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Schlepphilfe und Bergung
Irgendwann steht der Motor, oder ein anderes Boot braucht Hilfe. Schleppen sieht einfach aus und ist es nicht: es ist das Manöver mit den höchsten Lasten an Bord, und es hat eine rechtliche Seite, die man kennen sollte, bevor man die Leine annimmt.

Die Leine
Lang und dehnfähig, also Polyamid, nicht das kürzeste Ende an Deck. Die Länge nimmt den Ruck aus dem Schlepp, und im Seegang sollten beide Boote möglichst gleichzeitig auf demselben Wellenteil liegen.
Der Belegpunkt
Nicht die nächstbeste Klampe. Die Last gehört auf einen Punkt, der ins Schiff eingeleitet ist, notfalls über eine Bucht um den Mastfuß oder den Poller. Eine Klampe, die eine Festmacherlast trägt, trägt noch lange keine Schlepplast.
Während des Schleppens
Langsam anfahren, bis die Leine straff steht, dann gleichmäßig ziehen. Niemand steht in der Verlängerung der Leine: reißt sie, schlägt sie zurück. Beide Boote brauchen eine Möglichkeit, den Schlepp im Notfall sofort zu lösen, am besten ein Messer griffbereit.
Schlepphilfe oder Bergung
Nachbarschaftshilfe bei ruhiger See ist Schlepphilfe. Liegt aber echte Gefahr vor, wird daraus rechtlich eine Bergung, und der Helfer kann Bergelohn verlangen, der sich am Wert des geretteten Bootes bemisst. Klären Sie deshalb vorher, worüber Sie sprechen, am besten über Funk und mitgehört.
Was das mit der Versicherung zu tun hat
Bergungskosten sind bei uns bis 2,5 Mio. € gedeckt, Wrackbeseitigung eingeschlossen. Diese Zahl ist der Grund, warum das Wort im vorigen Absatz zählt: Bergelohn kann ein Vielfaches der Reparatur ausmachen. Nehmen Sie Hilfe an, aber melden Sie den Vorgang, und unterschreiben Sie nichts an Bord, ohne mit uns gesprochen zu haben.