# Versicherungen für Freizeitparks, Kletterhallen und Schausteller

> Wo Menschen sich freiwillig in die Höhe, in Loopings oder an die Kletterwand begeben, ist der Personenschaden das zentrale Risiko. Ein einziger Sturz aus dem Seil kann ein Leben verändern und eine Forderung in Millionenhöhe auslösen. Dazu kommen teure Anlagen und eine kurze Saison, in der jeder Ausfalltag zählt.

Quelle/Source: https://www.nammert.com/betriebsversicherung-freizeitpark.php  
Stand: 2026-09-18

## Schützt mich der Haftungsausschluss auf dem Eintrittsschein?

Nur sehr begrenzt. Für Verletzungen, die auf eine verletzte Verkehrssicherungspflicht zurückgehen, etwa einen ausgerissenen Griff, ein verschlissenes Seil oder eine fehlende Einweisung, können Sie die Haftung in allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht wirksam ausschließen. Die Betriebshaftpflicht ist deshalb der Kern Ihres Schutzes, nicht das Kleingedruckte am Eingang.

## Auf einen Blick

- **Pflicht:** Für Schausteller im Reisegewerbe mit Fahrgeschäften, Schießbuden oder Tierschauen: Haftpflicht nach Schaustellerhaftpflichtverordnung, mindestens 1 Mio. Euro Personen- und 150.000 Euro Sachschäden. Für feste Parks und Hallen keine gesetzliche Pflicht
- **Größtes Risiko:** Schwere Verletzungen von Gästen durch Sturz, Materialversagen oder Fehler beim Sichern
- **Grundschutz ab:** etwa 600 bis 1.500 Euro im Jahr für die Betriebshaftpflicht einer kleinen Kletter- oder Boulderhalle
- **Berufsgenossenschaft:** meist die VBG, bei Schaustellern und Mischbetrieben je nach Einstufung; die Zuständigkeit steht im Mitgliedsbescheid
- **Oft vergessen:** Ertragsausfall: Steht die Hauptattraktion im Juli still, fehlt der Umsatz der ganzen Saison
- **WZ 2025:** 93.21 Vergnügungs- und Themenparks, 93.29 Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der Unterhaltung und der Erholung a. n. g.

## Was in dieser Branche schiefgeht

- **Sturz aus der Höhe:** Falsch eingehängter Karabiner, zu früh abgelassen, Bodenkontakt beim Bouldern: Wirbelsäulen- und Knieverletzungen gehören zu den teuersten Haftpflichtschäden überhaupt.
- **Technik unter Last:** Fahrgeschäfte, Seilbahnen und Hochseilgärten laufen täglich unter hoher Belastung. Ein Materialbruch kann viele Gäste auf einmal treffen.
- **Wetter und Saison:** Sturm, Hagel oder Starkregen treffen Anlagen im Freien direkt. Muss der Park im Hochsommer schließen, fehlt ein großer Teil des Jahresumsatzes.
- **Fremde Anlagen:** Schausteller stehen auf kommunalen Festplätzen, Kletterhallen oft in gemieteten Industriehallen. Schäden an der Mietsache oder am Platz gehen auf Ihre Rechnung.
- **Viele Menschen auf engem Raum:** Gedränge am Eingang, rutschige Wege, ein umgestürzter Sonnenschirm: Bei hohen Besucherzahlen wird auch der kleine Unfall häufig.
- **Personal in der Höhe:** Routenbauer, Trainer und Techniker arbeiten selbst auf Leitern, Hubbühnen und in Seilen. Arbeitsunfälle mit langer Ausfallzeit sind hier keine Seltenheit.

**Risiko-Radar** (Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.): Haftung 5, Feuer und Wasser 4, Diebstahl 2, Cyber 2, Ausfall 4, Gesundheit 4

## Welche Versicherungen Sie brauchen

- **Betriebshaftpflicht** (Unverzichtbar): Deckt Personenschäden von Gästen bei Klettern, Fahren und Spielen, bei Schaustellern mindestens in der Höhe, die die Schaustellerhaftpflichtverordnung vorschreibt. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-betriebshaftpflicht.php
- **Maschinenversicherung** (Dringend empfohlen): Ersetzt Reparatur oder Neubau von Fahrgeschäften, Seilbahnen, Automaten und Kletterwänden nach Bedienungsfehler, Kurzschluss oder Materialbruch. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-maschinen.php
- **Betriebsunterbrechung** (Dringend empfohlen): Zahlt fehlenden Deckungsbeitrag, Löhne und Pacht, wenn eine Anlage nach einem Schaden in der Saison ausfällt. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-betriebsunterbrechung.php
- **Inhaltsversicherung** (Dringend empfohlen): Versichert Griffe, Matten, Leihausrüstung, Kasse und Gastronomie gegen Feuer, Sturm, Wasser und Einbruch. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-inhaltsversicherung.php
- **Gewerbegebäude** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für eigene Hallen, Kassenhäuser und Überdachungen, wenn Sie Eigentümer sind. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-gewerbegebaeude.php
- **Flottenversicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für Zugmaschinen, Packwagen und Wohnwagen von Schaustellern, die ständig unterwegs sind. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-flotte.php
- **Cyberversicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für Onlinetickets, Kassensystem und Mitgliederdaten, die bei einem Angriff tagelang ausfallen können. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-cyber.php

## Was es kostet: Beispielpreise

Die Beiträge hängen stark von Umsatz, Besucherzahl und Art der Attraktion ab. Eine Boulderhalle ist anders einzustufen als ein Hochseilgarten oder ein Karussell. Unterschiede von mehreren hundert Prozent zwischen Angeboten sind in dieser Branche nicht ungewöhnlich.

| Versicherung | Beispiel | Richtwert |
| --- | --- | --- |
| Betriebshaftpflicht | Kletter- oder Boulderhalle bis etwa 360.000 Euro Umsatz, 5 Mio. Euro Deckung | etwa 550 bis 1.200 Euro im Jahr |
| Betriebshaftpflicht | Schausteller mit einem Kinderkarussell, Deckung über der Mindestsumme der Verordnung | etwa 500 bis 1.500 Euro im Jahr |
| Betriebsunterbrechung | Kletterhalle mit 300.000 Euro Inventar und 300.000 Euro Ertragsausfall, 24 Monate Haftzeit | ab etwa 1.000 Euro im Jahr |
| Maschinenversicherung | Fahrgeschäft oder Seilbahn mit 250.000 Euro Neuwert | etwa 1.500 bis 4.000 Euro im Jahr |
| Betriebshaftpflicht | Freizeitpark oder Hochseilgarten mit über 100.000 Besuchern im Jahr | meist ab etwa 3.000 Euro im Jahr, nur auf Anfrage |

Zum Vergleich: Die Betriebshaftpflicht einer kleinen Boulderhalle kostet im Jahr etwa so viel wie zwei bis drei Jahreskarten für Stammgäste.

_Richtwerte ohne Versicherungsteuer, Stand September 2026. Die Werte für Kletterhallen stammen aus öffentlich genannten Branchenkonzepten, die übrigen sind vorsichtige Richtwerte aus unserer Angebotspraxis. Große Parks werden immer einzeln kalkuliert._

- [HHB Versicherungsmakler: Branchenkonzept Kletter- und Boulderhallen](https://www.hhb-vm.de/kletter-und-boulderhallen)
- [Schaustellerhaftpflichtverordnung (SchauHV)](https://www.gesetze-im-internet.de/schauhv/BJNR015980984.html)

## Unsere Vorschläge: drei Pakete

- **Reise** (Schausteller mit einem Geschäft auf Volksfesten): Betriebshaftpflicht, Flottenversicherung. Zusammen: etwa 1.500 bis 4.000 Euro im Jahr
- **Halle** (Kletter-, Boulder- oder Trampolinhalle in gemieteten Räumen): Betriebshaftpflicht, Inhaltsversicherung, Betriebsunterbrechung. Zusammen: etwa 2.000 bis 4.500 Euro im Jahr
- **Park** (Freizeitpark, Hochseilgarten oder Erlebnisanlage mit eigenen Fahrgeschäften): Betriebshaftpflicht, Maschinenversicherung, Betriebsunterbrechung, Inhaltsversicherung, Gewerbegebäude, Cyberversicherung. Zusammen: ab etwa 8.000 Euro im Jahr, individuell kalkuliert

## Der schlimmste Tag im Freizeitpark

Sechs Dinge, die in Parks, Hallen und auf Festplätzen wirklich passieren. Hier alle an einem einzigen Ferientag. Tippen Sie sich durch den Tag und sehen Sie, wer zahlt.

- 09:30: Beim Toprope-Klettern lässt ein Mitarbeiter einen Gast zu schnell ab. Fersenbeinbruch, lange Reha, Verdienstausfall. (65.000 Euro, Zahlt: Betriebshaftpflicht)
- 11:45: Das Getriebe des Kettenkarussells fällt aus. Reparatur und Spezialteile aus dem Ausland. (32.000 Euro, Zahlt: Maschinenversicherung)
- 13:10: Das Karussell steht zwölf Tage still, mitten in den Sommerferien. (48.000 Euro, Zahlt: Betriebsunterbrechung)
- 15:20: Ein Kind stürzt auf einer verrutschten Weichbodenmatte und bricht sich das Handgelenk. (7.500 Euro, Zahlt: Betriebshaftpflicht)
- 18:00: Ein Gewittersturm reißt die Überdachung der Imbissbude ab und beschädigt Kasse und Kühltechnik. (11.000 Euro, Zahlt: Inhaltsversicherung)
- 21:40: Das Ticketsystem wird verschlüsselt, am nächsten Morgen funktionieren weder Onlinetickets noch Jahreskarten. (9.000 Euro, Zahlt: Cyberversicherung)

**Schaden bis jetzt:** 172.500 Euro

## Konkrete Tipps vom Makler

- Wählen Sie mindestens 5 Millionen Euro Deckung für Personenschäden; bei Fahrgeschäften und Hochseilgärten eher 10 Millionen.
- Achten Sie darauf, dass Kurse, Kindergeburtstage, Leihausrüstung und Selbstsicherung der Gäste ausdrücklich im Vertrag stehen.
- Schausteller sollten den Versicherungsnachweis immer dabeihaben: Die Behörde darf ihn auf dem Festplatz verlangen.
- Lassen Sie Mietsachschäden an Halle und Festplatz einschließen, die Summen dafür sind in Standardverträgen oft niedrig.
- Setzen Sie die Haftzeit der Ertragsausfallversicherung auf 24 Monate, wenn Ersatzteile für Anlagen lange Lieferzeiten haben.
- Dokumentieren Sie tägliche Sichtprüfungen und Einweisungen: Im Schadenfall ist das Ihr wichtigster Beleg für erfüllte Sorgfaltspflichten.

## Warum NAMMERT für Ihren Betrieb

- **Personenschäden sind unser Alltag:** In der Bootsversicherung regulieren wir Schäden selbst, auch Verletzungen an Bord. Wir wissen, wie Gutachter, Anwälte und Versicherer bei einem schweren Unfall verhandeln.
- **Wir holen mehrere Angebote:** In dieser Branche liegen Angebote weit auseinander. Als Makler fragen wir mehrere Versicherer an und vergleichen Ausschlüsse, nicht nur den Preis.
- **Ein Ansprechpartner für Anlage und Familie:** Park, Fahrzeuge, Wohnwagen auf der Reise und Ihre private Absicherung liegen bei uns in einer Hand.
- **Familienbetrieb seit 1989:** Viele Schaustellerbetriebe und Parks sind Familienunternehmen. Wir auch, und wir bleiben über Jahre dieselben Ansprechpartner.

## FAQ

### Brauchen Schausteller eine Pflichtversicherung?

Ja, wer im Reisegewerbe Fahrgeschäfte, Schießgeschäfte, Tierschauen oder Reitbetriebe betreibt, braucht nach der Schaustellerhaftpflichtverordnung eine Haftpflicht mit mindestens 1 Mio. Euro für Personen- und 150.000 Euro für Sachschäden je Schadenfall. Bei Fahrgeschäften gilt die höhere Personensumme, bei den übrigen 500.000 Euro.

### Muss eine Kletterhalle versichert sein?

Gesetzlich nicht, praktisch ja: Vermieter, Banken und Kooperationspartner verlangen den Nachweis, und ein einziger schwerer Unfall übersteigt schnell jedes Eigenkapital.

### Sind Gäste in der Kletterhalle unfallversichert?

Nein, Gäste klettern auf eigenes Risiko und haben keinen gesetzlichen Unfallschutz. Ansprüche gegen die Halle entstehen, wenn sie ein Fehler des Betriebs trifft; dann zahlt die Betriebshaftpflicht.

### Was kostet die Versicherung für eine Boulderhalle?

Die Betriebshaftpflicht liegt für kleinere Hallen etwa zwischen 550 und 1.200 Euro im Jahr. Mit Inventar und Ertragsausfall sind es meist 2.000 bis 4.500 Euro.

### Zahlt die Versicherung, wenn wir wegen Unwetter schließen?

Nur wenn ein versicherter Sachschaden die Schließung auslöst, etwa Sturmschäden an der Anlage. Eine Schließung nur wegen einer Wetterwarnung ohne Schaden ist in der Regel nicht versichert.

### Sind Routenbauer und Trainer über die Halle versichert?

Angestellte ja, über die Betriebshaftpflicht und die Berufsgenossenschaft. Selbstständige Routenbauer und freie Trainer brauchen eine eigene Berufshaftpflicht.

## Angebot anfordern

Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich. Kostenlos und ohne Verpflichtung, die Vergütung zahlt der Versicherer. https://www.nammert.com/betriebsversicherung-freizeitpark.php#anfrage

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NAMMERT Assekuradeur GmbH, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler.

NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77, info@nammert.com. Wikidata: Q141141479.
