Alles zur Versicherung: Privathaftpflicht
Was kostet eine Privathaftpflichtversicherung?
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Kurz gesagt
Nur wenn Ihr Tarif es ausdrücklich einschließt. Ältere und einfache Verträge schließen Schäden an geliehenen, gemieteten oder geleasten Sachen aus. Gute Tarife zahlen dafür meist bis 10.000 oder 50.000 Euro, manche bis 100.000 Euro. Ein solcher Tarif kostet für Singles etwa 40 bis 120 Euro im Jahr.
Richtwerte für eine Privathaftpflicht, die Schäden an geliehenen Sachen einschließt.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Single, Tarif mit Leihsachen bis 10.000 Euro | etwa 40 bis 120 Euro im Jahr |
| Familie, Tarif mit Leihsachen | etwa 60 bis 180 Euro im Jahr |
| Älterer Vergleich von Tarifen mit Leihsachen | etwa 95 bis 133 Euro im Jahr |
Richtwerte, Stand September 2026, aus öffentlich genannten Beitragsspannen.
Der ältere Vergleich stammt aus dem Jahr 2014 und zeigt,
dass der Schutz früher nur in teuren Tarifen stand;
heute ist er auch in günstigen Tarifen verbreitet (Richtwert aus der Angebotspraxis).
Rechenbeispiel
Sie leihen sich die Kamera eines Freundes. Am Strand fällt sie auf Steine, das Objektiv ist zerbrochen.
| Reparatur des Objektivs | 650 Euro |
| Zahlung mit Leihsachen im Tarif | 650 Euro |
| Zahlung ohne Leihsachen im Tarif | 0 Euro |
Mit dem richtigen Tarif ist der Schaden erledigt. Ohne ihn zahlen Sie die 650 Euro selbst.
Die Privathaftpflicht zahlt Schäden, die Sie anderen zufügen. Eine geliehene Sache nutzen Sie aber wie Ihre eigene, und eigene Sachen versichert die Haftpflicht nicht. Deshalb standen Leihsachen jahrzehntelang auf der Ausschlussliste.
Viele neuere Tarife haben das geändert. Ob Ihr Vertrag dazugehört, sehen Sie nur im Bedingungstext oder in der Leistungsübersicht.
Mitversichert sind meist bewegliche Sachen, die Sie privat und unentgeltlich geliehen oder gemietet haben: Werkzeug, Kamera, Laptop, Sportgeräte, die Bohrmaschine vom Nachbarn.
Fast immer ausgenommen sind Kraftfahrzeuge, Anhänger, Boote und Luftfahrzeuge, dazu Geld, Wertpapiere und Schmuck. Auch Sachen, die Sie für den Beruf nutzen, fallen meist heraus, ebenso normale Abnutzung.
| Geliehene Sache | In guten Tarifen gedeckt? |
|---|---|
| Bohrmaschine vom Nachbarn fällt herunter | ja |
| Kamera eines Freundes im Urlaub beschädigt | ja, bis zur Summe für Leihsachen |
| Geliehenes Fahrrad gestohlen | meist nein, Diebstahl ist oft ausgeschlossen |
| Geliehenes Auto oder Motorrad beschädigt | nein, das ist Sache der Kfz-Versicherung |
| Geliehenes Boot oder Kanu beschädigt | meist nein, dafür gibt es eigene Versicherungen |
| Firmenlaptop fällt zu Boden | meist nein, berufliche Nutzung |
Geliehen heißt unentgeltlich, gemietet heißt gegen Geld. Manche Tarife decken nur das eine. Wer Skier, E-Bikes oder Werkzeug gern mietet, sollte prüfen, ob gemietete bewegliche Sachen mit genannt sind.
Geleaste Sachen, etwa ein geleastes Dienstrad, sind fast immer ausgeschlossen. Für sie gibt es in der Regel eine eigene Versicherung über den Leasingvertrag.
Leihen Sie sich selten etwas und nur Dinge von geringem Wert, lohnt der Wechsel allein wegen dieses Punktes kaum. Für teure Leihgaben kann es günstiger sein, mit dem Eigentümer vorab zu klären, wer was trägt.
Fragen und Antworten
Weil ältere und einfache Tarife geliehene Sachen ausschließen.
Neuere Tarife zahlen dafür meist bis zu einer festen Summe.
Bei Beschädigung in guten Tarifen ja.
Bei Diebstahl meist nicht, dafür wäre eine Fahrradversicherung des Eigentümers da.
Wasserfahrzeuge sind in der Privathaftpflicht bei Schäden am Fahrzeug selbst meist ausgeschlossen.
Wer öfter fremde Boote nutzt, braucht eigenen Schutz, zum Beispiel eine Charter-Kaskoversicherung.
In der Regel nur der Zeitwert oder die Reparatur.
Das entspricht dem gesetzlichen Schadensersatz.
Wenn Ihr Tarif weltweit gilt, meist ja.
Prüfen Sie, ob die Summe für Leihsachen im Ausland gleich bleibt.
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