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Dänemark räumt die toten Boote weg
Dänische Häfen dürfen verwahrloste Sportboote seit dieser Saison schneller entsorgen. Vierzehn Tage hat der Eigner Zeit, sonst darf abgewrackt werden.
Recht NAMMERT Assekuradeur GmbH
In fast jedem Hafen liegt eins: ein Boot, das seit Jahren niemand bewegt, mit grüner Persenning und platten Fendern. In Dänemark heißen sie døde både, tote Boote, und sie blockieren Liegeplätze, für die es Wartelisten gibt.
Die dänische Verkehrsbehörde hat den Hafenverwaltungen dafür neue Befugnisse gegeben. Stellt ein Hafen fest, dass ein Boot nicht mehr seetüchtig ist, muss der Eigner binnen vierzehn Tagen mit einem konkreten Handlungsplan reagieren. Tut er das nicht, darf das Boot behördlich abgewrackt werden. In Helsingør, von wo der Anstoß für die Regelung kam, geht es zunächst um rund zehn Plätze.
Die Regelung betrifft Boote in dänischen Häfen, unabhängig davon, wo der Eigner wohnt. Wer sein Boot in Dänemark stehen hat und es länger nicht besucht, sollte wissen, dass ein Brief des Hafens jetzt eine Frist auslöst.
Was das für Eigner heißt
Zwei Dinge sind versicherungsseitig interessant. Erstens: Ein Boot, das nicht mehr seetüchtig ist, ist auch kein versicherbares Risiko mehr, sondern ein Wrack. Zweitens: Wenn ein Boot sinkt oder auseinanderfällt, zahlt nicht der Hafen die Beseitigung, sondern der Eigner. Die Wrackbeseitigung gehört deshalb in jede Haftpflicht, die diesen Namen verdient.
Dieser Abschnitt ist unsere Sicht als Assekuradeur, nicht Teil der Meldung. Was Ihr eigener Vertrag leistet, steht in Ihren Bedingungen; im Zweifel rufen Sie an.
Woher wir das haben
- Maritime Wirtschaft 3/2026, Verband Maritime Wirtschaft Deutschland
- YACHT: In Dänemark wird aufgeräumt
- Bådmagasinet, Helsingør Nordhavn
Der Text oben ist unser eigener. Aus den genannten Quellen stammen die Sachverhalte und Zahlen, keine Formulierungen.