Alles zur Versicherung: Private Rente
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Kurz gesagt
Vor allem für Selbstständige mit hohem Steuersatz. Beiträge sind 2026 bis 30.826 Euro für Ledige und bis 61.652 Euro für Paare zu 100 Prozent absetzbar. Der Preis dafür ist Unbeweglichkeit: Sie kommen nie wieder an das Geld, kündigen können Sie nicht, vererben nur mit Zusatzbaustein. Wer flexibel bleiben will, ist woanders besser aufgehoben.
Steuerwerte für das Jahr 2026 und ein Richtwert für die Ersparnis.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Höchstbetrag Sonderausgaben 2026, ledig | 30.826 Euro im Jahr |
| Höchstbetrag 2026, Ehepaare und eingetragene Partnerschaften | 61.652 Euro im Jahr |
| Absetzbarer Anteil seit dem Steuerjahr 2023 | 100 Prozent der Beiträge |
| Steuerpflichtiger Anteil der Rente bei Rentenbeginn 2026 | 84 Prozent |
| Steuerersparnis bei 6.000 Euro Beitrag und 42 Prozent Grenzsteuersatz | rund 2.500 Euro im Jahr |
Die Höchstbeträge und der Besteuerungsanteil sind gesetzlich festgelegt, Stand September 2026. Die Steuerersparnis ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis und hängt von Ihrem persönlichen Steuersatz ab; die genaue Wirkung rechnet Ihre Steuerberatung aus.
Rechenbeispiel
So wirkt der Steuervorteil in einem einzelnen Jahr.
| Beitrag in die Basisrente | 6.000 Euro |
| Davon absetzbar 2026 | 6.000 Euro, also der volle Beitrag |
| Grenzsteuersatz | 42 Prozent |
| Steuerersparnis | rund 2.500 Euro |
| Eigener Aufwand nach Steuern | rund 3.500 Euro |
Aus rund 3.500 Euro eigenem Geld werden 6.000 Euro Vorsorge. Dafür ist das Geld bis zur Rente gebunden, und die spätere Rente wird versteuert.
Der ganze Vorteil steckt in der Steuer. Beiträge sind seit dem Steuerjahr 2023 zu 100 Prozent als Sonderausgaben absetzbar, 2026 bis 30.826 Euro für Ledige und bis 61.652 Euro für Paare. Je höher Ihr Steuersatz, desto mehr bringt jeder eingezahlte Euro.
Das passt zu Selbstständigen und Freiberuflern, die nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung sind und in guten Jahren viel Steuer zahlen. Bei Angestellten kürzt das Finanzamt den Höchstbetrag um die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, dann bleibt meist wenig Luft.
Die Rürup-Rente ist die unbeweglichste Form der Altersvorsorge. Eingezahltes Geld ist gebunden, bis die Rente läuft. Eine Auszahlung auf einen Schlag ist nicht vorgesehen.
Wer nicht mehr zahlen kann, kann den Vertrag nur beitragsfrei stellen. Die Verwaltungskosten laufen dann weiter, die einmal gezahlten Abschlusskosten sind verloren.
| Was viele erwarten | Was wirklich gilt |
|---|---|
| Kündigen und Geld zurück | nicht möglich, nur beitragsfrei stellen |
| Beleihen oder verpfänden | nicht möglich |
| Vererben | nur mit Zusatzbaustein, der die eigene Rente senkt |
| Kapital auf einen Schlag | nicht möglich, nur lebenslange Rente |
| In einer Notlage darauf zugreifen | nicht möglich, das Kapital bleibt gebunden |
Was Sie heute sparen, holt sich das Finanzamt später zum Teil zurück. Die Rente wird nachgelagert besteuert. Wer 2026 in Rente geht, versteuert 84 Prozent der Rürup-Rente, und dieser Anteil bleibt ein Leben lang gleich.
Für jeden späteren Rentenbeginn steigt der Anteil um einen halben Punkt. Ab Rentenbeginn 2058 sind es 100 Prozent. Die Rechnung geht also nur auf, wenn Ihr Steuersatz im Ruhestand spürbar niedriger ist als heute.
Wenn Sie flexibel bleiben wollen, Ihr Einkommen schwankt oder Ihr Steuersatz ohnehin niedrig ist, bringt die Rürup-Rente wenig. Dann ist ein Sparplan, den Sie jederzeit anhalten und auflösen können, die ehrlichere Lösung.
Auch wer Angehörige absichern will, sollte genau rechnen. Ohne Zusatzbaustein bleibt das Kapital nach dem Tod in der Versichertengemeinschaft. Mit Zusatzbaustein sinkt die eigene Rente deutlich.
Fragen und Antworten
Nein. Sie können den Vertrag nur beitragsfrei stellen. Das eingezahlte Geld bleibt gebunden und wird später als lebenslange Rente ausgezahlt.
Bis 30.826 Euro als Ledige und bis 61.652 Euro als Paar, und zwar zu 100 Prozent. Bei Angestellten zieht das Finanzamt die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung davon ab.
Ohne Zusatzbaustein nicht, dann bleibt das Kapital in der Versichertengemeinschaft. Mit Hinterbliebenenschutz oder Rentengarantiezeit geht es an Angehörige, dafür fällt die eigene Rente niedriger aus.
Nein, ein Kapitalwahlrecht gibt es nicht. Ausgezahlt wird immer eine monatliche Rente auf Lebenszeit.
Selten. Der Höchstbetrag wird um die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gekürzt, und über den Betrieb gibt es für Angestellte oft den besseren Weg.
Bei Rentenbeginn 2026 sind 84 Prozent der Rente steuerpflichtig. Der Anteil steigt je Jahrgang um einen halben Punkt und liegt ab Rentenbeginn 2058 bei 100 Prozent.
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