# Versicherungen für Ladesäulenbetreiber, Ladeparks und öffentliche Ladepunkte

> Eine Ladesäule steht draußen, rund um die Uhr, für jeden zugänglich. Sie wird angefahren, beschmiert, ihrer Kabel beraubt, und wenn sie ausfällt, verdient sie nichts. Dazu kommen Backend, Abrechnung und die Haftung gegenüber Menschen, die über ein Kabel stolpern. Hier steht, was Betreiber öffentlicher Ladepunkte und Ladeparks absichern sollten.

Quelle/Source: https://www.nammert.com/betriebsversicherung-ladesaeulen.php  
Stand: 2026-10-15

## Ist meine Ladesäule über die Gebäudeversicherung versichert?

Meist nicht ausreichend. Säulen auf Parkplätzen stehen oft außerhalb des Gebäudes und gehören nicht zur versicherten Sache. Anfahrschäden, Vandalismus, Überspannung und Bedienfehler deckt am ehesten eine Elektronik- oder Maschinenversicherung. Für Schäden an Fahrzeugen und Personen brauchen Sie zusätzlich eine Betriebshaftpflicht.

## Auf einen Blick

- **Pflicht:** Keine Pflichtversicherung. Öffentlich zugängliche Ladepunkte müssen nach der Ladesäulenverordnung bei der Bundesnetzagentur angezeigt werden
- **Größtes Risiko:** Anfahrschäden, Vandalismus und Kabeldiebstahl an Säulen, die rund um die Uhr ungeschützt im Freien stehen
- **Grundschutz ab:** etwa 300 bis 700 Euro im Jahr Betriebshaftpflicht für einen kleinen Ladepark, Richtwert aus der Angebotspraxis
- **Wert je Säule:** Schnellladesäulen kosten ein Vielfaches einer Wallbox; die Sachversicherung sollte den Neuwert einschließlich Montage abdecken
- **Oft vergessen:** Einnahmeausfall, wenn eine Säule nach einem Schaden wochenlang auf Ersatzteile wartet

## Was in dieser Branche schiefgeht

- **Anfahrschaden:** Ein Lieferwagen setzt beim Rangieren gegen die Schnellladesäule. Der Verursacher ist oft nicht zu ermitteln.
- **Vandalismus und Kabeldiebstahl:** Ladekabel enthalten Kupfer. Abgeschnittene Kabel und eingeschlagene Displays legen Säulen über Nacht still.
- **Schaden am Fahrzeug:** Eine Störung beschädigt die Ladeelektronik eines Kundenfahrzeugs. Der Halter fordert Ersatz vom Betreiber.
- **Stolpern und Stromschlag:** Ein Kabel liegt quer über dem Gehweg, eine Passantin stürzt. Defekte Stecker können gefährlich werden.
- **Stillstand:** Ersatzteile für Schnelllader haben lange Lieferzeiten. Während die Säule steht, fehlen die Einnahmen.
- **Backend und Abrechnung:** Ein Angriff auf das Abrechnungssystem legt alle Säulen lahm, Zahlungsdaten fließen ab oder Ladevorgänge werden falsch abgerechnet.

**Risiko-Radar** (Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.): Haftung 4, Feuer und Wasser 5, Diebstahl 4, Cyber 4, Ausfall 4, Gesundheit 2

## Welche Versicherungen Sie brauchen

- **Betriebshaftpflicht** (Unverzichtbar): Deckt Personen- und Sachschäden durch Säulen, Kabel und Störungen, auch an Kundenfahrzeugen, wenn das eingeschlossen ist. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-betriebshaftpflicht.php
- **Elektronikversicherung** (Dringend empfohlen): Für die Säulen selbst gegen Anfahren, Vandalismus, Überspannung, Kurzschluss und Bedienfehler. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-elektronik.php
- **Betriebsunterbrechung** (Dringend empfohlen): Ersetzt entgangene Einnahmen, wenn eine Säule nach einem versicherten Schaden ausfällt. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-betriebsunterbrechung.php
- **Cyberversicherung** (Dringend empfohlen): Für Backend, App und Zahlungsabwicklung, über die alle Ladepunkte gesteuert werden. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-cyber.php
- **Maschinenversicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für Transformatoren, Batteriespeicher und Netzanschluss größerer Ladeparks. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-maschinen.php
- **Bauleistung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für die Errichtung neuer Ladeparks bis zur Abnahme. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-bauleistung.php
- **Firmenrechtsschutz** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für Streit mit Standortgebern, Netzbetreibern, Herstellern und Kunden über Abrechnungen. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-firmenrechtsschutz.php

## Was es kostet: Beispielpreise

Die Beiträge richten sich nach Zahl und Wert der Säulen, Standorten, Ladeleistung und Umsatz. Ein Schnellladepark an der Autobahn kostet mehr als einige Wallboxen auf einem Firmenparkplatz.

| Versicherung | Beispiel | Richtwert |
| --- | --- | --- |
| Betriebshaftpflicht | Betreiber mit zehn öffentlichen Ladepunkten, 5 Mio. Euro Deckung | etwa 300 bis 700 Euro im Jahr |
| Elektronikversicherung | Vier Schnellladesäulen im Neuwert von zusammen 160.000 Euro | etwa 1.500 bis 3.500 Euro im Jahr |
| Elektronikversicherung | Zehn Wechselstrom-Ladesäulen im Neuwert von zusammen 40.000 Euro | etwa 500 bis 1.100 Euro im Jahr |
| Betriebsunterbrechung | Ladepark mit 200.000 Euro Jahresumsatz | etwa 400 bis 900 Euro im Jahr |
| Cyberversicherung | Backend mit App und Kartenzahlung, 500.000 Euro Deckung | etwa 800 bis 1.800 Euro im Jahr |

Zum Vergleich: Ein einziger Anfahrschaden an einer Schnellladesäule kann mehr kosten als die Versicherung des ganzen Ladeparks für zehn Jahre.

_Richtwerte aus der Angebotspraxis ohne Versicherungsteuer, Stand Oktober 2026. Öffentliche Tarife für Ladesäulenbetreiber haben wir nicht gefunden. Die Quelle belegt die Anzeigepflicht._

- [Bundesnetzagentur: E-Mobilität, Anzeige von Ladepunkten](https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/E-Mobilitaet/start.html)

## Unsere Vorschläge: drei Pakete

- **Standort** (Betrieb mit einigen öffentlichen Ladepunkten auf dem eigenen Parkplatz): Betriebshaftpflicht, Elektronikversicherung. Zusammen: etwa 800 bis 1.800 Euro im Jahr
- **Ladepark** (Betreiber mehrerer Standorte mit Schnellladern und eigenem Backend): Betriebshaftpflicht, Elektronikversicherung, Betriebsunterbrechung, Cyberversicherung, Firmenrechtsschutz. Zusammen: etwa 3.500 bis 8.000 Euro im Jahr
- **Netz** (Betreiber mit vielen Standorten, Speichern und laufenden Neubauten): Betriebshaftpflicht, Elektronikversicherung, Maschinenversicherung, Betriebsunterbrechung, Cyberversicherung, Bauleistung, Firmenrechtsschutz. Zusammen: ab etwa 10.000 Euro im Jahr

## Der schlimmste Tag im Ladepark

Sechs Dinge, die Ladesäulenbetreibern wirklich passieren. Hier alle an einem einzigen Tag. Tippen Sie sich durch den Tag und sehen Sie, wer zahlt.

- 02:30: Unbekannte schneiden die Ladekabel von drei Säulen ab. (9.000 Euro, Zahlt: Elektronikversicherung)
- 07:45: Ein Transporter fährt beim Rangieren gegen die Schnellladesäule und flüchtet. (38.000 Euro, Zahlt: Elektronikversicherung)
- 09:00: Die Säule wartet sechs Wochen auf ein Ersatzteil und verdient nichts. (7.000 Euro, Zahlt: Betriebsunterbrechung)
- 12:20: Eine Passantin stolpert über ein liegen gelassenes Ladekabel und bricht sich das Handgelenk. (9.500 Euro, Zahlt: Betriebshaftpflicht)
- 16:10: Nach einer Störung ist das Bordladegerät eines Kundenfahrzeugs defekt, der Halter fordert Ersatz. (6.000 Euro, Zahlt: Betriebshaftpflicht)
- 23:30: Das Backend wird angegriffen, alle Ladepunkte sind offline und Zahlungsdaten betroffen. (25.000 Euro, Zahlt: Cyberversicherung)

**Schaden bis jetzt:** 94.500 Euro

## Konkrete Tipps vom Makler

- Versichern Sie die Säulen zum Neuwert einschließlich Montage, Fundament und Netzanschluss.
- Achten Sie darauf, dass Anfahrschäden durch Unbekannte und Vandalismus ausdrücklich eingeschlossen sind.
- Lassen Sie Schäden an Kundenfahrzeugen durch Störungen der Säule in der Haftpflicht einschließen.
- Vereinbaren Sie eine Betriebsunterbrechung mit ausreichender Haftzeit, weil Ersatzteile oft lange dauern.
- Klären Sie im Vertrag mit dem Standortgeber, wer Säule, Fundament und Zufahrt versichert.
- Zeigen Sie neue öffentliche Ladepunkte rechtzeitig bei der Bundesnetzagentur an.

## Warum NAMMERT für Ihren Betrieb

- **Wir kennen Technik im Freien:** Aus der Bootsversicherung wissen wir, was Wetter, Wasser und Vandalismus an Technik anrichten, die draußen steht.
- **Sachwert und Haftung zusammen:** Wir stimmen Elektronik, Haftpflicht und Ausfall aufeinander ab, damit Anfahrschaden und Stillstand nicht zwischen zwei Verträge fallen.
- **Angebote mehrerer Versicherer:** Als Makler holen wir Angebote ein und vergleichen Bedingungen zu Vandalismus, Diebstahl und Haftzeit.
- **Vermittlung seit 1989:** Norman Nammert vermittelt als Versicherungsmakler. Für Sie ist das kostenlos, die Vergütung zahlt der Versicherer.

## FAQ

### Ist eine Versicherung für Ladesäulen Pflicht?

Eine Pflichtversicherung gibt es nicht. Pflicht ist die Anzeige öffentlich zugänglicher Ladepunkte bei der Bundesnetzagentur. Eine Betriebshaftpflicht ist trotzdem der wichtigste Schutz.

### Wer zahlt, wenn ein Unbekannter meine Säule anfährt?

Ohne Verursacher nur Ihre eigene Sachversicherung, meist eine Elektronikversicherung mit Einschluss von Anfahrschäden und Vandalismus.

### Hafte ich für Schäden am Auto meiner Kunden?

Wenn eine Störung Ihrer Säule den Schaden verursacht, kann der Halter Ersatz verlangen. Lassen Sie solche Schäden in der Betriebshaftpflicht ausdrücklich einschließen.

### Ist Kabeldiebstahl versichert?

In einer Elektronikversicherung mit Diebstahlschutz in der Regel ja. Achten Sie auf Selbstbeteiligung und Sicherungsvorgaben.

### Was kostet die Versicherung für einen Ladepark?

Für einige Ladepunkte nach unserer Angebotspraxis etwa 800 bis 1.800 Euro im Jahr, für Ladeparks mit Schnellladern meist 3.500 bis 8.000 Euro.

### Brauche ich als Betreiber eine Cyberversicherung?

Wenn Säulen über ein Backend gesteuert und abgerechnet werden, ja. Ein Angriff kann alle Standorte gleichzeitig stilllegen.

## Angebot anfordern

Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich, kostenlos: Es zahlt der Versicherer. https://www.nammert.com/betriebsversicherung-ladesaeulen.php#anfrage

---

Ihr Makler: Norman Nammert, unter der Marke NAMMERT. Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO. Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37. Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen. Sie vermittelt Ihren Vertrag nicht.

NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77, info@nammert.com. Wikidata: Q141141479.
