Alles zur Versicherung: Photovoltaik
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Kurz gesagt
Rechnen Sie mit etwa 3 bis 9 Euro Beitrag je 1.000 Euro Anlagenwert im Jahr. Für eine 10-kWp-Anlage mit rund 15.000 Euro Versicherungssumme sind das etwa 80 bis 130 Euro, mit Speicher und Ertragsausfall eher 110 bis 200 Euro. Als Baustein zur Wohngebäudeversicherung geht es ab etwa 35 Euro im Jahr los.
Richtwerte aus veröffentlichten Tarifbeispielen und Testergebnissen für Deutschland, Stand September 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| 5 kWp Aufdachanlage, Basisschutz | etwa 50 bis 80 Euro im Jahr |
| 10 kWp Aufdachanlage, Basisschutz | etwa 80 bis 130 Euro im Jahr |
| 10 kWp mit Speicher und Ertragsausfall | etwa 110 bis 200 Euro im Jahr |
| 7 kWp, Versicherungssumme 20.000 Euro, eigene Police mit Mindestschutz | etwa 65 bis 137 Euro im Jahr |
| Photovoltaikbaustein zur bestehenden Wohngebäudeversicherung | ab etwa 35 Euro im Jahr, teils 0 bis 50 Euro |
| 30 kWp auf Scheune oder Halle, Basisschutz | etwa 200 bis 350 Euro im Jahr |
Richtwerte, Stand September 2026, aus öffentlich genannten Tarifbeispielen und Testergebnissen. Die Faustformel von 3 bis 9 Euro je 1.000 Euro Anlagenwert haben wir aus diesen Beispielen abgeleitet. Der Zuschlag für eine Wallbox ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis. Ihr Beitrag hängt von Leistung, Aufstellung, Selbstbeteiligung und Umfang ab; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
So setzt sich der Jahresbeitrag zusammen, wenn Sie eine eigene Police mit Allgefahren wählen.
| Versicherungssumme (Anlage inklusive Montage) | 16.000 Euro |
| Basisschutz Allgefahren | etwa 80 bis 130 Euro |
| Speicher mit 8 kWh eingeschlossen | etwa 30 bis 80 Euro |
| Ertragsausfall bis 12 Monate | etwa 20 bis 40 Euro |
| Abzug durch Selbstbeteiligung 250 Euro | etwa 15 bis 25 Prozent weniger |
Zusammen etwa 105 bis 190 Euro im Jahr, rund 9 bis 16 Euro im Monat. Das sind 6,5 bis 12 Euro je 1.000 Euro Anlagenwert.
Versicherer rechnen die Photovoltaikversicherung nicht nach Kilowattstunden, sondern nach der Versicherungssumme. Das ist der Neuwert der Anlage einschließlich Montage, Wechselrichter, Gerüst und Kabeln, nicht der Restwert nach Jahren.
Auf diese Summe kommt ein Promillesatz. Aus den veröffentlichten Beispielen ergeben sich etwa 3 bis 9 Euro je 1.000 Euro Anlagenwert im Jahr, also grob 0,3 bis 0,9 Prozent. Eine 10-kWp-Anlage kostet meist 15.000 bis 18.000 Euro, daraus werden etwa 80 bis 130 Euro Beitrag im Jahr für den Basisschutz.
Kilowatt Peak, kurz kWp, ist die Leistung der Anlage unter genormten Prüfbedingungen. Sie steht auf dem Angebot Ihres Solarteurs und ist der Wert, nach dem die meisten Tarifrechner fragen.
| Anlagengröße | Basisschutz je Jahr | Premiumschutz je Jahr |
|---|---|---|
| 5 kWp | etwa 50 bis 80 Euro | etwa 70 bis 120 Euro |
| 10 kWp | etwa 80 bis 130 Euro | etwa 110 bis 200 Euro |
| 15 kWp | etwa 110 bis 180 Euro | etwa 150 bis 280 Euro |
| 20 kWp | etwa 140 bis 240 Euro | etwa 190 bis 360 Euro |
| 30 kWp | etwa 200 bis 350 Euro | etwa 280 bis 500 Euro |
Die Leistung ist der größte Hebel, weil sie die Versicherungssumme bestimmt. Danach kommt die Aufstellung: Eine Anlage auf dem eigenen Wohnhaus ist die günstigste Variante, eine Freiflächenanlage im Garten oder auf der Wiese kostet mehr, weil Diebstahl und Vandalismus dort leichter fallen.
Danach entscheiden Sie selbst über den Preis: Selbstbeteiligung, Ertragsausfall, Speicher und Wallbox verschieben den Beitrag deutlich. Auf den Beitrag kommen noch 19 Prozent Versicherungsteuer, die in den hier genannten Preisen meist schon enthalten sind.
| Faktor | Wirkung auf den Beitrag |
|---|---|
| Leistung in Kilowatt Peak | direkt, sie bestimmt die Versicherungssumme |
| Aufdachanlage auf dem Wohnhaus | günstigste Variante, meist der Basispreis |
| Freiflächenanlage im Garten | Zuschlag wegen Diebstahl und Vandalismus |
| Selbstbeteiligung 150 Euro | etwa 10 bis 15 Prozent weniger Beitrag |
| Selbstbeteiligung 250 Euro | etwa 15 bis 25 Prozent weniger Beitrag |
| Selbstbeteiligung 500 Euro | etwa 25 bis 35 Prozent weniger Beitrag |
| Ertragsausfall bis 12 Monate | etwa 20 bis 40 Euro mehr im Jahr |
| Ertragsausfall bis 24 Monate | etwa 35 bis 60 Euro mehr im Jahr |
| Stromspeicher 5 bis 10 kWh | etwa 30 bis 80 Euro mehr im Jahr |
| Wallbox mitversichert | kleiner Zuschlag, oft im Paket enthalten (Richtwert aus der Angebotspraxis) |
Es gibt drei Wege. Erstens: Die Anlage ist in der Wohngebäudeversicherung bereits mitversichert, dann kostet sie nichts extra, gedeckt sind aber meist nur Feuer, Sturm, Hagel und Leitungswasser. Zweitens: Sie ergänzen einen Photovoltaikbaustein, der beginnt bei etwa 35 Euro im Jahr. Drittens: eine eigene Photovoltaikversicherung als Allgefahrendeckung.
Eine Untersuchung der Stiftung Warentest rechnete mit einer 7-kWp-Anlage und 20.000 Euro Versicherungssumme. Der Baustein zur Gebäudepolice war ab rund 35 Euro zu haben, die eigenständigen Tarife mit ausreichendem Mindestschutz lagen bei 65 bis 137 Euro im Jahr.
Der Preisunterschied ist also kleiner, als viele denken. Entscheidend ist nicht der Beitrag, sondern was drinsteht: Der günstige Baustein deckt oft nur die benannten Gefahren, die eigene Police auch Bedienfehler, Marderbiss, Kurzschluss, Diebstahl und Schneedruck.
| Weg | Beitrag je Jahr | Typische Grenze |
|---|---|---|
| Bereits in der Wohngebäudeversicherung enthalten | 0 Euro | meist nur Feuer, Sturm, Hagel, Leitungswasser |
| Photovoltaikbaustein zur Gebäudepolice | ab etwa 35 Euro | Ertragsausfall klein oder gar nicht dabei |
| Eigene Photovoltaikversicherung | etwa 65 bis 137 Euro | Allgefahren, Ertragsausfall frei wählbar |
Der Ertragsausfall ersetzt die Einspeisevergütung und den selbst genutzten Strom für die Zeit, in der die Anlage nach einem gedeckten Schaden stillsteht. Bezahlt wird meist ein fester Betrag je Kilowatt Peak und Tag, oft bis zu 2,50 Euro.
Das klingt nach wenig, summiert sich aber: Bei 10 kWp und 60 Tagen Wartezeit auf einen neuen Wechselrichter sind das bis zu 1.500 Euro. Der Baustein kostet nur etwa 20 bis 40 Euro im Jahr für 12 Monate Haftzeit und hat damit das beste Verhältnis im ganzen Vertrag.
Achten Sie auf zwei Zahlen: die Haftzeit in Monaten und die Karenzzeit, also die Tage am Anfang, die Sie selbst tragen. Eine Karenzzeit von drei Tagen frisst bei einem kurzen Ausfall die ganze Leistung.
Die eigene Police lohnt sich, wenn Sie einen Speicher haben, eine Freiflächenanlage betreiben, viel einspeisen oder wenn Ihre Gebäudeversicherung nur die benannten Gefahren kennt. Auch bei einer Anlage über 20.000 Euro Wert ist der Aufpreis gemessen am Risiko klein.
Sie brauchen sie eher nicht, wenn Ihre Anlage klein ist, vollständig in der Wohngebäudeversicherung steckt und der Vertrag dort Allgefahren einschließt. Ein Balkonkraftwerk für wenige hundert Euro ist über die Hausratversicherung besser aufgehoben als über eine eigene Police mit Mindestbeitrag.
Ehrlich gesagt: Rein nach Zahlen ist eine Photovoltaikversicherung kein Sparmodell. Über 20 Jahre zahlen Sie bei 110 Euro im Jahr rund 2.200 Euro. Sie kaufen damit Planungssicherheit für den einen Fall, in dem Hagel oder ein Brand die Anlage auf einen Schlag zerstört.
Fragen und Antworten
Für eine übliche Anlage am Einfamilienhaus meist 7 bis 17 Euro im Monat. Ein Baustein zur Gebäudeversicherung kann schon ab etwa 3 Euro im Monat reichen.
Aus den veröffentlichten Beispielen ergeben sich etwa 3 bis 9 Euro je 1.000 Euro Anlagenwert im Jahr. Große Anlagen liegen eher am unteren Rand, kleine mit Mindestbeitrag am oberen.
Nein. Viele Tarife verlangen, dass der Speicher genannt wird, und rechnen ihn in die Versicherungssumme ein. Der Aufpreis liegt bei etwa 30 bis 80 Euro im Jahr.
Meist ja. Schon 250 Euro senken den Beitrag um etwa 15 bis 25 Prozent, und kleine Schäden an einer PV-Anlage sind ohnehin selten.
Nein. Banken verlangen sie aber häufig, wenn die Anlage über einen Kredit finanziert ist, und lassen sich die Entschädigung abtreten.
Viele Verträge passen die Versicherungssumme jährlich an gestiegene Modul- und Montagepreise an. Damit steigt auch der Beitrag, dafür bleibt der Schutz vollwertig.
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Brauche ich eine extra Versicherung für meine PV-Anlage?
Braucht man eine Versicherung für die Photovoltaikanlage?
Pflicht ist sie nicht. Für eine normale Anlage auf dem Eigenheim reicht meist der Einschluss in die Wohngebäudeversich …
Ist die PV-Anlage über die Gebäudeversicherung versichert?
Nur dann, wenn Ihr Versicherer die Anlage ausdrücklich eingeschlossen hat. Eine Aufdachanlage gilt in vielen Bedingung …
NAMMERT Assekuradeur GmbH, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand
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