Zum Inhalt springen

Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Privathaftpflicht

Lohnt sich eine Selbstbeteiligung in der Privathaftpflicht?

Kurz gesagt

Nur manchmal. In der Privathaftpflicht spart eine Selbstbeteiligung von 250 bis 300 Euro laut Tarifbeispielen etwa 38 bis 50 Euro im Jahr. Das lohnt sich, wenn Sie höchstens alle fünf bis acht Jahre einen kleinen Schaden melden. Weil sehr gute Familientarife ohne Selbstbeteiligung schon ab rund 48 Euro im Jahr zu haben sind, ist der Verzicht oft die bessere Wahl.

Lohnt sich eine Selbstbeteiligung in der Privathaftpflicht?

Was es kostet

Beitragsbeispiele mit und ohne Selbstbeteiligung aus veröffentlichten Testergebnissen.

BeispielRichtwert
Familientarif, 100 Millionen Euro Deckung, ohne Selbstbeteiligungetwa 120 Euro im Jahr
Derselbe Tarif mit 300 Euro Selbstbeteiligungetwa 82 Euro im Jahr
Umfangreicher Tarif mit Zusatzbaustein, ohne und mit 250 Euro Selbstbeteiligungetwa 144 statt 94 Euro im Jahr
Sehr gute Familientarife ohne Selbstbeteiligungab etwa 48 Euro im Jahr

Richtwerte, Stand Oktober 2026, aus öffentlich genannten Testergebnissen.

Die Ersparnis bei 150 Euro Selbstbeteiligung ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis;

das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Familie, zwei Kinder, zehn Jahre Vertrag

Beispielrechnung mit 300 Euro Selbstbeteiligung und 38 Euro Ersparnis im Jahr, bei drei kleinen Schäden in zehn Jahren.

Ersparnis über zehn Jahre380 Euro
Kind wirft Brille vom Tisch, Schaden 250 Euro250 Euro selbst
Geliehener Laptop fällt herunter, Schaden 600 Euro300 Euro selbst
Kratzer am Nachbarauto beim Radfahren, Schaden 400 Euro300 Euro selbst

Eigenanteil 850 Euro gegen 380 Euro Ersparnis: Die Familie zahlt mit Selbstbeteiligung 470 Euro drauf.

Wie die Selbstbeteiligung wirkt

Eine Selbstbeteiligung ist der Betrag, den Sie bei jedem Schaden selbst tragen. Liegt der Schaden darunter, zahlen Sie ihn ganz. Liegt er darüber, zieht der Versicherer den Betrag von seiner Zahlung ab.

Großschäden bleiben trotzdem voll versichert, und auch die Abwehr unberechtigter Forderungen läuft weiter. Die Selbstbeteiligung verschiebt also nur kleine Beträge zu Ihnen, nicht das große Risiko.

Die Rechnung dahinter

Ob sie sich lohnt, ist eine einfache Teilung: Eigenanteil geteilt durch jährliche Ersparnis ergibt die Zahl der Jahre, die Sie schadenfrei bleiben müssen, damit es aufgeht.

Bei 300 Euro Eigenanteil und 38 Euro Ersparnis sind das knapp acht Jahre. Bei 250 Euro und 50 Euro Ersparnis sind es fünf Jahre. Wer Kinder hat oder oft Sachen leiht, meldet meist häufiger.

EigenanteilErsparnis im JahrSchadenfreie Jahre bis zum Ausgleich
300 Euro38 Euroknapp 8
250 Euro50 Euro5
150 Eurooft nur 10 bis 20 Euroetwa 8 bis 15

Wann sie passt und wann nicht

Sinnvoll ist sie, wenn Sie kleine Schäden ohnehin selbst regeln würden, etwa die zerbrochene Vase beim Nachbarn, und der Beitrag spürbar sinkt.

Unpassend ist sie für Familien mit kleinen Kindern, für Menschen, die oft fremde Dinge nutzen, und überall dort, wo die Ersparnis nur wenige Euro beträgt. Viele Schäden in der Privathaftpflicht liegen gerade im Bereich von einigen Hundert Euro: Handy, Brille, Laptop, Mietwohnung. Genau diese zahlen Sie dann selbst.

Was Verbraucherschützer raten

Die Stiftung Warentest empfiehlt Tarife mit Selbstbeteiligung nicht, weil die Ersparnis meist gering ist. Das ist kein Verbot, aber ein guter Maßstab: Erst einen sehr guten Tarif ohne Eigenanteil suchen, dann vergleichen, was die Variante mit Eigenanteil wirklich spart.

Schritt für Schritt

  1. Einen sehr guten Tarif ohne Selbstbeteiligung als Vergleichswert heraussuchen.
  2. Denselben Tarif mit Selbstbeteiligung rechnen lassen.
  3. Eigenanteil durch die jährliche Ersparnis teilen.
  4. Ehrlich schätzen, wie oft Sie in den letzten Jahren einen Schaden hatten.
  5. Nur zugreifen, wenn die Rechnung klar für die Selbstbeteiligung spricht.

Checkliste

  • Ersparnis mindestens ein Fünftel des Eigenanteils im Jahr
  • Eigenanteil gilt je Schaden, nicht je Jahr: Bedingungen lesen
  • Kleine Kinder oder viele Leihsachen im Haushalt bedacht
  • Leistungen beider Varianten sind gleich
  • Rücklage für den Eigenanteil vorhanden

Häufige Fehler

  • Nur auf den niedrigeren Beitrag schauen und die Zahl der Schäden vergessen
  • Eine Selbstbeteiligung wählen, obwohl sie nur wenige Euro spart
  • Übersehen, dass der Eigenanteil auch bei großen Schäden abgezogen wird
  • Für Kinderschäden mit Eigenanteil rechnen, die ohnehin häufig vorkommen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Welche Selbstbeteiligung ist in der Privathaftpflicht üblich?

Meist 150, 250 oder 300 Euro je Schaden.

Manche Tarife bieten auch höhere Stufen, die den Beitrag aber kaum weiter senken.

Gilt die Selbstbeteiligung je Schaden oder je Jahr?

In den meisten Tarifen je Schaden.

Wer zweimal im Jahr meldet, zahlt den Eigenanteil zweimal.

Ihre Bedingungen sagen es genau.

Zahlt der Versicherer bei Schäden unter der Selbstbeteiligung gar nichts?

Er zahlt dann nichts an den Geschädigten.

Unberechtigte Forderungen wehrt er in vielen Tarifen trotzdem ab, auch bei kleinen Beträgen.

Kann ich die Selbstbeteiligung später ändern?

Oft ja, zum nächsten Versicherungsjahr oder bei einem Tarifwechsel.

Fragen Sie vorher, wie sich der Beitrag ändert.

Lohnt sich eine Selbstbeteiligung für Singles?

Eher als für Familien, weil Singles seltener melden.

Entscheidend bleibt, ob die Ersparnis spürbar ist.

Ist ein Tarif mit Selbstbeteiligung schlechter?

Nicht unbedingt.

Die Leistungen können gleich sein, nur kleine Schäden tragen Sie selbst.

Vergleichen Sie beide Varianten desselben Tarifs.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

Angebot anfordern: Privathaftpflicht

Wir vergleichen Versicherer und melden uns.

Kostenlos, die Vergütung zahlt der Versicherer.

1Für wen?
2Welche Versicherungen?

Mehrere möglich. Zu jeder Sparte erscheinen die Angaben, die ein Versicherer braucht.

Privat

Gewerbe

3Angaben zu Ihren Wünschen

Privathaftpflichtversicherung

Zum Beispiel berufliche Schlüssel, Drohne, kleines Boot, Ferienwohnung

4Ihr bisheriger Vertrag
5Wie erreichen wir Sie?

Für Sie kostenlos und unverbindlich. Wir melden uns persönlich bei Ihnen.

Passende Fragen

Stand

War das hilfreich?

Norman Nammert Stefan Heinz Josy Olivia Jäkel

Kostenloser Rückruf

Lieber sprechen? Wir rufen zurück.

Nummer und Wunschzeit genügen, jemand aus unserem Team meldet sich.

Wir sind Makler und vermitteln Ihnen genau den Tarif, den Sie gewählt haben,

bei jedem Versicherer am Markt.

  • Kostenlos und unverbindlich
  • Beratung ohne Versicherungslatein
  • Angebot direkt im Gespräch möglich

Sofort erreichbar: 03375 / 29 12 77 · WhatsApp · info@nammert.com

Wunschzeit

Ihre Angaben nutzen wir nur für den Rückruf. Mehr dazu im Datenschutz.