# Versicherungen für Webdesigner, Agenturen und App-Entwickler

> Ein Foto ohne Lizenz auf der Startseite, ein Cookie-Banner, das nicht den Vorgaben entspricht, ein Shop, der nach dem Relaunch keine Bestellungen mehr annimmt: Webdesign ist kreative Arbeit mit rechtlichen Fallstricken. Hier steht, wie sich Webdesigner und App-Entwickler in Österreich gegen Abmahnungen und Kundenschäden absichern.

Quelle/Source: https://nammert.at/betriebsversicherung-webdesigner.php  
Stand: 2026-09-18

## Wer zahlt, wenn der Kunde wegen eines Bildes auf seiner Website abgemahnt wird?

Wenn Sie das Bild ausgewählt und eingebaut haben, wird der Kunde sich an Sie wenden. Eine Haftpflicht für Webdesigner mit Einschluss von Rechtsverletzungen prüft den Anspruch, zahlt berechtigte Lizenzforderungen und wehrt überzogene ab. Hat der Kunde das Bild selbst geliefert, sollten Sie das schriftlich festhalten, dann liegt die Verantwortung bei ihm.

## Auf einen Blick

- **Pflicht:** Keine gesetzliche Pflichtversicherung; Webdesign fällt meist unter die Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung nach der GewO 1994, Kunden und Agenturen verlangen aber oft einen Nachweis
- **Größtes Risiko:** Urheberrechts- und Datenschutzverletzungen auf Kundenseiten sowie Umsatzausfall durch fehlerhafte Shops und Apps
- **Grundschutz ab:** rund 150 Euro im Jahr inklusive Steuer über den UBIT-Gruppenvertrag der WKO bei bis zu 350.000 Euro Umsatz
- **Unfallversicherung:** Selbständige mit Gewerbeberechtigung über die SVS bei der AUVA, Angestellte über die AUVA
- **Oft vergessen:** Rechtsverletzungen: Bildrechte, Schriftlizenzen und Markenrechte sind nicht in jeder Haftpflicht automatisch enthalten

## Was in dieser Branche schiefgeht

- **Bildrechte und Schriften:** Stockfotos ohne passende Lizenz, Schriften ohne Weblizenz, Kartenausschnitte ohne Freigabe: Abmahnungen kommen oft erst Jahre später.
- **Datenschutz:** Eingebundene Schriften und Analysedienste ohne Einwilligung, ein fehlerhaftes Cookie-Banner: Das kann Beschwerden bei der Datenschutzbehörde und Forderungen auslösen.
- **Shop fällt aus:** Nach einem Relaunch funktioniert der Warenkorb nicht, die Zahlungsschnittstelle verweigert Bestellungen. Der Kunde verlangt den entgangenen Umsatz.
- **Gehackte Seiten:** Veraltete Plugins und schwache Passwörter öffnen Angreifern die Tür. Die Kundenseite verteilt Schadsoftware, und die Schuld wird beim Betreuer gesucht.
- **Barrierefreiheit:** Seit dem Barrierefreiheitsgesetz müssen viele Onlineshops und Apps zugänglich sein. Fehler in der Umsetzung können zu Beanstandungen und Nacharbeit führen.
- **App-Stores:** Eine App wird wegen eines Fehlers oder einer Richtlinienverletzung aus dem Store genommen, der Kunde verliert Umsatz und Nutzer.

**Risiko-Radar** (Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.): Haftung 4, Feuer und Wasser 1, Diebstahl 2, Cyber 4, Ausfall 2, Gesundheit 1

## Welche Versicherungen Sie brauchen

- **Berufshaftpflicht** (Unverzichtbar): Deckt Vermögensschäden beim Kunden und Rechtsverletzungen wie Urheber-, Marken- und Datenschutzverstöße, wenn eingeschlossen. https://nammert.at/versicherungsmakler-berufshaftpflicht.php
- **Cyberversicherung** (Dringend empfohlen): Für eigene Kosten nach einem Angriff auf Ihre Systeme und Zugänge zu Kundenseiten. https://nammert.at/versicherungsmakler-cyber.php
- **Elektronikversicherung** (Dringend empfohlen): Für Rechner, Bildschirme, Kamera und Testgeräte, auch unterwegs. https://nammert.at/versicherungsmakler-elektronik.php
- **Firmenrechtsschutz** (Dringend empfohlen): Für Honorarstreitigkeiten nach nicht abgenommenen Projekten, die in der Branche häufig sind. https://nammert.at/versicherungsmakler-firmenrechtsschutz.php
- **Betriebshaftpflicht** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für Personen- und Sachschäden bei Kundenterminen, oft als Baustein in der Berufshaftpflicht enthalten. https://nammert.at/versicherungsmakler-betriebshaftpflicht.php
- **Berufsunfähigkeit** (Sinnvoll je nach Betrieb): Selbständige Designer verdienen nur, solange Augen, Hände und Kopf mitspielen. https://nammert.at/versicherungsmakler-berufsunfaehigkeit.php

## Was es kostet: Beispielprämien

Webdesigner gehören zu den günstig versicherbaren Berufen. Die Prämie hängt vom Umsatz, der Summe, dem Einschluss von Rechtsverletzungen und davon ab, ob Sie Shops, Apps oder Hosting betreuen.

| Versicherung | Beispiel | Richtwert |
| --- | --- | --- |
| Berufshaftpflicht | UBIT-Gruppenvertrag der WKO, 2,5 Mio. Euro, Umsatz bis 350.000 Euro | rund 150 Euro im Jahr inklusive Steuer |
| Berufshaftpflicht | Einzeldeckung für IT und Web bei einem Spezialanbieter | ab etwa 125 Euro, im Schnitt rund 500 Euro netto im Jahr |
| Berufshaftpflicht | Media-Haftpflicht für Gestaltung, Texte und Bildrechte | etwa 200 bis 600 Euro im Jahr |
| Cyberversicherung | Einzelunternehmen mit Zugängen zu 30 Kundenseiten, 250.000 Euro Deckung | etwa 300 bis 800 Euro im Jahr |

Zum Vergleich: Der Grundschutz über den Gruppenvertrag kostet im Jahr ungefähr so viel wie ein kleines Plugin-Update mit Test für einen einzigen Kunden.

_Die Werte zum Gruppenvertrag stammen aus dem WKO-Tarifblatt 2026 und enthalten die Versicherungssteuer; die Einzeldeckung nennt der Anbieter netto. Media-Haftpflicht und Cyber sind Richtwerte aus unserer Angebotspraxis ohne 11 Prozent Versicherungssteuer, Stand September 2026._

- [WKO: Tarifblatt UBIT-Haftpflicht 2026](https://www.wko.at/oe/information-consulting/unternehmensberatung-buchhaltung-informationstechnologie/tarifblatt-ruv.pdf)
- [exali.at: IT-Haftpflicht](https://www.exali.at/it-haftpflicht/produktuebersicht/)
- [WKO: Haftpflicht und Berufsrechtsschutz für UBIT-Mitglieder](https://www.wko.at/information-consulting/unternehmensberatung-buchhaltung-informationstechnologie/haftpflicht-und-berufsrechtsschutzversicherung)

## Unsere Vorschläge: drei Pakete

- **Solo** (Webdesignerin oder Entwickler als Einzelunternehmen): Berufshaftpflicht, Elektronikversicherung. Zusammen: etwa 300 bis 800 Euro im Jahr
- **Studio** (Webstudio mit Shops, Wartungsverträgen und zwei bis fünf Beschäftigten): Berufshaftpflicht, Cyberversicherung, Elektronikversicherung, Firmenrechtsschutz. Zusammen: etwa 1.200 bis 2.800 Euro im Jahr
- **Agentur und Apps** (Digitalagentur mit App-Entwicklung und größeren Kunden): Berufshaftpflicht, Cyberversicherung, Elektronikversicherung, Firmenrechtsschutz, Betriebshaftpflicht, Berufsunfähigkeit. Zusammen: etwa 3.000 bis 7.000 Euro im Jahr

## Der schlimmste Tag im Webstudio

Sechs Dinge, die Webdesignern wirklich passieren. Hier alle an einem einzigen Donnerstag. Gehen Sie den Tag durch und sehen Sie, wer zahlt.

- 08:30: Eine Bildagentur fordert Lizenzgebühren und Schadenersatz für drei Fotos, die Sie vor vier Jahren auf einer Kundenseite verwendet haben. (3.600 Euro, Zahlt: Berufshaftpflicht)
- 10:00: Nach dem Relaunch nimmt der Onlineshop eines Kunden drei Tage lang keine Zahlungen an. (21.000 Euro, Zahlt: Berufshaftpflicht)
- 12:15: Ein Kunde erhält eine Datenschutzbeschwerde wegen eines Analysedienstes ohne Einwilligung und will die Kosten von Ihnen. (5.000 Euro, Zahlt: Berufshaftpflicht)
- 14:40: Über ein veraltetes Plugin werden zwölf Kundenseiten gekapert und verteilen Schadsoftware. (16.000 Euro, Zahlt: Cyberversicherung)
- 16:20: Ein Kunde verweigert die Zahlung für eine App und behauptet, sie sei nicht abnahmereif. (9.000 Euro, Zahlt: Firmenrechtsschutz)
- 18:10: Kaffee über dem Laptop mit allen Projektdaten. (2.600 Euro, Zahlt: Elektronikversicherung)

**Schaden bis jetzt:** 57.200 Euro

## Konkrete Tipps vom Makler

- Lassen Sie Urheber-, Marken-, Wettbewerbs- und Datenschutzverletzungen ausdrücklich in die Haftpflicht einschließen.
- Halten Sie schriftlich fest, wer Bilder, Texte und Schriften liefert und lizenziert.
- Wer Shops betreut, sollte Vermögensschäden durch Ausfall ausreichend hoch versichern.
- Prüfen Sie, ob Wartungsverträge und Hosting über Drittanbieter mitversichert sind.
- Eine Cyberversicherung lohnt sich, sobald Sie Zugangsdaten zu vielen Kundenseiten verwalten.
- Vereinbaren Sie Rückwärtsdeckung, denn Abmahnungen wegen alter Projekte kommen oft Jahre später.

## Warum NAMMERT für Ihren Betrieb

- **Web-Tarife im Vergleich:** Als Makler vergleichen wir den UBIT-Gruppenvertrag mit Media- und IT-Tarifen und achten auf Rechtsverletzungen und Datenschutz.
- **Wir kennen Schaden von innen:** In der Bootsversicherung regulieren wir Schäden selbst. Wir wissen, wie man eine überzogene Abmahnung sachlich beantwortet.
- **Ein Ansprechpartner für alles:** Haftpflicht, Cyber, Technik und Ihre private Vorsorge betreuen wir gemeinsam, erreichbar unter +49 3375 29 12 77.
- **Kostenlos, Familienbetrieb seit 1989:** Für Ihr Studio ist unsere Arbeit kostenlos, die Vergütung zahlt der Versicherer. Als deutscher Familienbetrieb seit 1989 sind wir in Österreich im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit tätig.

## FAQ

### Brauche ich als Webdesigner eine Versicherung?

Gesetzlich nicht, praktisch ja: Abmahnungen wegen Bildrechten und Ausfälle von Shops treffen auch kleine Studios. Eine Berufshaftpflicht mit Rechtsverletzungen ist der wichtigste Schutz.

### Was kostet die Haftpflicht für Webdesigner?

Über den UBIT-Gruppenvertrag der WKO 2026 rund 150 Euro im Jahr inklusive Steuer bei bis zu 350.000 Euro Umsatz. Spezialtarife beginnen bei etwa 125 Euro netto.

### Sind Abmahnungen wegen Bildern versichert?

Ja, wenn Urheberrechtsverletzungen eingeschlossen sind. Die Versicherung prüft die Forderung, zahlt berechtigte und wehrt überzogene ab.

### Hafte ich für ein fehlerhaftes Cookie-Banner?

Wenn Sie es eingebaut und dem Kunden als rechtskonform verkauft haben, kann er Sie in Anspruch nehmen. Halten Sie im Vertrag fest, dass die rechtliche Prüfung beim Kunden liegt, wenn Sie sie nicht übernehmen.

### Zahlt die Versicherung, wenn ich eine Deadline verpasse?

Schäden durch Terminüberschreitung sind in manchen Tarifen eingeschlossen, in anderen nicht. Nachbesserung und Honorarkürzungen trägt die Versicherung nie.

### Brauche ich eine Cyberversicherung?

Wenn Sie viele Kundenseiten betreuen, ja. Ein Angriff über eine gemeinsame Lücke trifft alle auf einmal, und die Wiederherstellung kostet Tage.

## Angebot anfordern

Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich. Kostenlos und ohne Verpflichtung, die Vergütung zahlt der Versicherer. https://nammert.at/betriebsversicherung-webdesigner.php#anfrage

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NAMMERT Assekuradeur GmbH mit Sitz in Deutschland, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37, in Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler.

NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77, info@nammert.com. Wikidata: Q141141479.
