Alles zur Versicherung: Sterbegeld
Lohnt sich eine Sterbegeldversicherung?
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Kurz gesagt
Für viele lohnt sie sich nicht. Wer mit 60 einsteigt und 85 wird, zahlt für 7.000 Euro Versicherungssumme rund 10.500 Euro ein. Sinnvoll ist sie, wenn Sie Vorerkrankungen haben, kein Erspartes zurücklegen können oder das Geld zweckgebunden für die Beerdigung sichern wollen. Sonst ist ein eigenes Konto meist die klarere Lösung.
Richtwerte aus veröffentlichten Tarifbeispielen, Grundtarif mit Beitragsfreiheit ab 85 und Wartezeit.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| 50 Jahre, Summe 7.000 Euro | etwa 24 Euro im Monat |
| 60 Jahre, Summe 7.000 Euro | etwa 35 Euro im Monat |
| 70 Jahre, Summe 7.000 Euro | etwa 56 Euro im Monat |
| 80 Jahre, Summe 7.000 Euro | etwa 135 Euro im Monat |
| 60 Jahre, Summe 10.000 Euro | etwa 70 bis 90 Euro im Monat |
| 40 Jahre, Summe 5.000 Euro | etwa 17 bis 25 Euro im Monat |
Richtwerte, Stand September 2026, aus öffentlich genannten Tarifbeispielen. Ihr Beitrag hängt von Alter, Summe, Wartezeit und Tarifstufe ab; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Sie schließt einen Grundtarif ab, Beitragszahlung bis 85. So sieht die Rechnung aus.
| Beitrag im Monat | etwa 35 Euro |
| Versicherungssumme | 7.000 Euro |
| Eingezahlt bis zum 85. Geburtstag | rund 10.530 Euro |
| Derselbe Betrag auf ein Konto, ohne Zinsen | nach 17 Jahren rund 7.160 Euro |
Stirbt sie mit 72, hat sie rund 5.050 Euro eingezahlt und die Familie bekommt 7.000 Euro. Wird sie 85, hat sie rund 3.500 Euro mehr eingezahlt, als ausgezahlt wird. Der Vertrag ist also eine Wette auf den frühen Tod.
Eine Sterbegeldversicherung ist eine kleine Lebensversicherung. Sie zahlen bis zu einem festen Alter Beiträge, meist bis 85 oder 90, danach ist der Vertrag beitragsfrei und läuft weiter. Stirbt die versicherte Person, wird die vereinbarte Summe an die Angehörigen ausgezahlt.
Der Reiz liegt darin, dass es fast keine Gesundheitsprüfung gibt und dass niemand die Summe vorzeitig verbrauchen kann. Das Geld ist im Todesfall schnell da, oft bevor ein Bankkonto freigegeben wird.
Die Beiträge richten sich fast nur nach dem Eintrittsalter. Je später Sie einsteigen, desto teurer wird jeder abgesicherte Euro.
Rechnen Sie immer beides aus: was Sie bis zum Ende der Beitragszahlung insgesamt überweisen und ab welchem Alter Ihre Einzahlungen die Versicherungssumme übersteigen. Die Tabelle zeigt es für eine Summe von 7.000 Euro mit Beitragsfreiheit ab 85.
| Eintrittsalter | Beitrag im Monat | Eingezahlt bis 85 | Beiträge erreichen 7.000 Euro |
|---|---|---|---|
| 50 Jahre | etwa 24 Euro | rund 10.150 Euro | mit etwa 74 |
| 60 Jahre | etwa 35 Euro | rund 10.530 Euro | mit etwa 77 |
| 65 Jahre | etwa 43 Euro | rund 10.420 Euro | mit etwa 78 |
| 70 Jahre | etwa 56 Euro | rund 10.030 Euro | mit etwa 80 |
| 80 Jahre | etwa 135 Euro | rund 8.100 Euro | mit etwa 84 |
Bei Vorerkrankungen. Wer ernsthaft krank ist, bekommt keine normale Risikolebensversicherung mehr. Die Sterbegeldversicherung fragt wenig oder nichts, dafür gilt eine Wartezeit. Hier kaufen Sie tatsächlich Schutz, den es sonst nicht gäbe.
Wenn kein Erspartes da ist und auch keines entsteht. Ein Vertrag mit fester Abbuchung schafft Geld, das sonst nicht zurückgelegt würde. Der Zwang ist dann der eigentliche Nutzen.
Wenn das Geld zweckgebunden sein soll. Sie können die Leistung direkt an ein Bestattungsunternehmen abtreten oder eine bestimmte Person begünstigen. Ein Sparkonto fällt dagegen in den Nachlass, haftet für Schulden und kann in einer Erbengemeinschaft lange blockiert sein.
Wenn das Geld nicht auf Sozialleistungen angerechnet werden soll. Eine angemessene Bestattungsvorsorge bleibt beim Bezug von Grundsicherung in der Regel als Schonvermögen unberührt, freies Erspartes dagegen meist nicht.
Wenn Sie gesund sind und diszipliniert sparen können, gewinnt fast immer das Konto. Legen Sie ab 60 monatlich 35 Euro beiseite, liegen nach 17 Jahren rund 7.160 Euro bereit, selbst ohne Zinsen. Mit Zinsen geht es schneller.
Sie kommen jederzeit an das Geld, Sie zahlen keinen Abschluss- und Verwaltungskostenanteil, und wenn Sie es nicht brauchen, bleibt es im Nachlass. Das Risiko tragen Sie selbst: Wer kurz nach dem Start stirbt, hat zu wenig zusammen. Genau dieses Risiko nimmt Ihnen die Versicherung ab, und dafür zahlen Sie.
Auch eine Risikolebensversicherung ist oft die günstigere Wahl, wenn Sie noch jung und gesund sind und ohnehin Hinterbliebene absichern wollen.
Viele Tarife haben eine Wartezeit von 6 bis 36 Monaten. Stirbt die versicherte Person vorher, gibt es in der Regel nur die eingezahlten Beiträge zurück, manchmal mit einem kleinen Aufschlag. Bei einem Unfall entfällt die Wartezeit meist.
Tarife mit Gesundheitsfragen zahlen dafür sofort voll und kosten weniger. Wenn Sie die Fragen ehrlich beantworten können, nehmen Sie diesen Weg.
Prüfen Sie außerdem, ob der Vertrag die Summe später erhöht oder ob sie über Jahrzehnte fest bleibt. Bei fester Summe frisst die Preisentwicklung einen Teil des Nutzens auf.
Fragen und Antworten
Vor allem für Menschen mit Vorerkrankungen, die keine andere Lebensversicherung mehr bekommen, und für alle, die ohne feste Abbuchung nichts zurücklegen würden.
Bei Eintritt mit 60 und 7.000 Euro Summe nach rund 16 bis 17 Jahren, also etwa mit 77. Bei Eintritt mit 70 nach gut 10 Jahren.
Je nach Bestattungsart, Ort und Wünschen etwa 4.000 bis 13.000 Euro. Eine einfache Feuerbestattung liegt meist deutlich unter einer Erdbestattung mit Grabstelle und Stein.
Nein. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen seit 2004 kein Sterbegeld mehr. Was bleibt, sind private Verträge und eigenes Erspartes.
Je nach Tarif. Ohne Fragen gilt eine Wartezeit von meist 6 bis 36 Monaten. Mit Fragen zahlt der Vertrag sofort voll und kostet weniger.
Einkommensteuer fällt nicht an. Erbschaftsteuer kann anfallen, bei den üblichen Summen bleibt sie wegen der Freibeträge aber fast immer aus.
Ja, aber in den ersten Jahren bekommen Sie nur einen kleinen Teil der Beiträge zurück. Prüfen Sie vorher, ob eine Beitragsfreistellung mit kleinerer Summe besser passt.
Wenn Sie jung und gesund sind und Familie absichern wollen, bekommen Sie dort für wenige Euro im Monat ein Vielfaches an Summe. Für reine Bestattungsvorsorge im Alter passt sie dagegen nicht, weil sie meist mit 75 endet.
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