# Versicherungen für selbständige Pflegeberater in Österreich

> Pflegeberatung findet in Österreich meist dort statt, wo gepflegt wird: im Wohnzimmer der Familie. Sie erklären Pflegegeld und Entlastungsangebote, planen die Versorgung und beraten zur Pflege zu Hause. Je nach Ausbildung arbeiten selbständige Pflegeberater als freiberufliche diplomierte Pflegefachkraft oder mit einer Gewerbeberechtigung. Hier steht, welche Versicherungen dazu passen und was sie kosten.

Quelle/Source: https://nammert.at/betriebsversicherung-pflegeberater.php  
Stand: 2026-10-15

## Muss ich als freiberufliche Pflegefachkraft über meine Versicherung informieren?

Ja. Nach § 36 Abs. 5 GuKG informieren Sie die betreute Person über den beruflichen Versicherungsschutz, ebenso über Pflegediagnose, geplanten Ablauf und Kosten. Halten Sie deshalb eine aktuelle Bestätigung Ihrer Haftpflicht bereit. Für Beratungsfehler, die Geld kosten, brauchen Sie zusätzlich Deckung für Vermögensschäden.

## Auf einen Blick

- **Rechtsgrundlage:** Für diplomierte Pflegefachkräfte gehört die Beratung zur Gesundheits- und Krankenpflege nach § 14 GuKG zur Kernkompetenz; freiberuflich arbeiten sie nach § 36 GuKG persönlich und unmittelbar
- **Informationspflicht:** Freiberufliche Pflegefachkräfte müssen die betreute Person nach § 36 Abs. 5 GuKG über ihren beruflichen Versicherungsschutz und die Kosten informieren
- **Gewerbe:** Lebens- und Sozialberatung ist nach § 94 Z 46 GewO ein reglementiertes Gewerbe
- **Grundschutz ab:** etwa 220 Euro im Jahr für Haftpflicht mit Vermögensschäden einer Einzelberaterin, Richtwert aus der Angebotspraxis
- **Oft vergessen:** Vermögensschäden aus Beratung, die eine normale Betriebshaftpflicht meist nicht deckt

## Was in dieser Branche schiefgeht

- **Falscher Rat:** Ein übersehener Anspruch, eine verpasste Frist für einen Erhöhungsantrag: Der Familie entgeht Geld, sie fordert Ersatz.
- **Schaden beim Hausbesuch:** Ein umgestoßenes Erbstück, ein falsch verstelltes Pflegebett: Sie arbeiten in fremden Wohnungen.
- **Viel auf der Straße:** Hausbesuche am Land bedeuten tägliche Fahrten. Ein Unfall kostet Auto und Arbeitstage.
- **Gesundheitsdaten:** Diagnosen und Familienverhältnisse liegen auf Laptop und Handy. Verlust oder Angriff lösen Pflichten nach der Datenschutz-Grundverordnung aus.
- **Ausfall der eigenen Arbeitskraft:** Als Einzelberaterin gibt es keine Vertretung. Wer krank wird, verdient nichts.
- **Streit um Honorar:** Familien oder Auftraggeber zahlen nicht oder kürzen Rechnungen.

**Risiko-Radar** (Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.): Haftung 4, Feuer und Wasser 2, Diebstahl 2, Cyber 3, Ausfall 3, Gesundheit 3

## Welche Versicherungen Sie brauchen

- **Berufshaftpflicht** (Unverzichtbar): Für Personen-, Sach- und Vermögensschäden aus Ihrer Beratung und Pflegetätigkeit; über diesen Schutz informieren Sie Ihre Klienten. https://nammert.at/versicherungsmakler-berufshaftpflicht.php
- **Betriebshaftpflicht** (Dringend empfohlen): Für Schäden in Beratungsräumen und bei Veranstaltungen, wenn die Berufshaftpflicht sie nicht einschließt. https://nammert.at/versicherungsmakler-betriebshaftpflicht.php
- **Kfz-Versicherung** (Dringend empfohlen): Für das Auto, mit dem Sie zu Familien fahren; die berufliche Nutzung muss im Vertrag stehen. https://nammert.at/versicherungsmakler-kfz.php
- **Cyberversicherung** (Dringend empfohlen): Für Datenverlust und Angriffe auf Gesundheitsdaten, mit Unterstützung bei Meldungen. https://nammert.at/versicherungsmakler-cyber.php
- **Berufsunfähigkeit** (Dringend empfohlen): Sichert Ihr Einkommen, wenn Sie dauerhaft nicht mehr beraten können. https://nammert.at/versicherungsmakler-berufsunfaehigkeit.php
- **Firmenrechtsschutz** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für Honorarstreit und Streit mit Auftraggebern. https://nammert.at/versicherungsmakler-firmenrechtsschutz.php
- **Unfallversicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Zahlt bei dauerhafter Invalidität nach einem Unfall, im Beruf und in der Freizeit. https://nammert.at/versicherungsmakler-unfall.php

## Was es kostet: Beispielprämien

Pflegeberatung hat ein geringes Sachrisiko. Wichtig sind Vermögensschäden, das Auto und die eigene Arbeitskraft.

| Versicherung | Beispiel | Richtwert |
| --- | --- | --- |
| Berufshaftpflicht | Freiberufliche Pflegefachkraft mit Beratung, Personen-, Sach- und Vermögensschäden | etwa 220 bis 550 Euro im Jahr |
| Berufshaftpflicht | Beratungspraxis mit drei Beraterinnen | etwa 550 bis 1.300 Euro im Jahr |
| Kfz-Versicherung | Kompaktwagen, 25.000 Kilometer im Jahr beruflich, Haftpflicht und Teilkasko | etwa 700 bis 1.400 Euro im Jahr |
| Cyberversicherung | Beratungspraxis mit digitaler Dokumentation | etwa 330 bis 850 Euro im Jahr |
| Unfallversicherung | Selbständige Beraterin, 24 Stunden, Invalidität 150.000 Euro | etwa 200 bis 450 Euro im Jahr |

Zum Vergleich: Die Berufshaftpflicht einer selbständigen Pflegeberaterin kostet im Jahr ungefähr so viel wie zwei Tankfüllungen für die Hausbesuche.

_Alle Beträge sind Richtwerte aus der Angebotspraxis ohne 11 Prozent Versicherungssteuer, Kfz einschließlich der mit der Prämie eingehobenen Steuern, Stand Oktober 2026._

- [Gesundheits- und Krankenpflegegesetz, § 36: Freiberufliche Ausübung](https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10011026&Paragraf=36)
- [Gewerbeordnung 1994, § 94: Reglementierte Gewerbe](https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10007517&Paragraf=94)

## Unsere Vorschläge: drei Pakete

- **Einzelberatung** (freiberufliche Pflegefachkraft ohne eigene Räume): Berufshaftpflicht, Kfz-Versicherung, Berufsunfähigkeit. Zusammen: etwa 950 bis 1.950 Euro im Jahr, ohne Berufsunfähigkeit
- **Beratungspraxis** (Praxis mit Beratungsraum und zwei bis drei Beraterinnen): Berufshaftpflicht, Betriebshaftpflicht, Kfz-Versicherung, Cyberversicherung. Zusammen: etwa 1.700 bis 3.800 Euro im Jahr
- **Team** (Beratungsunternehmen mit mehreren Beraterinnen und Fahrzeugen): Berufshaftpflicht, Betriebshaftpflicht, Kfz-Versicherung, Cyberversicherung, Firmenrechtsschutz, Unfallversicherung. Zusammen: individuell, meist ab etwa 3.800 Euro im Jahr

## Der schlimmste Tag in der Pflegeberatung

Sechs Dinge, wie sie Pflegeberatern passieren, hier alle an einem Mittwoch. Tippen Sie sich durch und sehen Sie, wer zahlt.

- 08:15: Auf einer vereisten Landstraße rutscht Ihr Auto in den Straßengraben. (5.200 Euro, Zahlt: Kfz-Versicherung)
- 10:20: Beim Hausbesuch stoßen Sie eine Vitrine an, ein altes Service zerbricht. (1.600 Euro, Zahlt: Berufshaftpflicht)
- 12:00: Eine Familie wirft Ihnen vor, wegen Ihres Rats den Antrag auf eine höhere Pflegegeldstufe zu spät gestellt zu haben. (5.500 Euro, Zahlt: Berufshaftpflicht)
- 14:30: Ihr Laptop mit Beratungsprotokollen wird aus dem Auto gestohlen. (3.800 Euro, Zahlt: Cyberversicherung)
- 16:50: Ein Auftraggeber zahlt Ihre Rechnungen über drei Monate nicht, Sie brauchen einen Anwalt. (2.000 Euro, Zahlt: Firmenrechtsschutz)
- 18:20: Sie stürzen auf einer nassen Außenstiege und fallen sechs Wochen aus. (4.200 Euro, Zahlt: Unfallversicherung)

**Schaden bis jetzt:** 22.300 Euro

## Konkrete Tipps vom Makler

- Schließen Sie Vermögensschäden aus Beratung ausdrücklich ein.
- Halten Sie eine Bestätigung Ihres Versicherungsschutzes bereit, über den Sie Klienten informieren müssen.
- Dokumentieren Sie jede Beratung mit Datum, Inhalt und Empfehlung.
- Melden Sie dem Kfz-Versicherer die berufliche Nutzung und die tatsächliche Kilometerleistung.
- Schützen Sie Laptop und Handy mit Verschlüsselung und Passwort.
- Sichern Sie Ihre Arbeitskraft ab, wenn Sie allein arbeiten.

## Warum NAMMERT für Ihren Betrieb

- **Wir vergleichen für Sie:** Norman Nammert vermittelt als Versicherungsmakler auch für Selbständige in Österreich. Wir holen Angebote ein und achten auf Vermögensschäden aus Beratung.
- **Beruf und Privat in einer Hand:** Haftpflicht, Auto, Vorsorge und Wohnung liegen bei uns zusammen, ein Anruf genügt.
- **Familienbetrieb seit 1989:** Wir vermitteln seit 1989 Versicherungen. Unsere Arbeit ist für Sie kostenlos, die Vergütung zahlt der Versicherer.

## FAQ

### Welche Versicherung brauche ich als selbständige Pflegeberaterin in Österreich?

Am wichtigsten ist eine Berufshaftpflicht, die auch Vermögensschäden aus Beratung deckt. Dazu kommen das Auto, Datenschutz und die Absicherung Ihrer Arbeitskraft.

### Darf ich als diplomierte Pflegefachkraft freiberuflich beraten?

Beratung zur Gesundheits- und Krankenpflege ist nach § 14 GuKG Teil Ihrer Kernkompetenz. Freiberuflich arbeiten Sie nach § 36 GuKG persönlich und unmittelbar.

### Was muss ich Klienten vorher sagen?

Nach § 36 Abs. 5 GuKG informieren Sie über Pflegediagnose, geplanten Ablauf, Kosten und Ihren beruflichen Versicherungsschutz.

### Ich bin keine Pflegefachkraft. Wie kann ich beraten?

Je nach Tätigkeit über eine Gewerbeberechtigung, etwa für Lebens- und Sozialberatung, die nach § 94 Z 46 GewO reglementiert ist und einen Befähigungsnachweis verlangt.

### Was kostet die Berufshaftpflicht für Pflegeberater?

Nach unserer Angebotspraxis zahlt eine Einzelberaterin etwa 220 bis 550 Euro im Jahr ohne Versicherungssteuer.

### Reicht meine private Haftpflicht für Hausbesuche?

Nein. Private Haftpflichtversicherungen schließen berufliche Tätigkeiten in der Regel aus.

## Angebot anfordern

Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich, kostenlos: Es zahlt der Versicherer. https://nammert.at/betriebsversicherung-pflegeberater.php#anfrage

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Ihr Makler: Norman Nammert, unter der Marke NAMMERT. Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO mit Sitz in Deutschland. Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37. In Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen. Sie vermittelt Ihren Vertrag nicht.

NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77, info@nammert.com. Wikidata: Q141141479.
