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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Unfallversicherung

Ist eine private Unfallversicherung sinnvoll?

Kurz gesagt

Sinnvoll ist sie vor allem für Kinder, Selbstständige, Hausleute, Rentner und alle, die keine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen. Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt nur bei der Arbeit und auf dem Arbeitsweg. Eine gute Police mit 100.000 Euro Grundsumme kostet im Büroberuf oft 60 bis 180 Euro im Jahr.

Ist eine private Unfallversicherung sinnvoll?

Was es kostet

Richtwerte aus veröffentlichten Tarifbeispielen, 100.000 Euro Grundsumme.

BeispielRichtwert
Büroberuf, Progression 350 Prozentetwa 60 bis 180 Euro im Jahr
Handwerk, Progression 350 Prozentetwa 120 bis 260 Euro im Jahr
Einfacher Tarif, Progression 225 Prozent, ohne Unfallrenteetwa 44 bis 215 Euro im Jahr

Richtwerte, Stand September 2026, aus öffentlich genannten Tarifbeispielen. Ihr Beitrag hängt von Alter, Beruf und Gesundheit ab; das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Angestellte, 35 Jahre, Büro

Was nach einem Freizeitunfall mit bleibendem Schaden am Bein ungefähr gezahlt würde.

Grundsumme100.000 Euro
Invaliditätsgrad laut Gliedertaxe40 Prozent
Leistung mit Progressionje nach Progressionstabelle etwa 40.000 bis 55.000 Euro
Beitragetwa 5 bis 15 Euro im Monat

Aus der gesetzlichen Unfallversicherung gäbe es nach einem Freizeitunfall nichts.

Was die Unfallversicherung leistet

Sie zahlt einen Betrag, wenn nach einem Unfall ein dauerhafter Schaden bleibt, die sogenannte Invalidität. Wie viel, regelt die Gliedertaxe: eine Tabelle, die jedem Körperteil einen Prozentsatz zuordnet.

Mit Progression steigt die Zahlung bei schweren Schäden überproportional. Das ist sinnvoll, denn gerade dann kosten der Umbau von Wohnung und Auto viel Geld.

Für wen sie sich lohnt

Für Kinder, weil es für sie keine Berufsunfähigkeitsversicherung gibt. Für Selbstständige und Hausleute ohne gesetzlichen Unfallschutz. Für Menschen, die wegen Vorerkrankungen keine BU bekommen.

LebenslageEinschätzung
Kind, Schülersehr sinnvoll
Berufstätig ohne BUsinnvoll als Ersatz, aber schwächer
Berufstätig mit BUErgänzung, keine Pflicht
Rentnersinnvoll mit Hilfe im Alltag
Selbstständigsinnvoll, gesetzlicher Schutz fehlt meist

Die ehrlichen Grenzen

Die meisten Fälle von Berufsunfähigkeit entstehen durch Krankheit, etwa Rücken, Psyche oder Krebs. Dagegen hilft die Unfallversicherung nicht.

Wer das Geld nur für eine Absicherung hat, sollte deshalb zuerst die Berufsunfähigkeit absichern.

Schritt für Schritt

  1. Prüfen, ob Sie bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben.
  2. Grundsumme wählen: mindestens 100.000 Euro.
  3. Progression von 225 bis 350 Prozent einschließen.
  4. Gliedertaxe vergleichen, sie entscheidet über die Höhe.
  5. Sinnvolle Extras prüfen: Bergungskosten, Hilfe im Alltag.

Checkliste

  • Grundsumme mindestens 100.000 Euro
  • Progression eingeschlossen
  • Verbesserte Gliedertaxe
  • Mitwirkung von Krankheiten erst ab hohem Anteil angerechnet
  • Großzügige Frist zur Feststellung der Invalidität

Häufige Fehler

  • Unfallversicherung statt Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen
  • Zu niedrige Grundsumme wählen
  • Hohe Todesfallsumme statt einer Risikolebensversicherung

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Brauche ich eine Unfallversicherung, wenn ich eine BU habe?

Nicht zwingend. Sie kann aber nach einem Unfall einen einmaligen Betrag für Umbauten liefern, den die BU nicht zahlt.

Zahlt die Unfallversicherung bei Krankheit?

Nein. Ein Herzinfarkt oder Schlaganfall gilt in der Regel nicht als Unfall.

Ist eine Unfallversicherung für Kinder sinnvoll?

Ja, weil Kinder in der Freizeit nicht gesetzlich versichert sind und es keine BU für sie gibt.

Reicht die gesetzliche Unfallversicherung?

Nur für Unfälle bei der Arbeit, in Schule oder Kita und auf dem Weg dorthin.

Ist Sport mitversichert?

Normaler Freizeitsport ja. Gefährliche Sportarten wie Motorsport sind oft ausgeschlossen, das steht in den Bedingungen.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

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