Zum Inhalt springen
Knoten in einer Festmacherleine an einem Ring im Steg

Startseite / Seemannschaft / Knoten und Tauwerk an Bord / Palstek binden: wie der Knoten unter Last hält

Der Palstek, Schritt für Schritt

Wenn Sie an Bord nur einen Knoten können, dann diesen. Schritt für Schritt gelegt, ergibt der Palstek eine Schlaufe, die sich unter Zug nicht zuzieht und die sich hinterher wieder öffnen lässt, auch wenn eine Tonne daran gehangen hat.

So entsteht der Palstek: Auge legen, das Ende von unten durch das Auge, hinter dem festen Teil herum und zurück durch das Auge, dann festziehen. Unten bleibt die feste Schlaufe.

Wozu er da ist

Festmacher in einen Ring oder um einen Poller, eine Schot ins Schothorn, eine Leine an den Anker eines anderen Bootes. Überall dort, wo Sie eine Schlaufe brauchen, die ihre Größe behält.

Wie er entsteht

Eine Bucht ins stehende Teil legen, das Ende von unten durch die Bucht führen, hinter dem stehenden Teil herum und wieder zurück durch die Bucht. Merksatz für den Anfang: der Frosch kommt aus dem Teich, um den Baum herum und zurück in den Teich.

Der häufigste Fehler

Die Bucht falsch herum gelegt. Dann sieht der Knoten fast gleich aus, hält aber nicht und rutscht unter Last durch. Prüfen können Sie es an einem Merkmal: das kurze Ende liegt innen in der Schlaufe, nicht außen.

Wann er nicht passt

Nicht als Verbindung zweier Leinen, dafür ist der Schotstek da. Und nicht dort, wo die Last ständig wechselt und der Knoten sich lockern kann, etwa an einem Fender, der stundenlang scheuert.

Palstek binden: die Anleitung in sechs Schritten

Die meisten Fehler entstehen nicht beim Durchstecken, sondern ganz am Anfang: beim Auge, das Sie in die Leine legen. Halten Sie das lange, feste Ende der Leine, also die Seite, an der später die Last zieht, in der linken Hand. Das kurze, lose Ende liegt in der rechten. So lernen es die meisten, und so funktioniert die Anleitung unten.

Nehmen Sie sich beim Üben Zeit für jeden Schritt und schauen Sie auf die Lage der Leine, nicht auf Ihre Finger. Wer den Palstek einmal richtig gesehen hat, erkennt danach sofort, wenn er falsch sitzt.

  1. Legen Sie mit der linken Hand ein kleines Auge in den festen Teil der Leine. Wichtig: Der lose Teil liegt dabei oben auf dem festen Teil, nicht darunter.
  2. Entscheiden Sie, wie groß die Schlaufe werden soll. Die Leine zwischen dem kleinen Auge und dem losen Ende bildet später die Schlaufe.
  3. Führen Sie das lose Ende von unten nach oben durch das kleine Auge.
  4. Legen Sie das Ende hinter dem festen Teil der Leine herum.
  5. Stecken Sie das Ende wieder von oben nach unten durch das kleine Auge, parallel zu dem Stück, das schon darin liegt.
  6. Halten Sie das Ende und die Schlaufe zusammen in einer Hand und ziehen Sie mit der anderen kräftig am festen Teil. Erst jetzt sitzt der Knoten.
Alle Bordkarten

Den Palstek prüfen, bevor Last darauf kommt

Ein fertiger Palstek hat drei Merkmale. Um den festen Teil liegt ein kleiner Bogen wie ein Kragen. Das lose Ende kommt innerhalb der Schlaufe heraus und liegt dort neben ihrem Schenkel. Und wenn Sie an der Schlaufe ziehen, verändert sie ihre Größe nicht. Fehlt eines davon, binden Sie ihn neu.

Lassen Sie das Ende nicht zu kurz. Eine gute Handbreit Überstand ist an Bord ein brauchbares Maß, bei dicken Festmachern darf es mehr sein. Ein zu knappes Ende kann bei wechselndem Zug aus dem Knoten herauswandern.

Glattes, steifes Tauwerk, etwa moderne Leinen mit sehr glatter Oberfläche, hält einen Palstek schlechter als weiches Polyester. Sichern Sie das Ende dann mit einem zusätzlichen halben Schlag um den Schenkel der Schlaufe. Das kostet zwei Sekunden und nimmt dem Knoten die Neigung, sich im Leerlauf zu lockern.

Doppelter Palstek: zwei Knoten unter einem Namen

Wer nach dem doppelten Palstek fragt, meint meist einen von zwei Knoten. Der erste ist der Palstek mit doppeltem Auge: Sie legen im ersten Schritt nicht ein, sondern zwei Augen übereinander und führen das Ende durch beide. Das Ergebnis sieht fast gleich aus, greift aber fester und lockert sich weniger leicht. Er eignet sich für glatte Leinen und für Stellen, an denen der Knoten lange arbeitet.

Der zweite ist der Palstek auf der Bucht. Er wird nicht mit dem Ende, sondern mit einer doppelt gelegten Leine gebunden und ergibt zwei Schlaufen nebeneinander. Damit lässt sich mitten in einer Leine eine Schlaufe setzen, ohne an ein Ende zu kommen. Traditionell dient er auch als Notsitz, um jemanden anzuheben, wobei eine Schlaufe unter die Oberschenkel und die andere unter die Arme kommt.

Für den Alltag an Bord reicht der einfache Palstek. Die doppelte Variante lohnt sich dort, wo Sie dem einfachen nicht ganz trauen: bei rutschiger Leine, bei stundenlangem Schlagen im Wind oder wenn ein Mensch daran hängt.

Der Palstek am Steg: Poller, Ring und geteilte Poller

Am Poller ist der Palstek schnell: Schlaufe vorbereiten, an Land übergeben oder selbst überlegen, fertig. Liegt dort schon die Schlaufe eines anderen Bootes, legen Sie Ihre nicht einfach darüber. Führen Sie Ihre Schlaufe von unten durch die vorhandene und dann über den Poller. So kann jedes Boot seine Leine abnehmen, ohne die andere anzuheben.

Ein Palstek um einen Ring ist fest, aber er lässt sich vom Boot aus nicht lösen. Wenn Sie beim Ablegen allein an Bord bleiben wollen, ist eine Leine auf Slip besser: doppelt durch den Ring, beide Enden an Bord belegt, beim Ablegen ein Ende loswerfen und durchziehen.

Achten Sie darauf, wo die Schlaufe aufliegt. Ein Palstek, der genau auf einer Kante liegt, scheuert dort, wo die Leine durch den Knoten ohnehin am stärksten beansprucht ist.

Palstek mit einer Hand und um den eigenen Körper

Es gibt eine Art, den Palstek mit einer Hand zu binden, etwa um den eigenen Körper, wenn Ihnen jemand eine Leine zuwirft. Sie legen das Ende um die Hüfte oder unter den Armen hindurch, drehen mit einer Handbewegung das kleine Auge in den festen Teil und führen das Ende in einem Zug herum und zurück. Das klingt nach Kunststück, ist aber Übungssache.

Üben Sie es an Land, im Sitzen, mit geschlossenen Augen. Im Wasser, mit nassen Händen und Kälte, bindet niemand einen Knoten, den er vorher nur gelesen hat. Wichtig ist, dass die Schlaufe um den Körper fest bleibt und sich unter Zug nicht zuzieht, und genau das leistet der Palstek.

Häufige Fragen

Wie viel Festigkeit kostet ein Palstek?

Jeder Knoten schwächt die Leine, weil sie im Knoten eng gebogen wird. Als grobe Faustregel gilt beim Palstek, dass er die Bruchlast um etwa ein Drittel senkt. Der genaue Wert hängt vom Tauwerk ab. Wo es auf jedes Kilo ankommt, ist ein gespleißtes Auge besser.

Lässt sich ein Palstek unter Last lösen?

Nein. Solange Zug auf der Leine steht, bleibt er zu. Ist die Last weg, drücken Sie den Kragen um den festen Teil nach vorn, dann bricht der Knoten auf, auch wenn er vorher stark belastet war.

Warum lockert sich mein Palstek an der Vorsegelschot?

Weil er dort ständig zwischen Zug und Leerlauf wechselt und im Wind schlägt. Ein zusätzlicher halber Schlag oder der Palstek mit doppeltem Auge hilft. Prüfen Sie den Knoten nach einigen Wenden.

Was ist der Linkshänder-Palstek?

Eine Variante, bei der das lose Ende außerhalb der Schlaufe herauskommt. Sie hält bei sauberem Zug, ist bei seitlichem Zug auf die Schlaufe aber weniger zuverlässig. An Bord ist die Form mit dem Ende innen die übliche.

Palstek oder Achterschlaufe?

Die Achterschlaufe gilt als sehr sicher und wird beim Klettern verwendet. Nach starker Last ist sie aber schwer wieder aufzubekommen. An Bord, wo Leinen ständig neu belegt werden, ist der Palstek deshalb meist die bessere Wahl.

Wie lerne ich den Palstek am schnellsten?

Mit einem kurzen Stück Leine, das Sie immer bei sich haben. Binden Sie ihn jeden Tag ein paar Mal, dann auch mit geschlossenen Augen, dann um einen Stuhl oder Ihr Bein. Nach einigen Tagen sitzt er ohne Nachdenken.

Knoten und Tauwerk an Bord Alle fünf Themen Blauwasserversicherung

Was das mit der Versicherung zu tun hat

Ein Palstek in der Festmacherleine ist gut. Ein Palstek, der die Leine über eine scharfe Kante zieht, ist es nicht: an dieser Stelle scheuert sie durch, und ein durchgescheuerter Festmacher ist Verschleiß, kein Schaden. Wo eine Leine über eine Kante läuft, gehört ein Scheuerschutz darüber.

Ein Skipper schließt im Cockpit die Rettungsweste seiner Mitseglerin und prüft die Sicherungsleine

Vor dem Ablegen

Weste an, Leine fest, dann los.

Beitrag in einer Minute, Police am selben Tag, ein Mensch am Telefon.

Oder gleich anrufen: 03375 / 29 12 77

Norman Nammert Stefan Heinz Josy Olivia Jäkel

Kostenloser Rückruf

Lieber sprechen? Wir rufen zurück.

Nummer und Wunschzeit genügen, jemand aus unserem Team meldet sich.

Jede und jeder hier hat den Sportbootführerschein See und Binnen.

Wer neu anfängt, macht ihn im ersten Jahr, die Kosten übernehmen wir.

  • Kostenlos und unverbindlich
  • Beratung ohne Versicherungslatein
  • Angebot direkt im Gespräch möglich

Sofort erreichbar: 03375 / 29 12 77 · WhatsApp · info@nammert.com

Wunschzeit

Ihre Angaben nutzen wir nur für den Rückruf. Mehr dazu im Datenschutz.