# Elektronikversicherung: Computer, Kassen und Technik gegen fast alle Schäden versichern

> Die Elektronikversicherung ersetzt Geräte eines Betriebs, die durch Bedienungsfehler, Überspannung, Kurzschluss, Wasser, Sturz oder Diebstahl beschädigt werden oder verloren gehen. Sie ist eine Allgefahrendeckung: Versichert ist alles, was nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist. Damit schließt sie die Lücken, die eine Inhaltsversicherung bei Technik offen lässt.

Quelle/Source: https://www.nammert.com/versicherungsmakler-elektronik.php  
Stand: 2026-09-18

## Brauche ich eine Elektronikversicherung, wenn ich schon eine Inhaltsversicherung habe?

Ja, wenn Ihr Betrieb von teurer Technik abhängt. Die Inhaltsversicherung zahlt nur bei Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser und Sturm. Der häufigere Schaden an Elektronik ist aber technisch: Überspannung ohne Blitz, Kurzschluss, ein umgestoßenes Getränk, ein heruntergefallenes Tablet, ein Bedienungsfehler. Genau das deckt die Elektronikversicherung, meist zum Neuwert.

## Auf einen Blick

- **Pflicht?:** Nein, Leasinggeber verlangen sie häufig
- **Deckungsprinzip:** Allgefahren: versichert ist, was nicht ausgeschlossen ist
- **Musterbedingungen:** ABE 2020 des GDV, Versicherer weichen davon ab
- **Entschädigung:** Reparaturkosten oder Neuwert bei Totalschaden
- **Zusatzbausteine:** Daten und Software, Mehrkosten, Elektronik-BU

## Allgefahren heißt: der Versicherer muss den Ausschluss beweisen

Die meisten Sachversicherungen zählen auf, wogegen sie schützen. Die Elektronikversicherung dreht das um: Jeder unvorhergesehene Sachschaden ist versichert, solange er nicht in den Ausschlüssen steht. Für Sie heißt das, dass Sie im Schadenfall nicht beweisen müssen, welche Gefahr eingetreten ist, sondern der Versicherer, dass ein Ausschluss greift.

Typische Schäden sind Überspannung aus dem Netz, Feuchtigkeit, Sturz, Bedienungsfehler von Mitarbeitern, Vandalismus und Diebstahl. Ausgeschlossen sind vor allem Verschleiß, Mängel, die bei Abschluss schon bekannt waren, Vorsatz und Schäden, für die der Hersteller oder die Reparaturwerkstatt aufkommen muss.

## Das Gerät ist ersetzt, die Daten sind weg

Die Grunddeckung ersetzt Hardware. Die Kosten, um Daten wiederherzustellen, Programme neu zu installieren und Lizenzen zu beschaffen, sind nur mit dem Baustein Daten und Software versichert, und auch dann meist nur, wenn ein versicherter Sachschaden am Datenträger die Ursache war.

Löscht ein Angreifer Ihre Daten oder verschlüsselt sie, liegt kein Sachschaden vor. Das ist ein Fall für die Cyberversicherung. Beide Verträge ergänzen sich, keiner ersetzt den anderen.

## Pauschal oder nach Geräteliste versichern

Kleine Betriebe versichern ihre Bürotechnik meist pauschal: eine Summe für alle Geräte, ohne Einzelliste, neue Geräte sind bis zu dieser Summe automatisch dabei. Praxen, Labore und Betriebe mit teurer Mess- und Steuerungstechnik lassen dagegen jedes Gerät mit Neuwert einzeln aufführen.

In beiden Fällen gilt: Die Summe muss dem Neuwert aller Geräte entsprechen, sonst droht Unterversicherung. Pauschalverträge verzichten darauf oft bis zu einer bestimmten Summe.

## Was versichert ist

- Bedienungsfehler, Ungeschicklichkeit und Fahrlässigkeit
- Überspannung, Induktion und Kurzschluss, auch ohne Blitz
- Wasser und Feuchtigkeit, auch aus umgestoßenen Getränken
- Sturz, Bruch und Anprall
- Feuer, Blitz, Explosion, Sturm und Leitungswasser
- Einbruchdiebstahl, Raub, Vandalismus und Sabotage
- Konstruktions-, Material- und Ausführungsfehler nach Ablauf der Gewährleistung
- Mobile Geräte außerhalb des Betriebs, wenn eingeschlossen
- Wiederherstellung von Daten und Software, wenn eingeschlossen

## Was nicht versichert ist

- Verschleiß und allmähliche Abnutzung
- Schäden, für die Hersteller, Händler oder Werkstatt einstehen müssen
- Mängel, die bei Abschluss schon bekannt waren
- Datenverlust ohne Sachschaden, etwa durch Schadsoftware
- Vorsatz des Versicherungsnehmers
- Einfacher Diebstahl aus unverschlossenen Fahrzeugen, je nach Tarif

## Wer sie braucht

- Arzt- und Zahnarztpraxen mit Medizintechnik
- Büros und Agenturen, deren Arbeit an Rechnern und Servern hängt
- Handel und Gastronomie mit Kassensystemen und Kühltechnik mit Steuerung
- Betriebe mit Mess-, Prüf- und Steuerungstechnik
- Jeder, dessen Leasingvertrag für Technik eine Versicherung verlangt

## Wer darauf verzichten kann

- Betriebe mit wenigen günstigen Geräten, die einen Ausfall aus eigenen Mitteln ersetzen können

## Was sie kostet

Der Beitrag ist ein Satz auf die Versicherungssumme, also den Neuwert der Geräte. Mobile Geräte kosten deutlich mehr als stationäre, weil sie häufiger fallen und gestohlen werden. Mit einem höheren Selbstbehalt lässt sich der Beitrag spürbar senken.

**Wovon der Beitrag abhängt:**

- Neuwert der versicherten Geräte
- Art der Technik: Büro-IT, Medizintechnik, Mess- und Steuerungstechnik
- Anteil mobiler Geräte und Außenversicherung
- Selbstbehalt je Schaden
- Bausteine für Daten, Software und Mehrkosten
- Branche und Umgebung, etwa Staub, Hitze oder Feuchtigkeit

_Veröffentlichte Beitragsvergleiche für gewerbliche Elektronikversicherungen gibt es nicht in belastbarer Form. Der Beitrag steht erst im Angebot fest._

## Die Tariflinien am Markt

- **Pauschaldeckung Büro:** Eine Summe für alle stationären Büro- und Kommunikationsgeräte, ohne Einzelliste, mit Vorsorge für neue Geräte. Für Büros, Kanzleien und kleine Läden.
- **Erweiterte Pauschaldeckung:** Zusätzlich mobile Geräte weltweit, Daten und Software, Mehrkosten für Leihgeräte und ein niedrigerer Selbstbehalt.
- **Einzeldeckung nach Geräteliste:** Jedes Gerät mit Neuwert, dazu Elektronik-BU und Mehrkosten. Für Praxen, Labore und Betriebe mit einzelnen sehr teuren Anlagen.

## Woran Sie einen guten Tarif erkennen

| Kriterium | Mindeststandard | Starker Tarif | Warum das zählt |
| --- | --- | --- | --- |
| Neuwertentschädigung | Zeitwert nach einigen Jahren | Neuwert über die gesamte Nutzungsdauer | Technik verliert schnell an Zeitwert, der Ersatz kostet aber den vollen Preis. |
| Mobile Geräte | nur im Betrieb | weltweit, auch im abgeschlossenen Fahrzeug | Laptops und Tablets gehen fast immer unterwegs kaputt oder verloren. |
| Daten und Software | nicht versichert | Wiederherstellung von Daten, Programmen und Lizenzen mit eigener Summe | Die Neuinstallation einer Praxis- oder Warenwirtschaftssoftware kostet oft mehr als die Hardware. |
| Mehrkosten | nicht versichert | Miete von Ersatzgeräten, Überstunden, Eilzuschläge | Der Betrieb muss weiterlaufen, bis das neue Gerät da ist. |
| Unterversicherungsverzicht | keiner | Verzicht bei Pauschalverträgen bis zur vereinbarten Summe | Im Alltag kommen ständig Geräte dazu, die niemand meldet. |
| Selbstbehalt | fester Betrag je Schaden | wählbar, bei Diebstahl mobiler Geräte gesondert geregelt | Der Selbstbehalt entscheidet, ob sich kleine Schäden überhaupt lohnen zu melden. |
| Gewährleistungsausschluss | Ausschluss ohne Vorleistung | Vorleistung des Versicherers, wenn der Hersteller bestreitet | Sonst streiten Sie mit dem Hersteller, während der Betrieb steht. |

## Anbieter im Überblick

Elektronikversicherungen gehören zu den technischen Versicherungen. Sie werden von großen Sachversicherern und von Spezialisten angeboten, oft auch als Baustein in Firmenpaketen. Die Liste ist ein Marktüberblick.

- **Allianz**: technische Versicherungen für Gewerbe und Industrie
- **AXA**: Elektronik als eigener Vertrag und im Firmenpaket
- **HDI**: Talanx-Konzern, Konzepte für Praxen und freie Berufe
- **R+V**: technische Versicherungen für den Mittelstand
- **Helvetia**: technische Versicherungen über Makler
- **Mannheimer**: Continentale Versicherungsverbund, Spezialkonzepte
- **Gothaer**: Elektronik für Gewerbe und Praxen
- **VHV**: Maklerversicherer mit Gewerbeprodukten
- **Zurich**: technische Versicherungen für Firmenkunden

155 Versicherer unter deutscher Bundesaufsicht haben die Erlaubnis für diese Sparte. (Hagel-, Frost- und sonstige Sachschäden). Quelle: BaFin-Unternehmensdatenbank, abgerufen am 2026-09-18. Nicht enthalten sind Versicherer aus anderen EU-Staaten, die über eine Niederlassung oder ohne Sitz in Deutschland anbieten.

## Typische Schäden und wer zahlt

- **Kaffee flutet die Laptop-Tastatur** (rund 800 bis 2.500 €): Flüssigkeit ist ein typischer Elektronikschaden. Die Inhaltsversicherung würde hier nichts zahlen, weil kein Rohr gebrochen ist.
- **Laptop im ICE liegen gelassen** (Neupreis des Geräts): Liegenlassen ist Verlust, kein Diebstahl und kein Sachschaden. Das zahlt auch ein starker Elektroniktarif nicht.
- **Laptop nachts aus dem Auto gestohlen** (rund 1.000 bis 3.000 €): Die Bürodeckung gilt nur im Betrieb. Mit mobilen Geräten zahlen viele Tarife, wenn der Laptop im verschlossenen Kofferraum lag, nachts oft nur mit Einschränkungen.
- **Überspannung aus dem Netz killt Server** (rund 3.000 bis 20.000 €): Überspannung ohne Blitz ist der Klassiker der Elektronikversicherung. Schon die Grunddeckung zahlt ihn.
- **Server ersetzt, Daten müssen zurück** (Techniker und Wiederherstellung, oft vierstellig): Die Grunddeckung zahlt das Gerät. Das Aufspielen von Daten und Programmen gehört zum Baustein Daten und Software.
- **Ransomware sperrt alle Rechner** (fünf- bis sechsstellig mit Stillstand): Verschlüsselte Daten sind kein Sachschaden. Das ist Sache der Cyberversicherung.

## Mythos oder Wahrheit

- „Zerstört ein verärgerter Mitarbeiter absichtlich den Drucker, zahlt die Elektronikversicherung." ✔ Ja, Sabotage und Vorsatz Dritter sind versichert. Ausgeschlossen ist nur der Vorsatz des Inhabers und seiner Repräsentanten, also etwa der Geschäftsführung.
- „Hält der Akku nach drei Jahren nur noch eine Stunde, ist das ein Versicherungsfall." ✘ Nein, nachlassende Akkus sind Verschleiß. Versichert sind plötzliche Schäden von außen oder innen, nicht die normale Alterung eines Bauteils.
- „Kratzer im Display des Kartenterminals zahlt die Versicherung wie einen Bruch." ✘ Meist nicht. Schäden, die nur das Aussehen betreffen und die Funktion nicht beeinträchtigen, sind in der Regel ausgeschlossen.
- „Kippt die Blumenvase über den Monitor, ist das versichert, obwohl kein Rohr gebrochen ist." ✔ Stimmt, Wasser und Feuchtigkeit jeder Herkunft sind in der Elektronikversicherung gedeckt. Genau darin liegt der Unterschied zur Leitungswassergefahr im Inhaltsvertrag.
- „Stürzt das Kassensystem nach einem fehlerhaften Update ab, springt die Elektronikversicherung ein." ✘ Nein, ein Softwarefehler beschädigt kein Gerät. Zuständig sind der Hersteller oder Ihr IT-Dienstleister, bei Angriffen die Cyberversicherung.

## Häufige Fehler beim Abschluss

- Geglaubt, die Inhaltsversicherung decke auch Kurzschluss und Bedienungsfehler
- Die Summe beim Abschluss festgelegt und die neue Medizintechnik nie nachgemeldet
- Laptops und Tablets nur im Betrieb versichert
- Die Kosten für Datenwiederherstellung und Software nicht bedacht
- Elektronik- und Cyberversicherung für austauschbar gehalten

## FAQ

### Zahlt die Elektronikversicherung bei Überspannung?

Ja, das ist einer der Hauptgründe für den Vertrag. Anders als die Inhaltsversicherung zahlt sie auch bei Überspannung ohne Blitzschlag, etwa durch Schwankungen im Netz oder einen Fehler in der Hausinstallation.

### Ist ein heruntergefallener Laptop versichert?

Ja, Sturz und Bruch sind typische versicherte Schäden. Außerhalb des Betriebs gilt das nur, wenn mobile Geräte eingeschlossen sind. Prüfen Sie außerdem, unter welchen Bedingungen Diebstahl aus dem Auto versichert ist.

### Zahlt die Elektronikversicherung auch bei einem Hackerangriff?

In der Regel nein. Die Elektronikversicherung setzt einen Sachschaden voraus. Werden Daten gelöscht oder verschlüsselt, ohne dass ein Gerät beschädigt ist, hilft nur eine Cyberversicherung.

### Werden alte Geräte zum Neuwert ersetzt?

Das hängt vom Tarif ab. Gute Tarife ersetzen den Neuwert eines gleichwertigen Geräts, solange es in Betrieb ist. Manche Tarife gehen nach einigen Jahren zum Zeitwert über oder ersetzen Geräte, die nicht mehr hergestellt werden, nur zum Zeitwert.

### Muss ich jedes Gerät einzeln melden?

Bei einer Pauschalversicherung nicht, dort gilt eine Summe für alle Geräte einer Art. Bei einer Einzelversicherung stehen alle Geräte mit Neuwert in einer Liste, und neue Geräte müssen nachgemeldet werden.

### Was kostet eine Elektronikversicherung für ein kleines Büro?

Der Beitrag richtet sich nach dem Neuwert der Geräte, dem Anteil mobiler Technik und dem Selbstbehalt. Für die Bürotechnik eines kleinen Betriebs ist eine Pauschaldeckung meist die günstigste Lösung. Genaue Zahlen gibt erst das Angebot.

### Was ist, wenn das Gerät noch Garantie hat?

Dann muss zuerst der Hersteller oder Händler leisten, die Elektronikversicherung tritt dahinter zurück. Gute Tarife gehen in Vorleistung, wenn der Hersteller die Haftung bestreitet, und holen sich das Geld selbst zurück.

### Verlangt die Leasinggesellschaft eine Elektronikversicherung?

Häufig ja. Leasingverträge für Medizin-, Büro- oder Messtechnik verpflichten den Leasingnehmer meist, das Gerät zum Neuwert gegen Beschädigung und Verlust zu versichern. Manche Leasinggeber bieten eine eigene Versicherung an, die Sie mit einer freien Police vergleichen sollten.

### Ist die Telefonanlage mitversichert?

Ja, Telefon- und Kommunikationsanlagen gehören zu den klassisch versicherten Geräten, ebenso Alarmanlagen, Kassensysteme und Netzwerktechnik, wenn sie in der Summe enthalten sind.

## Rechtsgrundlagen und Quellen

- [Versicherungsvertragsgesetz (VVG)](https://www.gesetze-im-internet.de/vvg_2008/)
- [BaFin-Unternehmensdatenbank (zugelassene Versicherer)](https://portal.mvp.bafin.de/database/InstInfo/)

## Angebot anfordern

Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich. Kostenlos und ohne Verpflichtung, die Vergütung zahlt der Versicherer. https://www.nammert.com/versicherungsmakler-elektronik.php#anfrage

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NAMMERT Assekuradeur GmbH, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler.

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