Startseite / Branche / Technik
Fidschi rechnet mit einer starken Zyklonsaison im Südpazifik
Der Wetterdienst Fidschis sagt für die Zyklonsaison 2026/27 im Südpazifik 11 bis 15 tropische Wirbelstürme voraus, im langjährigen Mittel sind es etwa sieben. Treiber ist ein starker El Niño.
Technik NAMMERT Assekuradeur GmbH
Der Fiji Meteorological Service betreibt das regionale Zyklonzentrum RSMC Nadi und gibt für dessen Zuständigkeitsgebiet im Südpazifik die amtliche Vorhersage heraus. Für die Saison von November 2026 bis April 2027 rechnet er dort mit 11 bis 15 tropischen Wirbelstürmen, das langjährige Mittel liegt bei etwa sieben. 6 bis 8 davon könnten die Stufe 3 oder höher erreichen, im Mittel sind es etwa drei. Das Reiseportal noonsite griff die Vorhersage am 18. Oktober 2026 auf und nennt als Beginn der Saison den 1. November.
Neu ist vor allem, wo das Risiko liegt. Östlich der Datumsgrenze erwartet der Wetterdienst 8 bis 10 Wirbelstürme, davon 4 bis 5 schwere, und damit mehr als üblich. Westlich davon sind es 5 bis 6, davon 2 bis 3 schwere, was etwa dem Durchschnitt entspricht. Durch die Gewässer Fidschis dürften 2 bis 3 Wirbelstürme ziehen, 1 bis 2 davon schwer. Als Grund nennt die Behörde einen starken El Niño, der sich weiter verstärken und bis Anfang 2027 anhalten dürfte. Zum Vergleich zieht sie die Saisons 1982-83, 1997-98 und 2015-16 heran.
Am meisten los ist erfahrungsgemäß im Januar und Februar, für Fidschi von Januar bis März. Der Wetterdienst schließt aber ausdrücklich nicht aus, dass sich Wirbelstürme außerhalb der Saison bilden, wie schon früher im Oktober und im Mai. Wer seine Yacht im Südpazifik überwintert oder eine Passage nach Neuseeland plant, sollte sich darauf nicht verlassen, dass bis November Ruhe herrscht, und die laufenden Warnungen der Wetterdienste verfolgen.
Was das für Eigner heißt
Sturm ab Windstärke 8 ist in allen drei Kaskotarifen als Naturgewalt versichert (A-3.1.2), auch an der Mooring in einer Lagune. Voraussetzung im Südpazifik ist das Fahrtgebiet weltweit im Versicherungsschein; wer es gewählt hat, führt ab einer Standortveränderung von mehr als 300 Seemeilen das digitale NAMMERT-Logbuch (A-2.2.1), sonst darf die Entschädigung bei einem Schaden außerhalb des gemeldeten Standorts um bis zu 50 Prozent gekürzt werden. Vor der Saison lohnt also ein Blick in den Vertrag: stimmen Fahrtgebiet und gemeldeter Liegeplatz? Betroffen sind vor allem Segelyachten und Katamarane auf Langfahrt, die in Polynesien, Tonga oder Fidschi liegen oder nach Neuseeland verlegen. Die Seite zum Fahrtgebiet erklärt die fünf wählbaren Gebiete ausführlich.
Unsere Sicht als Assekuradeur, nicht Teil der Meldung. Was Ihr Vertrag leistet, steht im Wortlaut.
Woher wir das haben
Der Text ist unser eigener; aus den Quellen stammen Sachverhalte und Zahlen, keine Formulierungen.