# Versicherungen für Film- und Videoproduktionen in Österreich

> Ein Drehtag mit Team, Technik und Location kostet schnell 15.000 Euro. Fällt die Hauptdarstellerin aus, schlägt Hagel auf den Kamerakran oder beschädigt das Team die Stuckdecke im gemieteten Palais, ist dieses Geld weg. Hier steht, welche Versicherungen eine Produktionsfirma in Österreich braucht und welche nur für einzelne Projekte.

Quelle/Source: https://nammert.at/betriebsversicherung-filmproduktion.php  
Stand: 2026-09-18

## Brauche ich für jede Produktion eine eigene Versicherung?

Die Grundversicherungen laufen besser als Jahresvertrag: Haftpflicht, eigenes Equipment, Mietgeräte bis zu einer Jahressumme. Für große Projekte kommt eine Produktionsversicherung dazu, die Ausfallkosten bei Krankheit von Schlüsselpersonen oder zerstörtem Material übernimmt. Förderstellen und Sender fragen oft genau danach. Diese Sonderdeckungen holen wir je Projekt über spezialisierte Versicherer ein.

## Auf einen Blick

- **Pflicht:** Keine allgemeine Pflichtversicherung; Pflicht ist die Kfz-Haftpflicht für Drehfahrzeuge nach dem KHVG und die Luftfahrt-Haftpflicht für Drohnen
- **Größtes Risiko:** Abbruch oder Verschiebung eines Drehs und Schäden an gemieteten Locations und Geräten
- **Grundschutz ab:** etwa 600 Euro im Jahr für die Betriebshaftpflicht einer kleinen Produktionsfirma
- **Unfallversicherung:** AUVA für Angestellte und Selbstständige; für kurz beschäftigtes Drehpersonal gilt die Anmeldung vor Arbeitsbeginn
- **Oft vergessen:** Mietgeräte vom Verleih: Die Verleihbedingungen machen Sie für jeden Kratzer haftbar
- **ÖNACE/NACE:** 59.11 Herstellung von Filmen, Videofilmen und Fernsehprogrammen, 59.12 Nachbearbeitung und sonstige Filmtechnik, 59.13 Filmverleih und -vertrieb, nicht an private Haushalte, 59.14 Kinos

## Was in dieser Branche schiefgeht

- **Schäden an Locations:** Gemietete Wohnungen, Schlösser und Geschäftslokale werden mit Licht, Kabeln und Dollyschienen bespielt. Kratzer im Parkett und Brandflecken sind Alltag.
- **Mietequipment:** Kameras, Optiken und Licht vom Verleih sind oft mehr wert als das eigene Material, und die Verleihverträge verlagern das Risiko vollständig auf Sie.
- **Ausfall von Personen:** Erkrankt die Regisseurin oder der Hauptdarsteller, stehen Team und Technik bezahlt herum. Ohne Produktionsausfallversicherung trägt das die Firma.
- **Verlorenes Material:** Eine defekte Festplatte nach dem Dreh vernichtet Tage an Arbeit. Nachdrehen kostet oft mehr als der ursprüngliche Drehtag.
- **Unfälle am Set:** Stunts, Höhenarbeit, Fahrzeugszenen und schwere Lasten: Verletzte Komparsen oder Passanten sind Haftpflichtfälle.
- **Rechte an Musik und Bild:** Nicht geklärte Musikrechte, erkennbare Marken oder Personen ohne Freigabe können einen fertigen Film blockieren.

**Risiko-Radar** (Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.): Haftung 4, Feuer und Wasser 4, Diebstahl 4, Cyber 3, Ausfall 5, Gesundheit 3

## Welche Versicherungen Sie brauchen

- **Betriebshaftpflicht** (Unverzichtbar): Deckt Personen- und Sachschäden an Locations, bei Passanten und Mitwirkenden. Wichtig sind eingeschlossene Mietsachschäden an Räumen. https://nammert.at/versicherungsmakler-betriebshaftpflicht.php
- **Elektronikversicherung** (Unverzichtbar): Versichert eigene und gemietete Kameras, Optiken, Licht und Ton gegen Bruch, Diebstahl und Transportschäden, auch am Drehort. https://nammert.at/versicherungsmakler-elektronik.php
- **Berufshaftpflicht** (Dringend empfohlen): Für Vermögensschäden beim Auftraggeber und Rechteverletzungen, etwa bei Werbefilmen mit knappen Sendeterminen. https://nammert.at/versicherungsmakler-berufshaftpflicht.php
- **Betriebsunterbrechung** (Dringend empfohlen): Zahlt laufende Kosten, wenn Studio oder Schnittplatz nach Brand oder Wasserschaden ausfallen. Für Ausfälle am Set gibt es die projektbezogene Produktionsversicherung. https://nammert.at/versicherungsmakler-betriebsunterbrechung.php
- **Flottenversicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Wer mehrere Transporter, Kamerawagen oder Generatorfahrzeuge betreibt, spart mit einem Flottenvertrag. https://nammert.at/versicherungsmakler-flotte.php
- **Drohnenversicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Luftaufnahmen brauchen eine gewerbliche Drohnenhaftpflicht nach dem Luftfahrtgesetz. https://nammert.at/versicherungsmakler-drohne.php
- **Cyberversicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Schützt vor Erpressung mit verschlüsseltem Rohmaterial und vor Datenlecks bei unveröffentlichten Produktionen. https://nammert.at/versicherungsmakler-cyber.php

## Was es kostet: Beispielprämien

Die Beiträge hängen stark vom Projektvolumen ab. Kleine Produktionsfirmen kommen mit Jahresverträgen aus, bei Spielfilmen und großen Werbeproduktionen wird die Versicherung je Projekt mit einem Anteil am Budget kalkuliert.

| Versicherung | Beispiel | Richtwert |
| --- | --- | --- |
| Betriebshaftpflicht | Produktionsfirma mit bis zu fünf Fixangestellten, 5 Mio. Euro Deckung, Mietsachschäden eingeschlossen | etwa 600 bis 1.500 Euro im Jahr |
| Elektronikversicherung | Eigenes Kamera-, Licht- und Tonequipment im Neuwert von 80.000 Euro, Allgefahren | etwa 1.200 bis 2.800 Euro im Jahr |
| Elektronikversicherung | Jahresdeckung für Mietgeräte bis 150.000 Euro Einzelwert | etwa 800 bis 2.000 Euro im Jahr |
| Berufshaftpflicht | Werbefilmproduktion, 500.000 Euro Vermögensschaden | etwa 700 bis 1.600 Euro im Jahr |
| Drohnenversicherung | Gewerbliche Drohnenhaftpflicht, 3 Mio. Euro | etwa 168 bis 230 Euro im Jahr |

Zum Vergleich: Haftpflicht und Equipmentversicherung einer kleinen Produktionsfirma kosten im Jahr etwa so viel wie die Miete eines Kamerapakets für zwei bis drei Drehtage.

_Richtwerte ohne 11 Prozent Versicherungssteuer, Stand September 2026, aus unserer Angebotspraxis; die Drohnenbeiträge aus öffentlich genannten Tarifen. Produktionsausfall- und Negativversicherungen werden je Projekt kalkuliert und sind hier nicht enthalten._

- [drohneversicherung.at: Drohnenversicherung Österreich im Vergleich](https://drohneversicherung.at/)
- [finanz-vergleich.at: Betriebshaftpflicht vergleichen](https://finanz-vergleich.at/versicherung/betriebshaftpflicht/)

## Unsere Vorschläge: drei Pakete

- **Start** (Videograf oder Zwei-Personen-Firma mit eigenem Equipment): Betriebshaftpflicht, Elektronikversicherung. Zusammen: etwa 900 bis 2.000 Euro im Jahr
- **Produktion** (Werbe- und Imagefilme mit Mietgeräten, Locations und Auftraggebern aus der Wirtschaft): Betriebshaftpflicht, Elektronikversicherung, Berufshaftpflicht, Drohnenversicherung. Zusammen: etwa 2.500 bis 5.500 Euro im Jahr
- **Studio** (Produktionsfirma mit Studio, Schnitt, Fahrzeugen und Fixangestellten): Betriebshaftpflicht, Elektronikversicherung, Berufshaftpflicht, Betriebsunterbrechung, Flottenversicherung, Cyberversicherung. Zusammen: etwa 6.000 bis 14.000 Euro im Jahr

## Der schlimmste Drehtag

Sechs Schäden, die bei Produktionen wirklich vorkommen, hier alle an einem Drehtag in Wien. Tippen Sie sich durch und sehen Sie, wer zahlt.

- 06:30: Beim Ausladen rollt ein Lichtwagen gegen die Glastür der gemieteten Altbauwohnung. (4.200 Euro, Zahlt: Betriebshaftpflicht)
- 09:15: Ein gemietetes Zoomobjektiv fällt vom Stativkopf. Der Verleih stellt die Reparatur und den Nutzungsausfall in Rechnung. (11.500 Euro, Zahlt: Elektronikversicherung)
- 11:40: Ein Passant stolpert über ein schlecht abgedecktes Kabel am Gehsteig und bricht sich den Arm. (12.000 Euro, Zahlt: Betriebshaftpflicht)
- 14:00: Die Drohne streift bei einer Kranfahrt eine Hausfassade und stürzt auf ein geparktes Auto. (3.400 Euro, Zahlt: Drohnenversicherung)
- 17:30: Der Werbespot für eine Brauerei wird nicht rechtzeitig fertig, weil Rohmaterial falsch gesichert wurde. Die gebuchte TV-Schaltung verfällt. (28.000 Euro, Zahlt: Berufshaftpflicht)
- 23:10: Aus dem Kamerawagen vor dem Hotel werden zwei Kamerabodies und ein Monitor gestohlen. (19.000 Euro, Zahlt: Elektronikversicherung)

**Schaden bis jetzt:** 78.100 Euro

## Konkrete Tipps vom Makler

- Schließen Sie Mietsachschäden an Gebäuden und Räumen in die Haftpflicht ein. Ohne diesen Baustein zahlt die Versicherung am Drehort oft nicht.
- Nutzen Sie eine Jahresdeckung für Mietgeräte statt der teuren Versicherung des Verleihs je Drehtag.
- Klären Sie mit Förderstellen und Sendern früh, welche Produktionsversicherung sie verlangen. Wir holen sie je Projekt ein.
- Achten Sie bei Diebstahl aus Fahrzeugen auf die Nachtzeitklausel und auf Alarmanlagen als Voraussetzung.
- Melden Sie kurz beschäftigte Crew vor Arbeitsbeginn bei der ÖGK an. Nur dann greift die AUVA bei einem Arbeitsunfall ohne Streit.
- Legen Sie für jede Produktion ein Rechteprotokoll für Musik, Bilder und Personen an. Das senkt Streitfälle und hilft im Schadenfall.

## Warum NAMMERT für Ihren Betrieb

- **Jahresvertrag plus Projektdeckung:** Wir bauen eine Grundausstattung, die das ganze Jahr läuft, und ergänzen sie je Projekt um Produktionsausfall und Sonderrisiken über spezialisierte Versicherer.
- **Wir vergleichen Bedingungen:** Als Makler holen wir mehrere Angebote ein und achten auf das Kleingedruckte zu Mietgeräten, Nachtzeit und Drehorten im Ausland.
- **Schäden kennen wir von innen:** In der Bootsversicherung regulieren wir selbst. Das hilft, wenn ein Verleih nach einem Objektivschaden hohe Forderungen stellt.
- **Seit 1989 in Familienhand:** Wir sind ein deutscher Makler, in Österreich im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit tätig, und für Sie kostenlos, weil der Versicherer die Vergütung zahlt.

## FAQ

### Welche Versicherung braucht eine kleine Filmproduktion?

Zuerst eine Betriebshaftpflicht mit Mietsachschäden und eine Versicherung für das Equipment. Wer Auftragsproduktionen für Unternehmen macht, braucht zusätzlich eine Vermögensschadenhaftpflicht.

### Was ist eine Produktionsausfallversicherung?

Sie zahlt Mehrkosten, wenn ein Dreh durch Krankheit einer Schlüsselperson, zerstörtes Material oder bestimmte äußere Ereignisse verschoben oder abgebrochen werden muss. Sie wird je Projekt abgeschlossen.

### Sind Mietgeräte über meine Elektronikversicherung gedeckt?

Nur, wenn fremde Geräte ausdrücklich eingeschlossen sind. Viele Verträge versichern nur Eigentum. Eine eigene Mietgerätedeckung ist meist günstiger als die Tagesprämie des Verleihs.

### Was kostet die Versicherung für eine Videoproduktion?

Eine kleine Firma zahlt für Haftpflicht und eigenes Equipment etwa 900 bis 2.000 Euro im Jahr. Mit Vermögensschäden, Mietgeräten und Drohne sind es eher 2.500 bis 5.500 Euro.

### Wer haftet für Schäden an einer Location?

Die Produktion, die die Location gemietet hat. Die Betriebshaftpflicht zahlt nur, wenn Mietsachschäden eingeschlossen sind. Protokollieren Sie den Zustand vor und nach dem Dreh mit Fotos.

### Sind Komparsen und Crew versichert?

Angemeldete Beschäftigte sind über die AUVA unfallversichert. Für Selbstständige in der Crew und für Komparsen ohne Anstellung empfehlen wir eine Gruppenunfallversicherung je Projekt.

## Angebot anfordern

Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich. Kostenlos und ohne Verpflichtung, die Vergütung zahlt der Versicherer. https://nammert.at/betriebsversicherung-filmproduktion.php#anfrage

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NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler.

NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77, info@nammert.com. Wikidata: Q141141479.
