# Versicherungen für Sprachschulen und Sprachinstitute in Österreich

> Sprachinstitute in Österreich unterrichten Erwachsene am Abend, Firmenkunden vor Ort und im Sommer oft Jugendliche aus dem Ausland. Privatunterricht ist vom Gewerberecht ausgenommen, eine Pflichtversicherung gibt es nicht. Umso mehr hängt davon ab, was Sie selbst absichern. Hier steht, welche Versicherung welches Risiko trägt.

Quelle/Source: https://nammert.at/betriebsversicherung-sprachschule.php  
Stand: 2026-10-15

## Brauche ich als Sprachinstitut überhaupt eine Haftpflicht, wenn sie nicht Pflicht ist?

Ja. Wer Unterricht anbietet, haftet nach ABGB für Schäden, die Teilnehmern oder Dritten entstehen. Übernehmen Sie die Aufsicht über Jugendliche, haften Sie nach § 1309 ABGB auch dann, wenn diese anderen einen Schaden zufügen und die Aufsicht vernachlässigt wurde. Eine Betriebshaftpflicht deckt diese Fälle und wehrt unberechtigte Forderungen ab.

## Auf einen Blick

- **Pflicht:** Keine Pflichtversicherung. Privatunterricht ist nach § 2 Abs. 1 Z 12 GewO vom Gewerberecht ausgenommen, eine Gewerbeberechtigung ist dafür nicht nötig
- **Größtes Risiko:** Unfälle und Schäden bei Kursen und Ausflügen, besonders mit Jugendlichen unter Ihrer Aufsicht
- **Grundschutz ab:** etwa 300 bis 600 Euro im Jahr Betriebshaftpflicht für ein kleines Sprachinstitut, Richtwert aus der Angebotspraxis
- **Unfallversicherung:** Angestellte Lehrkräfte sind über die AUVA unfallversichert; Kursteilnehmer in der Regel nicht über das Institut
- **Oft vergessen:** Freie Dienstnehmer und Werkvertragslehrkräfte, die im Haftpflichtvertrag nicht genannt sind

## Was in dieser Branche schiefgeht

- **Sommerkurse mit Jugendlichen:** Gastschüler aus dem Ausland, Freizeitprogramm am Nachmittag: Wer die Aufsicht übernimmt, haftet bei vernachlässigter Aufsicht nach § 1309 ABGB.
- **Sturz im Institut:** Glatteis vor dem Eingang im Winter, nasser Boden im Stiegenhaus: Verletzte Teilnehmer fordern Schmerzengeld.
- **Kurse beim Firmenkunden:** Deutschkurs im Betrieb des Kunden: Ein umgestoßener Kaffee auf dem Firmenlaptop ist schnell passiert.
- **Prüfungen und Zeugnisse:** Eine falsche Anmeldung zur Prüfung kostet Teilnehmer Zeit und Geld, etwa bei Aufenthaltstiteln oder Studienzulassung.
- **Räume und Technik:** Einbruch, Leitungswasser oder Brand im Kursraum, gestohlene Laptops: Der Unterricht fällt aus, die Miete läuft weiter.
- **Teilnehmerdaten:** Reisepasskopien, Meldezettel und Zahlungsdaten liegen im Buchungssystem und sind ein lohnendes Ziel für Angreifer.

**Risiko-Radar** (Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.): Haftung 4, Feuer und Wasser 3, Diebstahl 2, Cyber 3, Ausfall 3, Gesundheit 3

## Welche Versicherungen Sie brauchen

- **Betriebshaftpflicht** (Unverzichtbar): Deckt Personen- und Sachschäden im Unterricht, beim Kunden und bei Ausflügen, einschließlich Aufsicht über Jugendliche, wenn sie genannt ist. https://nammert.at/versicherungsmakler-betriebshaftpflicht.php
- **Berufshaftpflicht** (Dringend empfohlen): Für Vermögensschäden durch falsche Prüfungsanmeldungen oder fehlerhafte Kursbestätigungen. https://nammert.at/versicherungsmakler-berufshaftpflicht.php
- **Betriebsinhalt** (Dringend empfohlen): Für Einrichtung, Lehrmaterial und Technik gegen Feuer, Einbruch und Leitungswasser. https://nammert.at/versicherungsmakler-inhaltsversicherung.php
- **Elektronikversicherung** (Dringend empfohlen): Für Laptops, Beamer und Tablets, auch bei Bruch und Bedienfehlern. https://nammert.at/versicherungsmakler-elektronik.php
- **Cyberversicherung** (Dringend empfohlen): Für Buchungssystem, Lernplattform und Teilnehmerdaten. https://nammert.at/versicherungsmakler-cyber.php
- **Gruppenunfallversicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für Teilnehmer der Sommerkurse bei Ausflügen und Freizeitprogramm. https://nammert.at/versicherungsmakler-gruppenunfall.php
- **Firmenrechtsschutz** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für Streit um Kursbeiträge, Stornos und Verträge mit freien Lehrkräften. https://nammert.at/versicherungsmakler-firmenrechtsschutz.php

## Was es kostet: Beispielprämien

Die Prämien hängen von Umsatz, Zahl der Lehrkräfte, Räumen und Programm ab. Ein Abendinstitut für Erwachsene ist günstiger als ein Sommercamp mit Jugendlichen und Ausflügen.

| Versicherung | Beispiel | Richtwert |
| --- | --- | --- |
| Betriebshaftpflicht | Sprachinstitut mit 150.000 Euro Umsatz, nur Erwachsenenkurse | etwa 300 bis 600 Euro im Jahr |
| Betriebshaftpflicht | Sprachinstitut mit Sommerkursen für Jugendliche und Ausflügen | etwa 700 bis 1.400 Euro im Jahr |
| Betriebsinhalt | Drei Kursräume mit Einrichtung im Wert von 40.000 Euro | etwa 180 bis 400 Euro im Jahr |
| Elektronikversicherung | Laptops und Beamer im Wert von 10.000 Euro | etwa 200 bis 400 Euro im Jahr |
| Cyberversicherung | Buchungssystem und Lernplattform, 250.000 Euro Deckung | etwa 400 bis 800 Euro im Jahr |

Zum Vergleich: Die Haftpflicht eines kleinen Sprachinstituts kostet im Jahr ungefähr so viel wie ein einziger Intensivkurs.

_Richtwerte aus der Angebotspraxis, zuzüglich 11 Prozent Versicherungssteuer, Stand Oktober 2026. Öffentliche Tarife für Sprachinstitute haben wir nicht gefunden. Die Quellen belegen die rechtlichen Angaben._

- [RIS: Gewerbeordnung 1994, § 2](https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10007517&Paragraf=2)
- [RIS: ABGB, § 1309](https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10001622&Paragraf=1309)

## Unsere Vorschläge: drei Pakete

- **Institut** (Kleines Sprachinstitut mit Abendkursen für Erwachsene): Betriebshaftpflicht, Betriebsinhalt, Elektronikversicherung. Zusammen: etwa 700 bis 1.300 Euro im Jahr
- **Firmenkurse** (Institut mit Kursen bei Firmenkunden, Prüfungen und Lernplattform): Betriebshaftpflicht, Berufshaftpflicht, Elektronikversicherung, Cyberversicherung, Firmenrechtsschutz. Zusammen: etwa 1.500 bis 2.700 Euro im Jahr
- **Sommerkurs** (Institut mit Sommerkursen für Jugendliche und Freizeitprogramm): Betriebshaftpflicht, Berufshaftpflicht, Betriebsinhalt, Cyberversicherung, Gruppenunfallversicherung. Zusammen: etwa 2.200 bis 4.500 Euro im Jahr

## Der schlimmste Tag im Sprachinstitut

Sechs Dinge, die Sprachinstituten wirklich passieren. Hier alle an einem einzigen Kurstag. Tippen Sie sich durch den Tag und sehen Sie, wer zahlt.

- 08:00: Ein Teilnehmer rutscht auf dem vereisten Gehsteig vor dem Eingang aus. (8.000 Euro, Zahlt: Betriebshaftpflicht)
- 10:40: Beim Firmenkunden kippt der Kaffee der Trainerin über den Laptop des Abteilungsleiters. (1.900 Euro, Zahlt: Betriebshaftpflicht)
- 12:30: Eine Teilnehmerin wurde zur falschen Prüfungsstufe angemeldet und fordert Kosten für den neuen Termin. (2.500 Euro, Zahlt: Berufshaftpflicht)
- 15:00: Beim Ausflug an die Donau verletzt sich ein Gastschüler beim Radfahren. (4.500 Euro, Zahlt: Gruppenunfallversicherung)
- 17:15: Ein Wasserrohr im Stockwerk darüber bricht, zwei Kursräume stehen unter Wasser. (14.000 Euro, Zahlt: Betriebsinhalt)
- 23:10: Das Buchungssystem wird verschlüsselt, Passkopien sind betroffen. (12.000 Euro, Zahlt: Cyberversicherung)

**Schaden bis jetzt:** 42.900 Euro

## Konkrete Tipps vom Makler

- Lassen Sie die Aufsicht über Jugendliche bei Sommerkursen ausdrücklich in die Haftpflicht aufnehmen.
- Nennen Sie Kurse beim Kunden, Ausflüge und Freizeitprogramm im Vertrag.
- Klären Sie, ob freie Dienstnehmer und Werkvertragslehrkräfte über Ihren Vertrag mitversichert sind.
- Denken Sie an die Räum- und Streupflicht vor dem Eingang im Winter und klären Sie sie mit dem Vermieter.
- Speichern Sie Passkopien nur so lange wie nötig und sichern Sie das Buchungssystem.
- Versichern Sie Laptops, die Lehrkräfte zu Firmenkunden mitnehmen, mit Außenversicherung.

## Warum NAMMERT für Ihren Betrieb

- **Wir lesen das Kleingedruckte:** Bei Sprachinstituten entscheiden Aufsicht, Ausflüge und freie Lehrkräfte über den Schutz. Wir achten darauf, dass alles im Vertrag steht.
- **Alles aus einer Hand:** Haftpflicht, Räume, Technik und Daten bündeln wir bei einem Ansprechpartner.
- **Erfahrung mit Schadenfällen:** In der Bootsversicherung bearbeiten wir Schäden selbst. Diese Erfahrung nutzen wir, wenn wir einen Schaden mit Ihnen für den Versicherer aufbereiten.
- **Makler aus Deutschland:** Norman Nammert vermittelt als Versicherungsmakler, in Österreich im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Kostenlos für Sie, die Vergütung zahlt der Versicherer.

## FAQ

### Brauche ich für eine Sprachschule eine Gewerbeberechtigung?

Für Privatunterricht nicht. § 2 Abs. 1 Z 12 GewO nimmt Privatunterricht und Erziehung vom Gewerberecht aus. Für andere Tätigkeiten, etwa Reiseveranstaltung, kann das anders sein.

### Ist eine Haftpflicht für Sprachschulen Pflicht?

Nein, es gibt keine gesetzliche Pflicht. Viele Firmenkunden und Förderstellen verlangen aber einen Nachweis.

### Hafte ich für Schäden, die jugendliche Teilnehmer anrichten?

Wenn Sie die Aufsicht übernommen und vernachlässigt haben, ja, nach § 1309 ABGB. Lassen Sie die Aufsichtshaftung in der Betriebshaftpflicht einschließen.

### Sind Kursteilnehmer unfallversichert?

In der Regel nicht über das Institut. Ihre angestellten Lehrkräfte sind über die AUVA versichert. Für Teilnehmer gibt es eine Gruppenunfallversicherung.

### Was kostet die Versicherung?

Für ein kleines Institut mit Erwachsenenkursen nach unserer Angebotspraxis etwa 700 bis 1.300 Euro im Jahr für Haftpflicht, Einrichtung und Technik, zuzüglich Versicherungssteuer.

## Angebot anfordern

Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich, kostenlos: Es zahlt der Versicherer. https://nammert.at/betriebsversicherung-sprachschule.php#anfrage

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Ihr Makler: Norman Nammert, unter der Marke NAMMERT. Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO mit Sitz in Deutschland. Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37. In Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen. Sie vermittelt Ihren Vertrag nicht.

NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77, info@nammert.com. Wikidata: Q141141479.
