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Sterbegeldversicherung: die eigene Bestattung regeln, ohne die Familie zu belasten

Seit 2004 zahlen die gesetzlichen Krankenkassen kein Sterbegeld mehr. Die Kosten einer Bestattung tragen die Erben, und die Beerdigung muss oft bezahlt werden, bevor der Nachlass verfügbar ist. Die Sterbegeldversicherung ist eine kleine Lebensversicherung, die genau dafür eine feste Summe bereitstellt.

Sterbegeldversicherung

Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt

Lohnt sich eine Sterbegeldversicherung?

Sie lohnt sich vor allem für Menschen, die kein Erspartes für die Bestattung zurücklegen können oder wollen, und für ältere Menschen, die keine Gesundheitsfragen mehr beantworten möchten. Wer über Jahrzehnte einzahlt, zahlt oft mehr ein, als ausgezahlt wird. Wer die Bestattungskosten bereits auf einem Konto hat, braucht sie nicht. Entscheidend sind Eintrittsalter, Beitragsdauer und Wartezeit.

Wer die Bestattung bezahlen muss

Die Kosten der Beerdigung trägt der Erbe (§ 1968 BGB). Wer die Bestattung veranlassen muss, regeln die Bestattungsgesetze der Länder, meist in der Reihenfolge Ehepartner, Kinder, Eltern, Geschwister. Schlagen die Erben aus, können die Bestattungspflichtigen trotzdem zur Kasse gebeten werden.

Bis Ende 2003 zahlten die Krankenkassen einen Zuschuss, zuletzt 525 Euro für Mitglieder. Mit dem GKV-Modernisierungsgesetz ist dieses Sterbegeld ersatzlos entfallen. Eine Leistung gibt es heute nur noch in besonderen Fällen, etwa aus der gesetzlichen Unfallversicherung nach einem tödlichen Arbeitsunfall oder für Beamte vom Dienstherrn.

Wartezeit, Beitragsdauer und die Frage der Überzahlung

Weil Sterbegeldtarife meist ohne Gesundheitsprüfung angeboten werden, gibt es eine Wartezeit. Stirbt die versicherte Person in dieser Zeit durch Krankheit, zahlen die Tarife meist nur die eingezahlten Beiträge zurück. Nach einem Unfall gilt oft von Anfang an die volle Summe, manchmal sogar die doppelte.

Wer mit 50 abschließt und bis zum Lebensende zahlt, kann deutlich mehr einzahlen, als die Versicherungssumme beträgt. Das ist der Preis dafür, dass der Betrag vom ersten Tag an feststeht. Tarife mit begrenzter Beitragsdauer, etwa bis 85, oder ein Einmalbeitrag vermeiden dieses Risiko teilweise.

Sterbegeld, Sozialhilfe und die Alternative Treuhandkonto

Wer später Sozialhilfe oder Pflegeleistungen vom Sozialamt braucht, muss grundsätzlich eigenes Vermögen einsetzen. Eine angemessene, zweckgebundene Bestattungsvorsorge wird von der Rechtsprechung aber in der Regel als Schonvermögen behandelt. Wichtig ist, dass die Summe zu einer ortsüblichen Bestattung passt.

Eine Alternative ist der Bestattungsvorsorgevertrag mit einem Bestatter, kombiniert mit einem Treuhandkonto. Dort wird festgelegt, wie die Bestattung aussehen soll, und das Geld liegt getrennt vom übrigen Vermögen. Die Sterbegeldversicherung lässt sich über eine Abtretung an den Bestatter mit einem solchen Vertrag verbinden.

Was versichert ist

  • Auszahlung der vereinbarten Summe im Todesfall an die Bezugsberechtigten
  • Volle Leistung nach Ablauf der Wartezeit
  • Bei Unfalltod meist sofort volle, teilweise doppelte Leistung
  • Rückzahlung der Beiträge bei Tod durch Krankheit in der Wartezeit
  • Überführungskosten im In- und Ausland als Zusatzleistung, je nach Tarif
  • Organisationshilfe und Vorsorgeordner, je nach Anbieter
  • Beitragsfreiheit ab einem bestimmten Alter, wenn vereinbart

Was nicht versichert ist

  • Volle Leistung bei Tod durch Krankheit innerhalb der Wartezeit
  • Anpassung der Summe an steigende Bestattungskosten ohne Dynamik
  • Grabpflege über viele Jahre, sofern nicht gesondert geregelt
  • Leistungen an Personen, die nicht bezugsberechtigt oder Erben sind
  • Pflegekosten zu Lebzeiten

Wer sie braucht

  • Ältere Menschen ohne Rücklagen für die Bestattung
  • Alleinstehende, die ihre Bestattung selbst regeln wollen
  • Menschen, die ihre Angehörigen finanziell entlasten möchten
  • Menschen mit Vorerkrankungen, die keine andere Lebensversicherung mehr bekommen
  • Menschen, die im Ausland beerdigt werden möchten und die Überführung absichern wollen

Wer darauf verzichten kann

  • Wer die Bestattungskosten bereits auf einem Konto oder in einem Treuhandvertrag hat
  • Jüngere Menschen mit Familie, für die eine Risikolebensversicherung sinnvoller ist

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Sechs Schäden, die wirklich passieren. Das Rad entscheidet, welcher Sie trifft, und zeigt, wer zahlt.

Alle sechs Fälle ansehen
  1. Tod durch Krankheit im ersten Jahr, Bestattung mehrere tausend Euro, zurück kommen nur die Beiträge. Billigtarif: zahlt teilweise, Starker Tarif: zahlt. Tarife ohne Gesundheitsfragen zahlen in der Wartezeit nur die Beiträge zurück. Wer Gesundheitsfragen beantwortet, bekommt bei starken Tarifen sofort die volle Summe.
  2. Tödlicher Unfall im ersten Monat, die volle Summe, bei starken Tarifen die doppelte. Billigtarif: zahlt, Starker Tarif: zahlt. Bei Unfalltod gilt die Wartezeit fast nie. Starke Tarife verdoppeln die Leistung in diesem Fall sogar.
  3. Überführung aus dem Spanienurlaub, Überführung aus dem Ausland: oft mehrere tausend Euro. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt. Einfache Tarife zahlen nur die Summe, und die ist für Bestattung und Überführung schnell zu knapp. Starke Tarife übernehmen die Überführung als eigene Leistung.
  4. Grabpflege für die nächsten 20 Jahre, je nach Grab und Anbieter oft ein dreistelliger Betrag im Jahr. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt nicht. Die Sterbegeldversicherung zahlt einmal, laufende Grabpflege über Jahrzehnte deckt sie nicht. Dafür gibt es eigene Dauergrabpflegeverträge.
  5. Summe von 2005 reicht heute nicht, Lücke zwischen alter Summe und heutigen Kosten, oft vierstellig. Billigtarif: zahlt teilweise, Starker Tarif: zahlt. Überschüsse erhöhen die Summe bei einfachen Tarifen nur, wenn welche anfallen. Starke Tarife bieten eine garantierte Dynamik.
  6. Sozialamt prüft die Police, Vorsorge für eine ortsübliche Bestattung bleibt meist geschützt. Billigtarif: zahlt, Starker Tarif: zahlt. Eine angemessene Bestattungsvorsorge gilt in der Regel als Schonvermögen, unabhängig vom Tarif. Bei sehr hohen Summen kann das Amt den Überhang verlangen.

Was sie kostet

Der Beitrag hängt vor allem vom Eintrittsalter, der Summe und der Beitragsdauer ab. Weil meist keine Gesundheitsprüfung stattfindet, ist der Schutz teurer als eine Risikolebensversicherung mit gleicher Summe.

Wovon der Beitrag abhängt

  • Eintrittsalter
  • Versicherungssumme
  • Beitragsdauer: lebenslang, bis zu einem festen Alter oder Einmalbeitrag
  • Wartezeit und Leistung in der Wartezeit
  • Zusatzleistungen wie Überführung oder doppelte Summe bei Unfalltod
  • Überschussbeteiligung

Wir nennen keine Beitragsspanne, weil Eintrittsalter und Beitragsdauer den Preis stark verändern. Ihr Beitrag steht erst im Angebot fest.

Die Tariflinien am Markt

01

Einfacher Sterbegeldtarif

Feste Summe, Wartezeit, lebenslange Beitragszahlung. Einfach und ohne Gesundheitsfragen.

02

Tarif mit abgekürzter Beitragszahlung

Beiträge nur bis zu einem festen Alter, danach beitragsfrei. Begrenzt das Risiko der Überzahlung.

03

Sterbegeld mit Vorsorgeleistungen

Zusätzlich Überführung, Assistance bei der Organisation, Hinterlegung der Bestattungswünsche und Abtretung an einen Bestatter.

Woran Sie einen guten Tarif erkennen

KriteriumMindeststandardStarker TarifWarum das zählt
Wartezeit drei Jahre mit Beitragsrückgewähr ein Jahr oder keine Wartezeit bei Gesundheitsfragen In der Wartezeit bekommt die Familie nur zurück, was eingezahlt wurde.
Beitragsdauer lebenslang begrenzt bis 85 oder Einmalbeitrag Lebenslange Zahlung führt bei langem Leben oft zu mehr Beiträgen als Leistung.
Unfalltod volle Leistung ab Beginn doppelte Leistung ab Beginn Beim plötzlichen Tod ist die Wartezeit dann kein Thema.
Überschussbeteiligung Erhöhung der Summe aus Überschüssen garantierte Dynamik oder Beitragsverrechnung Bestattungskosten steigen, eine feste Summe verliert an Wert.
Überführung nicht enthalten Überführung aus dem Ausland eingeschlossen Ein Rücktransport aus dem Ausland kann einen großen Teil der Summe aufbrauchen.
Abtretung an Bestatter möglich ausdrücklich vorgesehen und einfach geregelt Dann ist die Bestattung bezahlt, ohne dass Angehörige in Vorleistung gehen.

Anbieter im Überblick

Sterbegeldversicherungen bieten Lebensversicherer und einige spezialisierte Sterbekassen an. Die Liste ist ein Marktüberblick und keine Aussage darüber, mit wem wir zusammenarbeiten.

VersichererEinordnung
IDEALVersicherungsverein aus Berlin mit Schwerpunkt auf Senioren und Sterbegeld
NürnbergerTeil der Nürnberger Versicherungsgruppe, Vertrieb auch über Bestatter
Volkswohl BundVersicherungsverein aus Dortmund, Maklervertrieb
HanseMerkurTeil der HanseMerkur-Gruppe aus Hamburg, Vertreter und Makler
LV 1871Versicherungsverein aus München, Maklervertrieb
CosmosDirektDirektversicherer der Generali Deutschland, verkauft vor allem ohne Vermittler
DEVKVersicherer aus Köln, eigener Außendienst

Aus dem BaFin-Register

103

103 Versicherer unter deutscher Bundesaufsicht haben die Erlaubnis für diese Sparte. (Lebensversicherer, Sterbekassen)

Alle 103 Namen aus dem Register anzeigen
  • ACM Lebensversicherung AG
  • AGER Lebensversicherung AG
  • Aioi Nissay Dowa Life Insurance of Europe Aktiengesellschaft
  • Allianz Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
  • Alte Leipziger Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit
  • Athora Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • AXA Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • Baloise Lebensversicherung Aktiengesellschaft Deutschland
  • BASF Sterbekasse VVaG
  • Bayer Beistandskasse VVaG
  • Bayern-Versicherung Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • BL die Bayerische Lebensversicherung AG
  • Bochumer Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit
  • BY die Bayerische Vorsorge Lebensversicherung a.G.
  • Concordia oeco Lebensversicherungs-AG
  • Condor Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
  • Continentale Lebensversicherung AG
  • Cosmos Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
  • Credit Life AG
  • Debeka Lebensversicherungsverein auf Gegenseitigkeit Sitz Koblenz am Rhein
  • Delta Direkt Lebensversicherung Aktiengesellschaft München
  • Deutsche Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
  • Deutsche Ärzteversicherung Aktiengesellschaft
  • DEVK Allgemeine Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
  • DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Lebensversicherungsverein a.G. Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn
  • Dialog Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
  • DIREKTE LEBEN Versicherung AG
  • Dortmunder Lebensversicherung AG
  • Entis Lebensversicherung AG
  • ERGO Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • ERGO Vorsorge Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • Erste Kieler Beerdigungskasse
  • EUROPA Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • Feuerbestattungsverein VVaG
  • Frankfurt Münchener Lebensversicherung AG
  • Frankfurter Lebensversicherung AG
  • Fürsorgekasse von 1908 vormals Sterbekasse der Neuapostolischen Kirche des Landes Nordrhein-Westfalen
  • GE.BE.IN Versicherungen Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit
  • Generali Deutschland Lebensversicherung AG
  • Gothaer Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • Hannoversche Lebensversicherung AG
  • HanseMerkur Lebensversicherung AG
  • HDI Lebensversicherung AG
  • HDI Vorsorge Lebensversicherung AG
  • Heidelberger Lebensversicherung AG
  • HELVETIA schweizerische Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
  • Hilfskasse BVG
  • Hinterbliebenenkasse der Heilberufe HDH Versicherungsverein a.G. in München
  • HUK-COBURG-Lebensversicherung AG
  • Höchster Sterbekasse VVaG
  • IDEAL Lebensversicherung a.G.
  • IDEAL Sterbekasse Lebensversicherung AG
  • INTER Lebensversicherung AG
  • InterRisk Lebensversicherungs-AG Vienna Insurance Group.
  • Itzehoer Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
  • KölnVorsorge-Sterbeversicherung VVaG
  • Lebensversicherung von 1871 auf Gegenseitigkeit München
  • Lifestyle Protection Lebensversicherung AG
  • LPV Lebensversicherung AG
  • LVM Lebensversicherungs-AG
  • Mecklenburgische Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
  • myLife Lebensversicherung AG
  • MÜNCHENER VEREIN Lebensversicherung AG
  • neue leben Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • NÜRNBERGER Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • Protektor Lebensversicherungs-AG
  • Provinzial Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • Provinzial Lebensversicherung Hannover
  • Proxalto Lebensversicherung Aktiengesellschaft c/o Viridium Group GmbH & Co. KG
  • R + V Lebensversicherung a.G.
  • R + V LEBENSVERSICHERUNG AKTIENGESELLSCHAFT
  • SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G.
  • SIGNAL IDUNA Lebensversicherung AG
  • SIGNAL IDUNA Sterbekasse VVaG
  • Skandia Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • SOLIDAR Versicherungsgemeinschaft Sterbegeldversicherung VVaG
  • SONO Sterbegeld VVaG
  • Sparkassen-Versicherung Sachsen Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • Sterbe-Unterstützungs-Vereinigung der Beschäftigten der Stadt München
  • Sterbekasse der Bediensteten der Stadtverwaltung Dortmund
  • Sterbekasse der Belegschaft der Saarstahl AG Völklingen, Werk Völklingen und Werk Burbach
  • Sterbekasse der Feuerwehren, Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit
  • Sterbekasse der Saarbergleute VVaG
  • Sterbekasse Evangelischer Freikirchen VVaG
  • Sterbekasse für die Angestellten der Deutsche Bank Gruppe
  • Sterbekasse Sozialversicherung- gegr. in der LVA Rheinprovinz - Düsseldorf
  • Stuttgarter Lebensversicherung a.G.
  • SV SparkassenVersicherung Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • Swiss Life Lebensversicherung SE
  • uniVersa Lebensversicherung a.G.
  • VEREINIGTE POSTVERSICHERUNG VVaG
  • Versicherer im Raum der Kirchen Lebensversicherung AG
  • Versicherungsverein Rasselstein
  • Volkswohl-Bund Lebensversicherung a.G.
  • Vorsorgekasse der Commerzbank Versicherungsverein a.G.
  • Vorsorgekasse Hoesch Dortmund Sterbegeldversicherung VVaG
  • VPV Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
  • WGV-Lebensversicherung AG
  • WWK Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit
  • Württembergische Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • Zurich Life Legacy Versicherung AG (Deutschland)
  • Öffentliche Lebensversicherung Sachsen-Anhalt

Quelle: BaFin-Unternehmensdatenbank, abgerufen am 18. September 2026. Nicht enthalten sind Versicherer aus anderen EU-Staaten, die über eine Niederlassung oder ohne Sitz in Deutschland anbieten.

Rechtsgrundlagen und Quellen

Produkte und Bausteine am Markt

Sterbegeldversicherung

Kleine Kapitallebensversicherung auf den Todesfall mit fester Summe, meist ohne Gesundheitsprüfung.

Bestattungsvorsorgevertrag

Vertrag mit einem Bestatter über Art und Umfang der Bestattung, bezahlt über Treuhandkonto oder abgetretene Sterbegeldversicherung.

Treuhandeinlage

Geld bei einer Treuhandgesellschaft, zweckgebunden für die Bestattung. Keine Versicherung, aber ohne Überzahlungsrisiko.

Risikolebensversicherung

Für Jüngere oft die günstigere Lösung, endet aber mit der Laufzeit und deckt deshalb den Tod im hohen Alter nicht.

Mythos oder Wahrheit

Was stimmt, was nicht?

Fünf Sätze, die man über diese Versicherung hört. Tippen Sie zuerst, dann lösen wir auf.

Eine Urne darf man in Deutschland mit nach Hause nehmen.

Das stimmt nicht.

Falsch. Es gilt Friedhofszwang, die Urne kommt auf einen Friedhof oder in einen zugelassenen Bestattungswald. Bremen erlaubt unter Auflagen, die Asche auf einem privaten Grundstück zu verstreuen.

Erben können Beerdigungskosten bei der Erbschaftsteuer abziehen.

Das stimmt.

Stimmt. Ohne Nachweis gilt ein Pauschbetrag von 10.300 Euro für Bestattung, Grabmal, Grabpflege und Nachlassabwicklung (§ 10 Abs. 5 ErbStG). Höhere Kosten lassen sich mit Belegen abziehen.

Mit einer Sterbegeldversicherung ist alles für die Beerdigung geregelt.

Das stimmt nicht.

Falsch. Die Versicherung zahlt Geld, sie legt nicht fest, wie die Bestattung aussehen soll. Wer Wünsche verbindlich machen will, braucht eine Bestattungsverfügung oder einen Vorsorgevertrag beim Bestatter.

Das Sterbegeld ist oft schneller da als das Geld auf dem Konto des Verstorbenen.

Das stimmt.

Stimmt. Mit eingetragenem Bezugsrecht zahlt der Versicherer gegen Sterbeurkunde direkt an die begünstigte Person. Konten des Verstorbenen sind dagegen häufig blockiert, bis Erbschein oder Testament vorliegen.

Für die Beerdigung müssen zuerst die Kinder zahlen, nicht der Nachlass.

Das stimmt nicht.

Falsch. Nach dem BGB trägt der Erbe die Kosten, bezahlt wird also zuerst aus dem Nachlass. Erst wenn dort nichts zu holen ist, greifen die Länder auf Angehörige zurück, die dann unter Umständen Hilfe nach § 74 SGB XII beantragen können.

Häufige Fehler beim Abschluss

  • Mit 50 einen Tarif mit lebenslanger Zahlung wählen, ohne die Gesamtbeiträge zu rechnen
  • Die Wartezeit übersehen und im ersten Jahr mit voller Leistung rechnen
  • Eine zu hohe Summe versichern, die das Sozialamt nicht mehr als angemessen ansieht
  • Die Angehörigen nicht informieren, dass es einen Vertrag gibt
  • Den Bezugsberechtigten nicht aktualisieren, etwa nach dem Tod des Partners

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Zahlt die Krankenkasse noch Sterbegeld?

Nein. Das Sterbegeld der gesetzlichen Krankenversicherung ist seit dem 1. Januar 2004 abgeschafft. Die Kosten der Bestattung tragen die Erben oder, wenn diese nicht zahlen können, im Einzelfall das Sozialamt.

Was kostet eine Beerdigung in Deutschland?

Je nach Bestattungsart, Grabart und Region meist mehrere tausend Euro. Eine anonyme Feuerbestattung ist am günstigsten, eine Erdbestattung im Wahlgrab mit Grabstein am teuersten. Friedhofsgebühren unterscheiden sich zwischen Gemeinden erheblich.

Was passiert, wenn ich in der Wartezeit sterbe?

Bei Tod durch Krankheit zahlen die meisten Tarife die eingezahlten Beiträge zurück, nicht die volle Summe. Bei Tod durch Unfall gilt meist sofort die volle Leistung.

Nimmt das Sozialamt mir die Sterbegeldversicherung weg?

In der Regel nicht, wenn die Summe für eine angemessene Bestattung bestimmt ist. Gerichte behandeln solche Vorsorge häufig als Schonvermögen. Bei sehr hohen Summen kann das Sozialamt verlangen, den übersteigenden Teil einzusetzen.

Bis zu welchem Alter kann ich abschließen?

Viele Anbieter nehmen Menschen bis etwa 80 oder 85 Jahre auf. Je älter, desto höher der Beitrag und desto wichtiger die Frage, ob eine Einmalzahlung günstiger ist.

Wer bekommt das Geld?

Die Person, die Sie als Bezugsberechtigte eintragen, oder der Bestatter, wenn Sie die Leistung an ihn abtreten. Ohne Bezugsrecht fällt die Summe in den Nachlass.

Ist eine Sterbegeldversicherung besser als Sparen?

Das hängt vom Alter und der Disziplin ab. Wer früh stirbt, profitiert von der Versicherung, wer sehr alt wird, zahlt oft mehr ein. Sparen ist flexibler, die Versicherung dagegen zweckgebunden und vor anderen Verwendungen geschützt.

Deckt die Sterbegeldversicherung die Überführung ins Heimatland?

Nur wenn der Tarif sie einschließt oder die Summe dafür reicht. Eine Überführung aus dem Ausland kann teuer werden. Wer im Ausland beerdigt werden möchte, sollte darauf achten.

NAMMERT Versicherungsmakler

Angebote für Sterbegeld anfordern

Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich. Kostenlos und ohne Verpflichtung, die Vergütung zahlt der Versicherer.

1Für wen?
2Welche Versicherungen?

Mehrere möglich. Zu jeder gewählten Sparte erscheinen die Angaben, die ein Versicherer für ein Angebot braucht.

Privat

Gewerbe

3Angaben zu Ihren Wünschen

Sterbegeldversicherung

4Ihr bisheriger Vertrag
5Wie erreichen wir Sie?

Das gehört oft dazu

Risikoleben

Wie hoch sollte die Versicherungssumme einer Risikolebensversicherung sein?

Private Rente

Lohnt sich eine private Rentenversicherung überhaupt noch?

Boot oder Yacht? Da sind wir nicht Makler, sondern Assekuradeur: eigene Tarife, eigene Schadenregulierung.

Zur Bootsversicherung

NAMMERT Assekuradeur GmbH, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand

Norman Nammert Stefan Heinz Josy Olivia Jäkel

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Lieber sprechen? Wir rufen zurück.

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Sofort erreichbar: 03375 / 29 12 77 · WhatsApp · info@nammert.com

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