# Versicherungen für Pflegeheime und betreutes Wohnen

> In einem Heim leben Menschen, die sich selbst kaum schützen können, rund um die Uhr unter Ihrer Verantwortung. Ein Sturz in der Nacht, ein übersehenes Druckgeschwür, ein Brand im Zimmer mit Sauerstoffgerät: Solche Fälle landen schnell vor Gericht und in der Zeitung. Hier steht, was ein Heimträger in Österreich absichern sollte und was das kostet.

Quelle/Source: https://nammert.at/betriebsversicherung-pflegeheim.php  
Stand: 2026-09-18

## Haften wir, wenn eine Bewohnerin nachts aus dem Bett fällt?

Nicht automatisch. Ein Heim schuldet angemessene Pflege, keine lückenlose Überwachung, und freiheitsbeschränkende Maßnahmen wie Bettgitter sind nach dem Heimaufenthaltsgesetz nur unter strengen Bedingungen erlaubt. Kommt es zum Sturz, prüft das Gericht, ob das Sturzrisiko erkannt, dokumentiert und vernünftig darauf reagiert wurde. Die Betriebshaftpflicht zahlt berechtigte Ansprüche und wehrt unberechtigte ab; entscheidend ist eine lückenlose Pflegedokumentation.

## Auf einen Blick

- **Pflicht:** Keine bundesweit einheitliche Versicherungspflicht; Betrieb und Auflagen regeln die Heimgesetze der Länder, Förderverträge verlangen meist eine Haftpflicht
- **Größtes Risiko:** Personenschäden bei Bewohnerinnen und Bewohnern durch Stürze, Pflegefehler und Verwechslungen
- **Grundschutz ab:** etwa 1.500 Euro im Jahr für die Betriebshaftpflicht eines kleinen Hauses mit rund 30 Plätzen
- **Unfallversicherung:** AUVA für alle Angestellten, die Prämie zahlt allein der Arbeitgeber; Arbeitsunfälle im Dienst sind damit gedeckt
- **Oft vergessen:** Schäden an Sachen der Bewohner: Hörgeräte, Zahnprothesen und Brillen verschwinden in der Wäsche oder im Müll
- **ÖNACE/NACE:** 87.10 Pflegeheime, 87.20 Stationäre Einrichtungen zur psychosozialen Betreuung, Suchtbekämpfung, 87.30 Seniorenwohnheime und Wohnheime für Menschen mit Behinderung, 87.91 Vermittlungstätigkeiten für Heime und stationäre Betreuung, 87.99 Sonstige Heime, ohne Erholungs- und Ferienheime, a. n. g.

## Was in dieser Branche schiefgeht

- **Stürze:** Stürze sind der häufigste Haftpflichtvorwurf in der stationären Pflege. Ein Oberschenkelhalsbruch bei einer 85-Jährigen bedeutet Spital, Reha und oft dauerhaft eine höhere Pflegegeldstufe.
- **Pflegefehler:** Druckgeschwüre, falsch verabreichte Medikamente, Flüssigkeitsmangel im Sommer: Angehörige lassen solche Fälle heute häufiger anwaltlich prüfen.
- **Freiheitsbeschränkung:** Bettgitter, Sensormatten mit Rückhalt oder Medikamente zur Ruhigstellung müssen nach dem Heimaufenthaltsgesetz gemeldet werden. Fehler führen zu Verfahren mit der Bewohnervertretung.
- **Brand und Evakuierung:** Rauchende Bewohner, Sauerstoffkonzentratoren, Wäscherei und Großküche: Ein Brand in einem Haus voller bettlägeriger Menschen ist der teuerste Sachschaden, den es gibt.
- **Legionellen und Hygiene:** Große Warmwassernetze und Noroviren im Winter können Stationen sperren und Ansprüche von Bewohnern und Angehörigen auslösen.
- **Gesundheitsdaten:** Pflegedokumentation, Medikationspläne und Befunde sind besonders geschützte Daten. Ein Hackerangriff legt die Pflegeplanung lahm und ist meldepflichtig.

**Risiko-Radar** (Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.): Haftung 5, Feuer und Wasser 4, Diebstahl 2, Cyber 3, Ausfall 4, Gesundheit 4

## Welche Versicherungen Sie brauchen

- **Betriebshaftpflicht** (Unverzichtbar): Deckt Personen- und Sachschäden bei Bewohnern, Besuchern und Dritten, einschließlich Pflegefehlern und Schäden an Bewohnereigentum, wenn diese ausdrücklich eingeschlossen sind. https://nammert.at/versicherungsmakler-betriebshaftpflicht.php
- **Betriebsinhalt** (Unverzichtbar): Ersetzt Pflegebetten, Hebelifte, Küche, Wäscherei und Einrichtung nach Feuer, Leitungswasser, Sturm und Einbruch zum Neuwert. https://nammert.at/versicherungsmakler-inhaltsversicherung.php
- **Betriebsunterbrechung** (Dringend empfohlen): Fallen nach einem Brand Plätze weg, fehlen die Tagsätze, während Personal und Kredite weiterlaufen. https://nammert.at/versicherungsmakler-betriebsunterbrechung.php
- **Betriebsgebäude** (Dringend empfohlen): Für Träger, denen das Haus gehört: Brand, Sturm, Hagel und Leitungswasser am Gebäude selbst. https://nammert.at/versicherungsmakler-gewerbegebaeude.php
- **Cyberversicherung** (Dringend empfohlen): Hilft bei Datenleck, Lösegeldforderung und Ausfall der Pflegedokumentation, einschließlich Meldung an die Datenschutzbehörde. https://nammert.at/versicherungsmakler-cyber.php
- **D&O-Versicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für Geschäftsführung und Vorstand eines Trägervereins oder einer gemeinnützigen GmbH, die für Organisationsfehler persönlich haften können. https://nammert.at/versicherungsmakler-d-und-o.php
- **Firmenrechtsschutz** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für arbeitsrechtliche Streitigkeiten mit Pflegekräften und Auseinandersetzungen mit Behörden oder Lieferanten. https://nammert.at/versicherungsmakler-firmenrechtsschutz.php
- **Flottenversicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Wenn das Haus Busse für Ausflüge oder Arztfahrten und Autos für die mobile Pflege betreibt. https://nammert.at/versicherungsmakler-flotte.php
- **Betriebliche Krankenversicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Eine betriebliche Krankenversicherung ist in einem Beruf mit hoher Belastung ein spürbares Argument bei der Personalsuche. https://nammert.at/versicherungsmakler-bkv.php

## Was es kostet: Beispielprämien

Die Prämien eines Heims richten sich vor allem nach der Zahl der Plätze, dem Pflegegrad der Bewohner, dem Gebäudewert und der bisherigen Schadenhistorie. Öffentlich genannte Tarifbeispiele für Heime gibt es in Österreich kaum, jedes Haus wird einzeln kalkuliert.

| Versicherung | Beispiel | Richtwert |
| --- | --- | --- |
| Betriebshaftpflicht | Haus mit rund 30 Plätzen, 5 Mio. Euro Deckung pauschal | etwa 1.500 bis 3.500 Euro im Jahr |
| Betriebshaftpflicht | Haus mit rund 100 Plätzen und angeschlossenem betreuten Wohnen | etwa 4.000 bis 10.000 Euro im Jahr |
| Betriebsinhalt | Einrichtung und Pflegetechnik im Wert von 600.000 Euro | etwa 800 bis 1.800 Euro im Jahr |
| Betriebsunterbrechung | Ausfall der Tagsätze bis zwölf Monate | etwa 500 bis 1.500 Euro im Jahr zusätzlich |
| Cyberversicherung | Träger mit rund 60 Beschäftigten und digitaler Pflegedokumentation | etwa 1.200 bis 3.000 Euro im Jahr |

Zum Vergleich: Haftpflicht und Inhaltsversicherung eines kleinen Hauses kosten im Jahr ungefähr so viel wie drei Wochen Heimplatz für eine einzige Bewohnerin.

_Richtwerte aus unserer Angebotspraxis ohne 11 Prozent Versicherungssteuer, Stand September 2026. Für Pflegeheime gibt es kaum öffentliche Tarifbeispiele; die Quellen belegen die Rahmenbedingungen im Gesundheitsbereich. Das verbindliche Angebot holen wir für Ihr Haus ein._

- [versicherungen.at: Berufshaftpflichtversicherung in Österreich](https://www.versicherungen.at/berufshaftpflichtversicherung-oesterreich/)
- [versicherungen.at: Betriebshaftpflicht](https://www.versicherungen.at/betriebshaftpflicht-rechner/)

## Unsere Vorschläge: drei Pakete

- **Grundschutz** (betreutes Wohnen oder kleine Wohngemeinschaft mit bis zu 15 Plätzen): Betriebshaftpflicht, Betriebsinhalt. Zusammen: etwa 1.200 bis 2.800 Euro im Jahr
- **Heim** (Pflegeheim mit 30 bis 60 Plätzen in gemieteten Räumen): Betriebshaftpflicht, Betriebsinhalt, Betriebsunterbrechung, Cyberversicherung. Zusammen: etwa 4.000 bis 9.000 Euro im Jahr
- **Träger** (Träger mit eigenem Gebäude, Fahrdienst und Vorstand): Betriebshaftpflicht, Betriebsinhalt, Betriebsgebäude, Betriebsunterbrechung, Cyberversicherung, D&O-Versicherung, Flottenversicherung. Zusammen: etwa 12.000 bis 30.000 Euro im Jahr

## Der schlimmste Tag im Pflegeheim

Sechs Fälle, wie sie in Heimen tatsächlich vorkommen. Hier fallen sie alle auf einen einzigen Sonntag. Gehen Sie den Tag durch und sehen Sie, wer zahlt.

- 03:20: Eine Bewohnerin steht nachts allein auf, stürzt und bricht sich den Oberschenkelhals. Die Tochter wirft dem Haus fehlende Sturzprophylaxe vor. (38.000 Euro, Zahlt: Betriebshaftpflicht)
- 07:45: Beim Wäschewechsel landet ein Hörgerätepaar im Schmutzwäschesack und wird mitgewaschen. (4.200 Euro, Zahlt: Betriebshaftpflicht)
- 10:10: Ein Bewohner erhält die Tabletten seines Zimmernachbarn und muss ins Spital. (12.000 Euro, Zahlt: Betriebshaftpflicht)
- 13:30: Die Server der Pflegedokumentation sind verschlüsselt, der Dienstplan und alle Medikationspläne sind weg. (45.000 Euro, Zahlt: Cyberversicherung)
- 17:05: Im Stationsbad reißt eine Leitung, das Wasser läuft zwei Stockwerke hinunter in die Küche. (26.000 Euro, Zahlt: Betriebsinhalt)
- 22:40: Ein Sauerstoffkonzentrator überhitzt, ein Zimmer brennt aus, der Trakt ist wochenlang gesperrt. (180.000 Euro, Zahlt: Betriebsunterbrechung)

**Schaden bis jetzt:** 305.200 Euro

## Konkrete Tipps vom Makler

- Wählen Sie für die Haftpflicht mindestens 5 Mio. Euro pauschal; ein einziger schwerer Personenschaden mit lebenslanger Pflege sprengt kleinere Summen.
- Lassen Sie Schäden an eingebrachten Sachen der Bewohner einschließen, vor allem Hörgeräte, Zahnprothesen und Brillen.
- Achten Sie darauf, dass Tätigkeiten nach dem Gesundheits- und Krankenpflegegesetz, also auch ärztlich angeordnete Pflege, ausdrücklich mitversichert sind.
- Versichern Sie Pflegebetten und Lifter zum Neuwert und prüfen Sie die Summe jährlich, Pflegetechnik wird stetig teurer.
- Vereinbaren Sie in der Betriebsunterbrechung eine Haftzeit von mindestens zwölf Monaten; nach einem Brand dauert die Wiederbelegung lange.
- Klären Sie, ob Freiwillige, Zivildiener und Praktikantinnen in der Haftpflicht mitversichert sind.

## Warum NAMMERT für Ihren Betrieb

- **Vergleich statt Einheitstarif:** Als Makler holen wir Angebote mehrerer Versicherer ein und zeigen Ihnen, wo sich die Bedingungen bei Pflegefehlern und Bewohnereigentum unterscheiden.
- **Schaden verstehen wir von innen:** In der Bootsversicherung regulieren wir Schäden selbst. Dieses Wissen hilft, wenn nach einem Sturz Angehörige, Anwalt und Versicherer gleichzeitig Fragen stellen.
- **Haus, Fahrzeuge und Vorstand aus einer Hand:** Haftpflicht, Gebäude, Busse und die Absicherung der Organe laufen bei einem Ansprechpartner zusammen, erreichbar unter +49 3375 29 12 77.
- **Kostenlos für Ihr Haus:** Für Ihr Haus entstehen keine Maklerkosten, die Vergütung trägt der Versicherer. Wir sind ein deutscher Familienbetrieb seit 1989 und betreuen Heimträger in Österreich im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit.

## FAQ

### Ist eine Haftpflichtversicherung für Pflegeheime in Österreich Pflicht?

Bundesweit gibt es keine einheitliche Pflicht. Die Heimgesetze der Länder, Bewilligungsbescheide und Förderverträge verlangen aber regelmäßig einen ausreichenden Haftpflichtschutz. Ohne ihn betreibt heute kein Träger ein Haus.

### Zahlt die Versicherung, wenn Angehörige Pflegefehler behaupten?

Die Betriebshaftpflicht prüft den Vorwurf, zahlt berechtigte Ansprüche und wehrt unberechtigte auf eigene Kosten ab. Eine saubere Pflegedokumentation ist dabei Ihr wichtigstes Beweismittel.

### Was kostet die Versicherung für ein Pflegeheim?

Für ein kleines Haus mit rund 30 Plätzen beginnt die Haftpflicht bei etwa 1.500 Euro im Jahr. Ein Paket mit Inhalt, Ertragsausfall und Cyber liegt meist zwischen 4.000 und 9.000 Euro, jeweils ohne Versicherungssteuer.

### Sind Pflegekräfte bei einem Arbeitsunfall versichert?

Ja, über die AUVA. Die Prämie dafür zahlt allein der Arbeitgeber. Rückenschäden durch Heben gelten allerdings meist nicht als Arbeitsunfall; hier helfen Gruppenunfall und betriebliche Krankenversicherung.

### Wer haftet für das Geld und die Wertsachen der Bewohner?

Für Sachen, die das Heim in Verwahrung nimmt, haftet das Heim. Die Haftpflicht deckt das nur, wenn Schäden an eingebrachten und verwahrten Sachen eingeschlossen sind. Bargeld ist oft nur bis zu einer kleinen Summe versichert.

### Brauchen wir als gemeinnütziger Verein eine D&O-Versicherung?

Sie ist sinnvoll, wenn Vorstand oder Geschäftsführung über große Budgets entscheiden. Organe haften bei Pflichtverletzungen persönlich; die D&O übernimmt Abwehr und berechtigte Forderungen.

## Angebot anfordern

Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich. Kostenlos und ohne Verpflichtung, die Vergütung zahlt der Versicherer. https://nammert.at/betriebsversicherung-pflegeheim.php#anfrage

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NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler.

NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77, info@nammert.com. Wikidata: Q141141479.
