Alles zur Versicherung: Berufsunfähigkeit
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Kurz gesagt
Rechnen Sie von unten: Monatskosten minus dem, was im Ernstfall wirklich bleibt. Für die meisten ergibt das 70 bis 80 Prozent des Nettoeinkommens, bei 2.500 Euro netto also 1.750 bis 2.000 Euro Rente. Nach oben begrenzen die Versicherer meist auf rund 60 Prozent des Bruttoeinkommens.
Richtwerte aus veröffentlichten Tarifbeispielen, Laufzeit bis 67, dazu die gesetzliche Leistung als Vergleich.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| 30 Jahre, Büro, 1.500 Euro Rente | rund 70 Euro im Monat |
| 30 Jahre, Büro, 2.000 Euro Rente | etwa 90 bis 100 Euro im Monat |
| 30 Jahre, Handwerk, 1.500 Euro Rente | oft 100 Euro und mehr über dem Bürotarif |
| Spanne über Berufe und Eintrittsalter | etwa 20 bis über 200 Euro im Monat |
| Gesetzliche Erwerbsminderungsrente zum Vergleich | im Schnitt etwa 1.091 Euro im Monat (2025) |
Richtwerte, Stand September 2026, aus öffentlich genannten Tarifbeispielen. Die Beiträge in der Tabelle und für 2.000 Euro Rente sind aus dem belegten Wert für 1.500 Euro hochgerechnet und damit Richtwert aus der Angebotspraxis. Ihr Beitrag hängt von Alter, Beruf, Gesundheit und Endalter ab; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Die Rente aus echten Zahlen statt aus einer Faustregel.
| Wohnen mit Nebenkosten und Strom | 980 Euro |
| Versicherungen und Beiträge | 310 Euro |
| Lebenshaltung, Auto, Telefon | 760 Euro |
| Ratenkredit | 180 Euro |
| Fällt weg: Fahrt zur Arbeit, Kantine, Arbeitskleidung | minus 150 Euro |
| Bedarf im Monat | 2.080 Euro |
| Bleibt: Erwerbsminderungsrente, nur bei allgemeiner Erwerbsminderung | etwa 900 Euro, im Zweifel nichts |
| Lücke | 1.180 Euro im günstigen Fall, 2.080 Euro im schlechten |
| Kranken- und Pflegebeiträge aus der BU-Rente | rund 19 bis 20 Prozent, bei 2.000 Euro etwa 380 bis 400 Euro |
Er wählt 2.000 Euro Rente mit Dynamik, also 80 Prozent vom Netto. Nach den Kassenbeiträgen bleiben davon rund 1.600 Euro, zusammen mit einer Erwerbsminderungsrente reicht das für den Bedarf, ohne sie wird es knapp. Beitrag als Richtwert etwa 90 bis 100 Euro im Monat.
Eine Faustregel kennt Ihre Miete nicht. Nehmen Sie einen Zettel und schreiben Sie vier Blöcke auf: Wohnen mit Nebenkosten und Strom, Versicherungen und Beiträge, Lebenshaltung mit Essen, Auto, Telefon und Kleidung, dazu Kredite und Raten. Jahresbeiträge teilen Sie durch zwölf, sonst fehlen sie in der Rechnung.
Dann ziehen Sie ab, was mit dem Berufsleben wegfällt: Fahrt zur Arbeit, Kantine, Arbeitskleidung, Fortbildung. Und Sie rechnen dazu, was neu kommt: Zuzahlungen, Fahrten zu Ärzten, manchmal Hilfe im Haushalt. Was übrig bleibt, ist Ihr echter Bedarf im Monat.
Zuerst kommt Krankengeld, in der Regel für höchstens 78 Wochen. Danach greift die gesetzliche Erwerbsminderungsrente, aber nur bei allgemeiner Erwerbsminderung: die volle Rente, wenn Sie in keinem Beruf mehr drei Stunden täglich arbeiten können, die halbe bei drei bis unter sechs Stunden. Ob Sie Ihren eigenen Beruf noch schaffen, spielt dabei keine Rolle.
Die Höhe ist ernüchternd: im Schnitt lagen die gezahlten Erwerbsminderungsrenten 2025 bei etwa 1.091 Euro im Monat, und dafür brauchen Sie fünf Jahre Wartezeit und in der Regel drei Jahre Pflichtbeiträge in den letzten fünf Jahren. Wer jung ausfällt, hat wenig Rentenpunkte. Rechnen Sie zusätzlich nur ein, was sicher ist: ein Partnereinkommen, das die Miete allein trägt, oder Vermögen, das Sie nicht für etwas anderes brauchen.
Die Tabelle zeigt die Spanne von 70 bis 80 Prozent des Netto und den Beitrag, der als Richtwert dazu gehört. Sie ist ein Startpunkt für Ihre eigene Rechnung, kein Ersatz dafür.
Wer Kinder, ein Haus oder einen laufenden Kredit hat, landet fast immer am oberen Ende. Wer allein lebt, zur Miete wohnt und keine Raten zahlt, kommt auch mit weniger aus.
| Nettoeinkommen | Empfohlene BU-Rente | Beitrag, 30 Jahre, Büro, bis 67 |
|---|---|---|
| 1.800 Euro | 1.250 bis 1.450 Euro | etwa 58 bis 68 Euro |
| 2.200 Euro | 1.550 bis 1.750 Euro | etwa 72 bis 82 Euro |
| 2.500 Euro | 1.750 bis 2.000 Euro | etwa 82 bis 94 Euro |
| 3.000 Euro | 2.100 bis 2.400 Euro | etwa 98 bis 112 Euro |
| 3.500 Euro | 2.450 bis 2.800 Euro | etwa 114 bis 131 Euro |
Kranken- und Pflegeversicherung laufen weiter, und sie werden aus der BU-Rente bezahlt. Wer freiwillig in der gesetzlichen Kasse bleibt, trägt beide Anteile selbst, zusammen rund 19 bis 20 Prozent. Aus 2.000 Euro Rente werden so etwa 1.600 Euro. Privat Versicherte zahlen ihren Beitrag unverändert weiter. Diese Summe fehlt in jeder Faustregel.
Der zweite Punkt ist die Zeit. Eine feste Rente ohne Dynamik verliert an Wert: 1.500 Euro sind nach fünfzehn Jahren bei zwei Prozent Inflation nur noch etwa 1.115 Euro wert. Eine Leistungsdynamik hebt die Rente auch während der Zahlung an, meist um 1 bis 3 Prozent im Jahr. Dazu kommt, dass Sie während der Berufsunfähigkeit kaum Rentenpunkte sammeln, die Altersrente also später kleiner ausfällt.
Nach oben ist nicht alles möglich. Versicherer prüfen die Angemessenheit und sichern meist höchstens rund 60 Prozent des Bruttoeinkommens ab, manche 70 Prozent brutto oder 80 Prozent netto. Dahinter steht der Gedanke, dass niemand im Leistungsfall mehr Geld haben soll als vorher.
Für Studierende, Auszubildende und Menschen ohne eigenes Einkommen gelten feste Höchstbeträge, oft zwischen 1.000 und 1.500 Euro. Der Weg nach oben führt dann über die Nachversicherungsgarantie: nach Berufsstart, Gehaltssprung, Heirat, Geburt oder Hauskauf erhöhen Sie ohne neue Gesundheitsfragen.
Eine BU nützt nur, solange Sie sie zahlen. Wenn der rechnerisch richtige Beitrag Ihr Budget sprengt, nehmen Sie die kleinere Rente. 1.200 Euro bis 67 sind mehr wert als 2.200 Euro, die Sie nach vier Jahren kündigen, denn beim Neuabschluss zählen Alter und Gesundheit von heute.
Kürzen Sie dabei am Betrag, nicht an der Laufzeit und nicht an den Bedingungen. Der Verzicht auf die Verweisung, die Laufzeit bis zum Rentenbeginn und die Nachversicherungsgarantie kosten Geld, aber sie entscheiden darüber, ob überhaupt gezahlt wird.
Fragen und Antworten
70 bis 80 Prozent passen für die meisten. Die untere Grenze von 60 Prozent reicht nur, wenn Sie wenige feste Kosten und keine Kredite haben.
Meist rund 60 Prozent des Bruttoeinkommens. Einige Versicherer rechnen mit 70 Prozent brutto oder 80 Prozent netto, und für Studierende gelten Höchstbeträge.
In der gesetzlichen Kasse als freiwillig Versicherter ja, und zwar beide Anteile, zusammen rund 19 bis 20 Prozent. Privat Versicherte zahlen ihren Beitrag weiter.
Sie lag 2025 im Schnitt bei etwa 1.091 Euro und kommt nur, wenn Sie in keinem Beruf mehr drei Stunden täglich arbeiten können.
Die Rente steigt jedes Jahr um den vereinbarten Satz, meist 1 bis 3 Prozent, im Vertrag und während der Leistung. Ohne sie frisst die Inflation den Schutz.
Ja. 1.200 Euro bis 67 nützen mehr als 2.200 Euro, die Sie nach vier Jahren nicht mehr zahlen können.
Mit einer Nachversicherungsgarantie ohne neue Gesundheitsfragen, meist nach Heirat, Geburt, Gehaltssprung, Hauskauf oder Berufsstart.
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Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Für 1.500 Euro Monatsrente bis 67 zahlen Sie mit 30 Jahren im Büro oft rund 70 Euro im Monat. Im Handwerk sind es schn …
Wie lange sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung laufen?
Bis zum regulären Rentenbeginn, für die meisten also bis 67. Gerade in den letzten Berufsjahren ist das Risiko am höch …
Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?
Ja, für fast alle, die von ihrem Arbeitseinkommen leben. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist niedrig und gilt n …
NAMMERT Assekuradeur GmbH, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand
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