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Sie haben Haftpflicht. Und bei einem Schaden am eigenen Boot?
Kurze Antwort
Dann zahlt niemand. Die Haftpflicht deckt ausschließlich Schäden, die Sie anderen zufügen, den Schaden an Ihrem eigenen Boot trägt sie in keinem Fall, egal wie hoch er ist.
Das ist kein Mangel Ihrer Police, es ist ihre Aufgabe. Die Haftpflicht schützt Ihr Vermögen vor fremden Forderungen. Ihr Boot schützt sie nicht. Diese Seite rechnet vor, was das im Ernstfall bedeutet, und sagt auch, wann sich eine Kasko für Sie nicht lohnt.
Was Ihre Police leistet
Die Haftpflicht ist nicht zu wenig, sie ist etwas anderes
Wer nur Haftpflicht hat, hat die wichtigere der beiden Deckungen. Sie schützt vor dem Schaden, der Sie ruinieren kann, dem an Menschen und fremdem Eigentum. Was sie nicht kann, ist Ihr eigenes Boot ersetzen.
Das zahlt Ihre Haftpflicht
Den Rempler am Nachbarboot, den Personenschaden im Hafenbecken, den ausgelaufenen Kraftstoff, den Schaden am Steg. Bei uns bis 50 Mio. €, und sie wehrt unberechtigte Forderungen auf eigene Kosten ab.
Das zahlt sie nie
Sturm, Sinken, Feuer, Diebstahl, Grundberührung, Vandalismus, alles, was Ihrem eigenen Rumpf, Motor oder Ihrer Ausrüstung geschieht. Auch dann nicht, wenn Sie keine Schuld trifft.
Der Unterschied in einem Satz
Haftpflicht schützt Ihr Vermögen vor anderen. Kasko schützt Ihr Boot vor allem übrigen. Das eine ersetzt das andere nicht.
Aus unserem Schadenregister
Was tatsächlich abgelehnt wurde, weil die Deckung fehlte
Diese Fälle stammen aus 231 Vorgängen zwischen Februar 2025 und Juli 2026. Sie sind nicht strittig, in jedem einzelnen stand die Grenze vorher im Vertrag.
Sechs Grundberührungs- und Kollisionsschäden ohne Deckung
Fünf scheiterten am Basis-Tarif, einer an einer reinen Teilkasko. In einem Fall lag der Bootswert bei 35.000 €. Strandung, Kollision und Grundberührung sind Vollkasko-Leistungen, mit Haftpflicht allein ist keiner dieser Schäden gedeckt.
Ein Kollisionsschaden über 19.500 € in der Deckungspause
Eine Saisonpolice ruhte im Winter. Wer beim Beitrag spart, spart am Schutz für die Monate, in denen niemand nach dem Boot sieht.
Mehrere Schäden unterhalb des Selbstbehalts
Der ehrliche Gegenpunkt: Kleine Schäden zahlen Sie ohnehin selbst. Eine Kasko lohnt sich für den Fall, der wehtut, nicht für den Kratzer.
Ehrlich gerechnet
Wann sich eine Kasko für Sie nicht lohnt
Wir verkaufen sie Ihnen nicht in jedem Fall. Drei Situationen, in denen die reine Haftpflicht die richtige Entscheidung ist:
Das Boot ist wenig wert
Bei einem Schlauchboot für 2.500 € ist der Totalverlust ärgerlich, aber kein Vermögensschaden. Wer ihn aus eigener Tasche ersetzen kann, braucht dafür keine Versicherung.
Der Selbstbehalt frisst den Nutzen
Liegt Ihr typischer Schaden in der Größenordnung des Selbstbehalts, zahlen Sie Beitrag für Fälle, die nie zur Auszahlung kommen.
Sie tragen das Risiko bewusst
Eine bewusste Entscheidung gegen die Kasko ist legitim. Falsch ist nur, sie nicht getroffen zu haben, weil niemand gesagt hat, was die Haftpflicht nicht leistet.
Die kleinste Stufe darüber
Wenn Sie doch mehr wollen: der Basis-Tarif
Zwischen reiner Haftpflicht und der Vollkasko liegt eine Stufe, die selten erklärt wird. Der Basis-Tarif ist eine Teilkasko: Er deckt, was von außen kommt, und zwar ohne Selbstbeteiligungsquote auf die Entschädigung.
Was der Basis-Tarif deckt
- Sturm, Hagel, Erdbeben, auch am Liegeplatz
- Brand, Explosion, Blitzschlag, dazu Seng- und Schmorschäden
- Sinken und Wassereinbruch
- Diebstahl des ganzen Bootes
- Winterlagerschäden, auch wenn ein Sturm das Boot von der Palette wirft
- Ersatz zum vereinbarten Neuwert, mit fester Taxe statt Zeitwert
- Bergung bis zur Versicherungssumme, Wrackbeseitigung zusätzlich
- Persönliche Effekten mit 3 % der Versicherungssumme beitragsfrei, höhere Summen sind vereinbar
- Saisonpolice möglich, 1. April bis 31. Oktober
Was er nicht deckt
- Grundberührung und Kollision, das sind Vollkasko-Fälle, und im Register die häufigste Ablehnungsgrenze
- Teilediebstahl, auch der Außenborder, erst ab Basis-Plus
- Schadenfreiheitsrabatt bei Neuabschluss, die 40 % gibt es erst ab Basis-Plus
- Elektro- und Hybridklausel, Skipperhaftpflicht für gecharterte Boote, Mietsachschäden am Steg
Dieselbe Grenze zeigt der Rechner oben: Bei „Grundberührung" und „Kollision" steht dort „Teilkasko zahlt hier nichts".
Wenn Sie günstige Angebote vergleichen
Im günstigen Segment gibt es Policen, die ausschließlich den Totalverlust ersetzen: Ein Rumpfschaden unterhalb der Versicherungssumme ist dort überhaupt nicht gedeckt, und auf die Entschädigung läuft eine Selbstbeteiligung von zehn Prozent. Auch die tragen das Wort „feste Taxe" in der Werbung. Fragen Sie deshalb zuerst nach Teilschäden, dann nach der Selbstbeteiligung, und erst danach nach dem Beitrag. Der Vergleich Zeile für Zeile steht im Leistungsvergleich.
Fragen und Antworten
Kann ich die Kasko später dazunehmen?
Ja, jederzeit und ohne auf die Hauptfälligkeit zu warten. Wir erweitern Ihren bestehenden Vertrag; die Haftpflicht läuft unverändert weiter. Bei älteren Booten sehen wir uns vorher den Zustand an.
Zahlt die Haftpflicht, wenn ein anderer mein Boot beschädigt?
Nicht Ihre, die des Verursachers. Das funktioniert, solange er bekannt und versichert ist. Bleibt er unbekannt oder ist er nicht versichert, stehen Sie ohne Kasko mit dem Schaden allein da. Genau dafür gibt es die Forderungsausfalldeckung.
Reicht mir eine Teilkasko?
Teilkasko deckt, was von außen kommt: Sturm, Feuer, Sinken, Diebstahl des ganzen Bootes. Was Sie selbst verursachen, Grundberührung, Kollision, Bedienfehler, deckt nur die Vollkasko. Nach unserem Register scheitern die meisten Ablehnungen genau an dieser Grenze.
Steigt mein Beitrag, wenn ich erweitere?
Der Haftpflichtanteil bleibt, der Kaskoanteil kommt hinzu. In Basis PLUS und Premium starten Sie dabei mit 40 % Schadenfreiheitsrabatt, ausgenommen Hausboote und Kleinboote. Was es konkret kostet, sagt Ihnen der Rechner in zwei Minuten.
Erweitern oder bewusst dabei bleiben, beides ist in Ordnung
Rufen Sie an, dann rechnen wir Ihren Fall durch. Wenn die Kasko sich bei Ihrem Boot nicht lohnt, sagen wir das, das ist billiger für Sie und ehrlicher für uns.
Der Fall ohne Kasko
Wer keine Kasko hat, sieht diesen Platz
Ohne Kasko tragen Sie den Verlust des Bootes selbst. Das kann die richtige Entscheidung sein, sieben von zehn Booten bei uns liegen unter 20.000 Euro Versicherungssumme. Es sollte nur eine Entscheidung sein, kein Versehen.
Kasko-Beitrag berechnen
Bevor Sie unterschreiben
Die drei Fragen, die Sie wirklich haben
Nicht „was kostet es", das rechnen Sie in einer Minute selbst. Sondern die drei, die man einem Versicherer selten laut stellt. Hier sind sie, mit den Antworten, die wir belegen können.
„Zahlt der im Schadenfall auch?"
Als Assekuradeur zeichnen und regulieren wir selbst, eigene Schadenabteilung, feste Sachverständige, über 2.000 Partnerwerften. Deckung geprüft in 24 Stunden, Freigabe oder Gutachtertermin in 48. Wir rechnen direkt mit der Werft ab; Sie zahlen nur den Selbstbehalt.
Die Schadenuhr, Stunde für Stunde →„Wer ist dann am Telefon?"
Ein Familienbetrieb seit 1989, zweite Generation, drei eigene Büros in Königs Wusterhausen, Salzburg und Palma. Kein Callcenter, kein Franchise. Ab der ersten Stunde haben Sie einen Ansprechpartner mit Namen, und nach Feierabend eine Nummer, die jemand abnimmt.
Notruf 03375 / 29 28 95 →„Und wenn ich falsch entscheide?"
Finden Sie denselben Schutz woanders günstiger, gleichen wir die Differenz aus. Der Gleichwertigkeitsprüfer sagt Ihnen dabei auch, wenn das andere Angebot besser ist. Und wir haben eine Seite darüber geschrieben, wann Sie besser nicht zu uns kommen, die lesen Sie am besten zuerst.
Nirgendwo-Günstiger-Garantie → Wann wir nicht passen →