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Die unsichtbare Flotte
In Deutschland sind 500.000 Sportboote registriert. In einer Leserumfrage gaben 14,2 Prozent der Eigner an, keine Versicherung für ihr Boot zu haben. Rechnerisch sind das rund 71.000 Boote. Unten liegt ein echtes Hafenbecken bei Nacht. Sehen Sie zu, welche Lichter ausgehen.
Jedes Licht ein Boot. Das Becken zeigt die Quote, nicht die Menge: 408 Lichter, 58 gehen aus. Jedes siebte Boot fährt ohne Schutz.
Woher die Zahlen kommen
Zwei Quellen und eine Rechnung
Sportboote sind in Deutschland registriert.
deutsche-flagge.de, amtliches Informationsangebot, geprüft am 30.07.2026der befragten Bootseigner haben keine Versicherung für ihr Boot.
Marktstudie Wassersport 2023, Leserumfrage von YACHT und BOOTEBoote fahren danach rechnerisch ohne Versicherungsschutz.
Eigene Rechnung aus den beiden Angaben darüberDie Grenze dieser Zahl gehört dazu: Die 14,2 Prozent stammen aus einer Leserumfrage und bilden damit die Leserschaft von YACHT und BOOTE ab, nicht den Gesamtmarkt. Wer Bootsmagazine liest, kümmert sich eher um sein Boot als der Durchschnitt. Die echte Zahl dürfte also eher höher liegen als niedriger. Deshalb steht hier überall „rechnerisch" und nirgends „es sind".
Warum das geht
In Deutschland gibt es keine Pflicht. Anderswo schon.
Für Sportboote besteht in Deutschland keine allgemeine gesetzliche Versicherungspflicht. Ein Boot darf also ohne jeden Schutz auf dem Wasser liegen, und 71.000 tun es rechnerisch auch. Sobald dasselbe Boot die Grenze überquert, sieht es anders aus: Italien verlangt Mindestdeckungen von 6.450.000 Euro für Personenschäden und 1.300.000 Euro für Sachschäden, Spanien insgesamt 336.567 Euro, und in Kroatien greift die Haftpflichtpflicht ab 15 kW Motorleistung, das sind 20,39 PS.