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Ein UKW-Seefunkgerät an einem Navigationsplatz unter Deck mit beleuchtetem Display

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Der Seefunk wird digital, Kanal 16 bleibt

Der Unterausschuss der IMO für Navigation und Funk hat im Juni 2026 den Fahrplan für den Übergang zum digitalen UKW-Seefunk festgelegt. Für Sportbootfahrer steht darin vor allem eine Beruhigung: Kanal 16 bleibt.

Technik NAMMERT Assekuradeur GmbH

Der maritime UKW-Funk arbeitet seit Jahrzehnten analog. Dass er irgendwann digital wird, ist absehbar, und genau das ist für jeden, der ein Funkgerät an Bord hat, eine unangenehme Aussicht: Wird das Gerät dann Schrott?

Der zuständige IMO-Unterausschuss hat sich Ende Juni 2026 auf drei Grundsätze für den Übergang geeinigt. Erstens bleiben die bestehenden analogen Kanäle erhalten, darunter Kanal 16 als Not- und Anrufkanal, dazu die Zuweisungen für den digitalen Selektivruf auf Kanal 70 und die beiden AIS-Kanäle. Zweitens sollen zusätzliche digitale Kanäle innerhalb des bereits für den Seefunk reservierten Frequenzbandes gefunden werden, statt neues Spektrum zu beanspruchen. Drittens soll die finanzielle Belastung für Schiffe und Behörden so klein wie möglich bleiben.

Ein zweiter Beschluss betrifft die Seenotbake. Der Leistungsstandard für automatisch aufschwimmende EPIRB soll um eine Zwei-Wege-Verbindung über den Galileo-Rückkanal erweitert werden. Wer einen Notruf absetzt, bekäme damit eine Bestätigung, dass er angekommen ist, und könnte vorbereitete Kurznachrichten mit der Rettungsleitstelle austauschen. Die Funktion ist ausdrücklich freiwillig, vorhandene Baken bleiben gültig.

Drittes Thema war die Störung von Satellitennavigation. Weil Jamming und Spoofing zunehmen und viele Boote Kartenplotter, AIS und Radar aus einer einzigen Quelle speisen, arbeitet die IMO an einem landgestützten Ersatzsystem. Eine Pflicht dazu gibt es nicht und soll es vorerst auch nicht geben.

Kanal 16 bleibt, digitale Kanäle kommen dazu, die Seenotbake bekommt einen Rückkanal.

Was das für Eigner heißt

Nichts davon zwingt Sie, etwas zu kaufen. Das ist die eigentliche Nachricht. Wer trotzdem etwas tun will, prüft die Batterie und das Registrierungsdatum seiner Seenotbake: Eine Bake, die auf den Vorbesitzer registriert ist, löst im Ernstfall eine Suche nach der falschen Person aus. Das ist kein Deckungsproblem, aber es kostet Zeit, die niemand hat.

Unsere Sicht als Assekuradeur, nicht Teil der Meldung. Was Ihr Vertrag leistet, steht im Wortlaut.

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