# Versicherungen für Grafik-, Mode- und Produktdesigner

> Ein Logo, das einer fremden Marke zu ähnlich sieht. Ein Etikett mit falscher Allergenangabe. Ein Stuhlentwurf, dessen Lehne bricht. Designfehler zeigen sich oft erst, wenn Tausende Stück gedruckt oder produziert sind, und dann geht es um Summen weit über dem Honorar.

Quelle/Source: https://www.nammert.com/betriebsversicherung-designer.php  
Stand: 2026-09-18

## Brauche ich als Solo-Designer überhaupt eine Versicherung?

Wenn Sie für Unternehmen arbeiten, ja. Ein Druckfehler auf 50.000 Verpackungen oder eine Markenverletzung im Logo trifft Sie persönlich und unbegrenzt, auch als Freiberufler. Eine Berufshaftpflicht für Vermögensschäden kostet im Einstieg um die 170 bis 400 Euro im Jahr und prüft zuerst, ob die Forderung überhaupt berechtigt ist.

## Auf einen Blick

- **Pflicht:** Keine gesetzliche Pflichtversicherung für Designer
- **Größtes Risiko:** Vermögensschäden beim Auftraggeber durch Gestaltungsfehler und Rechtsverletzungen, im Produktdesign auch Personenschäden
- **Grundschutz ab:** etwa 170 Euro im Jahr für die Berufshaftpflicht eines Grafikdesigners
- **Berufsgenossenschaft:** meist die VBG; Pflicht ab dem ersten Angestellten, für Selbstständige freiwillig
- **Oft vergessen:** Produktdesigner brauchen Deckung für Personen- und Sachschäden aus ihren Entwürfen, nicht nur für Vermögensschäden
- **WZ 2025:** 74.11 Industrie-, Produkt- und Modedesign, 74.12 Grafik- und Kommunikationsdesign, 74.13 Innenraumdesign und Raumgestaltung, 74.14 Sonstige spezialisierte Designtätigkeiten

## Was in dieser Branche schiefgeht

- **Freigegebener Fehler:** Ein Zahlendreher in der Telefonnummer, eine falsche Farbe im Corporate Design, ein Tippfehler auf der Verpackung. Auch nach der Freigabe des Kunden wird oft über die Mitschuld gestritten.
- **Logo und Marke:** Ein neues Logo, das einer eingetragenen Marke zu nahe kommt, zwingt den Kunden zur Umstellung von Schildern, Fahrzeugen und Drucksachen.
- **Schriften und Bilder:** Schriftlizenzen gelten oft nur für einen Rechner oder ein Medium. Wird die Schrift in App oder Web weiterverwendet, folgt eine Nachforderung.
- **Konstruktion im Produktdesign:** Ein Entwurf für Möbel, Leuchten oder Spielzeug mit Schwachstelle kann Menschen verletzen. Dann geht es um Personenschäden und Rückrufe.
- **Mode und Muster:** Ein Print, der einem geschützten Design gleicht, stoppt eine ganze Kollektion. Ware muss vernichtet oder umgearbeitet werden.
- **Datenverlust:** Offene Dateien, Kundenarchiv, Schriftensammlung: Ein defektes Laufwerk oder Verschlüsselungstrojaner kostet Tage und manchmal Kundenaufträge.

**Risiko-Radar** (Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.): Haftung 4, Feuer und Wasser 2, Diebstahl 2, Cyber 3, Ausfall 2, Gesundheit 2

## Welche Versicherungen Sie brauchen

- **Berufshaftpflicht** (Unverzichtbar): Deckt Vermögensschäden Ihrer Auftraggeber durch Gestaltungsfehler, Fristen und Rechtsverletzungen an Marken, Bildern und Schriften. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-berufshaftpflicht.php
- **Betriebshaftpflicht** (Dringend empfohlen): Für Personen- und Sachschäden bei Terminen, Shootings und Messen; im Produktdesign zwingend mit Einschluss von Schäden aus Ihren Entwürfen. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-betriebshaftpflicht.php
- **Elektronikversicherung** (Dringend empfohlen): Ersetzt Rechner, Tablets, Drucker und Plotter auch bei Bedienfehlern, Sturz und Überspannung. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-elektronik.php
- **Berufsunfähigkeit** (Dringend empfohlen): Ohne Augen, Hände und Konzentration gibt es kein Einkommen; für Selbstständige gibt es keine Absicherung durch den Staat. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-berufsunfaehigkeit.php
- **Cyberversicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Hilft bei Verschlüsselung, Datenwiederherstellung und Datenschutzpannen mit Kundendaten. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-cyber.php
- **Firmenrechtsschutz** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für Streit um Honorare und Nutzungsrechte; Urheberrechtsstreit ist in vielen Tarifen nur gegen Aufpreis dabei. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-firmenrechtsschutz.php
- **Inhaltsversicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für Atelier, Nähmaschinen, Stoffe und Muster nach Feuer, Leitungswasser und Einbruch. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-inhaltsversicherung.php

## Was es kostet: Beispielpreise

Grafikdesign gehört zu den günstigen Berufen in der Haftpflicht. Teurer wird es im Produktdesign, weil dort Personenschäden und Rückrufe denkbar sind, und bei hohem Umsatz mit großen Markenkunden.

| Versicherung | Beispiel | Richtwert |
| --- | --- | --- |
| Berufshaftpflicht | Grafikdesigner allein, Vermögensschäden bis 100.000 Euro, mit Selbstbeteiligung | etwa 170 bis 400 Euro im Jahr |
| Berufshaftpflicht | Designbüro mit drei Mitarbeitern, 250.000 Euro Deckung, Personen- und Sachschäden eingeschlossen | etwa 500 bis 1.100 Euro im Jahr |
| Betriebshaftpflicht | Produktdesigner mit Entwurfshaftung, 3 Mio. Euro Deckung | etwa 400 bis 1.200 Euro im Jahr |
| Elektronikversicherung | Rechner, Tablets und Drucker im Wert von 10.000 Euro | etwa 100 bis 250 Euro im Jahr |
| Firmenrechtsschutz | Solo-Selbstständige ohne Mitarbeiter | etwa 250 bis 500 Euro im Jahr |

Zum Vergleich: Die Berufshaftpflicht eines Grafikdesigners kostet im Jahr etwa so viel wie ein einfacher Logoentwurf für einen Handwerksbetrieb.

_Richtwerte ohne Versicherungsteuer, Stand September 2026. Der Einstieg in die Berufshaftpflicht stammt aus öffentlich genannten Tarifbeispielen, die übrigen Werte sind Richtwerte aus unserer Angebotspraxis. Das genaue Angebot holen wir für Sie ein._

- [finanzchecks.de: Berufshaftpflicht für Grafikdesigner](https://www.finanzchecks.de/berufshaftpflichtversicherung/grafikdesigner)
- [Finanzchef24: Versicherung für Werbeagenturen](https://www.finanzchef24.de/versicherung/werbeagentur)

## Unsere Vorschläge: drei Pakete

- **Solo** (Freie Grafikerinnen und Grafiker, Illustration, Webgestaltung): Berufshaftpflicht, Elektronikversicherung. Zusammen: etwa 270 bis 650 Euro im Jahr
- **Studio** (Designbüro mit Räumen und bis zu fünf Mitarbeitern): Berufshaftpflicht, Betriebshaftpflicht, Elektronikversicherung, Inhaltsversicherung, Cyberversicherung. Zusammen: etwa 1.000 bis 2.400 Euro im Jahr
- **Produkt** (Produkt- und Industriedesign, Mode mit eigener Kollektion): Berufshaftpflicht, Betriebshaftpflicht, Elektronikversicherung, Inhaltsversicherung, Firmenrechtsschutz. Zusammen: etwa 1.500 bis 3.500 Euro im Jahr

## Der schlimmste Tag im Designstudio

Sechs Fälle, wie sie in Designbüros vorkommen, alle an einem Donnerstag. Tippen Sie sich durch und sehen Sie, wer zahlt.

- 09:00: Die Druckerei meldet: Auf 40.000 Etiketten fehlt eine Allergenangabe, die in Ihrer Vorlage fehlte. Neudruck und Umetikettierung. (14.000 Euro, Zahlt: Berufshaftpflicht)
- 11:15: Ein Markeninhaber mahnt das neue Logo eines Kunden ab. Der Kunde muss Schilder und Autos umbeschriften. (22.000 Euro, Zahlt: Berufshaftpflicht)
- 13:30: Beim Kundentermin fällt Ihr Musterkoffer auf ein Designerregal und zerkratzt es. (1.800 Euro, Zahlt: Betriebshaftpflicht)
- 15:00: Das Grafiktablett fällt vom Tisch, das Display ist gebrochen. (2.600 Euro, Zahlt: Elektronikversicherung)
- 16:45: Ein Verschlüsselungstrojaner sperrt den Server mit allen offenen Projekten. (8.500 Euro, Zahlt: Cyberversicherung)
- 19:20: Ein Kunde zahlt nicht, weil er die Nutzungsrechte anders verstanden hat. (4.000 Euro, Zahlt: Firmenrechtsschutz)

**Schaden bis jetzt:** 52.900 Euro

## Konkrete Tipps vom Makler

- Lassen Sie Marken-, Urheber-, Design- und Wettbewerbsrechtsverletzungen ausdrücklich in die Berufshaftpflicht schreiben.
- Im Produktdesign sollte die Betriebshaftpflicht Schäden aus Ihren Konstruktionsvorgaben einschließen, auch wenn ein anderer das Produkt herstellt.
- Prüfen Sie, ob Schäden nach Freigabe durch den Kunden versichert sind; manche Bedingungen schließen sie aus.
- Rechnen Sie Schriftlizenzen und Softwareabos in die Elektronikversicherung als Wiederbeschaffungskosten mit ein, wo das angeboten wird.
- Arbeiten Sie weltweit oder für US-Kunden, klären Sie den Geltungsbereich vorher; US-Ansprüche sind oft ausgeschlossen.
- Sichern Sie Ihr Einkommen mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung, solange Sie jung und gesund sind; später wird es teurer oder unmöglich.

## Warum NAMMERT für Ihren Betrieb

- **Wir vergleichen Bedingungen, nicht nur Preise:** Ob ein freigegebener Fehler versichert ist, entscheidet ein Satz in den Bedingungen. Als Makler legen wir Ihnen Angebote mehrerer Versicherer mit diesem Satz nebeneinander.
- **Wir wissen, wie Schadenbearbeitung läuft:** In der Bootsversicherung regulieren wir Schäden selbst. Dieses Handwerk hilft, wenn Ihr Versicherer bei einer Markenabmahnung Unterlagen sehen will.
- **Ein Ansprechpartner für Studio und Privat:** Berufshaftpflicht, Technik, Berufsunfähigkeit und Altersvorsorge regeln wir gemeinsam, abgestimmt auf Ihr schwankendes Einkommen.
- **Familienbetrieb seit 1989, kostenlos für Sie:** Die Vergütung zahlt der Versicherer. Sie rufen an und sprechen mit jemandem, der Ihren Vertrag kennt.

## FAQ

### Was kostet eine Berufshaftpflicht für Grafikdesigner?

Im Einstieg etwa 170 bis 400 Euro im Jahr für Vermögensschäden bis 100.000 Euro. Mit Mitarbeitern, höherer Deckung und Personen- und Sachschäden liegen Designbüros meist bei 500 bis 1.100 Euro.

### Bin ich versichert, wenn der Kunde den Entwurf freigegeben hat?

Oft ja, aber nicht immer. Der Kunde kann trotz Freigabe Ersatz fordern, und manche Tarife schließen solche Fälle aus. Das gehört vor Vertragsschluss geprüft.

### Brauche ich als Produktdesigner eine andere Versicherung?

Ja, zusätzlich zur Vermögensschadenhaftpflicht eine Betriebshaftpflicht, die Personen- und Sachschäden aus Ihren Entwürfen deckt. Ein gebrochener Stuhl ist kein Vermögensschaden.

### Sind Abmahnungen wegen Schriften versichert?

Wenn Urheberrechtsverletzungen eingeschlossen sind und keine Absicht vorliegt, ja. Die Versicherung prüft auch, ob die Forderung der Höhe nach stimmt.

### Muss ich als freier Designer in die Berufsgenossenschaft?

Ohne Angestellte nicht, Sie können sich aber freiwillig versichern. Mit Angestellten ist die Mitgliedschaft Pflicht, meist bei der VBG.

### Deckt die Künstlersozialkasse auch Unfälle ab?

Nein. Die Künstlersozialkasse übernimmt einen Teil der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung, nicht aber Unfall, Berufsunfähigkeit oder Haftpflicht.

## Angebot anfordern

Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich. Kostenlos und ohne Verpflichtung, die Vergütung zahlt der Versicherer. https://www.nammert.com/betriebsversicherung-designer.php#anfrage

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NAMMERT Assekuradeur GmbH, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler.

NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77, info@nammert.com. Wikidata: Q141141479.
