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Ankern: Kette, Grund und Kontrolle
Ein Anker hält nicht durch sein Gewicht, sondern durch die Richtung, in der er gezogen wird. Alles beim Ankern läuft darauf hinaus, diesen Zug flach zu halten und flach zu lassen.

Kettenlänge
Als Faustregel das Vier- bis Siebenfache der Wassertiefe, gemessen ab dem Ankerbeschlag, nicht ab der Wasserlinie. Bei Tide rechnen Sie mit dem höchsten Wasserstand der Nacht, sonst steht die Kette um drei Uhr steil.
Der Grund
Sand und fester Schlick halten gut, Seegras und Steine halten schlecht bis gar nicht. In der Karte steht es, im Wasser sieht man es: über Seegras liegt der Anker obenauf, statt sich einzugraben.
Eingraben
Kette stecken, dann rückwärts mit gleichmäßigem Schub Last aufbauen und die Kette dabei anfassen. Ruckt und knirscht sie, wandert der Anker noch. Wird es ruhig und die Kette straff, sitzt er.
Kontrolle
Zwei feste Landmarken peilen und die Werte notieren. Nachts alle halbe Stunde nachpeilen. Der Anker meldet sich nicht, wenn er slippt, aber die Peilung tut es, lange bevor Sie es spüren.
Was das mit der Versicherung zu tun hat
Beim unbewachten Ankern gehen die Anbieter deutlich auseinander: manche verlangen eine ständig besetzte Yacht, andere decken es mit. Wer über Nacht oder über Tage vor Anker liegt, sollte diese Zeile im eigenen Bedingungswerk gelesen haben, bevor er sie braucht.