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D&O-Versicherung: wenn der Geschäftsführer mit dem Privatvermögen haftet

Wer eine GmbH oder AG führt, haftet der eigenen Gesellschaft für Pflichtverletzungen persönlich und unbeschränkt. Die D&O-Versicherung, auch Managerhaftpflicht genannt, übernimmt berechtigte Forderungen und die oft teure Abwehr. Sie ist keine Pflicht, aber für jede Kapitalgesellschaft mit echtem Geschäftsbetrieb eine ernsthafte Frage.

D&O-Versicherung (Managerhaftpflicht)

Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt

Braucht ein GmbH-Geschäftsführer eine D&O-Versicherung?

In den meisten Fällen ja. Nach § 43 GmbHG haftet der Geschäftsführer der Gesellschaft für jeden Schaden aus einer Pflichtverletzung mit seinem Privatvermögen, mehrere Geschäftsführer gemeinsam. Die GmbH schützt die Gesellschafter, nicht die Geschäftsführung. Besonders gefährlich sind die Krise und die Insolvenz: Zahlungen nach Insolvenzreife muss der Geschäftsführer nach § 15b InsO persönlich erstatten. Auch ein Gesellschafter-Geschäftsführer ist nicht sicher, weil der Insolvenzverwalter die Ansprüche der Gesellschaft geltend macht.

Innenhaftung: die eigene Firma als Gegner

Die meisten Ansprüche gegen Manager kommen nicht von Kunden oder Lieferanten, sondern von der eigenen Gesellschaft. Das Gesetz spricht von Innenhaftung: Die GmbH verlangt vom Geschäftsführer den Schaden zurück, den er ihr durch eine Pflichtverletzung zugefügt hat, etwa durch einen unbesicherten Großauftrag, eine vergessene Versicherung oder fehlende Kontrolle der Buchhaltung.

Für den Geschäftsführer ist dabei die Beweislast unangenehm verteilt. Die Gesellschaft muss nur den Schaden und ein möglicherweise pflichtwidriges Verhalten darlegen, der Geschäftsführer muss dann beweisen, dass er sorgfältig gehandelt hat. Das gilt für den Vorstand ausdrücklich (§ 93 Abs. 2 AktG) und wird von der Rechtsprechung auf den GmbH-Geschäftsführer übertragen. Wer Entscheidungen nicht dokumentiert, verliert solche Verfahren leicht.

Krise und Insolvenz: der teuerste Moment für Geschäftsführer

Ist die Gesellschaft zahlungsunfähig, muss der Geschäftsführer spätestens nach drei Wochen Insolvenz beantragen, bei Überschuldung nach sechs Wochen (§ 15a InsO). Zahlungen, die er nach Eintritt der Insolvenzreife noch veranlasst, muss er der Gesellschaft ersetzen (§ 15b InsO). Der Insolvenzverwalter prüft genau diese Zahlungen und macht sie routinemäßig geltend.

Hinzu kommen Haftungsrisiken gegenüber Behörden: Für nicht abgeführte Steuern haftet der Geschäftsführer persönlich (§ 69 AO), für vorenthaltene Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung ebenfalls, wobei § 266a StGB schon strafbar macht. Solche Ansprüche sind in der D&O nur teilweise gedeckt, bei wissentlicher Pflichtverletzung gar nicht. Gute Bedingungen schließen die Ansprüche aus § 15b InsO ausdrücklich ein.

Wie die Deckung zeitlich funktioniert

Die D&O arbeitet nach dem Anspruchserhebungsprinzip. Versichert ist ein Anspruch, der während der Vertragslaufzeit erstmals erhoben wird, auch wenn die Pflichtverletzung länger zurückliegt, soweit eine Rückwärtsdeckung vereinbart ist. Endet der Vertrag, sichert nur die Nachmeldefrist Ansprüche, die erst danach gestellt werden.

Daraus folgen zwei Regeln. Erstens: Den Vertrag nicht ohne Anschlussdeckung kündigen, auch nicht beim Verkauf oder bei der Liquidation der Firma. Zweitens: Ausgeschiedene Geschäftsführer bleiben über die Police der Gesellschaft versichert, solange diese weiterläuft. Wer ausscheidet, sollte sich die Fortführung schriftlich bestätigen lassen.

Die Versicherungssumme ist für alle da, auch für die Anwälte

Die Deckungssumme gilt in der Regel für alle versicherten Personen zusammen und für ein ganzes Versicherungsjahr. Die Kosten der Abwehr, also Anwälte, Gutachter und Gerichte, werden meist auf diese Summe angerechnet. Ein langwieriges Verfahren kann einen erheblichen Teil verbrauchen, bevor überhaupt Schadenersatz fließt.

Gute Verträge haben deshalb eine zusätzliche Summe für Abwehrkosten, eine Wiederauffüllung nach einem Schaden oder eine reservierte Summe für einzelne Personen, etwa für ausgeschiedene Geschäftsführer. Bei mehreren Geschäftsführern lohnt außerdem der Blick auf die Rangfolge: Zuerst sollte die Summe den versicherten Personen zustehen, erst danach einer mitversicherten Gesellschaft.

Was versichert ist

  • Schadenersatzansprüche der eigenen Gesellschaft gegen Geschäftsführer, Vorstände und Aufsichtsräte
  • Ansprüche Dritter gegen die Organe persönlich (Außenhaftung)
  • Abwehrkosten für Anwälte, Gutachter und Gerichte
  • Ansprüche des Insolvenzverwalters, auch nach § 15b InsO, wenn eingeschlossen
  • Kosten der Verteidigung in Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren, je nach Tarif
  • Ausgeschiedene und künftige Organmitglieder sowie leitende Angestellte, je nach Tarif
  • Mandate in Tochtergesellschaften und, wenn vereinbart, in fremden Unternehmen
  • Pflichtverletzungen vor Vertragsbeginn, soweit Rückwärtsdeckung besteht

Was nicht versichert ist

  • Wissentliche Pflichtverletzungen und Vorsatz
  • Geldstrafen, Bußgelder und Steuern selbst
  • Ansprüche, die bei Vertragsschluss schon bekannt waren
  • Persönliche Bereicherung ohne Rechtsgrund
  • Ansprüche aus Personen- und Sachschäden, dafür ist die Betriebshaftpflicht da
  • Vertragliche Garantien der Gesellschaft
  • Ansprüche nach US-Recht, wenn nicht ausdrücklich vereinbart

Wer sie braucht

  • Geschäftsführer von GmbH und UG, auch Gesellschafter-Geschäftsführer
  • Vorstände und Aufsichtsräte von AG, Genossenschaften und Stiftungen
  • Unternehmen mit Fremdkapital, Investoren oder mehreren Gesellschaftern
  • Geschäftsführer, die angestellt und nicht beteiligt sind
  • Vereinsvorstände mit hauptamtlicher Verwaltung oder großem Budget

Wer darauf verzichten kann

  • Einzelunternehmer, weil es kein Organ gibt, das der Firma gegenüber haftet

Pech-Rad

Drehen Sie am Rad des Pechs

Sechs Schäden, die wirklich passieren. Das Rad entscheidet, welcher Sie trifft, und zeigt, wer zahlt.

Alle sechs Fälle ansehen
  1. GF zahlt trotz Insolvenzreife weiter, Summe aller Zahlungen danach, oft sechsstellig. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt. Der Insolvenzverwalter verlangt jede Zahlung nach Insolvenzreife vom Geschäftsführer zurück. Ältere Bedingungen lassen offen, ob das Schadenersatz ist, starke Tarife schließen es ausdrücklich ein.
  2. Finanzamt holt sich Lohnsteuer beim GF, die offene Lohnsteuer, oft fünfstellig. Billigtarif: zahlt teilweise, Starker Tarif: zahlt. Die persönliche Haftung für nicht abgeführte Steuern kann gedeckt sein, wenn keine wissentliche Pflichtverletzung vorliegt. Starke Bedingungen sagen das ausdrücklich.
  3. Buchhaltung überweist an Fake-Chef, fünf- bis sechsstellig. Billigtarif: zahlt, Starker Tarif: zahlt. Die GmbH hält dem Geschäftsführer mangelnde Kontrollen vor und verlangt Ersatz. Solche Innenhaftung ist der Kern der D&O.
  4. GF genehmigt sich eine Extra-Tantieme, die Tantieme plus Zinsen. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt nicht. Wer sich ohne Rechtsgrund bereichert, muss das Geld zurückgeben. Das versichert keine D&O.
  5. Staatsanwalt ermittelt gegen die GF, Verteidigerkosten, oft fünfstellig. Billigtarif: zahlt teilweise, Starker Tarif: zahlt. Grundtarife zahlen die Abwehr erst, wenn Schadenersatz droht. Starke Tarife enthalten einen Straf-Rechtsschutz für die Organe.
  6. Arbeitnehmeranteile nicht abgeführt, die offenen Beiträge, oft fünfstellig. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt nicht. Für vorenthaltene Sozialversicherungsbeiträge haftet der Geschäftsführer persönlich, weil das Gesetz Vorsatz voraussetzt. Vorsatz ist nicht versicherbar.

Was sie kostet

D&O-Beiträge richten sich nach dem Unternehmen, nicht nach dem Manager. Für kleine, finanziell gesunde GmbH gibt es pauschalierte Tarife, für größere Unternehmen und Konzerne wird individuell anhand von Bilanz, Branche und Struktur gerechnet.

Wovon der Beitrag abhängt

  • Umsatz oder Bilanzsumme
  • Eigenkapitalquote und Ertragslage der letzten Jahre
  • Branche, besonders Finanzdienstleistung und Start-ups
  • Versicherungssumme und Selbstbehalt
  • Tochtergesellschaften und Geschäft in den USA
  • Börsennotierung oder geplante Kapitalmaßnahmen

Für die D&O nennen wir keine Beispielbeiträge, weil sie schon bei gleicher Größe stark von der Bilanz abhängen. Ihr Beitrag steht erst im Angebot fest, für das wir den letzten Jahresabschluss brauchen.

Die Tariflinien am Markt

01

Kompakttarif für kleine GmbH

Versicherungssumme meist 500.000 € bis 2 Mio. €, Fragebogen statt Bilanzprüfung, Standardbedingungen. Passt für gesunde Gesellschaften ohne Auslandsbezug.

02

Mittelstandsdeckung

Individuell gerechnet, höhere Summen, zusätzliche Abwehrkostensumme, Strafrechtsschutz, erweiterte Nachmeldefrist und Einschluss von § 15b InsO.

03

Konzern und Kapitalmarkt

Mehrschichtige Programme mit Grundversicherer und Exzedenten, Side-A-Deckung nur für die Personen und Deckung für Wertpapieransprüche.

Woran Sie einen guten Tarif erkennen

KriteriumMindeststandardStarker TarifWarum das zählt
Anspruchserhebung und Rückwärtsdeckung Rückwärtsdeckung für unbekannte Verstöße unbegrenzte Rückwärtsdeckung Pflichtverletzungen werden oft erst Jahre später entdeckt.
Nachmeldefrist drei Jahre fünf Jahre oder länger, ohne Mehrbeitrag bei Insolvenz oder Kontrollwechsel Die Verjährung der Organhaftung beträgt in der Regel fünf Jahre.
Ansprüche nach § 15b InsO strittig oder nicht geregelt ausdrücklich als Schaden anerkannt Die Erstattung von Zahlungen nach Insolvenzreife ist einer der häufigsten Fälle.
Abwehrkosten auf die Summe angerechnet zusätzliche Summe für Abwehrkosten Lange Verfahren verzehren sonst die Deckung.
Ausschluss bei Pflichtverletzung wissentliche Pflichtverletzung, festgestellt nach Aktenlage erst nach rechtskräftiger Feststellung, bis dahin Abwehrkosten Der Versicherer soll nicht mit einem bloßen Vorwurf aussteigen können.
Versicherte Personen gegenwärtige Organe auch ehemalige, künftige, leitende Angestellte und faktische Geschäftsführer Ansprüche treffen oft Personen, die schon ausgeschieden sind.
Strafrechtsschutz nicht enthalten eigene Summe für Verteidigung in Straf- und Bußgeldverfahren Gegen Manager wird oft zuerst ermittelt, bevor zivilrechtlich gestritten wird.
Kündigungsrecht des Versicherers nach jedem Schaden kein Schadenfallkündigungsrecht, fester Verlauf Eine D&O verliert man sonst genau dann, wenn man sie braucht.

Anbieter im Überblick

D&O-Versicherung ist ein Spezialmarkt. Neben den deutschen Firmenversicherern zeichnen internationale Versicherer, von denen einige über Niederlassungen aus anderen EU-Staaten tätig sind und deshalb nicht in der BaFin-Liste der deutschen Unternehmen stehen. Die Liste zeigt nur die dort geführten Häuser und nichts über unsere Zusammenarbeit.

VersichererEinordnung
AllianzD&O für Mittelstand, Vertrieb über Vertreter und Makler
AXAManagerhaftpflicht für kleine und mittlere Unternehmen
HDI GlobalIndustrieversicherer der Talanx-Gruppe, große Unternehmen
HDITalanx-Gruppe, D&O für Mittelstand und freie Berufe
Zurichdeutsche Einheit der Zurich-Gruppe, Mittelstand bis Konzern
R+VVersicherer der Volks- und Raiffeisenbanken, auch für Genossenschaften
MarkelSpezialversicherer mit Sitz in München, reiner Maklervertrieb
GothaerD&O für Mittelstand über Vertreter und Makler
Great LakesTochter der Munich Re mit Sitz in München, Spezialrisiken

Aus dem BaFin-Register

127

127 Versicherer unter deutscher Bundesaufsicht haben die Erlaubnis für diese Sparte. (Allgemeine Haftpflicht)

Alle 127 Namen aus dem Register anzeigen
  • ADAC Versicherung AG
  • ADLER Versicherung AG
  • AGILA Haustierversicherung Aktiengesellschaft
  • Allcura Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • Allianz Direct Versicherungs-AG
  • Allianz Global Corporate & Specialty SE
  • Allianz Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • Alte Leipziger Versicherung Aktiengesellschaft
  • Ambra Versicherung AG
  • AMMERLÄNDER VERSICHERUNG Versicherungsverein a.G. (VVaG)
  • andsafe Aktiengesellschaft
  • ARAG Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • AXA Versicherung Aktiengesellschaft
  • BA die Bayerische Allgemeine Versicherung AG
  • Badischer Gemeinde-Versicherungs-Verband
  • Baloise Sachversicherung Aktiengesellschaft Deutschland
  • Barmenia Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • BavariaDirekt Versicherung AG
  • Bayerische Hausbesitzer-Versicherungs-Gesellschaft a.G.
  • Bayerischer Versicherungsverband Versicherungsaktiengesellschaft
  • BD24 Berlin Direkt Versicherung AG
  • BGV-Versicherung Aktiengesellschaft
  • Concordia Versicherungs-Gesellschaft auf Gegenseitigkeit
  • Continentale Sachversicherung Aktiengesellschaft
  • Cosmos Versicherung Aktiengesellschaft
  • DA Deutsche Allgemeine Versicherung Aktiengesellschaft
  • DARAG Deutschland AG
  • Debeka Allgemeine Versicherung Aktiengesellschaft Sitz Koblenz am Rhein
  • Delvag Versicherungs-AG
  • DEVK Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn
  • DFV Deutsche Familienversicherung AG
  • Dialog Versicherung Aktiengesellschaft
  • Die Haftpflichtkasse VVaG
  • DOCURA VVaG
  • ERGO Direkt Versicherung Aktiengesellschaft
  • ERGO Reiseversicherung AG
  • ERGO Versicherung Aktiengesellschaft
  • Euro-Aviation Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • EUROPA Versicherung Aktiengesellschaft
  • Fahrlehrerversicherung Verein auf Gegenseitigkeit
  • Feuersozietät Berlin Brandenburg Versicherung Aktiengesellschaft
  • GARANTA Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • Gemeinnützige Haftpflichtversicherungsanstalt Kassel
  • Generali Deutschland Versicherung AG
  • Gothaer Allgemeine Versicherung Aktiengesellschaft
  • Gothaer Versicherungsbank VVaG
  • Great Lakes Insurance SE
  • GRUNDEIGENTÜMER-VERSICHERUNG Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit
  • GVO Gegenseitigkeit Versicherung Oldenburg VVaG
  • GVV Direktversicherung AG
  • GVV-Kommunalversicherung, Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit
  • Haftpflichtgemeinschaft Deutscher Nahverkehrs- und Versorgungsunternehmen Allgemein (HDNA) VVaG
  • Hamburger Feuerkasse Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • HanseMerkur Allgemeine Versicherung AG
  • HanseMerkur Reiseversicherung AG
  • HDI Global SE
  • HDI Global Specialty SE
  • HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit
  • HDI Versicherung AG
  • Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG Direktion für Deutschland
  • Helvetia Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • HUK-COBURG Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. in Coburg
  • HUK-COBURG-Allgemeine Versicherung AG
  • HUK24 AG
  • Hübener Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • IDEAL Versicherung AG
  • INTER Allgemeine Versicherung AG
  • Interlloyd Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • InterRisk Versicherungs-AG Vienna Insurance Group.
  • ISSELHORSTER Versicherung V.a.G.
  • Itzehoer Versicherung/Brandgilde von 1691 Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit
  • Janitos Versicherung Aktiengesellschaft
  • KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • Landschaftliche Brandkasse Hannover
  • LBN Versicherungsverein a.G. (VVaG)
  • Lifestyle Protection AG
  • Lippische Landesbrandversicherung AG
  • Lucura Versicherungs AG
  • LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G.
  • Mannheimer Versicherung Aktiengesellschaft
  • Markel Insurance SE
  • Mecklenburgische Versicherungs-Gesellschaft auf Gegenseitigkeit
  • MVK Versicherung VVaG
  • MÜNCHENER VEREIN Allgemeine Versicherungs-AG
  • Neodigital Versicherung AG
  • Newline Europe Versicherung AG
  • nexible Versicherung AG
  • NV-Versicherungen VVaG
  • NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • NÜRNBERGER BEAMTEN ALLGEMEINE VERSICHERUNG AKTIENGESELLSCHAFT
  • OKV - Ostdeutsche Kommunalversicherung auf Gegenseitigkeit
  • Ostangler Brandgilde, Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG)
  • Pallas Versicherung Aktiengesellschaft
  • Provinzial Nord Brandkasse Aktiengesellschaft
  • Provinzial Versicherung Aktiengesellschaft
  • PVAG Polizeiversicherungs-Aktiengesellschaft
  • R+V Allgemeine Versicherung Aktiengesellschaft
  • RheinLand Versicherungs Aktiengesellschaft
  • Rhion Versicherung Aktiengesellschaft
  • S DirektVersicherung Aktiengesellschaft
  • SAARLAND Feuerversicherung Aktiengesellschaft
  • SHB Allgemeine Versicherung VVaG
  • SIGNAL IDUNA Allgemeine Versicherung Aktiengesellschaft
  • Sparkassen-Versicherung Sachsen Allgemeine Versicherung Aktiengesellschaft
  • Stuttgarter Versicherung Aktiengesellschaft
  • SV SparkassenVersicherung Gebäudeversicherung Aktiengesellschaft
  • TRIAS Versicherung Aktiengesellschaft
  • Uelzener Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft a.G.
  • Union Reiseversicherung Aktiengesellschaft
  • uniVersa Allgemeine Versicherung AG
  • Versicherer im Raum der Kirchen Sachversicherung AG
  • Versicherungskammer Bayern Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts
  • Versicherungsverband Deutscher Eisenbahnen-Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit
  • Verti Versicherung AG
  • VHV Allgemeine Versicherung AG
  • VHV Vereinigte Hannoversche Versicherung a.G.
  • VOLKSWOHL-BUND SACHVERSICHERUNG AKTIENGESELLSCHAFT
  • VPV Allgemeine Versicherungs-AG
  • Waldenburger Versicherung Aktiengesellschaft
  • WGV-Versicherung AG
  • WWK Allgemeine Versicherung Aktiengesellschaft
  • Württembergische Gemeinde-Versicherung auf Gegenseitigkeit
  • Württembergische Versicherung Aktiengesellschaft
  • Würzburger Versicherungs-AG
  • Zurich Insurance Europe AG
  • Öffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt

Quelle: BaFin-Unternehmensdatenbank, abgerufen am 18. September 2026. Nicht enthalten sind Versicherer aus anderen EU-Staaten, die über eine Niederlassung oder ohne Sitz in Deutschland anbieten.

Rechtsgrundlagen und Quellen

Produkte und Bausteine am Markt

D&O für die Gesellschaft

Der übliche Vertrag: Die Firma versichert alle Organe, Beitrag zahlt die Firma.

Persönliche D&O

Der Geschäftsführer versichert sich selbst, unabhängig von der Gesellschaft. Sinnvoll bei Mandaten in mehreren Firmen oder wenn die Firmenpolice fehlt.

Selbstbehaltversicherung

Deckt den gesetzlichen Pflichtselbstbehalt eines AG-Vorstands. Das Vorstandsmitglied muss sie selbst abschließen und bezahlen.

Strafrechtsschutz für Unternehmen

Eigene Police für die Verteidigung in Ermittlungsverfahren, oft neben der D&O, weil deren Strafrechtsbaustein begrenzt ist.

Side-A- und Exzedentendeckung

Zusätzliche Summen nur für die Personen, wenn die Gesellschaft nicht freistellen kann oder die Grundsumme verbraucht ist.

Mythos oder Wahrheit

Was stimmt, was nicht?

Fünf Sätze, die man über diese Versicherung hört. Tippen Sie zuerst, dann lösen wir auf.

Eine D&O brauchen nur Vorstände großer Aktiengesellschaften.

Das stimmt nicht.

Falsch, GmbH-Geschäftsführer haften der Gesellschaft ebenso für jede Pflichtverletzung. Gerade in kleinen Firmen fehlt oft die Abteilung, die Fehler früh auffängt.

Ein GmbH-Geschäftsführer haftet mit seinem ganzen Privatvermögen.

Das stimmt.

Stimmt, das Gesetz kennt für die Organhaftung keine Obergrenze. Die beschränkte Haftung gilt für die Gesellschafter, nicht für die Geschäftsführung.

Bei einer Aktiengesellschaft muss der Vorstand einen Teil des Schadens selbst tragen.

Das stimmt.

Stimmt, das Aktiengesetz schreibt einen Selbstbehalt von mindestens zehn Prozent vor. Die Obergrenze darf nicht unter dem Anderthalbfachen der festen Jahresvergütung liegen.

Die D&O zahlt auch, wenn der Chef wusste, dass er gegen die Satzung verstößt.

Das stimmt nicht.

Falsch, wissentliche Pflichtverletzungen sind ausgeschlossen. Bis das feststeht, übernehmen viele Tarife aber die Abwehrkosten.

Die D&O zahlt die Anwälte schon, bevor feststeht, ob der Manager überhaupt haftet.

Das stimmt.

Stimmt, die Abwehr unbegründeter Ansprüche ist Teil der Leistung. In vielen Fällen ist das der größere Teil dessen, was die Versicherung am Ende zahlt.

Häufige Fehler beim Abschluss

  • Die D&O beim Verkauf oder in der Liquidation kündigen, bevor alle Ansprüche verjährt sind
  • Im Antrag die schwierige Lage verschweigen und damit den Schutz riskieren
  • Eine Summe wählen, die schon durch Abwehrkosten aufgebraucht wird
  • Annehmen, als Alleingesellschafter könne man sich nicht selbst verklagen, und den Insolvenzverwalter vergessen
  • Umstände, die einen Anspruch erwarten lassen, nicht rechtzeitig melden

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Wer zahlt den Beitrag der D&O-Versicherung?

In der Regel die Gesellschaft, denn sie ist Versicherungsnehmerin. Nach einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums von 2002 ist der Beitrag bei der Gesellschaft Betriebsausgabe und kein Arbeitslohn, wenn das Management als Ganzes im überwiegend betrieblichen Interesse versichert ist.

Zahlt die D&O auch bei grober Fahrlässigkeit?

Ja. Ausgeschlossen sind nur wissentliche Pflichtverletzungen und Vorsatz. Grobe Fahrlässigkeit ist ausdrücklich versichert, und genau darum geht es in vielen Fällen, etwa bei mangelhafter Überwachung von Mitarbeitern.

Kann ich als Alleingesellschafter-Geschäftsführer haften?

Solange die GmbH gesund ist, klagt sie kaum gegen Sie. In der Insolvenz ändert sich das: Der Insolvenzverwalter macht die Ansprüche der Gesellschaft für die Gläubiger geltend, und dann spielt es keine Rolle mehr, wem die Anteile gehören.

Was kostet eine D&O für eine kleine GmbH?

Für gesunde kleine Gesellschaften gibt es pauschale Tarife, deren Beitrag sich nach Umsatz und Summe richtet. Negative Eigenkapitalquote, Verluste oder Finanzdienstleistung verteuern den Vertrag deutlich oder schließen ihn aus. Einen konkreten Betrag rechnen wir mit Ihren Kennzahlen.

Muss eine GmbH einen Selbstbehalt vereinbaren?

Nein, der gesetzliche Pflichtselbstbehalt gilt nur für Vorstände einer AG (§ 93 Abs. 2 AktG). Bei der GmbH ist ein Selbstbehalt freiwillig und oft gar nicht vorgesehen. Aufsichtsräte sind vom Pflichtselbstbehalt ebenfalls ausgenommen.

Was passiert mit der D&O, wenn ich als Geschäftsführer ausscheide?

Sie bleiben über die Police der Gesellschaft versichert, solange diese besteht. Das Risiko liegt darin, dass die Gesellschaft den Vertrag später kündigt oder die Summe verbraucht. Eine Regelung im Anstellungsvertrag, die die Fortführung zusichert, ist deshalb sinnvoll.

Hilft die D&O bei der Haftung für Steuern der GmbH?

Teilweise. Haftet der Geschäftsführer nach § 69 AO für Steuern der Gesellschaft, kann das als Vermögensschaden gedeckt sein, wenn keine wissentliche Pflichtverletzung vorliegt. Viele Bedingungen regeln das ausdrücklich, ältere lassen es offen.

Deckt die D&O auch Vereinsvorstände?

Ja, es gibt eigene Tarife für Vereine und Stiftungen. Ehrenamtliche Vorstände sind durch § 31a BGB zwar privilegiert, wenn sie seit 2026 höchstens 960 Euro im Jahr erhalten, haften aber bei grober Fahrlässigkeit weiter.

Was ist eine Wiederauffüllung der Versicherungssumme?

Wird die Jahressumme durch einen Schaden verbraucht, stellt der Versicherer sie für weitere Fälle desselben Jahres einmal neu zur Verfügung. Das schützt die übrigen Geschäftsführer, wenn einer von ihnen einen großen Schaden verursacht hat.

Warum die D&O über einen Makler abschließen?

Weil die Unterschiede in wenigen Klauseln stecken, die erst im Schadenfall sichtbar werden, und weil der Antrag sorgfältig ausgefüllt sein muss. Wir prüfen die Bedingungen auf Insolvenz, Abwehrkosten und Nachmeldefrist und begleiten Sie, wenn ein Anspruch erhoben wird.

NAMMERT Versicherungsmakler

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Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich. Kostenlos und ohne Verpflichtung, die Vergütung zahlt der Versicherer.

1Für wen?
2Welche Versicherungen?

Mehrere möglich. Zu jeder gewählten Sparte erscheinen die Angaben, die ein Versicherer für ein Angebot braucht.

Privat

Gewerbe

3Angaben zu Ihren Wünschen

D&O-Versicherung (Managerhaftpflicht)

4Ihr bisheriger Vertrag
5Wie erreichen wir Sie?

Das gehört oft dazu

Boot oder Yacht? Da sind wir nicht Makler, sondern Assekuradeur: eigene Tarife, eigene Schadenregulierung.

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NAMMERT Assekuradeur GmbH, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand

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