# Versicherungen für Elektrotechnik und Elektronikfertigung in Österreich

> Eine Platine, die im Gerät des Kunden überhitzt. Ein Schaltschrank, der eine Fertigungsstraße lahmlegt. Ein Lager voller Lithium-Akkus. In der Elektronikfertigung sind die Teile klein und die Folgen groß. Hier steht, wie Bestücker, Schaltanlagenbauer und Gerätehersteller sich absichern und was das kostet.

Quelle/Source: https://nammert.at/betriebsversicherung-elektronikfertigung.php  
Stand: 2026-09-18

## Muss ich als Zulieferer für den Rückruf meines Kunden zahlen?

Wenn Ihre Baugruppe fehlerhaft war, holt sich der Kunde seine Kosten bei Ihnen. Die Produkthaftpflicht zahlt Aus- und Einbau nur, wenn diese Erweiterung vereinbart ist. Den Rückruf selbst, also Logistik, Information und Austauschaktion, zahlt nur eine eigene Rückrufkostenversicherung. Für Zulieferer der Auto- und Medizintechnik gehört beides dazu.

## Auf einen Blick

- **Pflicht:** Keine eigene Pflichtversicherung; als Hersteller oder Importeur in den EWR müssen Sie nach § 16 PHG für Produkthaftung vorsorgen
- **Größtes Risiko:** Fehlerhafte Baugruppe führt zu Brand oder Rückruf beim Endkunden
- **Grundschutz ab:** etwa 1.000 Euro im Jahr für Betriebs- und Produkthaftpflicht eines kleinen Schaltschrankbauers
- **Unfallversicherung:** AUVA für alle Dienstnehmer, auch bei Inbetriebnahmen auf Baustellen und bei Kunden
- **Oft vergessen:** Aus- und Einbaukosten, wenn Ihre Baugruppe im Produkt des Kunden getauscht werden muss
- **ÖNACE/NACE:** 26.11 Herstellung von elektronischen Bauelementen, 26.12 Herstellung von bestückten Leiterplatten, 26.20 Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten und peripheren Geräten, 26.30 Herstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik, 26.40 Herstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik, 26.51 Herstellung von Mess-, Kontroll-, Navigations- u. ä. Instrumenten und Vorrichtungen, 26.52 Herstellung von Uhren, 26.60 Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten, 26.70 Herstellung von optischen und fotografischen Instrumenten und Geräten sowie von magnetischen und optischen Datenträgern, 27.11 Herstellung von Elektromotoren, Generatoren und Transformatoren, 27.12 Herstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungen, 27.20 Herstellung von Batterien und Akkumulatoren, 27.31 Herstellung von Glasfaserkabeln, 27.32 Herstellung von sonstigen elektronischen und elektrischen Drähten und Kabeln, 27.33 Herstellung von elektrischem Installationsmaterial, 27.40 Herstellung von Lampen und Leuchten, 27.51 Herstellung von elektrischen Haushaltsgeräten, 27.52 Herstellung von nichtelektrischen Haushaltsgeräten, 27.90 Herstellung von sonstigen elektrischen Ausrüstungen und Geräten, 33.13 Reparatur und Instandhaltung von elektronischen und optischen Geräten, 33.14 Reparatur und Instandhaltung von elektrischen Ausrüstungen

## Was in dieser Branche schiefgeht

- **Serienfehler:** Ein falscher Kondensator, eine kalte Lötstelle: Wenn Tausende Geräte betroffen sind, zahlt der Hersteller Austausch und Rückruf.
- **Brand beim Endkunden:** Ein überhitztes Netzteil oder ein Akku setzt eine Wohnung in Brand. Solche Schäden erreichen schnell sechsstellige Summen.
- **Akkus im Lager:** Lithium-Akkus können sich selbst entzünden. Ein Brand im Lager ist schwer zu löschen und zerstört Material und Ware.
- **Teure Fertigungsanlagen:** Bestückungsautomaten, Reflow-Öfen und Prüfsysteme sind empfindlich. Überspannung und Bedienfehler treffen genau sie.
- **Geistiges Eigentum:** Firmware, Schaltpläne und Kundendaten sind Ziel von Angriffen und Erpressung.
- **Stromunfälle:** Bei Prüfung und Inbetriebnahme arbeiten Dienstnehmer an Spannung. Fehler enden mit schweren Verletzungen.

**Risiko-Radar** (Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.): Haftung 5, Feuer und Wasser 4, Diebstahl 3, Cyber 4, Ausfall 4, Gesundheit 2

## Welche Versicherungen Sie brauchen

- **Betriebshaftpflicht** (Unverzichtbar): Mit erweiterter Produkthaftpflicht für Baugruppen, die beim Kunden verbaut werden, und Schäden bei Inbetriebnahme. https://nammert.at/versicherungsmakler-betriebshaftpflicht.php
- **Elektronikversicherung** (Unverzichtbar): Für Bestückungsautomaten, Prüfsysteme und IT gegen Überspannung, Bedienfehler und Wasserschaden. https://nammert.at/versicherungsmakler-elektronik.php
- **Betriebsinhalt** (Dringend empfohlen): Ersetzt Bauteile, Akkus und Fertigware nach Brand, Einbruch oder Leitungswasser. https://nammert.at/versicherungsmakler-inhaltsversicherung.php
- **Betriebsunterbrechung** (Dringend empfohlen): Überbrückt die Zeit, bis Anlagen ersetzt sind; Lieferzeiten für Fertigungstechnik sind lang. https://nammert.at/versicherungsmakler-betriebsunterbrechung.php
- **Cyberversicherung** (Dringend empfohlen): Schützt Konstruktionsdaten und Firmware und hilft bei Erpressung und Datenpannen. https://nammert.at/versicherungsmakler-cyber.php
- **Transportversicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für wertvolle Bauteile und Geräte auf dem Weg zu Kunden und zu Messen. https://nammert.at/versicherungsmakler-transport.php
- **D&O-Versicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für Geschäftsführer, denen Fehler bei Qualitätsmanagement oder Verträgen vorgeworfen werden. https://nammert.at/versicherungsmakler-d-und-o.php

## Was es kostet: Beispielprämien

Maßgeblich sind Umsatz, Kundenbranchen und Exportanteil. Wer an Auto-, Medizin- oder Luftfahrtindustrie liefert, zahlt deutlich mehr als ein Schaltschrankbauer für das regionale Gewerbe.

| Versicherung | Beispiel | Richtwert |
| --- | --- | --- |
| Betriebshaftpflicht | Schaltschrankbauer mit acht Dienstnehmern, Kunden in Österreich, 5 Mio. Euro Versicherungssumme | etwa 1.000 bis 2.500 Euro im Jahr |
| Betriebshaftpflicht | Elektronikfertiger für die Autoindustrie mit Aus- und Einbaukosten | etwa 5.000 bis 15.000 Euro im Jahr |
| Elektronikversicherung | Bestückungslinie und Prüftechnik mit Neuwert 800.000 Euro | etwa 2.000 bis 5.000 Euro im Jahr |
| Betriebsinhalt | Bauteile und Ware im Wert von 500.000 Euro, mit Akkus | etwa 1.200 bis 3.000 Euro im Jahr |
| Cyberversicherung | Betrieb mit Konstruktionsdaten und Firmware, 500.000 Euro Summe | etwa 1.200 bis 3.000 Euro im Jahr |

Zum Vergleich: Die Haftpflicht eines kleinen Schaltschrankbauers kostet im Jahr ungefähr so viel wie zwei Tage Inbetriebnahme beim Kunden.

_Richtwerte aus unserer Angebotspraxis, Stand September 2026, ohne 11 Prozent Versicherungssteuer. Zulieferer der Auto- und Medizintechnik werden einzeln und oft mit Fragebogen zum Qualitätsmanagement gezeichnet._

- [Generali Österreich: Betriebshaftpflicht mit Produkthaftpflicht](https://www.generali.at/firmenkunden/unternehmen/betriebshaftpflichtversicherung/)
- [RIS: Produkthaftungsgesetz](https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10002864)
- [finanz-vergleich.at: Betriebshaftpflicht](https://finanz-vergleich.at/versicherung/betriebshaftpflicht/)

## Unsere Vorschläge: drei Pakete

- **Schaltschrank** (Schaltschrank- und Anlagenbauer für regionale Kunden): Betriebshaftpflicht, Elektronikversicherung, Betriebsinhalt. Zusammen: etwa 2.500 bis 6.000 Euro im Jahr
- **Fertigung** (Elektronikfertiger mit Bestückungslinie und Industriekunden in der EU): Betriebshaftpflicht, Elektronikversicherung, Betriebsinhalt, Betriebsunterbrechung, Cyberversicherung. Zusammen: etwa 8.000 bis 20.000 Euro im Jahr
- **Zulieferer** (Hersteller für Auto- oder Medizintechnik mit Export und GmbH): Betriebshaftpflicht, Elektronikversicherung, Betriebsinhalt, Betriebsunterbrechung, Cyberversicherung, Transportversicherung, D&O-Versicherung. Zusammen: etwa 20.000 bis 50.000 Euro im Jahr

## Der schlimmste Tag in der Elektronikfertigung

Sechs Schäden, wie sie Elektronikfertiger und Schaltanlagenbauer wirklich treffen. Hier alle an einem Dienstag. Tippen Sie sich durch und sehen Sie, wer zahlt.

- 07:05: Ein Blitzeinschlag in der Nacht hat die Steuerung des Bestückungsautomaten zerstört. (65.000 Euro, Zahlt: Elektronikversicherung)
- 09:25: Ein Gerätehersteller meldet überhitzende Netzteile. 12.000 Geräte müssen geöffnet und umgebaut werden. (180.000 Euro, Zahlt: Betriebshaftpflicht)
- 11:50: Bei der Inbetriebnahme eines Schaltschranks brennt beim Kunden ein Frequenzumrichter durch, die Anlage steht zwei Tage. (40.000 Euro, Zahlt: Betriebshaftpflicht)
- 14:30: Im Lager entzündet sich ein beschädigter Akku. Regale und Bauteile sind verbrannt oder verrußt. (85.000 Euro, Zahlt: Betriebsinhalt)
- 16:15: Angreifer stehlen Firmware und drohen, sie zu veröffentlichen. (60.000 Euro, Zahlt: Cyberversicherung)
- 18:40: Ein Prüfgerät fällt bei der Messe in Wien vom Stand. (9.000 Euro, Zahlt: Transportversicherung)

**Schaden bis jetzt:** 439.000 Euro

## Konkrete Tipps vom Makler

- Vereinbaren Sie eine erweiterte Produkthaftpflicht mit Aus- und Einbau-, Prüf- und Sortierkosten.
- Klären Sie Lieferungen nach Nordamerika vor dem ersten Auftrag, sie sind oft ausgeschlossen.
- Lagern Sie Lithium-Akkus getrennt und melden Sie Mengen offen, damit der Versicherungsschutz sicher ist.
- Versichern Sie Fertigungsanlagen über die Elektronikversicherung, nicht nur über die Feuerversicherung.
- Prüfen Sie Ihre Lieferverträge auf Haftungsübernahmen, die über das Gesetz hinausgehen; die deckt keine Versicherung automatisch.
- Denken Sie bei Medizintechnik an die höheren Summen, die Kunden im Liefervertrag verlangen.

## Warum NAMMERT für Ihren Betrieb

- **Wir lesen Ihre Lieferverträge mit:** Als Makler vergleichen wir, ob die Produkthaftpflicht das abdeckt, was Ihre Kunden in Qualitätsvereinbarungen verlangen.
- **Schäden aus erster Hand:** Bei Booten regulieren wir Schäden als Assekuradeur selbst, auch Elektrik- und Blitzschäden an Bord. Wir wissen, worauf Gutachter schauen.
- **Ein Kontakt für alles:** Fertigung, Firmenautos und die private Vorsorge der Gesellschafter aus einer Hand, in Österreich im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit.
- **Seit 1989 in Familienhand:** Unsere Beratung kostet Sie nichts, die Vergütung zahlt der Versicherer. Telefon +49 3375 29 12 77.

## FAQ

### Braucht ein Elektronikfertiger eine Produkthaftpflicht?

Ja. Das Produkthaftungsgesetz verlangt Deckungsvorsorge, und Industriekunden verlangen den Nachweis mit bestimmten Summen.

### Was ist der Unterschied zwischen Elektronik- und Maschinenversicherung?

Die Elektronikversicherung deckt elektronische Geräte gegen fast alle Schäden, auch Überspannung, Feuchtigkeit und Bedienfehler. Die Maschinenversicherung ist für mechanische Anlagen gedacht.

### Deckt die Versicherung einen Rückruf?

Nur mit eigenem Rückrufkostenbaustein. Die Produkthaftpflicht allein zahlt erst, wenn ein Schaden entstanden ist.

### Bin ich als Importeur von Elektronik haftbar?

Ja, wer Geräte aus Staaten außerhalb des EWR einführt, haftet wie ein Hersteller.

### Was kostet der Versicherungsschutz für einen Schaltschrankbauer?

Haftpflicht, Elektronik und Inhalt zusammen liegen für einen kleinen Betrieb bei etwa 2.500 bis 6.000 Euro im Jahr.

### Sind Monteure bei Inbetriebnahmen im Ausland versichert?

Über die AUVA meist ja, wenn die Entsendung gemeldet ist. Die Haftpflicht muss den Auslandseinsatz ebenfalls einschließen.

## Angebot anfordern

Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich. Kostenlos und ohne Verpflichtung, die Vergütung zahlt der Versicherer. https://nammert.at/betriebsversicherung-elektronikfertigung.php#anfrage

---

NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler.

NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77, info@nammert.com. Wikidata: Q141141479.
