Alles zur Versicherung: Privathaftpflicht
Was kostet eine Privathaftpflichtversicherung?
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Kurz gesagt
Mindestens 10 Millionen Euro pauschal für Personen- und Sachschäden, besser 50 Millionen. Der Aufpreis für die höhere Summe liegt meist nur bei wenigen Euro im Jahr. Wichtiger als die große Zahl vorne im Vertrag sind oft die kleinen Teilsummen für Mietsachen, Schlüssel oder Kinder.
Was die Summe am Beitrag ändert, nach veröffentlichten Tarifbeispielen und Testergebnissen.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Single, Deckung 10 bis 50 Millionen Euro | etwa 40 bis 120 Euro im Jahr |
| Familie, Deckung 10 bis 50 Millionen Euro | etwa 60 bis 180 Euro im Jahr |
| Sehr gute Tarife im Test | ab etwa 48 Euro im Jahr, Durchschnitt rund 99 Euro |
| Aufpreis von 10 auf 50 Millionen Euro | meist nur wenige Euro, etwa 0 bis 10 Euro im Jahr |
Richtwerte, Stand September 2026, aus öffentlich genannten Tarifbeispielen und Testergebnissen. Die Spanne von 0 bis 10 Euro Aufpreis ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Ein vereinfachtes Beispiel, wie sich ein schwerer Personenschaden zusammensetzen kann. Die Beträge sind gerundete Annahmen, keine Urteilswerte.
| Behandlung und Reha | etwa 300.000 Euro |
| Umbau von Wohnung und Auto | etwa 150.000 Euro |
| Pflege über 30 Jahre | etwa 2.000.000 Euro |
| Verdienstausfall und Schmerzensgeld | etwa 1.000.000 Euro |
Zusammen rund 3,5 Millionen Euro. Ein alter Vertrag mit 3 Millionen für Personen wäre ausgeschöpft, 10 oder 50 Millionen reichen.
Teuer wird es fast nie bei Sachen, sondern bei Menschen. Wird jemand schwer verletzt, zahlt die Haftpflicht Behandlung, Umbau der Wohnung, Pflege über Jahrzehnte, Verdienstausfall und Schmerzensgeld. Solche Fälle erreichen schnell mehrere Millionen Euro.
Was über der Deckungssumme liegt, zahlen Sie selbst, notfalls über viele Jahre aus Einkommen und Vermögen. Deshalb ist die Summe keine Stelle zum Sparen.
Gute Verträge nennen eine pauschale Summe für Personen- und Sachschäden zusammen. Ältere Verträge teilen manchmal auf, etwa 3 Millionen für Personen und deutlich weniger für Sachen. Das reicht heute nicht mehr.
Dazu kommen Teilsummen für einzelne Bausteine. Sie stehen in der Leistungsübersicht und sind oft viel niedriger als die große Summe.
| Baustein | Übliche Spanne der Teilsumme |
|---|---|
| Personen- und Sachschäden pauschal | 10 bis 50 Millionen Euro, teils mehr |
| Schäden durch deliktunfähige Kinder | 10.000 Euro bis zur vollen Deckungssumme |
| Verlust fremder Schlüssel | etwa 10.000 bis 50.000 Euro |
| Geliehene oder gemietete Sachen | häufig bis 50.000 Euro |
| Mietsachschäden an Wohnräumen | je nach Tarif bis zur vollen Summe |
Wer allein lebt, keine Kinder hat und den günstigsten guten Tarif sucht, ist mit 10 Millionen solide abgesichert. Ein Wechsel nur wegen der Summe lohnt sich dann selten, solange der Vertrag sonst aktuell ist.
Einen alten Vertrag mit getrennten, niedrigen Summen sollten Sie dagegen nicht behalten, auch wenn er billig ist.
Viele Tarife zahlen auch, wenn Ihnen jemand ohne Versicherung und ohne Geld einen Schaden zufügt. Diese Forderungsausfalldeckung gilt meist bis zur eigenen Deckungssumme, oft mit einer Mindestschadenhöhe. Eine hohe Summe schützt Sie also in beide Richtungen.
Fragen und Antworten
Für schwere Personenschäden ist das knapp. Weil der Aufpreis für 10 oder 50 Millionen gering ist, lohnt sich die höhere Summe fast immer.
Zwingend nicht. 10 Millionen gelten als Untergrenze. 50 Millionen geben Reserve für Großschäden und kosten meist nur wenige Euro mehr.
Nein. Die Privathaftpflicht ist freiwillig, deshalb gibt es anders als beim Auto keine vorgeschriebene Summe.
Meist je Schadenfall, oft mit einer Höchstgrenze für alle Schäden eines Jahres, zum Beispiel das Doppelte. Das steht im Versicherungsschein.
Den Rest schulden Sie selbst. Gläubiger können dann auf Einkommen und Vermögen zugreifen, unter Umständen über viele Jahre.
Oft ja, per Umstellung auf einen neueren Tarif beim selben Versicherer. Vergleichen Sie dabei gleich den übrigen Umfang.
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