# Drohnenversicherung in Österreich: Haftpflicht nach Luftfahrtgesetz

> Wer in Österreich eine Drohne ab 250 Gramm oder mit Kamera betreibt, braucht eine Haftpflichtversicherung nach dem Luftfahrtgesetz. Ohne Polizzennummer gibt es keine Registrierung bei Austro Control. Die normale Privathaftpflicht erfüllt diese Anforderung nur, wenn sie Drohnen ausdrücklich mit der vorgeschriebenen Deckung einschließt.

Quelle/Source: https://nammert.at/versicherungsmakler-drohne.php  
Stand: 2026-09-18

## Brauche ich für meine Drohne eine Versicherung?

Ja, sobald die Drohne 250 Gramm oder mehr wiegt oder eine Kamera trägt, und das trifft auf fast alle Kameradrohnen zu. Die Versicherung muss als Luftfahrt-Haftpflicht nach dem Luftfahrtgesetz gestaltet sein, mit Gefährdungshaftung und mindestens 750.000 Sonderziehungsrechten Deckung. Austro Control verlangt bei der Betreiberregistrierung Versicherer und Polizzennummer. Eine allgemeine Privathaftpflicht ohne ausdrücklichen Drohneneinschluss reicht dafür nicht.

## Auf einen Blick

- **Pflicht?:** Ja, nach Luftfahrtgesetz für Drohnen ab 250 g oder mit Kamera
- **Mindestdeckung:** 750.000 Sonderziehungsrechte, mit Gefährdungshaftung
- **Registrierung:** als Betreiber bei Austro Control, mit Polizzennummer
- **Kompetenz:** EU-Drohnenführerschein ab 250 g Startmasse
- **Strafrahmen:** laut Anbietern bis 22.000 € bei Verstößen

## Warum Austro Control nach der Polizzennummer fragt

Seit Anfang 2021 gelten in Österreich die EU-Drohnenregeln, umgesetzt über das Luftfahrtgesetz und die Registrierung bei Austro Control. Wer eine Drohne ab 250 Gramm oder mit Kamera betreibt, registriert sich als Betreiber und gibt dabei Versicherer und Polizzennummer an. Ohne gültige Versicherung keine Registrierungsnummer, ohne Nummer kein legaler Flug.

Die Nummer gehört gut sichtbar auf jede Drohne. Wer ohne Registrierung oder Versicherung fliegt, riskiert empfindliche Verwaltungsstrafen und haftet im Schadenfall persönlich.

## Gefährdungshaftung und Sonderziehungsrechte

Für Luftfahrzeuge gilt eine strengere Haftung als im Alltag. Der Halter einer Drohne haftet für Schäden, die beim Betrieb entstehen, auch ohne eigenes Verschulden, etwa bei einem technischen Defekt. Deshalb muss die Polizze ausdrücklich die Gefährdungshaftung nach dem Luftfahrtgesetz decken.

Die Mindestdeckung ist in Sonderziehungsrechten angegeben, einer Rechnungseinheit des Internationalen Währungsfonds. 750.000 Sonderziehungsrechte entsprechen je nach Kurs rund 900.000 Euro. Gute Polizzen versichern deutlich mehr, weil ein Absturz auf eine Straße oder in eine Menschenmenge schnell teurer wird.

## Haushaltsversicherung, eigene Polizze oder gewerbliche Deckung

Einige Haushalts- und Privathaftpflichtpolizzen schließen Drohnen ein, oft nur bis zu einem Gewicht und nur privat. Ob das die Anforderungen des Luftfahrtgesetzes erfüllt, steht nicht immer klar in den Bedingungen. Verlangen Sie eine schriftliche Bestätigung mit der Sonderziehungsrechte-Summe, die Sie bei Austro Control vorlegen können.

Wer mit der Drohne Geld verdient, Hochzeiten filmt, Dächer inspiziert oder Immobilien fotografiert, fliegt gewerblich. Das deckt keine Privathaftpflicht, dafür gibt es eigene Drohnenpolizzen, auf Wunsch mit Kasko für das Gerät.

## Was versichert ist

- Personen- und Sachschäden Dritter durch den Drohnenbetrieb
- Gefährdungshaftung nach dem Luftfahrtgesetz
- Abwehr unberechtigter Ansprüche
- Bestätigung für die Registrierung bei Austro Control
- Gewerbliche Einsätze in einer gewerblichen Polizze
- Kasko: Absturz, Bruch und Diebstahl der eigenen Drohne, wenn vereinbart

## Was nicht versichert ist

- Gewerbliche Flüge über eine private Polizze
- Flüge ohne Registrierung oder erforderlichen Drohnenführerschein, je nach Bedingungen
- Vorsätzliche Flüge in Sperrgebiete
- Verletzung von Persönlichkeitsrechten durch Aufnahmen, meist ausgeschlossen
- Schäden an der eigenen Drohne ohne Kasko

## Wer sie braucht

- Alle, die eine Kameradrohne betreiben, auch unter 250 Gramm
- Fotografen, Filmer, Vermesser und Landwirte mit Drohneneinsatz
- Besitzer teurer Drohnen, die das Gerät gegen Verlust absichern wollen
- Modellflieger, die nicht über einen Verein versichert sind

## Wer darauf verzichten kann

- Eine eigene Polizze, wenn Ihre Haushaltsversicherung Drohnen nachweislich mit Sonderziehungsrechte-Bestätigung einschließt

## Was sie kostet

Private Drohnenhaftpflicht ist meist günstig, gewerbliche Deckungen und Kasko kosten mehr. Entscheidend sind Gewicht, Einsatzart und Deckungssumme.

**Wovon der Beitrag abhängt:**

- Private oder gewerbliche Nutzung
- Startmasse und Betriebskategorie
- Deckungssumme über dem gesetzlichen Minimum
- Kasko: Wert des Geräts und Selbstbehalt
- Geltungsbereich Österreich, Europa oder weltweit

_Keine Spannen, weil private und gewerbliche Tarife zu weit auseinanderliegen. Ihre Prämie steht erst im Angebot fest._

## Die Tariflinien am Markt

- **Einschluss in der Haushaltsversicherung:** Private Flüge mit leichten Drohnen, wenn der Tarif die Luftfahrt-Haftpflicht ausdrücklich deckt.
- **Eigene Drohnenhaftpflicht:** Mit Bestätigung für Austro Control, privat oder gewerblich, auch für mehrere Geräte.
- **Haftpflicht plus Kasko:** Zusätzlich Schäden am eigenen Gerät durch Absturz, Bruch und Diebstahl.

## Woran Sie einen guten Tarif erkennen

| Kriterium | Mindeststandard | Starker Tarif | Warum das zählt |
| --- | --- | --- | --- |
| Deckung | 750.000 Sonderziehungsrechte | mehrere Millionen Euro | Personenschäden übersteigen das Minimum rasch. |
| Gefährdungshaftung | ausdrücklich nach Luftfahrtgesetz | mit schriftlicher Bestätigung für Austro Control | Ohne diesen Nachweis gibt es keine Registrierung. |
| Gewicht | bis 250 g | bis 5 kg oder mehr | Übliche Kameradrohnen liegen zwischen 250 g und 1 kg. |
| Nutzung | nur privat | privat und gewerblich | Ein einziger bezahlter Auftrag macht den Flug gewerblich. |
| Geltungsbereich | Österreich | Europa oder weltweit | Viele fliegen die Drohne vor allem im Urlaub. |
| Kasko | keine | Absturz, Diebstahl und Verlust | Ein Absturz ins Wasser ist ein Totalverlust. |

## Anbieter im Überblick

Drohnen versichern in Österreich große Versicherungsgruppen, oft über Spezialmakler und Onlineanbieter, dazu Luftfahrtversicherer. Die Liste ist ein Marktüberblick.

- **UNIQA**: österreichische Versicherungsgruppe mit Privat- und Gewerbehaftpflicht
- **Allianz Österreich**: Tochter der deutschen Allianz
- **Generali Österreich**: Tochter der italienischen Generali
- **Wiener Städtische**: Teil der Vienna Insurance Group
- **Donau Versicherung**: Teil der Vienna Insurance Group
- **HDI Österreich**: Teil der deutschen Talanx-Gruppe, stark im Maklervertrieb

## Typische Schäden und wer zahlt

- **Drohne fällt auf eine Kuh auf der Alm** (Tierarzt bis Tierwert, einige hundert bis über tausend Euro): Verletzt die Drohne ein Tier, ist das ein Sachschaden beim Landwirt. Jede Drohnenhaftpflicht zahlt ihn.
- **Fly-away über dem Wörthersee** (Preis der Drohne): Der Verlust des eigenen Geräts ist kein Haftpflichtschaden. Nur eine Kasko mit Verlustdeckung ersetzt die Drohne.
- **Immobilienfotos für einen Makler** (bis zum vollen Schaden bei Dritten): Bezahlte Aufnahmen sind gewerbliche Nutzung. Eine private Polizze zahlt dann nicht, eine gewerbliche Deckung schon.
- **Drohne im Hotelzimmer gestohlen** (Preis der Drohne samt Akkus): Diebstahl des eigenen Geräts deckt nur eine Drohnenkasko. Die Haushaltsversicherung zahlt auf Reisen meist nur bis zu einer Grenze.
- **Drohne streift einen Paragleiter** (bis in die Millionen bei schwerer Verletzung): Die gesetzliche Mindestsumme reicht bei einem schweren Personenschaden nicht immer. Polizzen mit mehreren Millionen Euro Deckung sind hier klar im Vorteil.
- **Nachbar verlangt Unterlassung** (Anwaltskosten): Ein Streit über Filmaufnahmen ist kein Sach- oder Personenschaden. Die Drohnenversicherung zahlt dafür nicht.

## Mythos oder Wahrheit

- „Höher als 120 Meter über Grund ist in der offenen Kategorie verboten." ✔ Stimmt, die EU-Regel gilt auch in Österreich. Für höhere Flüge braucht es eine Betriebsgenehmigung in der speziellen Kategorie.
- „Die Registrierung bei Austro Control gilt jeweils für eine Drohne." ✘ Falsch. Registriert wird der Betreiber, nicht das Gerät. Die Nummer gilt für alle Drohnen, die Sie betreiben, und gehört auf jede davon.
- „Aufnahmen von Nachbars Garten sind erlaubt, solange ich sie nicht veröffentliche." ✘ Nein. Gezieltes Filmen in private Bereiche kann die Privatsphäre verletzen, auch ohne Veröffentlichung. Das zieht Unterlassungs- und Schadenersatzansprüche nach sich, die keine Haftpflicht übernimmt.
- „Eine Drohnenkasko zahlt auch, wenn ich selbst den Absturz verursache." ✔ In der Regel ja. Bedienungsfehler sind das Hauptrisiko und deshalb meist eingeschlossen. Ausgenommen ist Vorsatz, und bei grober Fahrlässigkeit lohnt ein Blick in die Bedingungen.
- „Im Nationalpark darf ich fliegen, wenn ich niemanden störe." ✘ Falsch. Naturschutz ist in Österreich Landessache, und in Nationalparks sowie vielen Schutzgebieten ist das Fliegen verboten oder genehmigungspflichtig. Die Regeln des jeweiligen Bundeslandes gehen vor.

## Häufige Fehler beim Abschluss

- Eine Kameradrohne unter 250 Gramm für versicherungsfrei halten
- Die Privathaftpflicht nennen, obwohl sie keine Luftfahrt-Haftpflicht enthält
- Aufnahmen verkaufen und mit einer privaten Polizze fliegen
- Die Registrierungsnummer nicht auf der Drohne anbringen
- Im Ausland fliegen, ohne den Geltungsbereich zu prüfen

## FAQ

### Braucht meine Mini-Drohne unter 250 Gramm eine Versicherung?

Wenn sie eine Kamera hat, in aller Regel ja, weil dann Registrierung und Versicherungsnachweis nötig sind. Nur Drohnen unter 250 Gramm ohne Kamera und Spielzeugdrohnen sind davon ausgenommen.

### Welche Deckungssumme verlangt das Gesetz?

Mindestens 750.000 Sonderziehungsrechte, das sind je nach Kurs rund 900.000 Euro. Die Polizze muss die Gefährdungshaftung nach dem Luftfahrtgesetz decken.

### Reicht meine Haushaltsversicherung?

Nur wenn sie Drohnen ausdrücklich einschließt und die Luftfahrt-Haftpflicht mit der geforderten Summe bestätigt. Fragen Sie beim Versicherer nach einer schriftlichen Bestätigung für Austro Control.

### Wie registriere ich mich bei Austro Control?

Online als Betreiber, mit Angaben zu Person, Versicherer und Polizzennummer. Die erhaltene Registrierungsnummer bringen Sie gut sichtbar auf jeder Drohne an.

### Brauche ich einen Drohnenführerschein?

Ab 250 Gramm Startmasse ja, den EU-Kompetenznachweis für die offene Kategorie. Für Flüge nahe an Menschen in der Unterkategorie A2 braucht es eine erweiterte Prüfung.

### Zahlt die Versicherung, wenn meine Drohne abstürzt?

Die Haftpflicht zahlt Schäden, die dabei anderen entstehen. Die Drohne selbst ist nur mit Kasko versichert.

### Gilt meine Drohnenversicherung auch in Kroatien oder Italien?

Wenn der Geltungsbereich Europa umfasst, ja. Manche Länder verlangen zusätzlich einen Nachweis in englischer oder Landessprache. Die EU-Registrierung gilt in allen EU-Staaten.

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