin fällt Ihr Musterkoffer auf den Parkettboden im Showroom und hinterlässt tiefe Kerben. (1.900 Euro, Zahlt: Betriebshaftpflicht)
- 14:15: Der 3D-Drucker überhitzt, das Gehäuse schmilzt, die Elektronik ist hin. (3.200 Euro, Zahlt: Elektronikversicherung)
- 16:00: Ein Verschlüsselungstrojaner sperrt den Server mit allen offenen Projekten. (6.500 Euro, Zahlt: Cyberversicherung)
- 22:30: Einbruch ins Atelier: Laptop, Tablet und die Prototypen einer Leuchtenserie sind weg. (7.800 Euro, Zahlt: Betriebsinhalt)

**Schaden bis jetzt:** 43.800 Euro

## Konkrete Tipps vom Makler

- Lassen Sie Marken-, Muster- und Urheberrechtsverletzungen ausdrücklich in die Vermögensschadenhaftpflicht schreiben.
- Wenn Sie Produkte gestalten, klären Sie, ob Konstruktions- und Planungsfehler mitversichert sind. Viele Designpolizzen schließen sie aus.
- Versichern Sie Kundeneigentum im Atelier, etwa Muster oder Leihgaben, über eine Obhutsdeckung oder die Inhaltsversicherung.
- Vereinbaren Sie mit Kunden eine Haftungsgrenze im Vertrag, die zu Ihrer Deckungssumme passt.
- Sichern Sie Daten täglich außer Haus. Viele Cyberpolizzen verlangen das als Obliegenheit.
- Wer für Kunden im Ausland arbeitet, braucht einen Geltungsbereich, der diese Länder abdeckt, oft ohne USA und Kanada.

## Warum NAMMERT für Ihren Betrieb

- **Wir lesen die Ausschlüsse:** Bei Designpolizzen liegt der Unterschied zwischen den Versicherern in den Ausschlüssen für Konstruktion, Schutzrechte und Druckdaten. Genau dort vergleichen wir.
- **Mehrere Versicherer im Vergleich:** Als Makler sind wir an kein Haus gebunden und holen für Ihr Studio mehrere Angebote ein.
- **Ein Ansprechpartner für Studio und Privates:** Atelier, Technik, Auto und Ihre private Vorsorge laufen bei uns zusammen, mit einer Nummer und einer Mail.
- **Familienbetrieb seit 1989:** Wir sind ein deutscher Makler, in Österreich im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit tätig. Für Sie ist die Beratung kostenlos, die Vergütung zahlt der Versicherer.

## FAQ

### Brauche ich als Grafikdesigner eine Berufshaftpflicht?

Gesetzlich nicht. Sie ist aber die wichtigste Versicherung, weil Designfehler selten Menschen verletzen, aber oft viel Geld kosten.

### Ist ein Logo, das einer Marke ähnelt, versichert?

Wenn Schutzrechtsverletzungen eingeschlossen sind, zahlt die Versicherung die Ansprüche und wehrt unberechtigte ab. Wer bewusst kopiert, ist nie gedeckt.

### Was kostet eine Versicherung für Designer in Österreich?

Für ein Grafikdesign-Einzelunternehmen etwa 250 bis 500 Euro im Jahr. Produktdesign mit technischen Zeichnungen liegt deutlich höher, etwa ab 700 Euro.

### Sind Stoffe und Muster von Kunden bei mir versichert?

Nicht automatisch. Fremdes Eigentum in Ihrer Obhut braucht einen eigenen Einschluss, sonst bleiben Sie bei Diebstahl oder Brand darauf sitzen.

### Hilft die Versicherung auch, wenn der Kunde nicht zahlt?

Die Haftpflicht nicht, aber ein Rechtsschutz für Selbstständige mit Vertragsrechtsschutz. Achten Sie auf die Wartezeit von meist drei Monaten.

### Bin ich als Neue Selbstständige ohne Gewerbeschein versichert?

Auch als Neue Selbstständige sind Sie über die SVS pflichtversichert, die Unfallversicherung läuft über die AUVA. Eine Haftpflicht brauchen Sie trotzdem selbst.

## Angebot anfordern

Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich. Kostenlos und ohne Verpflichtung, die Vergütung zahlt der Versicherer. https://nammert.at/betriebsversicherung-designer.php#anfrage

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NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler.

NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77, info@nammert.com. Wikidata: Q141141479.
