Der Vermittler
Makler oder Vertreter. Er berät und vermittelt den Vertrag. Das Risiko trägt er nicht.
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Auf Ihrer Police steht ein Name. Oft ist das ein Makler, ein Assekuradeur oder eine Marke. Das Risiko trägt aber ein Versicherer dahinter, und dessen Namen lesen die wenigsten.
Solange nichts passiert, ist das egal. Wenn dieser Versicherer ausfällt, hilft der beste Tarif nicht mehr. Die Insolvenz der ELEMENT Insurance AG hat das gezeigt: Rund 320.000 Verträge endeten, über 25.000 angemeldete Schadenfälle warten bis heute auf Geld. Was ELEMENT mit NAMMERT zu tun hat und was nicht
Makler oder Vertreter. Er berät und vermittelt den Vertrag. Das Risiko trägt er nicht.
Er zeichnet Verträge und reguliert Schäden im Auftrag eines Versicherers. Auch er trägt das Risiko nicht in der eigenen Bilanz.
Er zahlt im Schadenfall, aus seinem Kapital und seiner Rückversicherung. Er ist der Risikoträger, und auf ihn kommt es an, wenn es ernst wird.
Der Name steht im Versicherungsschein und in der Erstinformation. Steht dort nur eine Marke oder ein Vermittler, fragen Sie nach.
Schauen Sie auf die Eigenmittel in Euro, nicht nur auf Prozentzahlen. Ein Großereignis wird in Euro bezahlt.
Ein Versicherer mit vielen Sparten gleicht ein schlechtes Jahr in einer Sparte über die anderen aus. Wer nur eine Sparte zeichnet, kann das nicht.
Rückversicherer fangen große Schäden auf. Kündigen sie, wird es eng: Bei ELEMENT war die gekündigte Rückversicherung der Auslöser der Insolvenz.
Sie zeigt, wie viel Kapital im Verhältnis zur Vorgabe der Aufsicht da ist. Sie sagt nichts über die absolute Größe des Puffers.
Für Sachversicherer gibt es in Deutschland keinen Sicherungsfonds, er ist erst geplant. Die meisten Verträge enden einen Monat nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens, offene Schäden werden zu Forderungen.
Die Solvabilitätsquote misst den Puffer im Verhältnis zum eigenen Geschäft. Zwei Versicherer können beide bei rund 200 Prozent liegen, der eine mit 20 Millionen Euro Eigenmitteln, der andere mit 2 Milliarden.
Im Alltag ist beides solide. Trifft aber ein schwerer Sturm in wenigen Häfen viele Boote auf einmal, ist das für den kleinen Versicherer ein Ereignis, das den Puffer eines ganzen Jahres beansprucht. Für den großen ist es ein kleiner Teil eines breit verteilten Geschäfts.
Viele Yachtpolicen trägt nicht ein Versicherer allein, sondern ein Konsortium. Im Versicherungsschein steht dann zum Beispiel ein führender Versicherer mit 35 Prozent, drei weitere teilen sich den Rest. In der Regel haftet jeder nur für seinen eigenen Anteil, nicht für den der anderen.
Fällt einer aus, endet sein Anteil einen Monat nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Die anderen zahlen weiter, aber nur ihren Teil. Bei einem Schaden von 100.000 Euro und einem Anteil von 35 Prozent werden 35.000 Euro zur Forderung im Verfahren. Ist es der führende Versicherer, fehlt dem Konsortium außerdem der, der den Vertrag verwaltet und die Schäden steuert.
Deshalb lohnt der Blick auf den führenden Versicherer: Wie groß ist er, und wie viel seines Anteils gibt er an Rückversicherer ab? Ein kleiner Versicherer, der Jahr für Jahr mehr Risiko selbst behält, kann im Alltag gut dastehen. Trifft ein großer Sturm viele Boote auf einmal, trägt er davon aber mehr aus einem kleineren Puffer. Wie viel er abgibt, steht in seinem Bericht über Solvabilität und Finanzlage. Wer seine Rückversicherer sind, steht dort in der Regel nicht.
Welche Versicherer mit welchem Anteil an Ihrem Vertrag beteiligt sind, gehört in den Versicherungsschein. Fehlt die Angabe, fragen Sie nach. Ein seriöser Anbieter sagt Ihnen, wer Ihr Risiko trägt.
Dort steht, wer Ihr Risiko trägt.
Fast jeder Versicherer in der EU muss ihn jährlich veröffentlichen, meist auf seiner Website unter Investoren oder Unternehmen. Darin stehen Beiträge, Eigenmittel, Quote und Rückversicherung.
Zeigt, ob ein Versicherer in Deutschland zugelassen ist und für welche Sparten.
Risikoträger unserer Bootsversicherung ist die Württembergische Versicherung AG, Teil der W&W-Gruppe. Wir zeichnen und regulieren selbst, das Risiko trägt die Württembergische. „Ein Fels in der Brandung“, sagt deren Werbung. Die Zahlen dazu stehen in ihrem eigenen Bericht:
| Gebuchte Bruttobeiträge 2025 | 2,92 Mrd. € |
|---|---|
| Anrechnungsfähige Eigenmittel | 2,37 Mrd. € |
| Solvabilitätsquote | 213 % (Vorjahr 183 %) |
| Geschäft | Viele Sparten, von Kfz über Wohngebäude bis Haftpflicht. Boote sind ein kleiner Teil davon. |
Stand: Bericht über Solvabilität und Finanzlage zum 31.12.2025. Bericht der Württembergischen lesen
Eine Garantie ist das nicht, und das sagen wir auch so. Auch ein großer Versicherer kann entscheiden, ein Geschäft einzuschränken. Aber ein Sturm, der viele Boote trifft, verteilt sich bei ihm auf ein Beitragsvolumen von rund 2,9 Milliarden Euro.
Schicken Sie uns Ihre Police, auch wenn sie nicht von uns ist. Wir sagen Ihnen, wer dahintersteht.
Kostenloser Rückruf
Nummer und Wunschzeit genügen, jemand aus unserem Team meldet sich. Jede und jeder hier hat den Sportbootführerschein See und Binnen: Wer neu anfängt, macht ihn im ersten Jahr, die Kosten übernehmen wir.
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