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Pflegezusatzversicherung: die gesetzliche Pflege ist nur eine Teilversicherung

Die Pflegeversicherung zahlt feste Beträge je Pflegegrad, nicht die tatsächlichen Kosten. Im Pflegeheim lag der durchschnittliche Eigenanteil im ersten Jahr laut Ersatzkassenverband vdek Anfang 2026 bei 3.245 Euro im Monat. Eine Pflegezusatzversicherung schließt diese Lücke, damit nicht das eigene Vermögen oder die Kinder einspringen müssen.

Pflegezusatzversicherung

Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt

Brauche ich eine Pflegezusatzversicherung?

Wenn Sie Vermögen oder Angehörige schützen wollen, meist ja. Die Pflegekasse zahlt im Heim je nach Pflegegrad zwischen 805 und 2.096 Euro im Monat, der Eigenanteil lag laut vdek Anfang 2026 im Schnitt bei 3.245 Euro im ersten Jahr. Reichen Rente und Ersparnisse dafür nicht, zahlt zuerst das Vermögen, dann das Sozialamt. Kinder werden erst ab einem Jahresbrutto von 100.000 Euro zum Unterhalt herangezogen.

Selbst rechnen

Ihre Pflegelücke im Heim

Die Pflegekasse zahlt nur einen Teil. Was im Heim übrig bleibt, zahlen Sie aus Rente und Erspartem. Vorbelegt ist der durchschnittliche Eigenanteil im ersten Jahr laut vdek, Stand 1. Januar 2026.

Der Zuschlag der Pflegekasse zum Eigenanteil steigt mit der Dauer im Heim, das senkt die Lücke ab dem zweiten Jahr.

Woraus die Lücke im Pflegeheim besteht

Der Eigenanteil setzt sich aus drei Teilen zusammen: dem pflegebedingten Eigenanteil, der für alle Pflegegrade 2 bis 5 in einem Heim gleich ist, den Kosten für Unterkunft und Verpflegung und den Investitionskosten. Nach vdek-Auswertung lag der pflegebedingte Anteil Anfang 2026 im ersten Jahr bei 1.685 Euro, Unterkunft und Verpflegung bei 1.046 Euro.

Seit 2024 übernimmt die Pflegekasse einen mit der Wohndauer wachsenden Anteil am pflegebedingten Eigenanteil: 15 Prozent im ersten Jahr, 30 im zweiten, 50 im dritten und 75 Prozent ab dem vierten. Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten bleiben davon unberührt.

Pflege zu Hause ist nicht automatisch günstig

Die meisten Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt. Das Pflegegeld beträgt 2026 zwischen 347 Euro in Pflegegrad 2 und 990 Euro in Pflegegrad 5. Wer statt Angehörigen einen Pflegedienst beauftragt, bekommt höhere Sachleistungen, die aber selten alle Einsätze abdecken.

Eine Betreuung rund um die Uhr durch eine im Haushalt lebende Kraft kostet ein Vielfaches des Pflegegeldes. Pflegetagegeld ist hier besonders nützlich, weil es frei verfügbar ist und auch Angehörige entlohnen oder einen Umbau der Wohnung bezahlen kann.

Wann Kinder zahlen müssen

Reichen Rente und Vermögen nicht, springt das Sozialamt mit Hilfe zur Pflege ein. Seit dem Angehörigen-Entlastungsgesetz holt es sich das Geld von Kindern nur zurück, wenn deren Jahresbruttoeinkommen über 100.000 Euro liegt. Das eigene Vermögen und das des Ehepartners wird dagegen bis auf ein Schonvermögen eingesetzt.

Für Paare bedeutet das: Kommt ein Partner ins Heim, kann das gemeinsame Ersparte schnell aufgebraucht sein, während der andere zu Hause weiterleben muss. Genau diesen Fall sichert eine Pflegezusatzversicherung ab.

Was versichert ist

  • Pflegetagegeld: fester Betrag je Tag, gestaffelt nach Pflegegrad, zur freien Verwendung
  • Pflegekosten: Erstattung eines Teils der Kosten, die die Pflegekasse nicht übernimmt
  • Leistung bei ambulanter Pflege durch Angehörige oder Pflegedienst
  • Leistung bei stationärer Pflege im Heim
  • Einmalleistung bei erstmaliger Pflegebedürftigkeit, je nach Tarif
  • Beitragsbefreiung ab Eintritt des Pflegefalls, je nach Tarif
  • Leistung bei Demenz, auch ohne körperliche Einschränkungen

Was nicht versichert ist

  • Pflegebedürftigkeit, die vor Vertragsbeginn bestand oder beantragt war
  • Leistungen während einer vereinbarten Wartezeit
  • Pflegegrad 1 bei vielen Tarifen, oder nur mit geringer Leistung
  • Pflegefälle aus verschwiegenen Vorerkrankungen
  • Kosten über den tariflich vereinbarten Tagessatz hinaus

Wer sie braucht

  • Wer Wohneigentum oder Ersparnisse für den Partner oder die Erben erhalten will
  • Alleinstehende ohne Angehörige, die Pflege selbst übernehmen könnten
  • Paare, bei denen ein Heimaufenthalt eines Partners den anderen finanziell gefährden würde
  • Wer zwischen 30 und 55 ist und noch ohne größere Vorerkrankungen abschließen kann

Wer darauf verzichten kann

  • Wer mit Rente und Kapitaleinkünften auch einen Heimplatz dauerhaft bezahlen kann
  • Wer eine Zusatzversicherung nur mit Beiträgen finanzieren könnte, die im Alter nicht mehr tragbar sind

Pech-Rad

Drehen Sie am Rad des Pechs

Sechs Schäden, die wirklich passieren. Das Rad entscheidet, welcher Sie trifft, und zeigt, wer zahlt.

Alle sechs Fälle ansehen
  1. Oma zieht nach Sturz ins Pflegeheim, Eigenanteil rund 3.000 € und mehr im Monat. Billigtarif: zahlt teilweise, Starker Tarif: zahlt. Ein Pflege-Bahr-Vertrag deckt meist nur einen kleinen Teil der Lücke. Ein ausreichend hohes Pflegetagegeld kann den Eigenanteil weitgehend tragen.
  2. Demenz, aber körperlich fit, Betreuung zu Hause einige hundert bis über 2.000 € im Monat. Billigtarif: zahlt teilweise, Starker Tarif: zahlt. Viele einfache Tarife zahlen ambulant in Pflegegrad 2 und 3 deutlich weniger als im Heim. Starke Tarife zahlen gleich viel, egal wo gepflegt wird.
  3. Pflegegrad 1 nach Schlaganfall, Hilfe im Haushalt, rund 100 bis 500 € im Monat. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt teilweise. Pflegegrad 1 ist bei vielen Tarifen ausgeschlossen. Gute Tarife zahlen hier zumindest einen kleinen Satz.
  4. Pflegefall im zweiten Vertragsjahr, Pflegekosten ab dem ersten Monat. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt. Der Pflege-Bahr hat bis zu fünf Jahre Wartezeit. Ein normales Pflegetagegeld mit Gesundheitsprüfung zahlt in der Regel ohne Wartezeit.
  5. Bad wird zur ebenerdigen Dusche, rund 8.000 bis 15.000 €. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt teilweise. Die Pflegekasse gibt bis zu 4.180 € je Maßnahme dazu. Private Tarife mit Einmalleistung bei Eintritt der Pflege helfen beim Rest.
  6. Pflegegrad schon vor Abschluss beantragt, alle künftigen Pflegekosten. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt nicht. Wer den Antrag schon gestellt hat, bekommt keinen Vertrag mehr, der dafür zahlt. Pflegevorsorge funktioniert nur, solange der Pflegefall noch nicht absehbar ist.

Was sie kostet

Der Beitrag hängt stark vom Eintrittsalter ab. Mit 35 kostet dieselbe Leistung einen Bruchteil dessen, was ein 60-Jähriger zahlt, und viele Tarife nehmen ab 65 oder 70 niemanden mehr auf.

Wovon der Beitrag abhängt

  • Eintrittsalter
  • Gesundheitszustand bei Abschluss
  • Höhe des versicherten Tagegeldes in Pflegegrad 5 und die Staffelung für die Grade darunter
  • Leistung bei ambulanter Pflege im Verhältnis zur stationären
  • Dynamik, also die Erhöhung ohne neue Gesundheitsprüfung
  • Beitragsbefreiung im Pflegefall

Wir nennen hier keine Beitragsbeispiele, weil sie sich mit Eintrittsalter und Leistungshöhe zu stark verschieben. Ihr Beitrag steht erst im Angebot fest.

Die Tariflinien am Markt

01

Pflege-Bahr

Staatlich gefördertes Pflegetagegeld ohne Gesundheitsprüfung, dafür mit Wartezeit von bis zu fünf Jahren und begrenzter Leistung. Eine Lösung für alle, die sonst keinen Vertrag bekommen.

02

Pflegetagegeld

Frei verwendbarer Tagessatz je Pflegegrad, mit Gesundheitsfragen. Die übliche und flexibelste Form.

03

Pflegerente

Lebenslange Rente im Pflegefall, abgeschlossen bei einem Lebensversicherer. Teurer, aber mit stabilen Beiträgen und oft Rückkaufswert.

Woran Sie einen guten Tarif erkennen

KriteriumMindeststandardStarker TarifWarum das zählt
Leistung ambulant in Grad 2 und 3 deutlich weniger als stationär ambulant ab Pflegegrad 2 gleich hoch wie stationär Die meisten Menschen werden zu Hause gepflegt, gerade dort braucht es Geld.
Pflegegrad 1 keine Leistung kleine Leistung auch in Grad 1 Der Einstieg in die Pflege verursacht oft schon Kosten für Hilfen im Haushalt.
Beitragsbefreiung ab Pflegegrad 5 ab Pflegegrad 2 oder 3 Wer pflegebedürftig ist, soll nicht weiter Beiträge zahlen.
Dynamik keine Anpassung regelmäßige Erhöhung ohne neue Gesundheitsprüfung Pflegekosten steigen, eine starre Leistung verliert über Jahrzehnte an Wert.
Demenz Leistung nach Pflegegrad zusätzliche Leistung bei Demenz Demenz ist einer der häufigsten Gründe für lange Pflege.
Einmalleistung keine Einmalzahlung bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit Umbau von Bad oder Treppenlift fallen am Anfang an.
Weltweite Leistung nur in Deutschland auch bei Pflege im Ausland Wer den Ruhestand im Ausland plant, sollte das prüfen.

Anbieter im Überblick

Pflegetagegeld und Pflegekostenversicherungen bieten private Krankenversicherer an, Pflegerenten dagegen Lebensversicherer. Die Auswahl zeigt bekannte Krankenversicherer mit Pflegetarifen.

VersichererEinordnung
AllianzVertreter und Makler
DKVKrankenversicherer der ERGO Group
HallescheTeil der ALH Gruppe, Maklervertrieb
BarmeniaTeil der Barmenia Gothaer Gruppe
Signal IdunaVersicherungsverein, Vertreter und Makler
DFVbörsennotierter Versicherer aus Frankfurt, Vertrieb überwiegend direkt online
ContinentaleVersicherungsverein, Vertreter und Makler
AXAVertreter und Makler
DebekaVersicherungsverein mit angestelltem Außendienst, kein Maklervertrieb
NürnbergerTeil der Nürnberger Versicherung

Aus dem BaFin-Register

42

42 Versicherer unter deutscher Bundesaufsicht haben die Erlaubnis für diese Sparte. (Krankenversicherer)

Alle 42 Namen aus dem Register anzeigen
  • Allianz Private Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft
  • ALTE OLDENBURGER Krankenversicherung AG
  • ALTE OLDENBURGER Krankenversicherung von 1927 Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit
  • ARAG Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft
  • Augenoptiker Ausgleichskasse VVaG (AKA)
  • AXA Krankenversicherung Aktiengesellschaft
  • Barmenia Krankenversicherung AG
  • Bayerische Beamtenkrankenkasse Aktiengesellschaft
  • Concordia Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft
  • Continentale Krankenversicherung a.G.
  • Debeka Krankenversicherungsverein auf Gegenseitigkeit Sitz Koblenz am Rhein
  • DEVK Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft
  • DKV Deutsche Krankenversicherung Aktiengesellschaft
  • ENVIVAS Krankenversicherung Aktiengesellschaft
  • ERGO Krankenversicherung AG
  • Generali Deutschland Krankenversicherung AG
  • Gothaer Krankenversicherung Aktiengesellschaft
  • Hallesche Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit
  • HanseMerkur Krankenversicherung AG
  • HanseMerkur Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit
  • HanseMerkur Speziale Krankenversicherung AG
  • HUK-COBURG-Krankenversicherung AG
  • INTER Krankenversicherung AG
  • Landeskrankenhilfe V.V.a.G.
  • LIGA Krankenversicherung katholischer Priester Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit Regensburg
  • Lohnfortzahlungskasse Leer VVaG
  • LVM Krankenversicherungs-AG
  • Mecklenburgische Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft
  • MÜNCHENER VEREIN Krankenversicherung a.G.
  • NÜRNBERGER Krankenversicherung Aktiengesellschaft
  • ottonova Krankenversicherung AG
  • praenatura Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG)
  • Provinzial Krankenversicherung Hannover AG
  • R+V Krankenversicherung Aktiengesellschaft
  • SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a.G.
  • SONO Krankenversicherung a.G.
  • Süddeutsche Krankenversicherung a.G.
  • UNION KRANKENVERSICHERUNG AKTIENGESELLSCHAFT
  • uniVersa Krankenversicherung a.G.
  • Versicherer im Raum der Kirchen Krankenversicherung AG
  • vigo Krankenversicherung VVaG
  • Württembergische Krankenversicherung Aktiengesellschaft

Quelle: BaFin-Unternehmensdatenbank, abgerufen am 18. September 2026. Nicht enthalten sind Versicherer aus anderen EU-Staaten, die über eine Niederlassung oder ohne Sitz in Deutschland anbieten.

Rechtsgrundlagen und Quellen

Produkte und Bausteine am Markt

Pflegetagegeld

Tagessatz je Pflegegrad, zur freien Verwendung, ohne Kostennachweis.

Pflegekostenversicherung

Erstattet einen Prozentsatz der Kosten, die nach der Pflegekasse übrig bleiben. Nur gegen Rechnung, deshalb nicht für die Pflege durch Angehörige.

Pflegerentenversicherung

Lebenslange Rente ab einem Pflegegrad, beim Lebensversicherer, mit festen Beiträgen und teils Kapital für Erben.

Geförderte Pflegezusatzversicherung (Pflege-Bahr)

Mindestens 10 € Eigenbeitrag, 5 € Zulage, keine Gesundheitsprüfung, Wartezeit bis fünf Jahre.

Pflegeversicherung über den Arbeitgeber

Einige Arbeitgeber bieten betriebliche Pflegeversicherungen an, oft ohne Gesundheitsfragen für die Belegschaft.

Mythos oder Wahrheit

Was stimmt, was nicht?

Fünf Sätze, die man über diese Versicherung hört. Tippen Sie zuerst, dann lösen wir auf.

Wenn die Tochter die Pflege übernimmt, zahlt die Pflegekasse Geld dafür.

Das stimmt.

Stimmt. Ab Pflegegrad 2 gibt es Pflegegeld, wenn Angehörige zu Hause pflegen, die pflegebedürftige Person bekommt es und gibt es weiter. Für pflegende Angehörige zahlt die Pflegekasse unter Umständen auch Rentenbeiträge.

Mit Pflegegrad 5 übernimmt die Pflegekasse das Heim komplett.

Das stimmt nicht.

Falsch. Auch im höchsten Pflegegrad zahlt die Kasse einen festen Betrag für die Pflege. Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten tragen Sie immer selbst.

Je länger man im Pflegeheim lebt, desto weniger zahlt man für die Pflege.

Das stimmt.

Stimmt. Die Pflegekasse senkt den pflegebedingten Eigenanteil derzeit um 15 Prozent im ersten Jahr, 30 im zweiten, 50 im dritten und 75 Prozent ab dem vierten (§ 43c SGB XI). Eine 2026 vorgeschlagene Reform will die Stufen später beginnen lassen.

Mit einem Pflege-Bahr-Vertrag bin ich im Heim gut abgesichert.

Das stimmt nicht.

Meist nicht. Die Mindestleistung liegt bei 600 € im Monat in Pflegegrad 5, der staatliche Zuschuss bei 5 € monatlich. Der Pflege-Bahr ist eine gute Ergänzung, ersetzt aber keinen vollwertigen Tarif.

Die Pflegekasse zahlt auch für einen Treppenlift.

Das stimmt.

Stimmt, als Zuschuss zur Anpassung der Wohnung von bis zu 4.180 € je Maßnahme, mit jedem Pflegegrad. Leben mehrere Pflegebedürftige zusammen, kann sich der Zuschuss vervielfachen.

Häufige Fehler beim Abschluss

  • Nur auf das Heim schauen und die ambulante Leistung vernachlässigen
  • Bis 60 warten, wenn Beiträge hoch sind und Vorerkrankungen den Abschluss verhindern
  • Allein den Pflege-Bahr abschließen und die Lücke für gedeckt halten
  • Das Tagegeld ohne Dynamik vereinbaren
  • Eine Pflegekostenversicherung wählen, obwohl Angehörige pflegen sollen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Was zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung?

Feste Beträge je Pflegegrad: 2026 als Pflegegeld zwischen 347 und 990 Euro im Monat bei häuslicher Pflege, im Heim zwischen 805 und 2.096 Euro. Die tatsächlichen Kosten liegen meist deutlich darüber. Deshalb spricht man von einer Teilkaskoversicherung.

Was ist der Pflege-Bahr?

Eine staatlich geförderte Pflegetagegeldversicherung. Wer mindestens 10 Euro im Monat zahlt, bekommt 5 Euro Zulage. Versicherer dürfen niemanden wegen seiner Gesundheit ablehnen, dafür gilt eine Wartezeit von bis zu fünf Jahren. Für Gesunde sind ungeförderte Tarife meist leistungsstärker.

Ab welchem Alter sollte ich eine Pflegezusatzversicherung abschließen?

Zwischen 30 und 50, solange Sie gesund sind. Der Beitrag ist dann niedrig und bleibt es länger. Mit Mitte fünfzig steigt der Einstiegsbeitrag spürbar, und Vorerkrankungen führen häufiger zur Ablehnung.

Müssen meine Kinder für meine Pflege zahlen?

Nur wenn ihr Jahresbruttoeinkommen über 100.000 Euro liegt. Darunter verzichtet das Sozialamt auf den Rückgriff. Ihr eigenes Vermögen und das Ihres Ehepartners wird dagegen herangezogen, bevor das Amt zahlt.

Wer stellt den Pflegegrad fest?

Für gesetzlich Versicherte der Medizinische Dienst, für Privatversicherte Medicproof. Die meisten Pflegezusatzversicherungen übernehmen diese Einstufung, eine eigene Begutachtung durch den Versicherer ist dann nicht nötig.

Was ist besser, Pflegetagegeld oder Pflegerente?

Pflegetagegeld ist günstiger und flexibler, die Beiträge können aber steigen. Die Pflegerente kostet mehr, hat feste Beiträge und oft einen Rückkaufswert. Für die meisten reicht ein gutes Pflegetagegeld mit Dynamik.

Zahlt die Pflegezusatzversicherung bei Demenz?

Ja, wenn ein Pflegegrad festgestellt ist. Seit 2017 werden kognitive Einschränkungen bei der Einstufung gleichwertig berücksichtigt. Manche Tarife zahlen bei Demenz zusätzlich.

Wie hoch sollte das Pflegetagegeld sein?

Als Faustregel so hoch, dass es den Eigenanteil im Heim abzüglich Ihrer Rente deckt. Wer eine Rente von 1.800 Euro erwartet und mit 3.300 Euro Eigenanteil rechnet, braucht rund 1.500 Euro im Monat, also 50 Euro am Tag in Pflegegrad 5.

NAMMERT Versicherungsmakler

Angebote für Pflegezusatz anfordern

Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich. Kostenlos und ohne Verpflichtung, die Vergütung zahlt der Versicherer.

1Für wen?
2Welche Versicherungen?

Mehrere möglich. Zu jeder gewählten Sparte erscheinen die Angaben, die ein Versicherer für ein Angebot braucht.

Privat

Gewerbe

3Angaben zu Ihren Wünschen

Pflegezusatzversicherung

4Ihr bisheriger Vertrag
5Wie erreichen wir Sie?

Das gehört oft dazu

Krankenzusatz

Welche Krankenzusatzversicherung ist wirklich sinnvoll?

Private Rente

Lohnt sich eine private Rentenversicherung überhaupt noch?

Risikoleben

Wie hoch sollte die Versicherungssumme einer Risikolebensversicherung sein?

Boot oder Yacht? Da sind wir nicht Makler, sondern Assekuradeur: eigene Tarife, eigene Schadenregulierung.

Zur Bootsversicherung

NAMMERT Assekuradeur GmbH, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand

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