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Wenn der Akku brennt, brennt es schnell

Zwei Brände an bayerischen Seen zeigen, was einen Akkubrand an Bord von einem anderen Feuer unterscheidet. Es ist nicht die Häufigkeit, es ist die Geschwindigkeit.

Technik NAMMERT Assekuradeur GmbH

Ein Batteriefach unter der Bodenluke eines Bootes mit Akkublock und Kabeln

Anfang September 2026 stieg auf dem Wörthsee Rauch aus einem elektrisch angetriebenen Mietboot. Vier Frauen sprangen ins Wasser, verletzt wurde niemand, das Boot war danach zerstört. Drei Feuerwehren waren im Einsatz. Schon 2023 hatte am Ammersee ein Elektroboot beim Laden am Steg Feuer gefangen, auch dort blieb ein Totalschaden.

Der Unterschied zu einem Motorbrand liegt in der Physik. Gerät eine Lithium-Zelle in den Zustand, den Fachleute thermisches Durchgehen nennen, dann liefert sie den Sauerstoff für ihre eigene Reaktion selbst mit. Ersticken hilft dann nicht, und Kühlen braucht sehr viel Wasser über sehr lange Zeit. Auf dem Wasser ist beides schwierig, und der Kunststoffrumpf darunter brennt gut.

Moderne Systeme senken das Risiko deutlich. Ein Batteriemanagement, das den Ladevorgang bei Überhitzung abbricht, fest verbaute und wasserdichte Zellen und ein aufeinander abgestimmtes System aus einer Hand sind der Normalfall bei Booten, die ab Werft elektrisch fahren. Die Fälle, die uns Sorgen machen, sind andere: nachgerüstete Akkus aus dem Zubehörhandel, Ladegeräte, die nicht zum Akku gehören, und das Laden über Nacht an einem unbeaufsichtigten Steg.

Was das für Eigner heißt

Brandschäden sind in Teil- und Vollkasko enthalten. Heikel wird es nicht bei der Brandursache, sondern bei der Frage, wer die Anlage eingebaut hat und ob dabei die Regeln der Technik eingehalten wurden. Wer nachrüstet, sollte die Rechnung des Fachbetriebs aufheben. Sie ist im Schadenfall mehr wert als jede Erklärung.

Dieser Abschnitt ist unsere Sicht als Assekuradeur, nicht Teil der Meldung. Was Ihr eigener Vertrag leistet, steht in Ihren Bedingungen; im Zweifel rufen Sie an.

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Der Text oben ist unser eigener. Aus den genannten Quellen stammen die Sachverhalte und Zahlen, keine Formulierungen.

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