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Mehr Boote verkauft, und es dauert trotzdem länger
Die Zahlen des zweiten Quartals 2026 zeigen einen Markt, der sich bewegt. Nur eben langsam: In Europa liegt ein Boot im Schnitt 263 Tage im Angebot, bevor es verkauft ist.
Markt NAMMERT Assekuradeur GmbH
Die Marktauswertung von Boats Group, veröffentlicht als Ergänzung zur Branchenstatistik des Weltverbandes ICOMIA, zählt die tatsächlich abgeschlossenen Verkäufe über die großen Bootsbörsen. Weltweit wechselten im zweiten Quartal 2026 rund 15.300 Boote den Besitzer, gut 5 Prozent mehr als im Vorjahresquartal, für zusammen etwa 3,0 Milliarden Dollar.
Der Durchschnittspreis ging dabei zurück, von rund 200.000 auf etwa 193.000 Dollar. Am deutlichsten fiel er bei neuen Booten, dort um knapp 7 Prozent. Gebrauchte hielten ihren Preis fast, und sie machen die große Mehrheit aus: Auf ein verkauftes Neuboot kommen etwa sechs gebrauchte.
Für Europa und die Welt außerhalb Nordamerikas weist die Auswertung 2.516 verkaufte Boote aus, knapp 7 Prozent mehr als im Vorjahr, bei einem Durchschnittspreis von rund 352.000 Dollar. Die auffälligste Zahl steht daneben: Die Zeit vom Inserat bis zum Verkauf stieg auf 263 Tage, 19 Tage länger als im Vorjahr. Die Auswertung weist selbst darauf hin, dass die Fallzahlen außerhalb Nordamerikas kleiner und die Prozentwerte damit schwankungsanfälliger sind.
Was das für Eigner heißt
Aus diesen 263 Tagen folgt etwas sehr Praktisches. Ein Boot, das zum Verkauf steht, liegt im Schnitt fast neun Monate herum, wird selten bewegt und oft weniger kontrolliert als ein Boot in Benutzung. Genau in dieser Zeit entstehen die stillen Schäden: durchgescheuerte Leinen, eine verstopfte Lenzpumpe, ein Frostschaden im ungeheizten Winterlager. Die Police läuft deshalb bis zum Eigentumsübergang weiter, nicht bis zum Inserat.
Dieser Abschnitt ist unsere Sicht als Assekuradeur, nicht Teil der Meldung. Was Ihr eigener Vertrag leistet, steht in Ihren Bedingungen; im Zweifel rufen Sie an.
Woher wir das haben
Der Text oben ist unser eigener. Aus den genannten Quellen stammen die Sachverhalte und Zahlen, keine Formulierungen.