Startseite / Seemannschaft / Segelmanöver und Bordarbeit / Leck und Wassereinbruch
Leck und Wassereinbruch
Die meisten Boote sinken nicht auf See, sondern am Liegeplatz, und nicht durch ein Loch im Rumpf, sondern durch ein Bauteil, das jemand eingebaut und dann vergessen hat.

Woher es kommt
Zuerst an den Durchbrüchen suchen: Seeventile, Schläuche und ihre Schellen, Log und Echolot, Stopfbuchse, Ruderkoker, Cockpitabläufe. Dann erst an Rumpf und Anschlüssen. Ein Schlauch, der nicht doppelt geschellt ist, ist ein Leck, das auf seinen Tag wartet.
Süß oder salzig
Ein Griff in die Bilge und probieren sagt Ihnen in einer Sekunde, ob Sie ein Leck nach außen suchen oder einen geplatzten Frischwassertank. Das spart die halbe Suche.
Was hilft
Ein Holzpfropfen an jedem Seeventil, angebunden, damit er dort bleibt. Für größere Löcher ein Lecksegel oder Kissen und Keile von innen. Und immer zuerst das zugehörige Ventil schließen, bevor irgendetwas anderes versucht wird.
Die Pumpe
Eine Lenzpumpe hält kein Leck auf, sie kauft Zeit. Deshalb: Pumpe an, aber sofort parallel die Quelle suchen und einen Notruf vorbereiten. Ein Alarm am Bilgenschalter, der auch meldet, wenn niemand an Bord ist, ist eine der billigsten sinnvollen Anschaffungen überhaupt.
Was das mit der Versicherung zu tun hat
Leck und Sinken sind gedeckte Gefahren, aber die Ursache entscheidet mit: ein gealterter, spröder Schlauch ist Verschleiß, ein plötzlich gebrochenes Ventil ist ein Schaden. Was für Ihren Vertrag gilt, steht in Ihrem Bedingungswerk. Praktisch heißt das: Schläuche und Schellen sind Wartung, und wer sie datiert, kann später zeigen, dass er sie gemacht hat.