# Versicherungen für Webdesign, Webagenturen und App-Entwicklung

> Ein Stockfoto ohne passende Lizenz, eine Schrift ohne Webrecht, ein Cookie-Banner, das nicht dem Recht entspricht: Beim Webdesign kommen die teuersten Briefe nicht vom Kunden, sondern von Anwälten Dritter. Dazu kommen Shops, die nach dem Relaunch nicht verkaufen. Hier steht, wie Sie sich dagegen absichern und was es kostet.

Quelle/Source: https://www.nammert.com/betriebsversicherung-webdesigner.php  
Stand: 2026-09-18

## Wer zahlt, wenn mein Kunde wegen eines Bildes auf der Website abgemahnt wird?

Der Kunde zahlt zunächst selbst und holt sich das Geld dann bei Ihnen, wenn Sie das Bild ausgewählt oder eingebaut haben. Eine Vermögensschadenhaftpflicht mit eingeschlossenen Rechtsverletzungen übernimmt diesen Regress und wehrt überzogene Forderungen ab. Achten Sie darauf, dass Urheber-, Marken- und Wettbewerbsrecht ausdrücklich im Vertrag stehen.

## Auf einen Blick

- **Pflicht:** Keine gesetzliche Pflichtversicherung. Agenturen und größere Auftraggeber verlangen aber oft eine Vermögensschadenhaftpflicht im Vertrag
- **Größtes Risiko:** Abmahnungen wegen Bild-, Schrift- und Datenschutzrechten, für die Kunden bei Ihnen Regress nehmen
- **Grundschutz ab:** etwa 150 Euro im Jahr für eine Solo-Webdesignerin
- **Berufsgenossenschaft:** VBG, Pflicht mit Angestellten; Selbstständige freiwillig
- **Oft vergessen:** Bei Onlineshops haften Sie auch für Fehler in Zahlungs- und Bestellabläufen, die direkt Umsatz kosten

## Was in dieser Branche schiefgeht

- **Bilder und Schriften:** Fotos aus der Bildersuche, Stockmaterial mit falscher Lizenz oder Webfonts ohne Lizenz führen zu Abmahnungen, oft vierstellig je Bild.
- **Datenschutz:** Tracking ohne Einwilligung, eingebundene Schriften von fremden Servern oder ein fehlerhaftes Kontaktformular lösen Abmahnungen und Bußgeldverfahren beim Kunden aus.
- **Shop und Zahlung:** Nach dem Relaunch gehen keine Bestellungen durch, weil die Zahlungsschnittstelle falsch eingerichtet ist. Der Händler verlangt den entgangenen Umsatz.
- **Fristen und Domains:** Eine Domain wird nicht rechtzeitig verlängert, ein Launch zum Messetermin verpasst. Der Kunde weicht auf teurere Lösungen aus und schickt die Rechnung.
- **Gehackte Websites:** Veraltete Plugins in betreuten Websites werden übernommen und verteilen Schadsoftware. Kunden und Besucher sind betroffen.
- **Honorare:** Kunden zahlen nicht, weil sie mit dem Design unzufrieden sind oder die Abnahme verweigern. Kleine Beträge, aber häufig.

**Risiko-Radar** (Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.): Haftung 4, Feuer und Wasser 1, Diebstahl 2, Cyber 4, Ausfall 2, Gesundheit 1

## Welche Versicherungen Sie brauchen

- **Berufshaftpflicht** (Unverzichtbar): Die Vermögensschadenhaftpflicht zahlt Regress wegen Abmahnungen und Umsatzausfälle Ihrer Kunden durch Fehler in Design und Programmierung. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-berufshaftpflicht.php
- **Betriebshaftpflicht** (Dringend empfohlen): Für Personen- und Sachschäden bei Kunden und im Büro; gute Tarife bündeln sie mit der Vermögensschadendeckung. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-betriebshaftpflicht.php
- **Cyberversicherung** (Dringend empfohlen): Hilft, wenn Ihre eigenen Systeme oder Ihre Zugänge zu Kundenwebsites angegriffen werden. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-cyber.php
- **Berufsunfähigkeit** (Dringend empfohlen): Sichert Ihr Einkommen, wenn Augen, Rücken oder Hände nicht mehr mitmachen. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-berufsunfaehigkeit.php
- **Elektronikversicherung** (Sinnvoll je nach Betrieb): Ersetzt Laptop, Monitore und Testgeräte bei Bruch, Überspannung und Diebstahl. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-elektronik.php
- **Firmenrechtsschutz** (Sinnvoll je nach Betrieb): Für Honorarklagen und Streit um die Abnahme, der in kleinen Projekten häufig ist. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-firmenrechtsschutz.php

## Was es kostet: Beispielpreise

Der Beitrag hängt vom Jahresumsatz, der Deckungssumme und der Tätigkeit ab. Onlineshops und Apps mit Zahlungsfunktionen sind teurer als reine Gestaltung.

| Versicherung | Beispiel | Richtwert |
| --- | --- | --- |
| Berufshaftpflicht | Webdesignerin solo, Umsatz 40.000 Euro, 250.000 Euro Vermögen und 3 Mio. Euro Betriebshaftpflicht | etwa 150 bis 450 Euro im Jahr |
| Berufshaftpflicht | Webagentur mit fünf Leuten, Shops und Apps, 1 Mio. Euro Deckung | etwa 900 bis 2.500 Euro im Jahr |
| Cyberversicherung | Kleine Agentur mit Wartungsverträgen für Kundenwebsites | etwa 300 bis 800 Euro im Jahr |
| Elektronikversicherung | Rechner, Monitore und Testgeräte im Wert von 10.000 Euro | etwa 100 bis 300 Euro im Jahr |
| Firmenrechtsschutz | Solo-Selbstständige, Vertrags- und Honorarstreit | etwa 250 bis 600 Euro im Jahr |

Zum Vergleich: Die Haftpflicht einer Solo-Webdesignerin kostet im Jahr ungefähr so viel wie zwei bis vier Stunden Gestaltung.

_Richtwerte ohne Versicherungsteuer, Stand September 2026. Der Einstiegsbeitrag stammt aus öffentlichen Tarifbeispielen, die übrigen Werte sind Richtwerte aus der Angebotspraxis. Das genaue Angebot holen wir für Sie ein._

- [finanzchecks.de: Haftpflicht für Webdesigner](https://www.finanzchecks.de/berufshaftpflichtversicherung/it-haftpflichtversicherung/webdesigner)
- [Finanzchef24: IT-Haftpflicht](https://www.finanzchef24.de/versicherung/it-haftpflicht)

## Unsere Vorschläge: drei Pakete

- **Solo** (Freie Webdesignerin oder Entwickler ohne Angestellte): Berufshaftpflicht. Zusammen: etwa 150 bis 450 Euro im Jahr
- **Studio** (Kleines Studio mit Wartungsverträgen und Shops): Berufshaftpflicht, Cyberversicherung, Elektronikversicherung, Firmenrechtsschutz. Zusammen: etwa 800 bis 1.800 Euro im Jahr
- **Agentur** (Webagentur mit Team, Apps und Zahlungsabwicklung): Berufshaftpflicht, Betriebshaftpflicht, Cyberversicherung, Elektronikversicherung, Firmenrechtsschutz. Zusammen: etwa 1.800 bis 4.500 Euro im Jahr

## Der schlimmste Tag im Webstudio

Sechs Dinge, die Webdesignern wirklich passieren. Hier alle an einem einzigen Dienstag. Tippen Sie sich durch den Tag und sehen Sie, wer zahlt.

- 08:40: Ein Kunde leitet eine Abmahnung weiter: Zwei Fotos auf seiner Website waren nicht lizenziert. Er verlangt Anwaltskosten und Lizenzgebühr. (3.800 Euro, Zahlt: Berufshaftpflicht)
- 10:15: Nach dem Shop-Relaunch scheitert jede Kartenzahlung. Drei Tage Umsatzausfall beim Händler. (15.000 Euro, Zahlt: Berufshaftpflicht)
- 12:00: Die Domain eines Start-ups wurde nicht verlängert und ist weg. Die Ersatzlösung kostet deutlich mehr. (2.500 Euro, Zahlt: Berufshaftpflicht)
- 14:20: Ein veraltetes Plugin in 30 betreuten Websites wird ausgenutzt. Bereinigung, Forensik und Kundeninformation. (12.000 Euro, Zahlt: Cyberversicherung)
- 16:30: Kaffee über dem Laptop mit dem Projekt kurz vor der Präsentation. (2.600 Euro, Zahlt: Elektronikversicherung)
- 18:00: Ein Kunde verweigert die Zahlung, weil ihm das Design nicht gefällt. Sie klagen Ihr Honorar ein. (3.000 Euro, Zahlt: Firmenrechtsschutz)

**Schaden bis jetzt:** 38.900 Euro

## Konkrete Tipps vom Makler

- Lassen Sie Urheber-, Marken-, Wettbewerbs- und Datenschutzverletzungen ausdrücklich in die Police schreiben; darauf beruhen die meisten Forderungen.
- Wählen Sie mindestens 250.000 Euro für Vermögensschäden und 3 Mio. Euro für Personen- und Sachschäden.
- Dokumentieren Sie Lizenzen für Bilder, Schriften und Plugins zu jedem Projekt; das senkt das Risiko und hilft im Schadenfall.
- Achten Sie bei Wartungsverträgen darauf, dass laufende Betreuung und Hosting-Vermittlung in der Tätigkeitsbeschreibung stehen.
- Vereinbaren Sie in Ihren Bedingungen, dass der Kunde Texte und Inhalte selbst liefert und rechtlich verantwortet.
- Prüfen Sie beim Einstieg in Apps oder Zahlungsabwicklung, ob Ihre Deckungssumme noch zum neuen Risiko passt.

## Warum NAMMERT für Ihren Betrieb

- **Wir vergleichen die Klauseln für Kreative:** Als Makler holen wir Angebote mehrerer Versicherer ein und achten darauf, dass Rechtsverletzungen und Ihre tatsächlichen Leistungen versichert sind.
- **Wir kennen Schäden aus der Regulierung:** In der Bootsversicherung regulieren wir Schäden selbst. Wir helfen Ihnen, eine Abmahnung richtig zu melden, bevor Sie etwas unterschreiben.
- **Einer für alles:** Haftpflicht, Technik, Berufsunfähigkeit und Altersvorsorge betreuen wir zusammen, ohne dass Sie fünf Portale pflegen.
- **Familienbetrieb seit 1989:** Unsere Arbeit kostet Sie nichts, die Vergütung zahlt der Versicherer. Sie erreichen Menschen, die Ihren Vertrag kennen.

## FAQ

### Brauche ich als Webdesigner eine Berufshaftpflicht?

Gesetzlich nicht, aber Abmahnungen und Regressforderungen gehören zum Alltag der Branche. Die Vermögensschadenhaftpflicht ist deshalb die wichtigste Versicherung für Sie.

### Was kostet die Versicherung für Webdesigner?

Für Solo-Selbstständige beginnt sie bei etwa 150 Euro im Jahr. Agenturen mit Shops und Apps zahlen eher 900 bis 2.500 Euro.

### Zahlt die Versicherung, wenn ich unterschrieben habe, dass ich für Bilder hafte?

Für die gesetzliche Haftung ja, wenn Rechtsverletzungen eingeschlossen sind. Zusagen, die darüber hinausgehen, etwa eine Garantie, deckt sie nicht.

### Bin ich versichert, wenn die Website eines Kunden gehackt wird?

Wenn Sie die Wartung übernommen hatten und ein Versäumnis nachgewiesen wird, zahlt die Haftpflicht den Schaden beim Kunden. Ihre eigenen Kosten zahlt eine Cyberversicherung.

### Deckt die Police auch App-Entwicklung?

Nur wenn sie im Vertrag steht. Apps mit Zahlungsfunktionen oder Gesundheitsdaten sollten Sie vorher mit uns besprechen.

### Muss ich Aufträge im Ausland melden?

Ja, wenn Kunden außerhalb der EU sitzen. Viele Tarife schließen die USA und Kanada aus oder verlangen einen Zuschlag.

## Angebot anfordern

Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich. Kostenlos und ohne Verpflichtung, die Vergütung zahlt der Versicherer. https://www.nammert.com/betriebsversicherung-webdesigner.php#anfrage

---

NAMMERT Assekuradeur GmbH, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler.

NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, +49 3375 29 12 77, info@nammert.com. Wikidata: Q141141479.
