# Versicherungen für Verlage, Redaktionen und Journalisten in Österreich

> Ein Satz im falschen Ton, ein Foto ohne Freigabe, ein Name, der nicht genannt werden durfte: In Österreich reicht das für einen Entschädigungsantrag nach dem Mediengesetz, und der richtet sich gegen den Medieninhaber, auch ohne Verschulden. Hier steht, welche Versicherung Verlage, Redaktionen und freie Journalistinnen dagegen haben und was sonst noch zählt.

Quelle/Source: https://nammert.at/betriebsversicherung-verlag.php  
Stand: 2026-09-18

## Zahlt eine Versicherung die Entschädigung nach dem Mediengesetz?

Eine Medienhaftpflicht übernimmt in der Regel Verfahrenskosten und Entschädigungen, die ein Gericht dem Medieninhaber auferlegt, etwa wegen übler Nachrede oder Bloßstellung. Strafen selbst sind nicht versicherbar, und wer bewusst falsch berichtet, ist nicht gedeckt. Wichtig ist, dass die Polizze ausdrücklich Ansprüche nach dem österreichischen Mediengesetz und Online-Veröffentlichungen nennt.

## Auf einen Blick

- **Pflicht:** Keine gesetzliche Pflichtversicherung; das Mediengesetz macht aber den Medieninhaber für Entschädigungen haftbar
- **Größtes Risiko:** Ansprüche wegen übler Nachrede, Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und Urheberrecht
- **Grundschutz ab:** etwa 400 Euro im Jahr für eine Medienhaftpflicht einer freien Journalistin
- **Unfallversicherung:** AUVA, für Angestellte über die ÖGK, für freie Journalisten als Neue Selbstständige über die SVS
- **Oft vergessen:** Online-Archive: Ein alter Artikel kann Jahre später einen neuen Anspruch auslösen
- **ÖNACE/NACE:** 58.11 Verlegen von Büchern, 58.12 Verlegen von Zeitungen, 58.13 Verlegen von Zeitschriften, 58.19 Sonstiges Verlagswesen, ohne Software, 60.20 Fernsehveranstalter und Verbreitung von Videoinhalten, 60.31 Nachrichtenagenturen

## Was in dieser Branche schiefgeht

- **Entschädigung nach dem Mediengesetz:** Üble Nachrede, Beschimpfung, Verletzung des Identitätsschutzes oder der Unschuldsvermutung: Betroffene können vom Medieninhaber eine Entschädigung verlangen, unabhängig davon, ob die Redaktion schuld ist.
- **Bilder und Zitate:** Pressefotos ohne Lizenz, übernommene Grafiken, zu lange Zitate. Rechteinhaber durchsuchen Websites automatisiert und fordern Nachlizenzen.
- **Druckfehler mit Folgen:** Falsche Anzeigen, vertauschte Preise, fehlende Beilagen: Anzeigenkunden verlangen Ersatz oder zahlen nicht.
- **Datenschutz:** Abonnentendaten, Leserbriefe und Quellen sind sensibel. Ein Datenleck trifft Vertrauen und Recht zugleich.
- **Angriffe auf Redaktionen:** Medienhäuser werden gezielt mit Schadsoftware und Überlastungsangriffen attackiert. Fällt das Redaktionssystem aus, erscheint keine Ausgabe.
- **Recherche vor Ort:** Reporterinnen sind auf Demonstrationen, in Krisengebieten und bei Unglücken unterwegs. Unfälle und gestohlene Ausrüstung gehören dazu.

**Risiko-Radar** (Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.): Haftung 5, Feuer und Wasser 2, Diebstahl 2, Cyber 4, Ausfall 2, Gesundheit 2

## Welche Versicherungen Sie brauchen

- **Berufshaftpflicht** (Unverzichtbar): Die Medienhaftpflicht deckt Ansprüche wegen Inhalten, also Mediengesetz, Persönlichkeitsrechte und Urheberrecht, samt Verfahrenskosten. https://nammert.at/versicherungsmakler-berufshaftpflicht.php
- **Betriebshaftpflicht** (Dringend empfohlen): Für Personen- und Sachschäden in Redaktion, bei Veranstaltungen und Außenterminen. https://nammert.at/versicherungsmakler-betriebshaftpflicht.php
- **Cyberversicherung** (Dringend empfohlen): Hilft bei Angriffen auf Redaktionssystem, Website und Abodatenbank, inklusive Wiederherstellung und Meldung an die Datenschutzbehörde. https://nammert.at/versicherungsmakler-cyber.php
- **Firmenrechtsschutz** (Dringend empfohlen): Für Streit um Gegendarstellungen, mit Anzeigenkunden, Vermietern oder Mitarbeitenden, soweit nicht die Medienhaftpflicht zuständig ist. https://nammert.at/versicherungsmakler-firmenrechtsschutz.php
- **Elektronikversicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Laptops, Kameras und Server der Redaktion gegen Bruch, Überspannung und Diebstahl, auch unterwegs. https://nammert.at/versicherungsmakler-elektronik.php
- **D&O-Versicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für Geschäftsführer einer Verlags-GmbH, die persönlich für Managementfehler haften, etwa bei Förderabrechnungen. https://nammert.at/versicherungsmakler-d-und-o.php
- **Unfallversicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für freie Reporter, die ohne die Absicherung einer Anstellung in riskante Lagen gehen. https://nammert.at/versicherungsmakler-unfall.php

## Was es kostet: Beispielprämien

Der Beitrag einer Medienhaftpflicht hängt von Auflage, Reichweite, Themen und Deckungssumme ab. Boulevard und investigative Formate kosten mehr als Fachzeitschriften.

| Versicherung | Beispiel | Richtwert |
| --- | --- | --- |
| Berufshaftpflicht | Freie Journalistin, Texte für mehrere Medien, 250.000 Euro Deckung | etwa 400 bis 900 Euro im Jahr |
| Berufshaftpflicht | Kleiner Fach- oder Regionalverlag mit Print und Online, 1 Mio. Euro | etwa 1.500 bis 4.000 Euro im Jahr |
| Cyberversicherung | Verlag mit Abodatenbank und Webshop, 500.000 Euro | etwa 800 bis 2.200 Euro im Jahr |
| Betriebshaftpflicht | Redaktion mit bis zu zehn Personen, 3 Mio. Euro | etwa 200 bis 500 Euro im Jahr |
| D&O-Versicherung | Verlags-GmbH mit bis zu 3 Mio. Euro Umsatz, 1 Mio. Euro Deckung | etwa 700 bis 1.600 Euro im Jahr |

Zum Vergleich: Die Medienhaftpflicht einer freien Journalistin kostet im Jahr etwa so viel wie das Honorar für zwei längere Reportagen in einer Regionalzeitung.

_Richtwerte ohne 11 Prozent Versicherungssteuer, Stand September 2026, aus unserer Angebotspraxis; für Medienhaftpflichten gibt es kaum öffentliche Tarifbeispiele. Das genaue Angebot holen wir bei spezialisierten Versicherern für Sie ein._

- [finanz-vergleich.at: Betriebshaftpflicht vergleichen](https://finanz-vergleich.at/versicherung/betriebshaftpflicht/)
- [WKO: Optimal abgesichert in der Kommunikationsbranche](https://www.wko.at/information-consulting/werbung-marktkommunikation/optimal-abgesichert-in-der-kommunikationsbranche)

## Unsere Vorschläge: drei Pakete

- **Frei** (Freie Journalisten, Blogger mit Impressum, Autorinnen): Berufshaftpflicht. Zusammen: etwa 400 bis 900 Euro im Jahr
- **Redaktion** (Kleiner Verlag oder Onlinemedium mit angestellter Redaktion): Berufshaftpflicht, Betriebshaftpflicht, Cyberversicherung, Elektronikversicherung. Zusammen: etwa 2.800 bis 6.500 Euro im Jahr
- **Verlagshaus** (Verlag mit Print, Online, Abos und Geschäftsführung): Berufshaftpflicht, Betriebshaftpflicht, Cyberversicherung, Elektronikversicherung, Firmenrechtsschutz, D&O-Versicherung. Zusammen: etwa 5.500 bis 12.000 Euro im Jahr

## Der schlimmste Tag in der Redaktion

Sechs Dinge, die in Verlagen und Redaktionen wirklich passieren, alle an einem Montag nach Redaktionsschluss. Tippen Sie sich durch und sehen Sie, wer zahlt.

- 08:30: Ein Lokalpolitiker beantragt Entschädigung nach dem Mediengesetz wegen einer Formulierung im Wochenendkommentar. (14.000 Euro, Zahlt: Berufshaftpflicht)
- 10:00: Eine Bildagentur fordert Nachlizenzen für 14 Fotos im Onlinearchiv. (6.300 Euro, Zahlt: Berufshaftpflicht)
- 11:45: Eine Besucherin stürzt bei der Leserveranstaltung über eine lose Bodenplatte. (7.000 Euro, Zahlt: Betriebshaftpflicht)
- 13:20: Das Redaktionssystem ist verschlüsselt, die Ausgabe von morgen hängt fest. (22.000 Euro, Zahlt: Cyberversicherung)
- 15:50: Ein Anzeigenkunde verweigert die Zahlung, weil seine Anzeige mit falscher Adresse erschienen ist, und klagt. (4.800 Euro, Zahlt: Firmenrechtsschutz)
- 19:10: Bei einer Demonstration wird der Laptop eines Reporters beschädigt, die Kamera fällt zu Boden. (3.900 Euro, Zahlt: Elektronikversicherung)

**Schaden bis jetzt:** 58.000 Euro

## Konkrete Tipps vom Makler

- Lassen Sie sich bestätigen, dass Ansprüche nach dem österreichischen Mediengesetz, einschließlich Entschädigungen, versichert sind.
- Achten Sie darauf, dass Online-Archive und soziale Kanäle mitversichert sind, nicht nur die gedruckte Ausgabe.
- Als freie Journalistin prüfen Sie, ob Ihre Auftraggeber Sie mitversichern. Meist deckt deren Polizze nur das eigene Haus.
- Wählen Sie eine Nachhaftung von mehreren Jahren, weil Ansprüche oft lange nach der Veröffentlichung kommen.
- Führen Sie ein Rechteregister für Bilder und Grafiken. Das spart bei Nachforderungen Zeit und oft Geld.
- Für Geschäftsführer einer Verlags-GmbH lohnt eine D&O, wenn Förderungen, Bankkredite oder Gesellschafter mit im Spiel sind.

## Warum NAMMERT für Ihren Betrieb

- **Spezialdeckungen, nicht Standard:** Eine normale Betriebshaftpflicht deckt keine Inhaltsansprüche. Wir suchen Versicherer, die Medienhaftpflicht für den österreichischen Markt anbieten, und vergleichen deren Bedingungen.
- **Wir kennen Schadenbearbeitung von innen:** In der Bootsversicherung regulieren wir selbst. Dieses Verständnis hilft, wenn es bei einem Medienverfahren um Kostenzusagen geht.
- **Alles an einer Stelle:** Verlag, Redaktion, Fahrzeuge und die private Vorsorge der Inhaber laufen bei uns zusammen.
- **Unabhängig seit 1989:** Ein deutscher Familienbetrieb, in Österreich im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit tätig. Für Sie kostenlos, die Vergütung zahlt der Versicherer.

## FAQ

### Wer ist Medieninhaber und haftet?

Wer die inhaltliche Gestaltung eines Mediums besorgt und dessen Veröffentlichung veranlasst, also der Verlag, der Betreiber einer Nachrichtenseite oder auch eine Bloggerin mit eigenem Medium. Er steht im Impressum.

### Brauche ich als freier Journalist eine Versicherung?

Gesetzlich nicht. Weil Sie selbst für Rechteverletzungen in Ihren Texten und Bildern haften können, ist eine eigene Medienhaftpflicht sinnvoll.

### Was kostet eine Medienhaftpflicht?

Für freie Journalisten etwa 400 bis 900 Euro im Jahr, für kleine Verlage mit Print und Online eher 1.500 bis 4.000 Euro, jeweils ohne Versicherungssteuer.

### Sind Gegendarstellungen versichert?

Die Veröffentlichung selbst nicht, sie ist eine Pflicht des Mediums. Die Kosten eines Verfahrens darum können über Medienhaftpflicht oder Rechtsschutz gedeckt sein.

### Deckt die Versicherung auch Beiträge auf Social Media?

Nur wenn Online- und Social-Media-Inhalte eingeschlossen sind. Ältere Polizzen beziehen sich oft nur auf Druckwerke.

### Hilft eine Cyberversicherung, wenn Quellen offengelegt werden?

Sie zahlt Forensik, Wiederherstellung und Benachrichtigung bei einem Datenleck. Den Schaden am Vertrauen kann sie nicht ersetzen, deshalb gehört Quellenschutz zur Technik.

## Angebot anfordern

Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich. Kostenlos und ohne Verpflichtung, die Vergütung zahlt der Versicherer. https://nammert.at/betriebsversicherung-verlag.php#anfrage

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NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler.

NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77, info@nammert.com. Wikidata: Q141141479.
