# Versicherungen für Großhändler in Österreich

> Ein Großhändler bewegt fremde Produkte in großen Mengen und haftet dabei oft, als hätte er sie selbst gebaut. Wer aus China importiert, ist nach dem Produkthaftungsgesetz der Hersteller. Dazu kommen ein Lager voller Ware, Lkw auf der Straße und Kunden, die auf Ziel kaufen und manchmal nie zahlen.

Quelle/Source: https://nammert.at/betriebsversicherung-grosshandel.php  
Stand: 2026-09-18

## Hafte ich als Großhändler für ein fehlerhaftes Produkt, das ich nicht hergestellt habe?

Ja, in zwei Fällen sicher: Wenn Sie ein Produkt in den Europäischen Wirtschaftsraum einführen, haften Sie nach dem Produkthaftungsgesetz wie der Hersteller. Und wenn Sie den Hersteller oder Ihren Vorlieferanten nicht rechtzeitig nennen können, haften Sie als Händler selbst. Eine Produkthaftpflicht mit Importeursrisiko ist deshalb im Großhandel kein Zusatz, sondern Kern.

## Auf einen Blick

- **Pflicht:** Keine allgemeine Pflichtversicherung; Pflicht ist nur die Kfz-Haftpflicht für den eigenen Fuhrpark
- **Größtes Risiko:** Produkthaftung als Importeur und der Ausfall großer Kundenforderungen
- **Grundschutz ab:** etwa 800 Euro Prämie im Jahr für die Betriebs- und Produkthaftpflicht eines kleinen Großhandels
- **Unfallversicherung:** AUVA für Lager, Fahrer und Innendienst; Staplerunfälle zählen zu den häufigen Arbeitsunfällen
- **Oft vergessen:** Erweiterte Produkthaftpflicht für Aus- und Einbaukosten und Rückrufe
- **ÖNACE/NACE:** 46.21 Großhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln, 46.22 Großhandel mit Blumen und Pflanzen, 46.23 Großhandel mit lebenden Tieren, 46.24 Großhandel mit Häuten, Fellen und Leder, 46.31 Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln, 46.32 Großhandel mit Fleisch, Fleischwaren, Fisch und Fischerzeugnissen, 46.33 Großhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten, 46.34 Großhandel mit Getränken, 46.35 Großhandel mit Tabakwaren, 46.36 Großhandel mit Zucker, Süßwaren und Backwaren, 46.37 Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen, 46.38 Großhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln, 46.39 Großhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren, ohne ausgeprägten Schwerpunkt, 46.41 Großhandel mit Textilien, 46.42 Großhandel mit Bekleidung und Schuhen, 46.43 Großhandel mit Foto- und optischen Erzeugnissen, elektrischen Haushaltsgeräten und Geräten der Unterhaltungselektronik, 46.44 Großhandel mit keramischen Erzeugnissen, Glaswaren und Reinigungsmitteln, 46.45 Großhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln, 46.46 Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen und medizinischen Hilfsmitteln, 46.47 Großhandel mit Möbeln, Teppichen, Lampen und Leuchten, 46.48 Großhandel mit Uhren und Schmuck, 46.49 Großhandel mit sonstigen Gebrauchs- und Verbrauchsgütern, 46.50 Großhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik, 46.61 Großhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten, 46.62 Großhandel mit Werkzeugmaschinen, 46.63 Großhandel mit Bergwerks-, Bau- und Baustoffmaschinen, 46.64 Großhandel mit sonstigen Maschinen und Ausrüstungen, 46.81 Großhandel mit Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen, 46.82 Großhandel mit Erzen, Metallen und Metallhalbzeug, 46.83 Großhandel mit Holz, Baustoffen, Anstrichmitteln und Sanitärausstattung, 46.84 Großhandel mit Metall- und Kunststoffwaren für Bauzwecke sowie Installationsbedarf für Gas, Wasser und Heizung, 46.85 Großhandel mit chemischen Erzeugnissen, 46.86 Großhandel mit sonstigen Halbwaren, 46.87 Großhandel mit Altmaterialien und Reststoffen, 46.89 Sonstiger Großhandel a. n. g., 46.90 Großhandel ohne ausgeprägten Schwerpunkt

## Was in dieser Branche schiefgeht

- **Importware mit Mangel:** Ein Ladegerät aus Fernost überhitzt beim Endkunden, die Wohnung brennt. Als Importeur stehen Sie in der Haftung, nicht der Hersteller in Shenzhen.
- **Einbaukosten beim Abnehmer:** Fehlerhafte Dichtungen sind bereits verbaut. Der Kunde verlangt Aus- und Einbaukosten, die ein Vielfaches des Warenwerts betragen.
- **Kunde zahlt nicht:** Ein großer Abnehmer meldet Insolvenz an, offen sind Rechnungen über 90 Tage. Ein einziger Ausfall kann die Jahresmarge auffressen.
- **Lagerbrand:** Hochregal, Verpackung und Batterien: Ein Brand in der Lagerhalle vernichtet Ware, Regale und die Lieferfähigkeit auf Monate.
- **Ware unterwegs:** Beim Verladen stürzt eine Palette vom Stapler, auf der Autobahn wird ein Anhänger aufgeschlitzt. Beides passiert öfter als gedacht.
- **Warenwirtschaft offline:** Ohne ERP und Webportal keine Aufträge, kein Versand, keine Rechnungen. Angreifer wissen, dass Großhändler schnell zahlen müssen.

**Risiko-Radar** (Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.): Haftung 4, Feuer und Wasser 4, Diebstahl 3, Cyber 3, Ausfall 4, Gesundheit 3

## Welche Versicherungen Sie brauchen

- **Betriebshaftpflicht** (Unverzichtbar): Mit Produkthaftpflicht und Importeursrisiko deckt sie Personen- und Sachschäden durch gelieferte Ware, mit Erweiterung auch Aus- und Einbaukosten. https://nammert.at/versicherungsmakler-betriebshaftpflicht.php
- **Betriebsinhalt** (Unverzichtbar): Ersetzt Lagerware, Regale und Stapler nach Feuer, Leitungswasser, Sturm und Einbruch, mit Stichtags- oder Summenanpassung für schwankende Bestände. https://nammert.at/versicherungsmakler-inhaltsversicherung.php
- **Betriebsunterbrechung** (Dringend empfohlen): Sichert Deckungsbeitrag und Fixkosten, wenn das Lager nach einem Brand nicht liefern kann und Kunden abwandern. https://nammert.at/versicherungsmakler-betriebsunterbrechung.php
- **Transportversicherung** (Dringend empfohlen): Deckt Ware auf eigenen und fremden Fahrzeugen, beim Umschlag und auf dem Weg zum Kunden, auch bei Importen. https://nammert.at/versicherungsmakler-transport.php
- **Kreditversicherung** (Dringend empfohlen): Ersetzt einen Großteil der Forderung, wenn ein Kunde zahlungsunfähig wird, und prüft Ihre Abnehmer laufend. https://nammert.at/versicherungsmakler-warenkredit.php
- **Flottenversicherung** (Dringend empfohlen): Ab mehreren Lieferwagen und Lkw ist ein Flottenvertrag meist günstiger und einfacher zu verwalten als Einzelpolizzen. https://nammert.at/versicherungsmakler-flotte.php
- **Cyberversicherung** (Dringend empfohlen): Hilft, wenn Warenwirtschaft oder Kundenportal verschlüsselt werden, einschließlich Forensik und Ertragsausfall. https://nammert.at/versicherungsmakler-cyber.php
- **D&O-Versicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Schützt die Geschäftsführung einer GmbH, wenn ihr wegen einer Fehlentscheidung persönliche Haftung vorgeworfen wird. https://nammert.at/versicherungsmakler-d-und-o.php

## Was es kostet: Beispielprämien

Im Großhandel richtet sich die Prämie nach Umsatz, Warengruppen, Importanteil und Lagerwert. Öffentliche Quellen nennen für die Betriebshaftpflicht in Österreich eine Spanne von etwa 200 Euro bis zu mehreren tausend Euro im Jahr.

| Versicherung | Beispiel | Richtwert |
| --- | --- | --- |
| Betriebshaftpflicht | Großhandel mit 3 Mio. Euro Umsatz, kaum Importe, 5 Mio. Euro Summe | etwa 800 bis 2.000 Euro im Jahr |
| Betriebshaftpflicht | Import von Elektro- oder Technikware, erweiterte Produkthaftpflicht | etwa 2.500 bis 7.000 Euro im Jahr |
| Betriebsinhalt | Lager mit 800.000 Euro Warenwert, Sprinkler nicht vorhanden | etwa 1.500 bis 3.500 Euro im Jahr |
| Transportversicherung | Eigener Werkverkehr in Österreich und Nachbarländern | etwa 500 bis 2.000 Euro im Jahr |
| Kreditversicherung | Versicherter Umsatz 5 Mio. Euro mit gewerblichen Abnehmern | etwa 5.000 bis 12.000 Euro im Jahr |

Zum Vergleich: Der Grundschutz aus Produkthaftpflicht und Lagerversicherung kostet einen kleinen Großhandel im Jahr ungefähr so viel wie eine einzige volle Palette mittelteurer Ware.

_Richtwerte ohne die 11 Prozent Versicherungssteuer, Stand September 2026. Die allgemeine Spanne für die Betriebshaftpflicht stammt aus den genannten Quellen, die einzelnen Beträge sind Richtwerte aus unserer Angebotspraxis. Warenkreditprämien werden individuell nach Abnehmerliste gerechnet._

- [finanz-vergleich.at: Betriebshaftpflicht in Österreich](https://finanz-vergleich.at/versicherung/betriebshaftpflicht/)
- [Generali Österreich: Betriebshaftpflichtversicherung](https://www.generali.at/firmenkunden/unternehmen/betriebshaftpflichtversicherung/)

## Unsere Vorschläge: drei Pakete

- **Start** (kleiner Großhandel ohne Importe, Lager unter 300.000 Euro): Betriebshaftpflicht, Betriebsinhalt. Zusammen: etwa 1.500 bis 3.000 Euro im Jahr
- **Handel** (Großhandel mit Importen, eigenem Werkverkehr und Kunden auf Ziel): Betriebshaftpflicht, Betriebsinhalt, Betriebsunterbrechung, Transportversicherung, Kreditversicherung. Zusammen: etwa 8.000 bis 18.000 Euro im Jahr
- **Rundum** (GmbH mit Fuhrpark, Webportal und mehreren Standorten): Betriebshaftpflicht, Betriebsinhalt, Betriebsunterbrechung, Transportversicherung, Kreditversicherung, Flottenversicherung, Cyberversicherung, D&O-Versicherung. Zusammen: etwa 18.000 bis 40.000 Euro im Jahr

## Der schlimmste Tag im Großhandel

Sechs Schäden, die Großhändler tatsächlich erleben, hier alle an einem Montag im Jänner. Tippen Sie sich durch den Tag und sehen Sie, wer zahlt.

- 06:30: Ein Stapler rammt ein Hochregal, drei Paletten Elektroware stürzen ab und sind unverkäuflich. (18.000 Euro, Zahlt: Betriebsinhalt)
- 09:10: Ein Installateur meldet undichte Pressfittings aus Ihrer Lieferung. Ein Wasserschaden beim Endkunden und der Austausch in zwölf Wohnungen. (64.000 Euro, Zahlt: Betriebshaftpflicht)
- 11:45: Ihr größter Abnehmer beantragt ein Sanierungsverfahren. Offen sind Rechnungen über 140.000 Euro. (140.000 Euro, Zahlt: Kreditversicherung)
- 13:20: Auf der Westautobahn wird die Plane eines Anhängers aufgeschlitzt, Werkzeugsätze fehlen. (23.000 Euro, Zahlt: Transportversicherung)
- 15:00: Das ERP-System ist verschlüsselt. Zwei Tage kein Versand, externe Forensik, Wiederherstellung. (45.000 Euro, Zahlt: Cyberversicherung)
- 22:40: Ein Akku im Retourenbereich fängt Feuer, ein Hallenteil brennt aus. (380.000 Euro, Zahlt: Betriebsinhalt)

**Schaden bis jetzt:** 670.000 Euro

## Konkrete Tipps vom Makler

- Lassen Sie das Importeursrisiko aus Ländern außerhalb des EWR ausdrücklich in die Produkthaftpflicht schreiben und nennen Sie die Länder vollständig.
- Vereinbaren Sie die erweiterte Produkthaftpflicht mit Aus- und Einbaukosten, wenn Ihre Ware verbaut wird, etwa im Bau-, Sanitär- oder Elektrobereich.
- Bewahren Sie Lieferantennachweise zehn Jahre auf: Wer den Vorlieferanten benennen kann, entgeht der Händlerhaftung.
- Wählen Sie für schwankende Lagerbestände eine Stichtagsversicherung oder einen Vorsorgebetrag, damit im Herbst keine Unterversicherung entsteht.
- Prüfen Sie bei Batterien und Akkus die Brandschutzauflagen des Versicherers, sie werden zunehmend Bedingung für den Vertrag.
- Setzen Sie Kreditlimits aus der Warenkreditversicherung auch im Verkauf durch: Lieferungen über dem Limit sind nicht gedeckt.

## Warum NAMMERT für Ihren Betrieb

- **Wir vergleichen Bedingungen, nicht nur Prämien:** Produkthaftpflicht ist nicht gleich Produkthaftpflicht. Als Makler legen wir die Klauseln zu Import, Einbaukosten und Rückruf mehrerer Versicherer nebeneinander.
- **Schaden von innen gekannt:** In der Bootsversicherung bearbeiten wir Schäden selbst. Wir wissen, welche Unterlagen ein Versicherer sehen will, und helfen Ihnen, sie nach einem Großschaden schnell beizubringen.
- **Grenzüberschreitend und offen:** Wir sind ein deutscher Makler, in Österreich im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit tätig. Für Großhändler mit Kunden in Deutschland ist das oft ein Vorteil, weil wir beide Märkte kennen.
- **Ein Familienbetrieb seit 1989:** Betrieb, Fuhrpark und Privates laufen bei einem Ansprechpartner zusammen, erreichbar unter +49 3375 29 12 77. Die Vergütung zahlt der Versicherer, Sie zahlen nichts.

## FAQ

### Muss ein Großhandel in Österreich versichert sein?

Gesetzlich ist nur die Kfz-Haftpflicht für Ihre Fahrzeuge vorgeschrieben. Die Produkthaftung nach dem Produkthaftungsgesetz trifft Sie aber unabhängig davon, ob Sie versichert sind.

### Was ist der Unterschied zwischen Produkthaftpflicht und erweiterter Produkthaftpflicht?

Die einfache Produkthaftpflicht zahlt Personen- und Sachschäden durch ein fehlerhaftes Produkt. Die erweiterte deckt zusätzlich reine Vermögensschäden Ihrer Abnehmer, etwa Aus- und Einbaukosten oder Nachbesserung.

### Was kostet eine Warenkreditversicherung?

Meist einen Bruchteil eines Prozents des versicherten Umsatzes, abhängig von Branche und Abnehmern. Für 5 Mio. Euro Umsatz sind einige tausend Euro im Jahr üblich.

### Ist ein Rückruf versichert?

Nur mit einer eigenen Rückrufkostenversicherung oder einem ausdrücklichen Einschluss. Die normale Produkthaftpflicht zahlt den Rückruf in der Regel nicht.

### Brauche ich eine eigene Transportversicherung, wenn der Spediteur haftet?

Meist ja. Frachtführer haften nach der CMR nur begrenzt nach Gewicht der Ware. Bei hochwertiger Ware bleibt ohne Transportversicherung ein großer Teil des Schadens bei Ihnen.

### Wer zahlt, wenn ein Lagerarbeiter vom Stapler verletzt wird?

Die AUVA für Behandlung und Rente. Sie haften dem Dienstnehmer nur bei Vorsatz. Bei grober Fahrlässigkeit kann die AUVA aber Regress nehmen, dafür sollte die Betriebshaftpflicht eintreten.

## Angebot anfordern

Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich. Kostenlos und ohne Verpflichtung, die Vergütung zahlt der Versicherer. https://nammert.at/betriebsversicherung-grosshandel.php#anfrage

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NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler.

NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77, info@nammert.com. Wikidata: Q141141479.
