# Versicherungen für Patentanwälte und Patentanwaltsgesellschaften in Österreich

> Eine versäumte Jahresgebühr, ein Einspruch einen Tag zu spät, eine Nachanmeldung ohne wirksame Priorität: Für Patentanwälte und Patentanwaltsgesellschaften in Österreich entsteht der teure Schaden im Vermögen der Mandanten. Hier steht, was das Patentanwaltsgesetz verlangt, warum die Mindestsumme bei Industriemandanten knapp ist und was Kanzleien darüber hinaus brauchen.

Quelle/Source: https://nammert.at/betriebsversicherung-patentanwalt.php  
Stand: 2026-10-14

## Reichen die gesetzlichen 400.000 Euro?

Für die Eintragung ja. Betreuen Sie aber Industrieunternehmen, hängt an einem einzigen Patent oft mehr als diese Summe. Üblich ist dann eine Grunddeckung mit der Mindestsumme und ein Exzedent darüber. Wichtig: Das Gesetz verbietet, die Nachhaftung auszuschließen oder zeitlich zu begrenzen; darauf sollten Sie im Vertrag achten.

## Auf einen Blick

- **Pflicht:** Haftpflichtversicherung nach § 21a Patentanwaltsgesetz, Nachweis vor der Eintragung in die Liste, mindestens 400.000 Euro je Versicherungsfall
- **Gesellschaften:** Patentanwalts-GmbH und Gesellschaften mit einer GmbH als einzigem Komplementär mindestens 2,4 Mio. Euro je Fall; fehlt Deckung, haften die Gesellschafter persönlich
- **Größtes Risiko:** Versäumte Fristen und fehlerhafte Anmeldungen, die Mandanten ein Schutzrecht kosten
- **Grundschutz ab:** etwa 1.200 Euro im Jahr für die Mindestdeckung eines Einzelpatentanwalts, Richtwert aus der Angebotspraxis
- **Unfallversicherung:** Kanzleiangestellte sind nach § 4 ASVG in der gesetzlichen Unfallversicherung, Träger ist die AUVA

## Was in dieser Branche schiefgeht

- **Fristen bei mehreren Ämtern:** Österreichisches Patentamt, Europäisches Patentamt und ausländische Behörden haben eigene Fristen. Ein falsch eingetragener Termin kostet ein Schutzrecht.
- **Jahresgebühren:** Bleibt eine Jahresgebühr unbezahlt, erlischt das Patent. Wer die Zahlung für Mandanten übernimmt, haftet für den Ausfall.
- **Anmeldung zu eng:** Zu knapp formulierte Ansprüche lassen Wettbewerbern Raum. Der Fehler zeigt sich oft erst im Verletzungsverfahren.
- **Gutachten:** Ein Gutachten zur Verletzungsfreiheit übersieht ein Schutzrecht, der Mandant investiert in eine Produktion und wird geklagt.
- **Datenlecks:** Unveröffentlichte Erfindungen sind Betriebsgeheimnisse. Ein Angriff auf die Kanzlei kann Neuheit und Mandantenvertrauen kosten.
- **Zahlungsbetrug:** Gefälschte Rechnungen ausländischer Korrespondenzkanzleien leiten Gebühren auf fremde Konten um.

**Risiko-Radar** (Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.): Haftung 5, Feuer und Wasser 2, Diebstahl 2, Cyber 4, Ausfall 2, Gesundheit 1

## Welche Versicherungen Sie brauchen

- **Berufshaftpflicht** (Unverzichtbar): Nach § 21a Patentanwaltsgesetz vorgeschrieben, mit mindestens 400.000 Euro je Fall; bei Gesellschaften 2,4 Mio. Euro. https://nammert.at/versicherungsmakler-berufshaftpflicht.php
- **Cyberversicherung** (Dringend empfohlen): Für Angriffe auf Fristenverwaltung und Akten, Forensik, Datenschutzmeldung und je nach Vertrag Zahlungsbetrug. https://nammert.at/versicherungsmakler-cyber.php
- **Betriebsinhalt** (Dringend empfohlen): Ersetzt Kanzleieinrichtung, Technik und Aktenwiederherstellung nach Feuer, Leitungswasser und Einbruch. https://nammert.at/versicherungsmakler-inhaltsversicherung.php
- **Betriebshaftpflicht** (Dringend empfohlen): Für Personen- und Sachschäden, etwa bei Terminen in Werkhallen und Labors der Mandanten. https://nammert.at/versicherungsmakler-betriebshaftpflicht.php
- **Berufsunfähigkeit** (Dringend empfohlen): Das Einkommen hängt an Ihrer Arbeitskraft; eine private Rente sichert es ab, wenn Sie den Beruf nicht mehr ausüben können. https://nammert.at/versicherungsmakler-berufsunfaehigkeit.php
- **Betriebsunterbrechung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Zahlt laufende Kosten, wenn die Kanzlei nach einem Brand oder Wasserschaden nicht arbeiten kann. https://nammert.at/versicherungsmakler-betriebsunterbrechung.php
- **D&O-Versicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für Geschäftsführer einer Patentanwalts-GmbH, die gegenüber der Gesellschaft persönlich haften. https://nammert.at/versicherungsmakler-d-und-o.php

## Was es kostet: Beispielprämien

Die Prämie hängt von Umsatz, Zahl der Berufsträger, Versicherungssumme und dem Anteil an Auslandsverfahren ab. Öffentliche Tarife für Patentanwälte gibt es in Österreich praktisch nicht.

| Versicherung | Beispiel | Richtwert |
| --- | --- | --- |
| Berufshaftpflicht | Einzelpatentanwalt, gesetzliche Mindestsumme 400.000 Euro | etwa 1.200 bis 2.500 Euro im Jahr |
| Berufshaftpflicht | Exzedent über weitere 2 Mio. Euro für eine Einzelkanzlei | etwa 800 bis 2.000 Euro im Jahr zusätzlich |
| Berufshaftpflicht | Patentanwalts-GmbH mit vier Berufsträgern, 2,4 Mio. Euro | etwa 8.000 bis 20.000 Euro im Jahr |
| Cyberversicherung | Kanzlei mit acht Arbeitsplätzen, 500.000 Euro Deckung | etwa 900 bis 2.200 Euro im Jahr |
| Betriebsinhalt | Einrichtung und Technik im Wert von 70.000 Euro | etwa 150 bis 400 Euro im Jahr |

Zum Vergleich: Die Pflicht-Haftpflicht eines Einzelpatentanwalts kostet im Jahr ungefähr so viel wie ein paar Stunden Ausarbeitung einer Anmeldung.

_Richtwerte aus der Angebotspraxis ohne 11 Prozent Versicherungssteuer, Stand Oktober 2026. Die Quelle belegt die gesetzlichen Mindestsummen; Ihre Prämie holen wir bei mehreren Versicherern ein._

- [RIS: § 21a Patentanwaltsgesetz](https://www.ris.bka.gv.at/eli/bgbl/1967/214/P21a/NOR40214213)
- [RIS: § 16a Patentanwaltsgesetz, dienstleistende Vertreter](https://www.ris.bka.gv.at/eli/bgbl/1967/214/P16a/NOR40214208)
- [RIS: § 4 ASVG, Pflichtversicherung der Dienstnehmer](https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10008147&Paragraf=4)

## Unsere Vorschläge: drei Pakete

- **Eintragung** (Einzelpatentanwalt mit wenigen Mandanten): Berufshaftpflicht. Zusammen: etwa 1.200 bis 2.500 Euro im Jahr
- **Kanzlei** (Einzelkanzlei mit Mitarbeitern, Exzedent und eigenen Räumen): Berufshaftpflicht, Cyberversicherung, Betriebsinhalt, Betriebshaftpflicht. Zusammen: etwa 3.500 bis 7.500 Euro im Jahr
- **Gesellschaft** (Patentanwalts-GmbH mit mehreren Berufsträgern und Industriemandanten): Berufshaftpflicht, Cyberversicherung, Betriebsinhalt, Betriebshaftpflicht, Betriebsunterbrechung, D&O-Versicherung. Zusammen: etwa 12.000 bis 30.000 Euro im Jahr

## Der schlimmste Tag in der Patentkanzlei

Sechs Dinge, die in Patentkanzleien wirklich vorkommen, hier alle an einem Dienstag. Gehen Sie den Tag durch und sehen Sie, wer zahlt.

- 08:10: Ein Einspruch gegen ein Konkurrenzpatent wurde zu spät eingebracht. Der Mandant muss nun Lizenzgebühren zahlen. (180.000 Euro, Zahlt: Berufshaftpflicht)
- 10:30: Die Jahresgebühr eines Patents wurde nicht bezahlt, das Schutzrecht ist erloschen. (140.000 Euro, Zahlt: Berufshaftpflicht)
- 12:45: Eine gefälschte Rechnung einer ausländischen Kanzlei wird beglichen, das Geld ist weg. (22.000 Euro, Zahlt: Cyberversicherung)
- 14:15: Bei der Besichtigung einer Fertigung beschädigt die Konzipientin eine Messeinrichtung. (7.000 Euro, Zahlt: Betriebshaftpflicht)
- 16:50: Der Kanzleiserver ist verschlüsselt, Fristen der nächsten Wochen sind nicht mehr lesbar. (26.000 Euro, Zahlt: Cyberversicherung)
- 21:30: Ein Brand im Nachbarbüro: Rauch und Löschwasser treffen Akten und Rechner. (20.000 Euro, Zahlt: Betriebsinhalt)

**Schaden bis jetzt:** 395.000 Euro

## Konkrete Tipps vom Makler

- Wählen Sie die Summe nach Ihren größten Mandanten; ein Exzedent über der Mindestsumme kostet meist weniger als gedacht.
- Achten Sie darauf, dass die Nachhaftung nicht ausgeschlossen oder befristet ist; § 21a Patentanwaltsgesetz verbietet das ausdrücklich.
- Lassen Sie Verfahren vor ausländischen Ämtern und Fehler von Korrespondenzkanzleien ausdrücklich einschließen.
- Prüfen Sie beim Wechsel in eine GmbH rechtzeitig die Summe von 2,4 Mio. Euro, sonst haften die Gesellschafter persönlich für die Lücke.
- Die Cyberversicherung sollte Zahlungsbetrug mit gefälschten Rechnungen einschließen.
- Wechseln Sie lückenlos: Der Versicherer meldet Ende und Einschränkungen der Deckung der Patentanwaltskammer.

## Warum NAMMERT für Ihren Betrieb

- **Mehrere Angebote nebeneinander:** Norman Nammert vergleicht als Versicherungsmakler mehrere Versicherer und zeigt Ihnen die Unterschiede bei Auslandsverfahren, Exzedent und Jahreshöchstleistung.
- **Gesetz und Praxis zusammen:** Wir prüfen, ob Ihr Vertrag die Vorgaben des § 21a erfüllt, und rechnen die Summe nach Ihren Mandanten.
- **Kostenlos für Ihre Kanzlei:** Die Vergütung zahlt der Versicherer. Wir sind seit 1989 in der Versicherungsvermittlung tätig und arbeiten in Österreich im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit, erreichbar unter +49 3375 29 12 77.

## FAQ

### Wie hoch ist die Pflichtversicherung für Patentanwälte in Österreich?

Nach § 21a Patentanwaltsgesetz mindestens 400.000 Euro je Versicherungsfall. Für Patentanwalts-GmbH und Gesellschaften mit einer GmbH als einzigem Komplementär sind es 2,4 Mio. Euro.

### Wann muss ich die Versicherung nachweisen?

Vor der Eintragung in die Liste der Patentanwälte gegenüber dem Vorstand der Patentanwaltskammer, danach jederzeit auf Verlangen.

### Was passiert, wenn die Versicherung wegfällt?

Hält ein Patentanwalt die Versicherung trotz Aufforderung nicht aufrecht, untersagt ihm der Vorstand der Kammer die Ausübung, bis der Nachweis vorliegt.

### Was kostet die Haftpflicht für einen Patentanwalt?

Mit Mindestsumme meist etwa 1.200 bis 2.500 Euro im Jahr ohne Versicherungssteuer, als Richtwert aus der Angebotspraxis. Ein Exzedent über weitere 2 Mio. Euro kostet zusätzlich etwa 800 bis 2.000 Euro.

### Brauchen Patentanwälte aus anderen EU-Staaten eine Versicherung?

Wer in Österreich vorübergehend Dienstleistungen erbringt, muss nach § 16a Patentanwaltsgesetz eine dem Risiko angemessene Berufshaftpflicht oder eine gleichwertige Sicherheit nachweisen.

## Angebot anfordern

Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich, kostenlos: Es zahlt der Versicherer. https://nammert.at/betriebsversicherung-patentanwalt.php#anfrage

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Ihr Makler: Norman Nammert, unter der Marke NAMMERT. Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO mit Sitz in Deutschland. Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37. In Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen. Sie vermittelt Ihren Vertrag nicht.

NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77, info@nammert.com. Wikidata: Q141141479.
