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Die Branche hält Kurs, mehr aber auch nicht
Das Konjunktur-Barometer für das erste Halbjahr 2026 zeigt eine Branche ohne Krise und ohne Rückenwind. Auffällig ist, wie weit der Markt auseinanderläuft.
Markt NAMMERT Assekuradeur GmbH
Der Branchenverband fragt seine Mitgliedsbetriebe regelmäßig, wie die Geschäfte laufen. Die Erhebung vom Mai 2026 liest sich nüchtern: Mehr als 60 Prozent der Betriebe bewerten ihre Lage schlechter als im Vorjahr, knapp 10 Prozent besser. Das ist keine Krise, dafür fehlen die Ausschläge. Es ist ein Einpendeln auf niedrigerem Niveau.
Interessanter als der Durchschnitt ist, wie weit der Markt auseinanderfällt. Kleine Motorboote stehen am stärksten unter Druck, dort meldet fast die Hälfte der Betriebe rückläufige Umsätze. Boote über zwölf Meter halten sich deutlich besser, weil ihre Käufer weniger auf Zinsen und Finanzierung schauen müssen. Bei mittelgroßen Segelbooten ist die gute Entwicklung des Vorjahres abgerissen.
Stabil bleibt der Gebrauchtbootmarkt, und stabil bleibt vor allem alles, was Dienstleistung ist: Service und Wartung, Vermietung, Wassersportschulen, Sportboothäfen und Sachverständige. Diese Bereiche hängen nicht an der Frage, ob sich jemand gerade ein neues Boot leistet, sondern daran, dass die vorhandenen Boote weiter gepflegt und gefahren werden.
Was das für Eigner heißt
Uns fällt an diesen Zahlen ein Detail auf, das im Alltag teuer wird. Wenn Neuboote schwerer verkäuflich sind und gebrauchte gefragt bleiben, verschiebt sich das Preisgefüge auf dem Gebrauchtmarkt, und zwar nach oben. Wer seine Versicherungssumme seit dem Kauf nicht angefasst hat, versichert sein Boot dann unter Wert. Ein Blick in die Police kostet zehn Minuten.
Dieser Abschnitt ist unsere Sicht als Assekuradeur, nicht Teil der Meldung. Was Ihr eigener Vertrag leistet, steht in Ihren Bedingungen; im Zweifel rufen Sie an.
Woher wir das haben
Der Text oben ist unser eigener. Aus den genannten Quellen stammen die Sachverhalte und Zahlen, keine Formulierungen.