Langfahrt ohne Reviergrenze im Vertrag: alle Details
Diese Seite enthält den vollständigen Text zur Blauwasser- und Langfahrtversicherung: Bedingungen im Wortlaut, Fallbeispiele, Abgrenzungen und alle häufigen Fragen. Wer nur den Beitrag sehen will, ist auf der Übersichtsseite schneller.
Kurz erklärt
Was ist eine Blauwasserversicherung?
Eine Blauwasser- oder Langfahrtversicherung ist eine Yachtversicherung, deren Fahrtgebiet nicht an einer Reviergrenze endet. Sie deckt Haftpflicht und Kasko auf Ozeanpassagen, in tropischen Wirbelsturmzonen und bei Aufenthalten außerhalb Europas, ohne zeitliche Beschränkung der Reise. Entscheidend sind drei Dinge: keine Hurrikanklausel, ausreichende Bergungskosten und ein Ansprechpartner, der auch bei zwölf Stunden Zeitverschiebung erreichbar ist.
Was ist eine Hurrikanklausel? Eine Bedingung, die in der Wirbelsturmsaison Sicherungsauflagen verlangt oder den Schutz ausschließt. Wird sie nicht erfüllt, kürzt der Versicherer. Bei uns gibt es sie nicht.
Ist Einhandsegeln versichert? Ja. Bei vielen Anbietern ist es ausgeschlossen oder nur mit Zuschlag möglich, bei uns mitversichert.
Wird meine Yacht angenommen? Auch über 25 Jahre alt und mit Marktwert unter 80.000 Euro. Stahl, Aluminium, GFK, Katamaran und Trimaran gleichermaßen.
Muss ich die Route melden? Die Route nicht, aber Ihre Position: alle 300 Seemeilen eine kurze Meldung. Damit gleichen wir Ihren Kurs mit den Wettermodellen ab und wissen im Ernstfall, wer am schnellsten helfen kann.
Auf einen Blick
- Fahrtgebiet
- weltweit, ohne Zeitlimit
- Hurrikan- und Zyklonklausel
- keine, keine Auflagen
- Haftpflichtdeckung
- bis 50 Mio. €
- Bergung und Wrackbeseitigung
- bis 2,5 Mio. € (Premium)
- Strafkaution im Ausland
- Darlehen bis 200.000 € (Haftpflicht Premium oder Rechtsschutz)
- Einhandsegeln
- mitversichert
- Grobe Fahrlässigkeit
- Verzicht bis 50 % (Premium)
- Entschädigung
- feste Taxe, Premium unbegrenzt
- Yachtalter und Wert
- über 25 Jahre versicherbar
- Treuevorteil Langfahrer
- Selbstbehalt −50 %, Rabattretter
- Nachweis fürs Ausland
- IVK in zehn Sprachen
- Trans-Ocean-Mitglieder
- 10 % Nachlass
- Stand der Angaben
- 01.02.2026
Maßgeblich sind die Bedingungen Ihres Vertrags. Die Punkte, an denen sich Policen unterscheiden, stehen unter Bootsversicherung im Vergleich, für die eigene Police hilft der Policencheck.
/ Kein Vertrag, eine Begleitung / Alle Details
Mitten auf dem Atlantik gibt es keinen ADAC
Ein Fahrtgebiet ohne Grenze ist die halbe Antwort. Die andere ist, dass jemand weiß, wo Sie sind, und was auf Ihrem Kurs liegt.
Das Lagebild, laufend
So läuft es auf der Strecke
Das ist der Unterschied, den keine Vergleichstabelle abbildet: Ein Beitrag lässt sich in einer Zeile gegenüberstellen, eine Begleitung nicht. Wer Ihre Position nicht kennt, kann im Ernstfall nur eine Rechnung bezahlen, nachdem alles vorbei ist.
Warum das nur gemeinsam funktioniert
Langfahrtsegler sind keine gewöhnlichen Kunden
Die Gemeinschaft
In keinem anderen Bereich der Seefahrt sind Menschen so aufeinander angewiesen. Wer über den Atlantik geht, weiß, dass der nächste Hafen tausend Meilen entfernt sein kann und die einzige realistische Hilfe von einem anderen Schiff kommt. Diese Gemeinschaft trägt sich selbst, und wir sind die Stelle, an der ihre Informationen zusammenlaufen.
Deshalb ist eine Langfahrtdeckung bei uns kein Tarif mit weiterem Fahrtgebiet. Sie ist der Zugang zu einem Lagebild, das aus den Meldungen aller entsteht: Wetter, Sicherheitslage, Häfen, Orca-Begegnungen. Wer diese Meldungen nicht sammelt, hat kein Lagebild weiterzugeben, und genau daran lässt sich der Unterschied nicht in einer Tabellenzeile darstellen.
Zusammenarbeit
Trans-Ocean e.V.: das Stützpunktnetz und wir, nicht aus Gefälligkeit
Trans-Ocean e.V. unterhält ein weltweites Stützpunktnetz, dazu Langfahrtberatung, Törnbörse und das TO-Magazin. Diese Segler sind organisiert, bevor wir dazukommen: Sie melden sich ohnehin, sie geben Erfahrungen weiter, sie kennen die Häfen, in denen etwas geht. Wer so vorbereitet unterwegs ist, verursacht seltener Schäden und meldet früher, genau die Fahrweise, für die unsere Bedingungen gemacht sind.
Und erst die Kombination trägt: Ihr Stützpunktnetz kennt die Menschen vor Ort, unser Partnernetz die Werften, Gutachter und Bergungsunternehmen. Getrennt ist beides gut, zusammen ist es der Unterschied zwischen einem Ratschlag und einem Kran am Kai.
Zur Trans-Ocean-Seite →Unterwegs
Was zählt, wenn der nächste Hafen 1.000 Seemeilen entfernt ist
Keine Reviergrenze, keine Frist
Das weltweite Fahrtgebiet gilt ohne zeitliche oder geografische Beschränkung. Ihr Liegeplatz muss nicht in Europa sein, und die Reise darf dauern, so lange sie dauert.
Keine Hurrikanklausel
Kein Ausschluss und keine Sicherungsauflagen in der Wirbelsturmsaison. Wer in der Karibik übersommert, verliert bei uns nicht die Deckung, weil die Yacht nicht an Land steht.
Werften, Gutachter, Ersatzteile
Im Schadenfall greift ein internationales Netz aus zertifizierten Werften, maritimen Organisationen und Gutachtern: Ersatzteilbeschaffung, Reparaturorganisation, Betreuung vor Ort.
Treue zahlt sich aus
Für Langzeitkunden reduzieren wir die Selbstbehalte um 50 Prozent, ab fünf schadenfreien Jahren greift der Rabattretter. Grobe Fahrlässigkeit bis 25 Prozent (Basis-Plus) und 50 Prozent (Premium) ohne Einwand.
Erreichbar aus jeder Zeitzone
Drei Büros, und ein Mensch am Telefon
Wer auf Langfahrt ist, braucht keinen Chatbot, sondern jemanden, der die Police kennt. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind selbst Wassersportler mit Patent, erreichbar per Telefon, WhatsApp und E-Mail.
Hauptsitz · Deutschland
Königs Wusterhausen bei Berlin
Karl-Marx-Straße 4
15711 Königs Wusterhausen
03375 / 29 12 77
Hier laufen Zeichnung und Schadenregulierung zusammen, als Assekuradeur entscheiden wir im Haus, ohne Umweg über einen Versicherer.
Österreich
Salzburg
Strubergasse 54
5020 Salzburg
+43 662 / 643 479
Für Crews, die von der Adria aus starten, Kroatien, Italien und Griechenland als erste Etappen.
Standort Österreich →España
Palma de Mallorca
Carrer de Màrius Verdaguer 1
07004 Palma de Mallorca
+34 682 / 83 83 02
Das Sprungbrett Richtung Gibraltar, Kanaren und Atlantik, und der Ort, an dem die meisten Langfahrten ausgerüstet werden.
Standort Spanien →
Gut zu wissen
Häufige Fragen zur Langfahrt
Gilt der Schutz wirklich weltweit und ohne Zeitlimit?
Ja. Das weltweite Fahrtgebiet ist ohne zeitliche oder geografische Beschränkung wählbar, der Liegeplatz muss nicht in Europa liegen. Damit fällt der übliche Grund weg, aus dem Langfahrten an der Police scheitern.
Was passiert in der Hurrikansaison?
Bei uns gibt es keine Hurrikan- oder Zyklonausschlussklausel und keine Sicherungsauflagen. Häufig wird verlangt, dass die Yacht in der Saison außerhalb bestimmter Breiten liegt oder an Land steht, wird das nicht erfüllt, wird gekürzt. Trotzdem gilt: Ein Sturmplan gehört zur Seemannschaft.
Ist Einhandsegeln mitversichert?
Ja, ohne Zuschlag. Bei vielen Anbietern ist Einhandsegeln ausgeschlossen oder nur nach Einzelfallprüfung möglich. Auch Crewwechsel unterwegs sind kein Problem, melden Sie sie einfach, damit der Unfallschutz stimmt.
Wie hoch müssen die Bergungskosten gedeckt sein?
Auf Langfahrt entscheidet diese Zeile am häufigsten über die Existenz des Vorhabens: Eine Bergung im Ausland samt Wrackbeseitigung kann den Yachtwert übersteigen. In unseren Tarifen sind es 1 Mio. Euro (Basis-Plus) und 2,5 Mio. Euro (Premium), zusätzlich zur Entschädigung, nicht angerechnet.
Was ist mit Strafkaution und Behörden im Ausland?
Der Wassersport-Rechtsschutz gilt weltweit und stellt eine Strafkaution als Darlehen bis 200.000 Euro. Dazu kommt telefonische Rechtsberatung, in Ländern mit Kautionspraxis oft der Unterschied zwischen Weiterfahrt und Wochen im Hafen.
Werden ältere Yachten und Eigenbauten angenommen?
Ja. Über 25 Jahre Alter und ein Marktwert unter 80.000 Euro sind bei uns keine Ablehnungsgründe. Stahl, Aluminium, GFK, Katamarane, Trimarane und Eigenbauten mit Gutachten zeichnen wir ebenfalls, bei älteren Schiffen verlangen wir in der Regel ein Wertgutachten.
Was gilt bei Werftaufenthalt und Überführung?
Transporte zur Reparaturwerft und zurück sind in der Kasko gedeckt, ebenso Transportschäden an Land. Überführungen mit fremdem Skipper und längere Werftliegezeiten stimmen wir vorher ab, ein Anruf genügt, damit es hinterher keine Diskussion gibt.
Was sollte ich vor dem Ablegen erledigen?
Wertnachweis aktualisieren, Wartungen dokumentieren (Wartungsnachweis), Sicherheitsausrüstung prüfen (Ablegecheck) und einen Törnplan beim Landkontakt hinterlegen. Und einmal anrufen: Fahrtgebiet, Kaution und Crew sind in fünf Minuten geklärt.
Erzählen Sie uns von Ihrem Törn.
Route, Yacht, Crew und Zeitplan, danach sagen wir Ihnen, welche Deckung passt. Als Assekuradeur zeichnen wir selbst, auch Sonderfälle. Telefon 03375 / 29 12 77.