# Private Cyberversicherung in Österreich: was sie neben Haushalt und Bank leistet

> In Österreich gibt es den Cyberschutz für Private auf zwei Wegen: als eigene Polizze oder als Baustein zur Haushaltsversicherung. Beide helfen, wenn jemand Ihre Identität missbraucht, ein Onlineshop nicht liefert oder Ihr Kind im Netz bloßgestellt wird. Eine Pflicht ist keine von beiden, und vieles trägt zuerst die Bank.

Quelle/Source: https://nammert.at/versicherungsmakler-cyber-privat.php  
Stand: 2026-11-06

## Brauche ich in Österreich eine eigene Cyberversicherung?

Oft reicht der Cyber-Baustein, den mehrere Versicherer zur Haushaltsversicherung anbieten. Eine eigene Polizze lohnt, wenn Sie neben Geld auch praktische Hilfe wollen: Löschen von Beiträgen bei Cybermobbing, Unterstützung nach einem Identitätsdiebstahl, Datenrettung. Für Familien mit Kindern in sozialen Netzwerken ist das der eigentliche Mehrwert. Wer beruflich oder als Unternehmer im Netz arbeitet, ist mit einer privaten Polizze nicht versichert.

## Auf einen Blick

- **Pflicht?:** nein, freiwillige Versicherung
- **Formen:** eigene Polizze oder Baustein zur Haushaltsversicherung
- **Prämie eigene Polizze:** veröffentlichte Tarife rund 5 bis 8 € im Monat
- **Haftung bei der Bank:** höchstens 50 € bei leichter Fahrlässigkeit, § 68 ZaDiG 2018
- **Cybermobbing:** seit 2016 eigener Straftatbestand, § 107c StGB

## Eigene Polizze oder Baustein im Haushalt

Mehrere österreichische Versicherer bieten den Cyberschutz als Zusatz zur Haushaltsversicherung an, Helvetia etwa seit 2019, dazu Wiener Städtische und VAV. Der Baustein ersetzt typischerweise Vermögensschäden nach einem Angriff und zahlt Fachleute für Datenrettung oder das Entfernen von Schadsoftware. Er ist günstig, weil er an einem bestehenden Vertrag hängt.

Eigene Polizzen wie die der Donau oder der UNIQA gehen weiter. Die Donau unterscheidet zum Beispiel zwischen einer Basisvariante und einer Plus-Variante, die auch Identitätsdiebstahl und Cybermobbing einschließt. Lesen Sie bei jedem Angebot nach, welche der drei großen Gefahren tatsächlich drin ist: Geld, Identität oder Ruf.

## Zuerst zur Bank, dann zur Versicherung

Wird Ihr Konto per Phishing geplündert, ist zunächst die Bank gefordert. Nach § 68 Zahlungsdienstegesetz 2018 haften Sie bei leichter Fahrlässigkeit höchstens mit 50 Euro. Bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz kann der ganze Schaden bei Ihnen bleiben. Ob die Preisgabe von Zugangsdaten auf einer gefälschten Seite grob fahrlässig ist, hängt nach herrschender Ansicht vom Einzelfall ab.

Für die Polizze heißt das: Prüfen Sie, ob sie auch zahlt, wenn die Bank wegen grober Fahrlässigkeit ablehnt, und ob neben dem Onlinebanking auch Kreditkarte und Bezahldienste erfasst sind. Freiwillige Zahlungen nach einer Täuschung schließen viele Tarife aus.

## Abgrenzung zur Cyberversicherung für Unternehmen

Die private Polizze gilt nur für das Privatleben. Wer als Einzelunternehmer Kundendaten verwaltet, einen Webshop führt oder im Homeoffice für einen Auftraggeber arbeitet, braucht die betriebliche Cyberversicherung. Sie deckt Betriebsunterbrechung, Kosten nach einer Datenschutzverletzung und Ansprüche Dritter, die eine private Polizze ausschließt.

## Was versichert ist

- Vermögensschäden nach Betrug beim Onlinekauf, je Fall begrenzt
- Missbrauch von Onlinebanking und Zahlungsmitteln, soweit die Bank nicht ersetzt
- Unterstützung nach Identitätsdiebstahl, Abwehr unberechtigter Forderungen
- Cybermobbing: Löschen von Inhalten und Rechtsberatung, je nach Tarif
- Datenrettung, Neuinstallation und Entfernen von Schadsoftware
- Telefonische IT-Hilfe

## Was nicht versichert ist

- Berufliche oder unternehmerische Nutzung
- Diebstahl von Brieftasche, Ausweis oder Gerät außerhalb des Netzes
- Freiwillige Zahlungen nach einer Täuschung, in vielen Tarifen
- Lösegeld bei Erpressung, meist ausgeschlossen
- Schäden, die die Bank nach dem Zahlungsdienstegesetz ersetzen muss

## Wer sie braucht

- Familien mit Kindern, die Messenger und soziale Netzwerke nutzen
- Haushalte, die viel auf Marktplätzen und Kleinanzeigenportalen kaufen
- Menschen ohne Rechtsschutzversicherung
- Alle, deren Daten bereits in einem Datenleck aufgetaucht sind

## Wer sie nicht braucht

- Eine eigene Polizze, wenn die Haushaltsversicherung schon einen Cyber-Baustein mit passenden Summen enthält
- Einzelunternehmer und Betriebe: Für sie gibt es die betriebliche Cyberversicherung

## Was sie kostet

Der Cyberschutz für Private ist in Österreich überschaubar teuer. Der Baustein zur Haushaltsversicherung ist meist günstiger als eine eigene Polizze, deckt aber oft nur Geldschäden.

| Beispiel | Richtwert |
| --- | --- |
| Eigene Polizze, Basis bis Plus, veröffentlichte Tarife | rund 5 bis 8 € im Monat |

**Wovon der Beitrag abhängt:**

- Eigene Polizze oder Baustein zur Haushaltsversicherung
- Basisschutz oder Variante mit Identität und Cybermobbing
- Einzelperson oder ganzer Haushalt
- Versicherungssumme je Fall und Jahr
- Selbstbehalt

_Richtwert aus veröffentlichten Prämien einzelner österreichischer Anbieter, Stand 2025. Ihre Prämie steht erst im Angebot fest._

## Die Tariflinien am Markt

- **Cyber-Baustein zur Haushaltsversicherung:** Vermögensschäden nach Angriffen und IT-Hilfe, mit niedrigen Summen. Für Haushalte, die schon eine Haushaltsversicherung haben.
- **Eigene Polizze, Basis:** Onlinebetrug, Datenrettung und Beratung, ohne oder mit eingeschränktem Identitätsschutz.
- **Eigene Polizze, Plus:** Zusätzlich Identitätsdiebstahl und Cybermobbing mit Löschhilfe und Rechtsberatung. Die Variante für Familien.

## Woran Sie einen guten Tarif erkennen

| Kriterium | Mindeststandard | Starker Tarif | Warum das zählt |
| --- | --- | --- | --- |
| Onlinekauf | nur Händler mit Sitz in der EU | auch Käufe unter Privaten, hohe Summe je Fall | Betrug auf Kleinanzeigenportalen läuft zwischen Privatpersonen. |
| Grobe Fahrlässigkeit | ausgeschlossen | mitversichert | Gerade dann lehnt die Bank ab, und die Polizze muss einspringen. |
| Identitätsdiebstahl | Kostenersatz | aktive Hilfe gegenüber Händlern und Inkassobüros | Der Aufwand ist oft größer als der eigentliche Geldschaden. |
| Cybermobbing | Beratung am Telefon | Löschdienst und Rechtsberatung | Bei Kindern zählt, dass Inhalte rasch verschwinden. |
| Mitversicherte | nur Versicherungsnehmer | alle im gemeinsamen Haushalt | Kinder sind häufig betroffen und sonst nicht geschützt. |
| Versicherungssumme | wenige hundert Euro je Fall | mehrere tausend Euro je Fall und Jahr | Ein geplündertes Konto übersteigt kleine Summen rasch. |

## Anbieter im Überblick

Cyberschutz für Private bieten in Österreich sowohl große Gruppen als eigene Polizze als auch mehrere Versicherer als Baustein zur Haushaltsversicherung an. Die Liste ist ein Marktüberblick, keine Empfehlung.

- **UNIQA**: österreichische Versicherungsgruppe, eigene Cyber-Polizze für Private
- **Donau Versicherung**: Teil der Vienna Insurance Group, eigene Polizze in Basis- und Plus-Variante
- **Allianz Österreich**: Tochter der deutschen Allianz, Cyber-Schutz als Assistance-Produkt
- **Wiener Städtische**: Teil der Vienna Insurance Group, Cyberschutz als Baustein der Haushaltsversicherung
- **Helvetia Österreich**: Tochter der Schweizer Helvetia, Baustein Cyber zur Haushaltsversicherung seit 2019
- **VAV Versicherung**: österreichischer Versicherer mit starkem Maklervertrieb, Cyberschutz als Zusatzbaustein

## Typische Schäden und wer zahlt

- **Webshop kassiert und liefert nie** (der Kaufpreis, oft einige hundert €): Viele Bausteine ersetzen nur Schäden nach einem Angriff, nicht die nie gelieferte Ware. Starke Polizzen zahlen bis zur Summe je Fall.
- **Phishing-SMS, Konto geplündert** (der Kontostand bis zum Überziehungsrahmen): Zuerst muss die Bank ersetzen. Lehnt sie wegen grober Fahrlässigkeit ab, hilft nur ein Tarif, der genau das einschließt.
- **Kredit auf Ihren Namen beantragt** (Inkasso, Anwalt, viel Schriftverkehr): Identitätsdiebstahl steckt oft nur in der Plus-Variante einer eigenen Polizze, nicht im Haushalts-Baustein.
- **Bloßstellendes Foto im Klassenchat** (Löschdienst, Rechtsberatung): Das ist nach § 107c StGB strafbar. Starke Polizzen lassen Inhalte löschen und zahlen die Rechtsberatung, die Anzeige macht die Familie selbst.
- **Schadsoftware, Fotos verschlüsselt** (Datenrettung und Neuinstallation): Datenrettung und das Entfernen von Schadsoftware sind der Kern vieler Bausteine. Lösegeld ersetzt keiner.
- **Kundendaten der eigenen Firma gestohlen** (Betriebsunterbrechung, Ansprüche Dritter): Das ist ein betrieblicher Schaden. Dafür zahlt nur die betriebliche Cyberversicherung.

## Mythos oder Wahrheit

- „Cybermobbing ist in Österreich nicht strafbar, solange niemand bedroht wird." ✘ Falsch. Seit 2016 gibt es mit § 107c StGB einen eigenen Tatbestand, und seit 2020 kann schon eine einzelne bloßstellende Veröffentlichung strafbar sein.
- „Bei leichter Fahrlässigkeit hafte ich der Bank für Missbrauch höchstens mit 50 Euro." ✔ Stimmt, so regelt es § 68 ZaDiG 2018. Bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz kann die Haftung den ganzen Schaden umfassen.
- „Jede Haushaltsversicherung schützt automatisch vor Internetbetrug." ✘ Nein. Cyberschutz ist bei den meisten Versicherern ein eigener Baustein, der extra vereinbart und bezahlt wird.
- „Eine private Cyber-Polizze gibt es auch zum Preis von wenigen Euro im Monat." ✔ Richtig. Veröffentlichte Tarife eigener Polizzen liegen bei rund 5 bis 8 Euro im Monat, Bausteine oft darunter.
- „Die private Polizze gilt auch für das Homeoffice im Auftrag meines Arbeitgebers." ✘ In der Regel nicht. Berufliche Nutzung ist ausgeschlossen, Schäden an Firmendaten sind Sache des Arbeitgebers und seiner Versicherung.

## Häufige Fehler beim Abschluss

- Eine eigene Polizze abschließen, obwohl der Haushalts-Baustein schon dasselbe deckt
- Nach Phishing nicht sofort Bank und Polizei verständigen
- Eine Variante ohne Cybermobbing wählen, obwohl Kinder im Haushalt leben
- Die private Polizze für die eigene Firma oder den Webshop nutzen
- Die Versicherungssumme je Fall nicht prüfen

## FAQ

### Ist Cybermobbing in Österreich strafbar?

Ja. Seit 1. Jänner 2016 gibt es dafür den eigenen Tatbestand § 107c StGB, fortdauernde Belästigung im Wege einer Telekommunikation oder eines Computersystems. Seit der Reform 2020 kann schon eine einzelne Veröffentlichung reichen. Daneben kommen etwa Nötigung oder Beleidigung in Betracht.

### Muss die Bank bei Phishing zahlen?

Bei nicht autorisierten Zahlungen grundsätzlich ja. Bei leichter Fahrlässigkeit haften Sie nach § 68 ZaDiG 2018 höchstens mit 50 Euro, bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz unter Umständen für den ganzen Schaden. Entscheidend ist der Einzelfall.

### Reicht der Cyber-Baustein in der Haushaltsversicherung?

Für Geldschäden nach Angriffen oft ja. Hilfe bei Identitätsdiebstahl und Cybermobbing fehlt in Bausteinen häufig oder ist knapp bemessen. Wer Kinder hat, sollte genau darauf achten.

### Was kostet eine private Cyberversicherung in Österreich?

Veröffentlichte Tarife eigener Polizzen liegen bei rund 5 bis 8 Euro im Monat, je nachdem ob Identitätsdiebstahl und Cybermobbing eingeschlossen sind. Bausteine zur Haushaltsversicherung sind meist günstiger.

### Bin ich als Einzelunternehmer mitversichert?

Nein. Private Polizzen schließen die berufliche und unternehmerische Nutzung aus. Dafür gibt es die betriebliche Cyberversicherung mit Betriebsunterbrechung und Datenschutzkosten.

### Zahlt die Polizze Lösegeld bei Erpressung?

In der Regel nicht. Private Tarife ersetzen Datenrettung und Beratung. Bei Erpressung gilt: nicht zahlen, Anzeige erstatten.

### Wo finde ich Hilfe bei Cybermobbing?

Die Initiative saferinternet.at bietet Material und Hinweise für Eltern und Jugendliche. Bei strafbaren Inhalten ist die Polizei zuständig. Eine Polizze mit Mobbing-Schutz übernimmt zusätzlich das Löschen von Inhalten und eine Rechtsberatung.

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Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich, kostenlos: Es zahlt der Versicherer. https://nammert.at/versicherungsmakler-cyber-privat.php#anfrage

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Ihr Makler: Norman Nammert, unter der Marke NAMMERT. Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO mit Sitz in Deutschland. Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37. In Österreich tätig im Rahmen der Dienstleistungsfreiheit. Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen. Sie vermittelt Ihren Vertrag nicht.

NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77, info@nammert.com. Wikidata: Q141141479.
