# Versicherungen für Privatschulen, Internate und Nachhilfeinstitute in Österreich

> Eine Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht hat andere Pflichten als ein Nachhilfeinstitut, aber eines verbindet beide: Eltern vertrauen Ihnen ihre Kinder an, und sie erwarten, dass für jeden Unfall, jede Skiwoche und jeden Datenverlust jemand geradesteht. Hier steht, was ein privater Schulerhalter in Österreich versichern sollte und was es kostet.

Quelle/Source: https://nammert.at/betriebsversicherung-privatschule.php  
Stand: 2026-09-18

## Sind unsere Schüler über die AUVA versichert?

An Privatschulen mit Öffentlichkeitsrecht ja, über die gesetzliche Schülerunfallversicherung, auch bei Schulveranstaltungen. Ohne Öffentlichkeitsrecht und bei Nachhilfe, Lernbetreuung oder Kursen besteht dieser Schutz in der Regel nicht. Dann ist eine Gruppenunfallversicherung sinnvoll, und die Haftpflicht der Schule bleibt in jedem Fall nötig.

## Auf einen Blick

- **Pflicht:** Keine allgemeine Pflichtversicherung nach dem Privatschulgesetz; Schulerhalter, Förderstellen und Vermieter verlangen aber praktisch immer eine Haftpflicht
- **Größtes Risiko:** Verletzungen von Schülern bei Unterricht, Pausen, Turnen und Schulveranstaltungen sowie Datenschutzverstöße
- **Grundschutz ab:** etwa 150 Euro im Jahr für die Betriebshaftpflicht eines kleinen Nachhilfeinstituts
- **AUVA:** Pflicht für Lehrkräfte mit Dienstvertrag; Schüler an Privatschulen mit Öffentlichkeitsrecht sind über die Schülerunfallversicherung der AUVA versichert, Nachhilfeschüler nicht
- **Oft vergessen:** Schulveranstaltungen: Skikurs, Sprachreise und Projektwoche brauchen Deckung im Ausland und für Sportunfälle
- **ÖNACE/NACE:** 85.20 Grundschulen, 85.31 Allgemeinbildende weiterführende Schulen, 85.32 Berufsbildende weiterführende Schulen, 85.33 Postsekundärer, nicht tertiärer Unterricht, 85.40 Tertiärer Unterricht, 85.53 Fahr- und Flugschulen, 85.61 Vermittlungstätigkeiten für Erziehung und Unterricht, 85.69 Erbringung von Dienstleistungen für Erziehung und Unterricht a. n. g.

## Was in dieser Branche schiefgeht

- **Pause und Turnsaal:** Ein Kind stürzt auf der Stiege, eines verletzt sich beim Völkerball. Eltern fragen immer, ob die Aufsicht gereicht hat.
- **Skikurs und Sprachreise:** Schulveranstaltungen im Ausland sind der Höhepunkt des Jahres und das größte Haftungsrisiko: Pisten, Busse, Unterkünfte.
- **Chemie und Werkraum:** Experimente, Lötkolben, Kreissägen im Werkunterricht. Ein Fehler reicht für Verbrennungen oder Schnittverletzungen.
- **Daten von Kindern:** Zeugnisse, Förderbedarf, Gesundheitsangaben und Fotos auf Lernplattformen. Ein Datenleck trifft Kinder besonders.
- **Gebäude und Ausstattung:** Laptops, Beamer, Physiksammlung, Bibliothek. Einbrüche in Schulen am Wochenende sind häufig, ebenso Wasserschäden in den Ferien.
- **Streit mit Eltern:** Schulgeld, Ausschluss eines Schülers, Vorwurf der falschen Förderung. Solche Konflikte landen immer öfter bei Anwälten.

**Risiko-Radar** (Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.): Haftung 4, Feuer und Wasser 3, Diebstahl 2, Cyber 3, Ausfall 3, Gesundheit 3

## Welche Versicherungen Sie brauchen

- **Betriebshaftpflicht** (Unverzichtbar): Deckt Verletzung der Aufsichtspflicht, Unfälle im Gebäude und bei Schulveranstaltungen sowie Schäden an Sachen von Schülern und Eltern. https://nammert.at/versicherungsmakler-betriebshaftpflicht.php
- **Gruppenunfallversicherung** (Dringend empfohlen): Für Schüler ohne gesetzlichen Schutz, etwa in Nachhilfe oder Nachmittagsbetreuung, und als Ergänzung bei Skikurs und Sportwochen. https://nammert.at/versicherungsmakler-gruppenunfall.php
- **Betriebsinhalt** (Dringend empfohlen): Für Möbel, IT, Laborausstattung und Bibliothek gegen Feuer, Einbruch, Leitungswasser und Sturm. https://nammert.at/versicherungsmakler-inhaltsversicherung.php
- **Berufshaftpflicht** (Dringend empfohlen): Für Vermögensschäden aus Beratung und Unterricht, etwa bei falscher Schullaufbahnberatung oder Fehlern bei Prüfungsanmeldungen. https://nammert.at/versicherungsmakler-berufshaftpflicht.php
- **Cyberversicherung** (Dringend empfohlen): Für Lernplattform, Schülerverwaltung und Gesundheitsdaten, deren Verlust der Datenschutzbehörde gemeldet werden muss. https://nammert.at/versicherungsmakler-cyber.php
- **D&O-Versicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für Vorstand oder Geschäftsführung des Schulerhalters, oft ein Verein, eine Stiftung oder eine GmbH. https://nammert.at/versicherungsmakler-d-und-o.php
- **Betriebsgebäude** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für das eigene Schulgebäude, Internat oder Turnsaal, wenn der Schulerhalter Eigentümer ist. https://nammert.at/versicherungsmakler-gewerbegebaeude.php
- **Betriebliche Vorsorge** (Sinnvoll je nach Betrieb): Eine Pensionskassen- oder Zukunftssicherungslösung hilft, Lehrkräfte zu halten, die im öffentlichen Dienst mehr bekämen. https://nammert.at/versicherungsmakler-bav.php

## Was es kostet: Beispielprämien

Die Prämien richten sich nach Zahl der Schüler und Lehrkräfte, nach Art der Schule und nach Schulveranstaltungen im Ausland. Nachhilfeinstitute zahlen wenig, Internate mit Sportangebot deutlich mehr.

| Versicherung | Beispiel | Richtwert |
| --- | --- | --- |
| Betriebshaftpflicht | Nachhilfeinstitut mit einem Standort, 3 Mio. Euro Summe | etwa 150 bis 400 Euro im Jahr |
| Betriebshaftpflicht | Privatschule mit 200 Schülern, inklusive Schulveranstaltungen im Ausland | etwa 800 bis 2.000 Euro im Jahr |
| Betriebsinhalt | Ausstattung und IT im Wert von 250.000 Euro | etwa 500 bis 1.200 Euro im Jahr |
| Cyberversicherung | Schule mit Lernplattform und Schülerverwaltung, 500.000 Euro Summe | etwa 800 bis 2.000 Euro im Jahr |
| Gruppenunfallversicherung | Nachhilfeschüler pauschal, bis 300 Teilnehmer | etwa 200 bis 500 Euro im Jahr |

Zum Vergleich: Haftpflicht, Inhalt und Cyber einer kleinen Privatschule kosten im Jahr etwa so viel wie das Jahresschulgeld für ein bis zwei Kinder an einer konfessionellen Privatschule.

_Richtwerte ohne 11 Prozent Versicherungssteuer, Stand September 2026, aus unserer Angebotspraxis und öffentlich genannten Spannen. Öffentliche Tarife für Schulen gibt es kaum; das genaue Angebot holen wir für Ihre Schule ein._

- [finanz-vergleich.at: Betriebshaftpflicht](https://finanz-vergleich.at/versicherung/betriebshaftpflicht/)
- [finanz-vergleich.at: Gebäudeversicherung](https://finanz-vergleich.at/versicherung/gebaeude/)

## Unsere Vorschläge: drei Pakete

- **Start** (Nachhilfe- oder Lerninstitut mit einem Standort): Betriebshaftpflicht, Gruppenunfallversicherung. Zusammen: etwa 350 bis 900 Euro im Jahr
- **Schule** (Privatschule oder Schulerhalterverein mit Schulveranstaltungen): Betriebshaftpflicht, Betriebsinhalt, Cyberversicherung, Berufshaftpflicht. Zusammen: etwa 2.000 Euro bis 5.000 Euro im Jahr
- **Rundum** (Schule mit eigenem Gebäude, Internat und mehreren Standorten): Betriebshaftpflicht, Betriebsinhalt, Cyberversicherung, Berufshaftpflicht, Betriebsgebäude, D&O-Versicherung, Gruppenunfallversicherung, Betriebliche Vorsorge. Zusammen: etwa 6.000 Euro im Jahr und mehr

## Der schlimmste Tag in der Privatschule

Sechs Dinge, die Privatschulen und Nachhilfeinstituten wirklich passieren. Hier alle an einem einzigen Schultag im Februar. Tippen Sie sich durch den Tag und sehen Sie, wer zahlt.

- 07:50: Nach dem Wochenende zeigt sich: Einbruch in den EDV-Saal, 18 Laptops und zwei Beamer sind weg. (19.000 Euro, Zahlt: Betriebsinhalt)
- 10:05: In der Pause stürzt ein Schüler über einen losen Handlauf auf der Stiege und bricht sich den Arm. Die Eltern fordern Schmerzensgeld. (6.500 Euro, Zahlt: Betriebshaftpflicht)
- 11:40: Beim Skikurs in Tirol fährt eine Schülerin in eine Absperrung, die Begleitlehrerin hatte die Gruppe getrennt. Hubschrauber und Operation. (24.000 Euro, Zahlt: Betriebshaftpflicht)
- 13:30: Auf der Lernplattform waren Förderberichte öffentlich einsehbar. Meldung, Anwalt, Information der Familien. (12.000 Euro, Zahlt: Cyberversicherung)
- 15:00: Ein Nachhilfeschüler ohne gesetzlichen Unfallschutz stürzt vom Fahrradständer und bricht sich das Handgelenk, es bleibt eine Einschränkung. (4.000 Euro, Zahlt: Gruppenunfallversicherung)
- 17:20: Eltern werfen der Schule vor, ihr Kind zu spät zur externen Reifeprüfung angemeldet zu haben. Ein Schuljahr und die Kosten dafür. (9.000 Euro, Zahlt: Berufshaftpflicht)

**Schaden bis jetzt:** 74.500 Euro

## Konkrete Tipps vom Makler

- Lassen Sie Schulveranstaltungen im In- und Ausland, Skikurse und Sportwochen ausdrücklich im Vertrag nennen.
- Prüfen Sie, welche Ihrer Schüler über die AUVA versichert sind. Für Nachhilfe, Kurse und Betreuung ohne Öffentlichkeitsrecht brauchen Sie eine eigene Unfallversicherung.
- Nehmen Sie Schäden an Sachen von Schülern ein, etwa Brillen, Instrumente und Handys, mit einer angemessenen Summe.
- Versichern Sie IT und Laborausstattung mit Einbruch und Vandalismus, gerade für die Ferien und Wochenenden.
- Schließen Sie eine Cyberversicherung ab, bevor Sie eine Lernplattform mit Gesundheits- und Förderdaten betreiben.
- Regeln Sie im Schulvertrag, welche Versicherung bei Schulveranstaltungen gilt, und informieren Sie die Eltern schriftlich.

## Warum NAMMERT für Ihren Betrieb

- **Wir verstehen Aufsicht und Unfall:** Bei Schulen gehören Haftpflicht, Schülerunfallversicherung und private Ergänzung zusammen. Wir zeigen, wo die AUVA endet und was Sie ergänzen sollten.
- **Mehrere Versicherer, klare Wahl:** Als Makler holen wir Angebote mehrerer Versicherer ein und prüfen, ob Skikurse, Auslandsreisen und Lernplattformen wirklich drin sind.
- **Schadenerfahrung aus erster Hand:** Bei Booten regulieren wir Schäden selbst. Dieses Wissen hilft, wenn nach einem Unfall beim Skikurs schnell geklärt werden muss, wer zahlt.
- **Familienbetrieb seit 1989:** Seit 1989 in Familienhand, in Österreich als deutscher Makler über die Dienstleistungsfreiheit tätig. Für den Schulerhalter entstehen durch uns keine Kosten.

## FAQ

### Braucht eine Privatschule eine Haftpflichtversicherung?

Gesetzlich ist sie nicht allgemein vorgeschrieben, praktisch verlangen sie Schulerhalter, Förderstellen und Vermieter. Ohne sie haftet der Schulerhalter mit seinem Vermögen für jeden Aufsichtsfehler.

### Sind Privatschüler über die AUVA unfallversichert?

An Privatschulen mit Öffentlichkeitsrecht ja. Bei Schulen ohne Öffentlichkeitsrecht, bei Nachhilfe und Kursen in der Regel nicht.

### Deckt die Haftpflicht den Skikurs im Ausland?

Wenn Schulveranstaltungen im Ausland eingeschlossen sind, ja. Prüfen Sie das vor jeder Reise, besonders bei Zielen außerhalb Europas.

### Was kostet die Versicherung eines Nachhilfeinstituts?

Die Haftpflicht beginnt bei etwa 150 Euro im Jahr, mit Unfallversicherung für die Schüler meist zwischen 350 und 900 Euro.

### Wer haftet, wenn eine Lehrkraft einen Fehler macht?

Gegenüber den Eltern zunächst der Schulerhalter. Die Betriebshaftpflicht deckt angestellte und freie Lehrkräfte mit, wenn sie im Vertrag genannt sind.

### Sind Schülerdaten versichert?

In der Betriebshaftpflicht meist nicht. Für Datenlecks, Meldepflichten und Ansprüche der Familien brauchen Sie eine Cyberversicherung.

## Angebot anfordern

Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich. Kostenlos und ohne Verpflichtung, die Vergütung zahlt der Versicherer. https://nammert.at/betriebsversicherung-privatschule.php#anfrage

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NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler.

NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77, info@nammert.com. Wikidata: Q141141479.
