Österreich · Motorboot
Motorboot in Österreich, erst die Konzession, dann das Boot
Die wichtigste Frage stellt sich vor dem Kauf, nicht danach: Dürfen Sie auf Ihrem See überhaupt mit Verbrenner fahren? Auf vielen österreichischen Seen ist die Zahl gedeckelt, das Kontingent vergeben und nicht frei übertragbar. Wer das Boot zuerst kauft, hat manchmal ein Boot ohne Wasser.
Vier Fragen vor dem Kauf
In dieser Reihenfolge, die letzte ist die einfachste.
Auf der Donau fahren Sie nicht allein
Wo kein Konzessionsproblem besteht, gibt es ein anderes: Frachter, Kabinenschiffe, Schleusen und Strömung. Drei Schadenbilder, die es an keinem See gibt.
Sog und Wellenschlag
Ein Frachter zieht Wasser weg und schickt es zurück. Am Steg reißen Festmacher, in Fahrt kommt die Welle von der Seite, die häufigste Schadenursache auf dem Strom.
Schleusen im Päckchen
Enge, Beton und andere Boote nebenan. Fender- und Rumpfschäden sind der Normalfall; über die Vollkasko sind sie gedeckt.
Treibgut und Untiefen
Nach Hochwasser treibt Holz im Strom, die Fahrrinne verlagert sich. Grundberührung und Propellerschaden sind Vollkasko-Leistungen.
Für österreichische Motorbooteigner
Was im Vertrag stehen sollte
Fahrtgebiet Binnen inklusive Donau und Bundeswasserstraßen.
Kollision mit der Berufsschifffahrt und Schäden in Schleusen.
Trailer beitragsfrei mitversichert, auch abgekoppelt und beim Slippen.
Winterlager und Landaufenthalt, einschließlich Kranen und Aufbocken.
Außenborder-Diebstahl in der Vollkasko, ohne Sicherungsauflage.
Haftpflicht bis 50 Mio. €, auch für Umweltschäden auf geschützten Gewässern.
Maßgeblich sind die Bedingungen Ihres Vertrags. Eine Versicherung ersetzt keine Konzession und keine Zulassung, beides bleibt Sache der Behörde.
Der Motor ist die Position mit den meisten Missverständnissen
Beim Motorboot ist der Antrieb das teuerste Einzelteil und gleichzeitig das, worüber im Schadenfall am häufigsten gestritten wird.
Die Trennlinie ist einfach zu merken und schwer zu akzeptieren: Ein Motor, der von außen beschädigt wird, ist ein Schadenfall. Ein Motor, der von innen aufgibt, ist es meistens nicht. Grundberührung, Kollision, Brand, Diebstahl und Wassereinbruch sind versichert. Verschleiß, Ölmangel, ein durchgelaufenes Impellerlager und die vergessene Winterkonservierung sind es nicht.
Genau dazwischen liegt der Frostschaden, und der ist in Österreich der Klassiker. Wer den Motor im Herbst nicht entwässert und nicht konserviert, hat im Frühjahr einen gerissenen Block und eine Rechnung, die niemand teilt. Die Wartungsnachweise sind hier mehr wert als jede Diskussion: Wer belegen kann, dass fachgerecht eingewintert wurde, steht bei einem Frostschaden völlig anders da.
Für Maschinenschäden ohne äußere Einwirkung gibt es eine eigene Maschinendeckung als Baustein. Ob sie sich lohnt, hängt am Alter des Antriebs, und das rechnen wir Ihnen vorher aus.
Häufige Fragen
Brauche ich für meinen See eine Konzession?
Auf Attersee, Traunsee, Wörthersee und weiteren ist die Zahl der Motorboote begrenzt und das Kontingent meist vergeben. Die Konzession geht auch nicht automatisch mit dem Boot auf den Käufer über. Klären Sie das schriftlich vor dem Kaufvertrag.
Ist ein Motorschaden mitversichert?
Ein Motor, der von außen beschädigt wird, ist ein Schadenfall: Grundberührung, Kollision, Brand, Diebstahl, Wassereinbruch. Ein Motor, der von innen aufgibt, ist es meistens nicht. Für Maschinenschäden ohne äußere Einwirkung gibt es eine eigene Maschinendeckung als Baustein.
Wer zahlt einen Frostschaden am Motor?
Das entscheidet die Wartung. Wer belegen kann, dass fachgerecht entwässert und konserviert wurde, steht völlig anders da als jemand ohne Nachweis. Heben Sie die Rechnungen der Einwinterung auf, sie sind im Frühjahr mehr wert als jede Diskussion.
Standort Salzburg
Fragen Sie vor dem Kauf.
See, Motorleistung, geplante Nutzung, mehr brauchen wir nicht, um zu sagen, was geht und was nicht.
Bevor Sie unterschreiben
Die drei Fragen, die Sie wirklich haben
Nicht „was kostet es", das rechnen Sie in einer Minute selbst. Sondern die drei, die man einem Versicherer selten laut stellt. Hier sind sie, mit den Antworten, die wir belegen können.
„Zahlt der im Schadenfall auch?"
Als Assekuradeur zeichnen und regulieren wir selbst, eigene Schadenabteilung, feste Sachverständige, über 2.000 Partnerwerften. Deckung geprüft in 24 Stunden, Freigabe oder Gutachtertermin in 48. Für Schäden auf den Seen und in der Adria heißt das: kurze Wege, ohne Umweg über einen zweiten Versicherer.
Der Ablauf, Stunde für Stunde →„Wer ist dann am Telefon?"
Ein Familienbetrieb seit 1989, zweite Generation, mit einem eigenen Büro in Salzburg, Strubergasse 54, nicht mit einer Vertretung. Kein Callcenter, kein Franchise. Ab der ersten Stunde haben Sie einen Ansprechpartner mit Namen.
Salzburg: +43 662 / 643 479 →„Und wenn ich falsch entscheide?"
Finden Sie denselben Schutz woanders günstiger, gleichen wir die Differenz aus. Der Gleichwertigkeitsprüfer sagt Ihnen dabei auch, wenn das andere Angebot besser ist. Und wir haben eine Seite darüber geschrieben, wann Sie besser nicht zu uns kommen, die lesen Sie am besten zuerst.
Nirgendwo-Günstiger-Garantie → Wann wir nicht passen →