Volltext aufklappen: AVB Auslandsreise-Krankenversicherung (1003270)
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Ausgabe 05/2025
Allgemeine Versicherungsbedingungen für die
ReisekrankenVersicherung
Einzelschutz (Tarif 501)
Familienschutz (Tarif 502)
Inhaltsverzeichnis
§1 Gegenstand, Umfang und Geltungsbereich des Versicherungsschutzes
§2 Versicherbare Personen
§3 Abschluss, Dauer und Art Ihres Vertrages
§4 Beginn des Versicherungsschutzes
§5 Umfang der Leistungspflicht
§6 Einschränkung der Leistungspflicht
§7 Auszahlung der Versicherungsleistungen
§8 Ende des Versicherungsschutzes
§9 Beitragszahlung
§ 10 Verpflichtungen (Obliegenheiten)
§ 11 Folgen bei Nichtbeachtung der Verpflichtungen
§ 12 Ansprüche gegenüber Dritten
§ 13 Aufrechnung
§ 14 Erklärungen und Anzeigen gegenüber uns
§ 15 Änderung der Allgemeinen Versicherungsbedingungen
§ 16 Streitschlichtung und Rechtsweg
Anhang
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Münchener Verein Krankenversicherung a. G., Sitz München, HRB 764, AG München
Direktion: Pettenkoferstraße 19, 80336 München, Tel. 089/51 52-1000, Fax 089/51 52-1501, info@muenchener‐verein.de, www.muenchener‐verein.de
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§1 Gegenstand, Umfang und Geltungsbereich des Versicherungsschutzes
1. Wir bieten im Ausland Versicherungsschutz für Krankheiten, Folgen eines Unfalles und Tod. Als
Ausland gilt das Gebiet außerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Kein Versicherungsschutz
besteht in Ländern, in denen die versicherte Person einen ständigen Wohnsitz oder gewöhnlichen
Aufenthaltsort hat.
2. Versichert ist die medizinisch notwendige Heilbehandlung einer versicherten Person wegen
Krankheit oder Folgen eines Unfalles. Ein Versicherungsfall beginnt mit der Heilbehandlung.
Er endet, wenn die versicherte Person nach medizinischem Befund nicht mehr behandelt werden
muss. Versichert sind auch medizinisch notwendige Heilbehandlungen wegen Schwanger-
schaftskomplikationen, Frühgeburten bis zum Ende der 36. Schwangerschaftswoche, Fehl- ge-
burten und ein medizinisch notwendiger Schwangerschaftsabbruch. Der Tod ist auch ein
Versicherungsfall.
3. Der Versicherungsschutz gilt für alle vorübergehenden Auslandsreisen, die eine versicherte
Person innerhalb der Vertragsdauer unternimmt. Versichert sind die ersten 70 Tage des
Aufenthaltes im Ausland.
4. Für Ihren Vertrag gilt deutsches Recht.
§2 Versicherbare Personen
1. Versichert werden Personen mit ständigem Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland. Endet
diese Versicherungsfähigkeit für eine versicherte Person, so entfällt die Versicherung für diese.
2. Beim Einzelschutz (Tarif 501) sind die im Versicherungsschein genannten Personen versichert.
3. Beim Familienschutz (Tarif 502) sind Sie und Ihr in häuslicher Gemeinschaft lebender Ehepartner
bzw. Lebenspartner nach § 1 Lebenspartnerschaftsgesetz (siehe Anhang) versichert.
Mitversichert sind auch Ihre und dessen unterhaltsberechtigte Kinder bis zur Vollendung
des 25. Lebensjahres. Zu den Kindern zählen auch Stief-, Adoptiv- und Pflegekinder.
4. Neugeborene von mindestens seit drei Monaten versicherten Personen im Tarif Familienschutz
(Tarif 502) sind ab Geburt mitversichert.
Neugeborene im Tarif Einzelschutz (Tarif 501) werden gegen Zahlung eines eigenen Beitrags
mitversichert. Voraussetzung ist, dass Sie die Versicherung innerhalb von zwei Monaten nach
der Geburt rückwirkend beantragen.
Entsprechendes gilt für die Versicherung von Stief-, Adoptiv- und Pflegekindern in den Tarifen
Einzelschutz (Tarif 501) oder Familienschutz (Tarif 502).
§3 Abschluss, Dauer und Art Ihres Vertrages
1. Sie können den Vertrag nur vor Beginn der Auslandsreise abschließen.
2. Der Vertrag kommt online zustande. Voraussetzung ist, dass Sie uns ein SEPA Lastschriftmandat
erteilt haben, der Beitrag von Ihrem Konto per SEPA Lastschriftmandat eingezogen werden kann
und Sie die Abbuchung nicht widerrufen.
3. Vertragsdauer
a) Der Vertrag wird zunächst für ein Versicherungsjahr abgeschlossen. Er verlängert sich je-
weils um ein weiteres Versicherungsjahr, wenn er nicht durch Sie oder uns gekündigt wird.
Die Frist zur Kündigung beträgt einen Monat zum Ende eines Versicherungsjahres. Die
Kündigung kann in Textform (Brief oder Telefax oder E-Mail) erfolgen. Sie können die Kün-
digung auf einzelne versicherte Personen beschränken.
b) Das Versicherungsjahr beginnt am Ersten des Monats, in dem der Antrag bei uns eingeht
oder nach Ihrer Wahl am Ersten eines späteren Monats. Es endet nach 12 Monaten.
c) Im Falle Ihres Todes endet der Vertrag. Die versicherten Personen haben dann das Recht,
den Vertrag fortzusetzen. Hierzu müssen diese den künftigen Versicherungsnehmer be-
nennen und uns gegenüber die Erklärung innerhalb von zwei Monaten nach Ihrem Tod ab-
geben. Verstirbt eine versicherte Person, endet für diese der Versicherungsvertrag.
4. Diese Versicherung ist eine Krankenversicherung gegen festen Beitrag nach unseren Satzungs-
bestimmungen.
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§4 Beginn des Versicherungsschutzes
Der Versicherungsschutz beginnt mit dem im Versicherungsschein bezeichneten Zeitpunkt
(Versicherungsbeginn), jedoch
• nicht vor Abschluss des Versicherungsvertrages,
• nicht vor Zahlung des Beitrages bzw. der Erteilung einer Lastschrifteinzugsermächtigung,
• nicht vor Beginn der Auslandsreise.
Für Versicherungsfälle, die vor Beginn des Versicherungsschutzes eingetreten sind, leisten wir
nicht.
§5 Umfang der Leistungspflicht
1. Erstattungsfähig sind die Aufwendungen für
a) ambulante Heilbehandlung,
b) vom Arzt, Heilpraktiker, Chiropraktiker, Osteopathen verordnete Arznei- und Verbandmittel,
c) vom Arzt, Heilpraktiker, Chiropraktiker, Osteopathen verordnete Heilmittel (Strahlen-, Wär-
me-, Licht- und sonstige physikalische Behandlungen),
d) vom Arzt, Heilpraktiker, Chiropraktiker, Osteopathen verordnete Hilfsmittel (ausgenommen
Brillen und Kontaktlinsen sowie Hörgeräte) , wenn sie während der Auslandsreise erstmals
medizinisch notwendig werden,
e) stationäre Behandlung (einschließlich Operationen), Verpflegung und Unterkunft im Kran-
kenhaus,
f) Verpflegung und Unterkunft im Krankenhaus auch für eine Begleitperson, wenn die stationär
behandelte versicherte Person minderjährig ist,
g) Kosten des Transports vom und zum nächsten geeigneten Krankenhaus bei stationärer Be-
handlung,
h) schmerzstillende Zahnbehandlung einschließlich Zahnfüllungen sowie provisorischer Zahn-
ersatz - jeweils in einfacher Ausführung -,
i) Reparaturen von vorhandenem Zahnersatz,
j) die Kosten für Telefonate, die durch die Kontaktaufnahme mit uns oder unserem Notfall-
dienst anfallen.
k) die Kosten für ein persönliches Gespräch mit Ihrem vor Ort behandelnden Arzt. Sie können
den Arzt via Video kontaktieren. Der Arzt muss nach geltendem Recht zur Heilbehandlung
zugelassen sein.
l) den medizinisch notwendigen Transport zur erforderlichen Erstversorgung zum nächst er-
reichbaren und aus medizinischer Sicht geeigneten Krankenhaus bzw. Arzt. Versichert ist
auch der ggf. medizinisch notwendige Verlegungstransport von der Erstversorgungseinrich-
tung zu einem solchen Krankenhaus bzw. Arzt. Der Transport zurück in die Unterkunft ist
ebenfalls mitversichert
2. Erstattungsfähig sind auch
a) die Kosten eines medizinisch sinnvollen und vertretbaren Rücktransports der versicherten
Person wegen Krankheit oder Folgen eines Unfalles aus dem Ausland. Der Rücktransport
muss an den ständigen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland bzw. in das von dort
nächst erreichbare geeignete Krankenhaus erfolgen.
Kosten für eine Begleitperson sind ebenfalls erstattungsfähig. Voraussetzung dafür ist, dass
für die Begleitperson zum Zeitpunkt des Rücktransports Versicherungsschutz für einen
Rücktransport aus dem Ausland bei uns besteht.
Soweit medizinische Gründe nicht entgegenstehen, ist das jeweils kostengünstigste Trans-
portmittel zu wählen.
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b) die Kosten für die Betreuung minderjähriger versicherter Kinder während die versicherte
Person stationär behandelt wird;
c) die Kosten für die Betreuung und Rückreise eines minderjährigen versicherten Kindes nach
Deutschland, wenn die versicherte Person zurück transportiert wird oder diese im Ausland
verstorben ist;
d) die Kosten einer Suche, Bergung und Rettung der versicherten Person wegen eines medizi-
nischen Notfalls oder Tod bis zum Betrag von 10.000 Euro;
e) die Kosten der Rücküberführung an den ständigen Wohnsitz in Deutschland, wenn die
versicherte Person während des Aufenthaltes im Ausland verstirbt oder
f) die Kosten einer Beisetzung der versicherten Person im Ausland bis zu der Höhe, die bei ei-
ner Überführung nach Deutschland angefallen wären.
3. Die versicherte Person kann sich von den im Aufenthaltsland zur Heilbehandlung zugelassenen
Ärzten, Zahnärzten, Heilpraktikern, Chirotherapeuten und Osteopathen untersuchen und be-
handeln lassen.
4. Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmittel müssen ärztlich oder zahnärztlich verordnet sein, Arznei-
mittel außerdem aus der Apotheke bezogen werden.
5. Bei medizinisch notwendiger stationärer Heilbehandlung kann die versicherte Person unter den
im Aufenthaltsland allgemein anerkannten Krankenhäusern wählen, die unter ständiger ärztlicher
Leitung stehen, über ausreichende diagnostische und therapeutische Möglichkeiten verfügen und
Krankengeschichten führen.
6. Wir leisten im vertraglichen Umfang für Untersuchungs- oder Behandlungsmethoden und Arz-
neimittel, die von der Schulmedizin überwiegend anerkannt sind. Wir leisten darüber hinaus für
Methoden und Arzneimittel, die sich in der Praxis als ebenso erfolgversprechend bewährt haben
oder die angewandt werden, weil keine schulmedizinischen Methoden oder Arzneimittel zur Ver-
fügung stehen. Wir können jedoch unsere Leistungen auf den Betrag herabsetzen, der bei der
Anwendung vorhandener schulmedizinischer Methoden oder Arzneimittel angefallen wäre.
§6 Einschränkung der Leistungspflicht
1. Wir leisten nicht
a) soweit Behandlungen im Ausland der alleinige Grund oder einer der Gründe für den Antritt
der Reise waren;
b) für Heilbehandlungen, von denen bei Reiseantritt durch eine bereits ärztlich diagnostizierte
Erkrankung feststand, dass sie bei planmäßiger Durchführung der Reise stattfinden müssen.
Das gilt nicht, wenn die versicherte Person die Reise antritt, weil der Ehepartner, der Leben-
spartner oder ein Verwandter ersten Grades im Ausland gestorben ist und die Reise auf-
grund der Beerdigung im Ausland oder der Rückführung aus dem Ausland unternimmt.
Abweichend davon sind Kosten für eine Behandlung von Krankheiten oder Unfallfolgen mit-
versichert, soweit aufgrund einer während der Auslandsreise eingetretenen Verschlech- te-
rung der bestehenden Erkrankung oder Unfallfolge eine darüber hinausgehende Behand-
lung erforderlich wird.
c) für einen außerhalb der Bundesrepublik Deutschland durch ein Kriegsereignis eingetretenen
Versicherungsfall. Das gilt nicht, wenn die versicherte Person vom Eintritt des Kriegs- ereig-
nisses überrascht wird. Das Kriegsereignis gilt als überraschend, wenn das deutsche Aus-
wärtige Amt vor Antritt der Reise keine Reisewarnung für das betroffene Gebiet und die Rei-
sezeit veröffentlicht hat. Wird eine Reisewarnung erst nach Antritt der Reise veröffent- licht,
gilt das Kriegsereignis bis dahin als überraschend. Versicherungsschutz besteht, solange
die versicherte Person aus Gründen, die sie nicht zu vertreten hat, gehindert ist, das von der
Reisewarnung betroffene Gebiet zu verlassen. Entsprechendes gilt für Terror- ereignisse;
d) für auf Vorsatz beruhende Krankheiten und Unfälle einschließlich deren Folgen sowie für
Entzugs- und Entwöhnungsbehandlungen;
e) für Kur- und Sanatoriumsbehandlungen sowie für Rehabilitationsmaßnahmen;
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f) für ambulante Heilbehandlung in einem Heilbad oder Kurort. Die Einschränkung entfällt,
wenn während eines vorübergehenden Aufenthaltes durch eine vom Zweck des Aufenthalts
unabhängige Erkrankung oder einen dort eingetretenen Unfall Heilbehandlung notwendig
wird;
g) für Behandlungen durch Ehepartner, Lebenspartner nach § 1 Lebenspartnerschaftsgesetz,
Eltern oder Kinder; nachgewiesene Sachkosten sind erstattungsfähig;
h) für eine durch Pflegebedürftigkeit oder Verwahrung bedingte Unterbringung;
i) für psychoanalytische, psychotherapeutische, psychiatrische Behandlung.
2. Übersteigt eine Heilbehandlung oder sonstige Maßnahme, für die Leistungen vereinbart sind, das
medizinisch notwendige Maß, können wir unsere Leistungen auf einen angemessenen Betrag
reduzieren. Stehen die Aufwendungen für die Heilbehandlung oder sonstigen Leistungen in ei-
nem auffälligen Missverhältnis zu den erbrachten Leistungen, sind wir insoweit nicht zur
Leistung verpflichtet.
3. Kann im Versicherungsfall die Kostenerstattung oder anderweitige Entschädigung von einem
Dritten beansprucht werden, geht dieser Anspruch der Leistungsverpflichtung nach den Verein-
barungen dieses Tarifs vor. Das gilt auch in den Fällen, in denen mit dem Dritten ebenfalls ein
nachrangiger Leistungsanspruch vereinbart ist. Dritte können zum Beispiel die Gesetzliche Kran-
ken-, Unfall- oder Rentenversicherung, andere Versicherer oder sonstige Dritte sein.
Wird der Leistungsanspruch zuerst bei uns geltend gemacht, leisten wir zuerst. Wir werden uns
anschließend wegen einer möglichen Kostenteilung direkt an den Dritten wenden.
Hat die versicherte Person wegen desselben Versicherungsfalles einen Anspruch gegen mehrere
Erstattungsverpflichtete, darf die Gesamterstattung die Gesamtaufwendungen nicht übersteigen.
§7 Auszahlung der Versicherungsleistungen
1. Wir sind zur Leistung nur verpflichtet, wenn die von uns geforderten Nachweise erbracht sind.
Diese werden unser Eigentum.
2. Die Aufwendungen weisen Sie durch Originalrechnungen nach oder durch Kopien von Rech-
nungen mit Erstattungsvermerk eines anderen Kostenträgers. In den Rechnungsbelegen müssen
der Name der behandelten Person stehen, außerdem die Bezeichnung der behandelten Erkran-
kung, die Angabe der einzelnen ärztlichen Leistungen sowie die Daten der Behandlung. Bei
Zahnbehandlung müssen die behandelten Zähne und die daran vorgenommenen Behand- lun-
gen aufgeführt sein. Der Preis für Arzneimittel muss von der Apotheke mit Datumsangabe quit-
tiert sein. Rechnungen über Heil- und Hilfsmittel sind zusammen mit den Verordnungen der Be-
handelnden einzureichen. Die Verordnungen müssen den Namen der behandelten Person en-
thalten.
3. Der Anspruch auf Leistungen für Überführungs- bzw. Bestattungskosten ist durch Kostenbelege,
die amtliche Sterbeurkunde und eine ärztliche Bescheinigung über die Todesursache nach- zu-
weisen.
4. Wir sind verpflichtet, an die versicherte Person zu leisten, wenn Sie uns diese in Textform (per
Brief oder Telefax oder E-Mail) als Empfangsberechtigte für deren Versicherungsleistungen be-
nannt haben. Liegt diese Voraussetzung nicht vor, können nur Sie die Leistung verlangen.
5. Die in einer Fremdwährung entstandenen Kosten rechnen wir zum aktuellen Kurs des Tages, an
dem die Belege bei uns eingehen, in Euro um. Als Kurs des Tages gilt der offizielle Euro-
Wechselkurs der Europäischen Zentralbank. Für nicht gehandelte Währungen, für die keine
Referenzkurse festgelegt werden, gilt der Kurs gemäß “Währungen der Welt”, Veröffentlichungen
der Deutschen Bundesbank, Frankfurt/Main, nach jeweils neuestem Stand. Das gilt nicht, wenn
die versicherte Person durch Bankbeleg oder Kreditkartenabrechnung nachweist, dass sie die
zur Bezahlung der Rechnungen notwendigen Devisen zu einem ungünstigeren Kurs erworben
hat.
6. Kosten für die Überweisung der Versicherungsleistungen und für Übersetzungen können wir von
unseren Leistungen abziehen.
7. Ansprüche auf Versicherungsleistungen können Sie nicht abtreten oder verpfänden. Das Abtre-
tungsverbot nach Satz 1 gilt nicht für ab dem 1. Oktober 2021 abgeschlossene Verträge; gesetz-
liche Abtretungsverbote bleiben unberührt.
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§8 Ende des Versicherungsschutzes
Der Versicherungsschutz entfällt - auch für schwebende Versicherungsfälle - mit
• dem Ende der Auslandsreise,
• dem Ablauf des siebzigsten Tages der Auslandsreise oder
• dem Ende des Vertrages.
Besteht der Vertrag fort und ist die Rückreise zu dem genannten Zeitpunkt aus medizinischen
Gründen oder aufgrund höherer Gewalt nicht möglich, verlängert sich die Leistungspflicht für den
entschädigungspflichtigen Versicherungsfall, solange die versicherte Person die Rückreise nicht
ohne Gefährdung ihrer Gesundheit antreten kann.
§9 Beitragszahlung
1. Der Beitrag gilt jeweils für ein Versicherungsjahr (vgl. § 3 Abs. 3 b). Der Erstbeitrag wird mit
Beginn des Vertrages fällig. Die Beiträge ziehen wir per Lastschrift von dem im Antrag angege-
benen Konto ein.
2. Der Beitrag beträgt je versicherte Person und Versicherungsjahr im Einzelschutz
• 15,90 Euro bis zum Lebensalter 64,
• 46,80 Euro ab Lebensalter 65,
• 83,30 Euro ab Lebensalter 75.
Der Beitrag erhöht sich für jede versicherte Person im Einzelschutz nach Ablauf des Versiche-
rungsjahres, in dem diese das 65. bzw. 75. Lebensjahr vollendet hat.
3. Der Beitrag im Familienschutz richtet sich nach der ältesten versicherten Person und beträgt
je Versicherungsjahr
• 34,80 Euro bis zum Lebensalter 64,
• 102,50 Euro ab Lebensalter 65,
• 182,40 Euro ab Lebensalter 75.
Sobald die älteste versicherte Person das 65. bzw. 75. Lebensjahr vollendet, ist vom Beginn
des folgenden Versicherungsjahres an der ihrem Lebensalter entsprechende Beitrag für den Fa-
milienschutz zu zahlen.
4. Wir können den Beitrag für bestehende Verträge mit Wirkung ab Beginn des nachfolgenden Ver-
sicherungsjahres ändern. Der geänderte Beitrag darf denjenigen für Neuverträge nicht überstei-
gen. Im Falle einer Erhöhung des Beitrages haben Sie die Möglichkeit, den Vertrag innerhalb ei-
ner Frist von zwei Monaten nach Zugang der Mitteilung zu kündigen. Die Kündigung wirkt zu dem
Zeitpunkt, zu dem die Beitragserhöhung wirksam geworden wäre.
5. Eine aufgrund inländischer oder ausländischer Rechtsvorschriften anfallende und vom
Versicherer an die Steuerbehörden abzuführende Versicherungssteuer haben Sie zusätzlich
zum vereinbarten Beitrag an uns zu entrichten.
§ 10 Verpflichtungen (Obliegenheiten)
1. Sie und die als empfangsberechtigt benannte versicherte Person (vgl. § 7 Abs. 4) haben auf
unser Verlangen jede Auskunft zu erteilen, die zur Feststellung des Versicherungsfalles oder
unserer Leistungspflicht oder ihres Umfanges erforderlich ist. Außerdem ist die versicherte
Person verpflichtet, uns die Einholung von erforderlichen Auskünften zu ermöglichen
(insbesondere auch durch Entbindung von der Schweigepflicht).
2. Auf unser Verlangen ist die versicherte Person verpflichtet, sich durch einen von uns beauftragten
Arzt untersuchen zu lassen.
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3. Die versicherte Person hat nach Möglichkeit für die Minderung des Schadens zu sorgen und alle
Handlungen zu unterlassen, die der Genesung hinderlich sind.
4. Sie haben uns jede Auskunft zu erteilen, die zur Beurteilung der Versicherungssteuerpflicht bei
oder nach Vertragsabschluss erforderlich ist. Änderungen der in diesem Zusammenhang erteilten
Auskünfte während der Vertragslaufzeit haben Sie uns unverzüglich mitzuteilen. Insbesondere
haben Sie uns Änderungen der Angaben zum Angehörigenverhältnis zwischen Versicherungs-
nehmer und einzelnen versicherten Personen mitzuteilen.
§ 11 Folgen bei Nichtbeachtung der Verpflichtungen
Wir müssen mit den in § 28 Abs. 2 bis 4 VVG (siehe Anhang) vorgeschriebenen Einschränkungen
ganz oder teilweise nicht leisten, wenn eine der in § 10 aufgeführten Obliegenheiten verletzt wird.
Die Kenntnis und das Verschulden der versicherten Person müssen Sie sich zurechnen lassen.
§ 12 Ansprüche gegenüber Dritten
1. Haben Sie oder eine versicherte Person Ersatzansprüche gegen Dritte, so besteht unbeschadet
des gesetzlichen Forderungsübergangs nach § 86 VVG (siehe Anhang) die Verpflichtung, uns
diese Ansprüche bis zur Höhe, in der wir aus dem Vertrag leisten, schriftlich abzutreten.
2. Sie oder die versicherte Person haben (hat) Ihren (ihren) Ersatzanspruch oder ein zur Sicherung
dieses Anspruchs dienendes Recht unter Beachtung der geltenden Form- und Fristvorschriften
zu wahren und bei dessen Durchsetzung durch uns soweit erforderlich mitzuwirken.
3. Verletzen Sie oder eine versicherte Person vorsätzlich die in den Absätzen 1 und 2 genannten
Verpflichtungen, sind wir zur Leistung insoweit nicht verpflichtet, als wir deshalb keinen Ersatz
von dem Dritten erhalten können. Im Falle einer grob fahrlässigen Verletzung der Verpflichtung
sind wir berechtigt, unsere Leistung in einem der Schwere des Verschuldens entsprechenden
Verhältnis zu kürzen.
§ 13 Aufrechnung
Sie können gegen unsere Forderungen nur aufrechnen, soweit Ihre Forderung unbestritten oder
rechtskräftig festgestellt ist.
§ 14 Erklärungen und Anzeigen gegenüber uns
Willenserklärungen und Anzeigen an uns können Sie in Textform (Brief oder Telefax oder E-Mail)
abgeben.
§ 15 Änderung der Allgemeinen Versicherungsbedingungen
Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen können von uns geändert werden. Dies ist jedoch
nur zum Beginn eines neuen Versicherungsjahres möglich. Die jeweilige Änderung geben wir
Ihnen spätestens zwei Monate vor dem Ende des Versicherungsjahres bekannt. Sie können das
Versicherungsverhältnis dann hinsichtlich jeder betroffenen Person innerhalb von zwei Monaten
vom Zugang der Änderungsmitteilung an zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung
kündigen.
§ 16 Streitschlichtung und Rechtsweg
1. Hinweis auf die Verbraucherschlichtungsstelle Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversi-
cherung
Versicherungsnehmer, die mit Entscheidungen des Versicherers nicht zufrieden sind, oder deren
Verhandlungen mit dem Versicherer nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt haben, können
sich an den Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung wenden.
Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung Postfach 06 02 22
10052 Berlin
Internet: www.pkv-ombudsmann.de
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Der Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung ist eine unabhängige und für Ver-
braucher kostenfrei arbeitende Schlichtungsstelle. Der Versicherer hat sich verpflichtet, an dem
Schlichtungsverfahren teilzunehmen.
Verbraucher, die ihren Vertrag online (z. B. über eine Webseite) abgeschlossen haben, können
sich mit ihrer Beschwerde auch online an die Plattform http://ec.europa.eu/consumers/odr/ wen-
den. Ihre Beschwerde wird dann über diese Plattform an den Ombudsmann Private Kranken- und
Pflegeversicherung weitergeleitet.
Hinweis: Der Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung ist keine Schiedsstelle und
kann einzelne Streitfälle nicht verbindlich entscheiden.
2. Hinweis auf die Versicherungsaufsicht
Sind Versicherungsnehmer mit der Betreuung durch den Versicherer nicht zufrieden oder treten
Meinungsverschiedenheiten bei der Vertragsabwicklung auf, können sie sich auch an die für den
Versicherer zuständige Aufsichtsbehörde wenden. Als Versicherungsunternehmen unterliegt der
Versicherer der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Sektor Versicherungsaufsicht
Graurheindorfer Straße 108
53117 Bonn
E-Mail: poststelle@bafin.de
Hinweis: Die BaFin ist keine Schiedsstelle und kann einzelne Streitfälle nicht verbindlich ent-
scheiden.
3. Hinweis auf den Rechtsweg
Unabhängig von der Möglichkeit, sich an die Verbraucherschlichtungsstelle oder die Versiche-
rungsaufsicht zu wenden, steht dem Versicherungsnehmer der Rechtsweg offen.
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Anhang
Auszug aus dem Lebenspartnerschaftsgesetz (LPartG) [in der bis 22.12.2018 geltenden Fassung]
§1 Form und Voraussetzungen
(1) Zwei Personen gleichen Geschlechts, die gegenüber dem Standesbeamten persönlich und bei
gleichzeitiger Anwesenheit erklären, miteinander eine Partnerschaft auf Lebenszeit führen zu
wollen (Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner), begründen eine Lebenspartnerschaft. Die Er-
klärungen können nicht unter einer Bedingung oder Zeitbestimmung abgegeben werden.
Auszug aus dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG)
§ 28 Abs. 1 - 4 Verletzung einer vertraglichen Obliegenheit
(1) Bei Verletzung einer vertraglichen Obliegenheit, die vom Versicherungsnehmer vor Eintritt des
Versicherungsfalles gegenüber dem Versicherer zu erfüllen ist, kann der Versicherer den Vertrag
innerhalb eines Monats, nachdem er von der Verletzung Kenntnis erlangt hat, ohne Einhaltung
einer Frist kündigen, es sei denn, die Verletzung beruht nicht auf Vorsatz oder auf grober Fahr-
lässigkeit.
(2) Bestimmt der Vertrag, dass der Versicherer bei Verletzung einer vom Versicherungsnehmer zu
erfüllenden vertraglichen Obliegenheit nicht zur Leistung verpflichtet ist, ist er leistungsfrei, wenn
der Versicherungsnehmer die Obliegenheit vorsätzlich verletzt hat. Im Falle einer grob fahrlässi-
gen Verletzung ist der Versicherer berechtigt, seine Leistung in einem der Schwere des Ver-
schuldens des Versicherungsnehmers entsprechenden Verhältnis zu kürzen; die Beweislast für
das Nichtvorliegen einer groben Fahrlässigkeit trägt der Versicherungsnehmer.
(3) Abweichend von Absatz 2 ist der Versicherer zur Leistung verpflichtet, soweit die Verletzung der
Obliegenheit weder für den Eintritt oder die Feststellung des Versicherungsfalles noch für die
Feststellung oder den Umfang der Leistungspflicht des Versicherers ursächlich ist. Satz 1 gilt
nicht, wenn der Versicherungsnehmer die Obliegenheit arglistig verletzt hat.
(4) Die vollständige oder teilweise Leistungsfreiheit des Versicherers nach Absatz 2 hat bei der Ver-
letzung einer nach Eintritt des Versicherungsfalles bestehenden Auskunfts- oder Aufklärungs-
obliegenheit zur Voraussetzung, dass der Versicherer den Versicherungsnehmer durch geson-
derte Mitteilung in Textform auf diese Rechtsfolge hingewiesen hat.
§ 86 Übergang von Ersatzansprüchen
(1) Steht dem Versicherungsnehmer ein Ersatzanspruch gegen einen Dritten zu, geht dieser An-
spruch auf den Versicherer über, soweit der Versicherer den Schaden ersetzt. Der Übergang
kann nicht zum Nachteil des Versicherungsnehmers geltend gemacht werden.
(2) Der Versicherungsnehmer hat seinen Ersatzanspruch oder ein zur Sicherung dieses Anspruchs
dienendes Recht unter Beachtung der geltenden Form- und Fristvorschriften zu wahren und bei
dessen Durchsetzung durch den Versicherer soweit erforderlich mitzuwirken. Verletzt der Ver- si-
cherungsnehmer diese Obliegenheit vorsätzlich, ist der Versicherer zur Leistung insoweit nicht
verpflichtet, als er infolge dessen keinen Ersatz von dem Dritten erlangen kann. Im Falle einer
grob fahrlässigen Verletzung der Obliegenheit ist der Versicherer berechtigt, seine Leistung in ei-
nem der Schwere des Verschuldens des Versicherungsnehmers entsprechenden Verhältnis zu
kürzen; die Beweislast für das Nichtvorliegen einer groben Fahrlässigkeit trägt der Versiche-
rungsnehmer.
(3) Richtet sich der Ersatzanspruch des Versicherungsnehmers gegen eine Person, mit der er bei
Eintritt des Schadens in häuslicher Gemeinschaft lebt, kann der Übergang nach Absatz 1 nicht
geltend gemacht werden, es sei denn, diese Person hat den Schaden vorsätzlich verursacht.
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ReisekrankenVersicherung
Informationsblatt zu Versicherungsprodukten
Unternehmen: Münchener Verein Produkt: Tarife 501, 502
Krankenversicherung a.G.
Deutschland
Sie erhalten in diesem Informationsblatt einen kurzen Überblick über den Versicherungsschutz im Tarif Reise-
krankenVersicherung. Diese Informationen sind nicht abschließend. Einzelheiten zum Krankenversicherungsver-
trag finden Sie in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Tarife 501, 502, dem Versicherungsantrag
und dem Versicherungsschein. Damit Sie umfassend informiert sind, lesen Sie bitte alle diese Unterlagen durch.
Um welche Art von Versicherung handelt es sich?
Es handelt sich um eine ReisekrankenVersicherung – Einzelschutz (Tarif 501) und Familienschutz (Tarif 502).
Diese schützt Sie weltweit bei privaten und beruflichen Auslandsreisen in den jeweils ersten 70 Tagen des Aus-
landsaufenthaltes vor den Kosten einer Erkrankung oder unfallbedingten Behandlung.
Was ist versichert? Was ist nicht versichert?
Behandlungen durch zugelassene Ärzte, Die Leistungen der ReisekrankenVer-
Zahnärzte, Heilpraktiker, Chirotherapeuten sicherung stehen Ihnen für den Fall
und Osteopathen einer Erkrankung, einem medizinischen
Notfall oder bei Tod im Ausland zur
vom Arzt, Heilpraktiker, Chiropraktiker, Oste-
Verfügung. Der Versicherungsschutz
opathen verordnete Arznei-, Verband- und
kann jedoch nicht alle denkbaren Fälle
Heilmittel (Strahlen-, Wärme-, Licht- und
umfassen. Der Beitrag müsste sonst
sonstige physikalische Behandlungen)
stark erhöht werden. Vom Versiche-
vom Arzt, Heilpraktiker, Chriropraktiker, Os- rungsschutz sind daher einige Fälle
teopathen verordnete Hilfsmittel (ausgenom- ausgenommen, zum Beispiel
men Brillen und Kontaktlinsen sowie Hörgerä-
te) in einfacher Ausführung x Reisen Sie in das Ausland, um
dort eine bestimmte Behandlung
schmerzstillende Zahnbehandlung ein-
(z.B. eine Operation) durchführen
schließlich Zahnfüllungen sowie provisori-
zu lassen, leisten wir nicht.
scher Zahnersatz – jeweils in einfacher Aus-
führung – sowie Reparaturen von vorhande- x Geht die Brille im Urlaub kaputt,
nem Zahnersatz führt dies nicht zu einem An-
stationäre Behandlung (einschließlich Opera- spruch auf Zahlung der Kosten
tionen), Verpflegung und Unterkunft im Kran- einer neuen Brille aus dieser
kenhaus Versicherung.
Unterkunft und Verpflegung einer Begleitper-
Weitere Einschränkungen der Leis-
son eines minderjährigen versicherten Kindes
tungspflicht finden Sie in den Allgemei-
im Krankenhaus
nen Versicherungsbedingungen für die
Kinderbetreuung minderjähriger versicherter ReisekrankenVersicherung, insbeson-
Kinder bei Krankenhausaufenthalt oder bei dere in § 6.
Tod der versicherten Eltern
Kosten eines medizinisch sinnvollen und
vertretbaren Rücktransports der versicherten Gibt es Deckungsbeschränkungen?
Person wegen Krankheit oder Folgen eines
Unfalls aus dem Ausland Nicht alle denkbaren Fälle sind versichert.
Such-, Bergung- und Rettungskosten bis Vom Versicherungsschutz ausgeschlossen
max. 10.000 EUR wegen medizinischem Not- sind zum Beispiel:
fall oder Tod
! Heilbehandlungen, von denen bei Rei-
Telefonkosten bei Kontaktaufnahme mit dem seantritt feststand, dass sie bei planmä-
Versicherer oder dem Reise-Notruf-Service ßiger Durchführung der Reise stattfin-
des Versicherers den muss
Kosten für ein persönliches Gespräch mit
! auf Vorsatz beruhende Krankheiten und
Ihrem vor Ort behandelndem Arzt
Unfälle
Transport bzw. Verlegungstransport zum
nächsten aus medizinischer Sicht geeigneten ! Kur- und Sanatoriumsbehandlungen
Krankenhaus bzw. Arzt und der Transport zu- sowie für Rehabilitationsmaßnahmen
rück in die Unterkunft ! psychoanalytische, psychotherapeuti-
Erstattungsfähig sind auch Leistungen im sche, psychiatrische Behandlung
Falle des Todes im Ausland für eine Überfüh-
rung nach Deutschland oder Beisetzung im
! durch Pflegebedürftigkeit oder Ver-
wahrung bedingte Unterbringung
Ausland
100 07 19/01 (05.25)
[Seite 11]
Wo bin ich versichert?
Wir bieten im Ausland Versicherungsschutz für Krankheiten, Folgen eines Unfalles und Tod. Als
Ausland gilt das Gebiet außerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Kein Versicherungsschutz
besteht in Ländern, in denen die versicherte Person einen ständigen Wohnsitz oder gewöhnli-
chen Aufenthaltsort hat.
Der Versicherungsschutz gilt für alle vorübergehenden Auslandsreisen, die eine versicherte
Person innerhalb der Vertragsdauer unternimmt. Versichert sind die ersten 70 Tage des Aufent-
haltes im Ausland.
Welche Verpflichtungen habe ich?
- Damit der Vertrag geschlossen werden kann, sind Ihre vollständigen Kontoangaben erforderlich.
Versicherungsnehmer und Kontoinhaber müssen identisch sein. Sie ermächtigen uns gleichzeitig,
den Jahresbeitrag von dem von Ihnen genannten Konto im Lastschriftverfahren abzubuchen.
- Sie können sich im Tarif 501 (Einzelschutz) bzw. Tarif 502 (Familienschutz) versichern, wenn Sie
Ihren ständigen Wohnsitz in Deutschland haben.
- Den Vertrag müssen Sie vor Beginn der Auslandsreise abschließen. Eine Rückdatierung ist nicht
zulässig.
- Auf Verlangen müssen Sie uns während der Vertragslaufzeit jede Auskunft erteilen, die zur Feststel-
lung des Versicherungsfalls oder der Leistungspflicht und ihres Umfangs erforderlich ist. Auf unser
Verlangen ist jede versicherte Person verpflichtet, sich durch einen von uns beauftragten Arzt unter-
suchen zu lassen.
Wann und wie zahle ich?
Den ersten Beitrag müssen Sie unverzüglich nach Abschluss des Versicherungsvertrages bezahlen. Die
Zahlung ist dann unverzüglich, wenn der erste Beitrag bei Fälligkeit von uns eingezogen werden kann
und Sie der berechtigten Abbuchung nicht widersprechen. Der Folgebeitrag ist jeweils am Monatsersten
des neuen Versicherungsjahres zu zahlen.
Wann beginnt und endet die Deckung?
Der Versicherungsschutz beginnt nach Ihrem Wunsch, frühestens mit dem Tag der Absendung des An-
trags. Voraussetzung ist, dass der Beitrag von Ihrem Konto abgebucht werden kann. Er endet mit der
Kündigung des Versicherungsvertrages.
Der Vertrag wird zunächst für ein Versicherungsjahr abgeschlossen. Er verlängert sich jeweils um ein
weiteres Versicherungsjahr, wenn er nicht durch Sie oder uns gekündigt wird.
Der Versicherungsschutz endet, wenn die versicherte Person stirbt.
Wie kann ich den Vertrag kündigen?
Sie oder wir können den Vertrag zum Ablauf der zunächst vereinbarten Vertragsdauer und zum Ablauf
jeden Verlängerungsjahres in Textform kündigen (das muss spätestens einen Monat vor dem Ende der
Vertragslaufzeit geschehen).
Das Versicherungsjahr beginnt am Ersten des Monats, in dem der Antrag bei uns eingeht oder nach Ihrer
Wahl am Ersten eines späteren Monats. Es endet nach 12 Monaten.
100 07 19/01 (05.25)
[Seite 12]
Ausgabe 06/2026
Vertragsinformationen zur ReisekrankenVersicherung
– Einzelschutz (Tarif 501) und Familienschutz (Tarif 502) –
Informationen zum Versicherer Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des
Widerrufs. Der Widerruf ist zu richten an: Münchener Verein Kranken-
Ihr Vertragspartner ist die Münchener Verein Krankenversicherung a.G. mit versicherung a.G., KVB-Team, 80283 München (oder Hausanschrift:
Sitz in München, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Mün- Pettenkoferstr.19, 80336 München). Bei einem Widerruf per Telefax ist
chen unter HRB 764. der Widerruf an folgende Faxnummer zu richten: 089/51 52-4020.
Wenn Sie den Vertrag online abschlossen haben, können Sie Ihr Wider-
Das Unternehmen wird vertreten durch den Vorstand. Mitglied des Vor- rufsrecht auch online über unsere auf unserer Homepage
stands ist Dr. Rainer Reitzler (Vorsitzender). https://www.muenchener-verein.de bereitgestellte elektronische Wider-
rufsfunktion ausüben. Wenn Sie diese Online-Funktion nutzen, übermit-
Die Postadresse unserer Direktion lautet Pettenkoferstr. 19, 80336 Mün- teln wir Ihnen auf einem dauerhaften Datenträger (z.B. durch eine E-
chen. Sie erreichen uns unter Telefon:089/5152-1000, Telefax: 089/5152- Mail) unverzüglich eine Eingangsbestätigung mit Informationen zum
1501, Inhalt der Widerrufserklärung sowie dem Datum und der Uhrzeit ihres
E-Mail: info@muenchener-verein.de Eingangs.
Die ladungsfähige Anschrift des Versicherers lautet: Münchener Verein Widerrufsfolgen
Krankenversicherung a.G., Pettenkoferstr. 19, 80336 München Beginnt der Versicherungsschutz vor dem Ende der Widerrufsfrist,
endet im Falle eines wirksamen Widerrufs der Versicherungsschutz und
Die Hauptgeschäftstätigkeit des Versicherers besteht satzungsgemäß in der Versicherer hat Ihnen nur den auf die Zeit nach dem Zugang der
der Gewährung von Krankenversicherungsschutz an die Mitglieder des Widerrufserklärung entfallenden Teil der Prämien zurückzugewähren.
Versicherungsvereins. Den Teil der Prämie, der auf die Zeit bis zum Zugang der Widerrufser-
klärung entfällt, darf der Versicherer in diesem Fall einbehalten; von
dem im Versicherungsschein ausgewiesenen Beitrag beträgt der Ein-
Informationen zur angebotenen Leistung behalt bei vereinbarter monatlicher Zahlungsweise 1/30, bei vierteljähr-
licher Zahlungsweise 1/90, bei halbjährlicher Zahlungsweise 1/180, bei
Ihrem Vertrag liegen die Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die jährlicher Zahlungsweise 1/360 für jeden Tag, an dem Versicherungs-
ReisekrankenVersicherung zugrunde. schutz bestanden hat. Sie dürfen in diesem Fall Versicherungsleistun-
gen, die Sie vor der Ausübung des Widerrufsrechts aufgrund eines
Das Vertragsverhältnis unterliegt deutschem Recht. Versicherungsfalls aus dem Versicherungsvertrag in Anspruch ge-
nommen haben, einbehalten.
Angaben über Art, Umfang, Fälligkeit und Erfüllung der Versicherungs-
leistung entnehmen Sie bitte den Allgemeinen Versicherungsbedingungen. Beginnt der Versicherungsschutz nicht vor dem Ende der Wider-
rufsfrist, so hat der wirksame Widerruf zur Folge, dass empfangene
Der Beitrag im Einzelschutz (Tarif 501) je versicherte Person und Versiche- Leistungen zurückzugewähren sind.
rungsjahr bzw. im Familienschutz (Tarif 502) ist im Antrag und in den Allge-
meinen Versicherungsbedingungen ausgewiesen. Leistungen sind unverzüglich, spätestens innerhalb von 30 Tagen,
zurückzugewähren. Die Frist beginnt für den Versicherer mit dem
Zusätzlich zum Beitrag fallen keine weiteren Kosten, Steuern oder Gebüh- Zugang und für den Versicherungsnehmer mit der Abgabe der Wider-
ren an. rufserklärung.
Die Zahlung der Versicherungsprämie erfolgt jährlich per Lastschrifteinzug. Wenn Sie den Vertrag im Fernabsatz (das heißt Vertragsschluss per
Die Zahlungsmodalitäten ergeben sich aus den Allgemeinen Versiche- Internet, Telefon oder Post ohne persönliche Begegnung) geschlossen
rungsbedingungen. haben:
Gültigkeitsdauer der Informationen: Beginnt der Versicherungsschutz vor dem Ende der Widerrufsfrist und
Die vorliegenden Informationen sind nur solange gültig, wie die ihrer Erstel- haben Sie hierzu ausdrücklich zugestimmt, endet im Falle eines wirk-
lung zugrunde liegenden Umstände unverändert bleiben. samen Widerrufs der Versicherungsschutz und der Versicherer hat
Ihnen nur den auf die Zeit nach dem Zugang der Widerrufserklärung
Informationen zum Vertrag entfallenden Teil der Prämien zurückzugewähren. Den Teil der Prämie,
der auf die Zeit bis zum Zugang der Widerrufserklärung entfällt, darf der
Zustandekommen des Vertrages Versicherer in diesem Fall einbehalten; von dem im Versicherungs-
Das Versicherungsverhältnis kommt mit Eingang des Versicherungsantrags schein ausgewiesenen Beitrag beträgt der Einbehalt bei vereinbarter
bei der Münchener Verein Krankenversicherung a.G. zustande, sofern die monatlicher Zahlungsweise 1/30, bei vierteljährlicher Zahlungsweise
Beiträge von einem Konto des Versicherungsnehmers im Lastschriftein- 1/90, bei halbjährlicher Zahlungsweise 1/180, bei jährlicher Zahlungs-
zugsverfahren abgebucht werden können und Sie nicht von Ihrem Wider- weise 1/360 für jeden Tag, an dem Versicherungsschutz bestanden hat.
rufsrecht Gebrauch machen. Sie dürfen in diesem Fall Versicherungsleistungen, die Sie vor der
Ausübung des Widerrufsrechts aufgrund eines Versicherungsfalls aus
Widerrufsrecht, Widerrufsfolgen dem Versicherungsvertrag in Anspruch genommen haben, einbehalten.
Widerrufsrecht Beginnt der Versicherungsschutz nicht vor dem Ende der Wider-
rufsfrist, so hat der wirksame Widerruf zur Folge, dass empfangene
Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb einer Frist von 14 Tagen Leistungen zurückzugewähren sind.
ohne Angabe von Gründen in Textform (z. B. Brief, Fax, E-Mail) wider-
rufen. Leistungen sind unverzüglich, spätestens innerhalb von 30 Tagen,
Die Widerrufsfrist beginnt, nachdem Ihnen zurückzugewähren. Die Frist beginnt für den Versicherer mit dem
Zugang und für den Versicherungsnehmer mit der Abgabe der Wider-
• der Versicherungsschein, rufserklärung.
• die Vertragsbestimmungen,
einschließlich der für das Vertragsverhältnis geltenden Allgemeinen Ver- Besondere Hinweise
sicherungsbedingungen, diese wiederum einschließlich der Tarifbestim-
mungen, Wenn Sie Ihr Widerrufsrecht nicht ausüben, sind Sie an den Vertrag
• diese Belehrung, gebunden.
• das Informationsblatt zu Versicherungsprodukten,
• und die weiteren Informationen, die nach den §§ 1 – 3 der VVG- Ihr Widerrufsrecht erlischt, wenn der Vertrag auf Ihren ausdrücklichen
Informationspflichtenverordnung zur Verfügung zu stellen sind. Die- Wunsch sowohl von Ihnen als auch vom Versicherer vollständig erfüllt
se Informationspflichten finden Sie in Abschnitt 2 der vollständigen ist, bevor Sie Ihr Widerrufsrecht ausgeübt haben.
Belehrung zum Widerrufsrecht in Ihrem Versicherungsschein
Ihr Widerrufsrecht erlischt spätestens 12 Monate und 14 Tage nach dem
jeweils in Textform zugegangen sind. Vertragsschluss.
100 05 46/07 (06.26)
Seite: 1/2
Münchener Verein Krankenversicherung a. G., Sitz München, HRB 764, AG München
Direktion: Pettenkoferstraße 19, 80336 München, Tel. 089/51 52-10 00, Fax 089/51 52-15 01, info@muenchener-verein.de, www.muenchener-verein.de
[Seite 13]
Vertragsdauer / Kündigung
Der Vertrag auf ReisekrankenVersicherung wird zunächst für ein Versiche-
rungsjahr abgeschlossen. Im Anschluss daran verlängert sich der Vertrag
jeweils um ein weiteres Versicherungsjahr, wenn er nicht von einer Ver-
tragspartei mit einer Frist von einem Monat in Textform gekündigt wird. Das
Versicherungsjahr beginnt am Ersten des Monats, in dem der Antrag beim
Versicherer eingeht oder nach Wahl des Versicherungsnehmers am Ersten
eines späteren Monats und endet nach 12 Monaten.
Der Aufnahme von Beziehungen zum Versicherungsnehmer vor Abschluss
des Vertrages legen wir das Recht der Bundesrepublik Deutschland zu-
grunde.
Vertragssprache
Im Rahmen des Abschlusses sowie für die Dauer des Vertragsverhältnisses
kommt ausschließlich die deutsche Sprache zur Anwendung.
Informationen zur Schlichtung von Streitigkeiten
Wir sind stets bemüht, im Vertragsverhältnis alles zu Ihrer Zufriedenheit zu
gestalten. Sollte es gleichwohl einmal zu Unstimmigkeiten kommen, über
die wir kein Einvernehmen erzielen können, haben Sie die Möglichkeit, sich
außergerichtlich an den
Ombudsmann für die Private Kranken- und Pflegeversiche-
rung
Glinkastraße 40, 10117 Berlin
Tel 0800/2 55 04 44, Fax 030/20 45 89 31
zu wenden.
Der Ombudsmann ist auch Schlichtungsstelle zur außergerichtlichen Beile-
gung von Streitigkeiten zwischen Versicherten und Versicherungsvermitt-
lern.
Der Ombudsmann nimmt sich kostenfrei der Anliegen von Versicherten zu
ihrem Versicherungsschutz an. Er behandelt eine Beschwerde nicht, wenn
diese bereits vor einem Gericht, einer Schiedsstelle oder einer anderen
Streitschlichtungseinrichtung verhandelt wird oder von einer solchen Stelle
entschieden wurde.
Die Möglichkeit, den Rechtsweg zu beschreiten, bleibt unberührt.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.pkv-ombudsmann.de.
Sie haben auch die Möglichkeit, sich mit einer Beschwerde an die
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn
zu wenden.
100 05 46/07 (06.26)
[Seite 14]
Einwilligung in die Erhebung und Verwendung von Gesundheitsdaten und
Erklärung zur Entbindung von der Schweigepflicht
(Der Text der Einwilligungs-/Schweigepflichtentbindung wurde mit den Datenschutzaufsichtsbehörden inhaltlich abgestimmt)
Die Regelungen des Versicherungsvertragsgesetzes, des Bundesdatenschutzgesetzes sowie anderer Datenschutzvorschriften
enthalten keine ausreichenden Rechtsgrundlagen für die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von Gesundheitsdaten durch Versi-
cherungen. Um Ihre Gesundheitsdaten für diesen Antrag und den Vertrag erheben und verwenden zu dürfen, benötigen wir, die
Münchener Verein Krankenversicherung a.G., daher Ihre datenschutzrechtliche(n) Einwilligung(en).
Als Unternehmen der Krankenversicherung benötigen wir ferner Ihre Schweigepflichtentbindung, um Ihre Gesundheitsdaten oder
weitere nach § 203 Strafgesetzbuch geschützte Daten, wie z. B. die Tatsache, dass ein Vertrag mit Ihnen besteht, an andere Stel-
len, z. B. Assistance-Gesellschaften bei Versicherungsfällen im Ausland, weiterleiten zu dürfen.
Es steht Ihnen frei, die Einwilligung/Schweigepflichtentbindung nicht abzugeben oder jederzeit später mit Wirkung für die Zukunft
unter der angegebenen Adresse zu widerrufen. Wir weisen jedoch darauf hin, dass ohne Verarbeitung von Gesundheitsdaten der
Abschluss oder die Durchführung des Versicherungsvertrages in der Regel nicht möglich sein wird.
Die Erklärungen betreffen den Umgang mit Ihren Gesundheitsdaten und sonstiger nach § 203 StGB geschützter Daten
- durch die Münchener Verein Krankenversicherung a.G. selbst (unter 1.),
- im Zusammenhang mit der Abfrage bei Dritten (unter 2.),
- bei der Weitergabe an Stellen außerhalb der Münchener Verein Krankenversicherung a.G. (unter 3.) und
- wenn der Vertrag nicht zustande kommt (unter 4.).
Die Erklärungen gelten für die von Ihnen gesetzlich vertretenen Personen wie Ihre Kinder, soweit diese die Tragweite dieser Einwil-
ligung nicht erkennen und daher keine eigene Erklärung abgeben können.
1. Erhebung, Speicherung und Nutzung der von Ihnen mitgeteilten Gesundheitsdaten durch die Münchener Verein Kran-
kenversicherung a.G.
Ich willige ein, dass die Münchener Verein Krankenversicherung a.G. die von mir in diesem Antrag und künftig mitgeteilten Ge-
sundheitsdaten erhebt, speichert und nutzt, soweit dies zur Antragsprüfung sowie zur Begründung, Durchführung oder Beendi-
gung dieses Versicherungsvertrages erforderlich ist.
2. Abfrage von Gesundheitsdaten bei Dritten
Falls wir zur Risikobeurteilung im Antrags- bzw. Anfrageverfahren oder zur Prüfung der Leistungspflicht Gesundheitsdaten bei
Dritten abfragen müssen, werden wir uns direkt an Sie wenden.
3. Weitergabe Ihrer Gesundheitsdaten und weiterer nach § 203 StGB geschützter Daten an Stellen außerhalb der Münche-
ner Verein Krankenversicherung a.G.
Wir verpflichten die nachfolgenden Stellen vertraglich auf die Einhaltung der Vorschriften über den Datenschutz und die Datensi-
cherheit.
3.1. Datenweitergabe zur medizinischen Begutachtung
Für die Beurteilung der zu versichernden Risiken und zur Prüfung der Leistungspflicht kann es notwendig sein, medizinische Gut-
achter einzuschalten. Wir benötigen Ihre Einwilligung und Schweigepflichtentbindung, wenn in diesem Zusammenhang Ihre Ge-
sundheitsdaten und weitere nach § 203 StGB geschützte Daten übermittelt werden. Sie werden über die jeweilige Datenübermitt-
lung unterrichtet.
Ich willige ein, dass die Münchener Verein Krankenversicherung a.G. meine Gesundheitsdaten an medizinische Gutachter über-
mittelt, soweit dies im Rahmen der Risikoprüfung oder der Prüfung der Leistungspflicht erforderlich ist und meine Gesundheitsda-
ten dort zweckentsprechend verwendet und die Ergebnisse an die Münchener Verein Krankenversicherung a.G. zurück übermittelt
werden. Im Hinblick auf meine Gesundheitsdaten und weitere nach § 203 StGB geschützte Daten entbinde ich die für die Mün-
chener Verein Krankenversicherung a.G. tätigen Personen und die Gutachter von ihrer Schweigepflicht.
3.2. Übertragung von Aufgaben auf andere Stellen (Unternehmen oder Personen)
Wir führen bestimmte Aufgaben, wie zum Beispiel Assistance-Dienstleistungen für Versicherungsfälle im Ausland, bei denen es zu
einer Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung Ihrer Gesundheitsdaten kommen kann, nicht selbst durch, sondern übertragen die
Erledigung einer anderen Gesellschaft des Münchener Verein oder einer anderen Stelle. Werden hierbei Ihre nach § 203 StGB
geschützten Daten weitergegeben, benötigen wir Ihre Schweigepflichtentbindung und, soweit erforderlich, auch für die anderen
Stellen.
Wir führen eine fortlaufend aktualisierte Liste über die Stellen und Kategorien von Stellen, die vereinbarungsgemäß Gesundheitsda-
ten für uns erheben, verarbeiten oder nutzen unter Angabe der übertragenen Aufgaben. Die zurzeit gültige Liste ist als Anlage der
Einwilligungserklärung angefügt. Eine aktuelle Liste kann auch im Internet unter www.muenchener-verein.de eingesehen oder bei
Ihrem Betreuer oder beim Münchener Verein (089/ 51 52 10 00) angefordert werden. Für die Weitergabe Ihrer Gesundheitsdaten an
und die Verwendung durch die in der Liste genannten Stellen benötigen wir Ihre Einwilligung.
Ich willige ein, dass die Münchener Verein Krankenversicherung a.G. meine Gesundheitsdaten an die in der oben erwähnten Liste
genannten Stellen übermittelt und dass die Gesundheitsdaten dort für die angeführten Zwecke im gleichen Umfang erhoben,
verarbeitet und genutzt werden, wie die Münchener Verein Krankenversicherung a.G. dies tun dürfte. Soweit erforderlich, entbinde
ich die Mitarbeiter der Münchener Verein Krankenversicherung a.G. und sonstiger Stellen im Hinblick auf die Weitergabe von
Gesundheitsdaten und anderer nach § 203 StGB geschützter Daten von ihrer Schweigepflicht.
100 00 90/02 (05.18)
Seite 1 von 2
[Seite 15]
3.3. Datenweitergabe an Rückversicherungen
Um die Erfüllung Ihrer Ansprüche abzusichern, können wir Rückversicherungen einschalten, die das Risiko ganz oder teilweise
übernehmen. In einigen Fällen bedienen sich die Rückversicherungen dafür weiterer Rückversicherungen, denen sie ebenfalls Ihre
Daten übergeben. Damit sich die Rückversicherung ein eigenes Bild über das Risiko oder den Versicherungsfall machen kann, ist
es möglich, dass wir Ihren Versicherungsantrag oder Leistungsantrag der Rückversicherung vorlegen. Das ist insbesondere dann
der Fall, wenn die Versicherungssumme besonders hoch ist oder es sich um ein schwierig einzustufendes Risiko handelt.
Darüber hinaus ist es möglich, dass die Rückversicherung uns aufgrund ihrer besonderen Sachkunde bei der Risiko- oder Leis-
tungsprüfung sowie bei der Bewertung von Verfahrensabläufen unterstützt.
Haben Rückversicherungen die Absicherung des Risikos übernommen, können sie kontrollieren, ob wir das Risiko bzw. einen
Leistungsfall richtig eingeschätzt haben.
Außerdem werden Daten über Ihre bestehenden Verträge und Anträge im erforderlichen Umfang an Rückversicherungen weiterge-
geben, damit diese überprüfen können, ob und in welcher Höhe sie sich an dem Risiko beteiligen können. Zur Abrechnung von
Prämienzahlungen und Leistungsfällen können Daten über Ihre bestehenden Verträge an Rückversicherungen weitergegeben
werden.
Zu den oben genannten Zwecken werden möglichst anonymisierte bzw. pseudonymisierte Daten, jedoch auch personenbezogene
Gesundheitsangaben verwendet.
Ihre personenbezogenen Daten werden von den Rückversicherungen nur zu den vorgenannten Zwecken verwendet. Über die
Übermittlung Ihrer Gesundheitsdaten an Rückversicherungen werden Sie durch uns unterrichtet.
Ich willige ein, dass meine Gesundheitsdaten – soweit erforderlich – an Rückversicherungen übermittelt und dort zu den genann-
ten Zwecken verwendet werden. Soweit erforderlich, entbinde ich die für die Münchener Verein Krankenversicherung a.G. täti-
gen Personen im Hinblick auf die Gesundheitsdaten und weiteren nach § 203 StGB geschützten Daten von ihrer Schweige-
pflicht.
3.4. Datenweitergabe an selbstständige Vermittler
Wir geben grundsätzlich keine Angaben zu Ihrer Gesundheit an selbstständige Vermittler weiter. Es kann aber in den folgenden
Fällen dazu kommen, dass Daten, die Rückschlüsse auf Ihre Gesundheit zulassen, oder gemäß § 203 StGB geschützte Informatio-
nen über Ihren Vertrag Versicherungsvermittlern zur Kenntnis gegeben werden.
Soweit es zu vertragsbezogenen Beratungszwecken erforderlich ist, kann der Sie betreuende Vermittler Informationen darüber
erhalten, ob und ggf. unter welchen Voraussetzungen (z.B. Annahme mit Risikozuschlag, Ausschlüsse bestimmter Risiken) Ihr
Vertrag angenommen werden kann.
Der Vermittler, der Ihren Vertrag vermittelt hat, erfährt, dass und mit welchem Inhalt der Vertrag abgeschlossen wurde. Dabei er-
fährt er auch, ob Risikozuschläge oder Ausschlüsse bestimmter Risiken vereinbart wurden.
Bei einem Wechsel des Sie betreuenden Vermittlers auf einen anderen Vermittler kann es zur Übermittlung der Vertragsdaten mit
den Informationen über bestehende Risikozuschläge und Ausschlüsse bestimmter Risiken an den neuen Vermittler kommen. Sie
werden bei einem Wechsel des Sie betreuenden Vermittlers auf einen anderen Vermittler vor der Weitergabe von Gesundheitsda-
ten informiert sowie auf Ihre Widerspruchsmöglichkeit hingewiesen.
Ich willige ein, dass die Münchener Verein Krankenversicherung a.G. meine Gesundheitsdaten und sonstige nach § 203 StGB
geschützte Daten in den oben genannten Fällen – soweit erforderlich – an den für mich zuständigen selbständigen Versiche-
rungsvermittler übermittelt und diese dort erhoben, gespeichert und zu Beratungszwecken genutzt werden dürfen.
4. Speicherung und Verwendung Ihrer Gesundheitsdaten wenn der Vertrag nicht zustande kommt
Kommt der Vertrag mit Ihnen nicht zustande, speichern wir Ihre im Rahmen der Risikoprüfung erhobenen Gesundheitsdaten für den
Fall, dass Sie erneut Versicherungsschutz beantragen. Wir speichern Ihre Daten auch, um mögliche Anfragen weiterer Versiche-
rungen beantworten zu können. Ihre Daten werden bei uns bis zum Ende des dritten Kalenderjahres nach dem Jahr der Antragstel-
lung gespeichert.
Ich willige ein, dass die Münchener Verein Krankenversicherung a.G. meine Gesundheitsdaten – wenn der Vertrag nicht zustan-
de kommt – für einen Zeitraum von drei Jahren ab dem Ende des Kalenderjahres der Antragstellung zu den oben genannten
Zwecken speichert und nutzt.
100 00 90/02 (05.18)
Seite 2 von 2
[Seite 16]
Dienstleisterliste
Münchener Verein Krankenversicherung a.G.
Münchener Verein Lebensversicherung AG
Münchener Verein Allgemeine Versicherungs-AG
Wir führen eine fortlaufend aktualisierte Liste der Dienstleister, die vertragsgemäß von der Schweigepflicht geschützte Daten und / oder
Gesundheitsdaten für uns erheben, verarbeiten oder nutzen. Die Aufgaben, die den einzelnen Stellen übertragen sind, können Sie
gerne der nachfolgenden Auflistung entnehmen.
Gesellschaften der Münchener Verein Versicherungsgruppe, die von der Schweigepflicht geschützte Stammdaten der
Versicherten in einem gemeinsamen Datenverarbeitungsverfahren nutzen:
Münchener Verein Krankenversicherung a.G., Münchener Verein Lebensversicherung AG, Münchener Verein Allgemeine
Versicherungs-AG
Folgende Dienstleister erheben, verarbeiten oder nutzen Gesundheitsdaten oder nach § 203 StGB geschützte Daten im Auftrag der
Unternehmen der Münchener Verein Versicherungsgruppe:
Für die
Münchener Verein Krankenversicherung a.G., Münchener Verein Lebensversicherung AG und
Münchener Verein Allgemeine Versicherungs-AG
Deutsche Post Direkt GmbH Adressrecherche
Deutsche Post Adress GmbH & Co KG Adressrecherche
Dienstleister für Druck, Kuvertierung und Versand Durchführung von Postversand-Aktionen
IT-Consulting-Firmen IT-techn. Prozesse/Wartung/Pflege
documentus Bayern GmbH datenschutzgerechte Akten- und Datenvernichtung
Infoscore Consumer Data GmbH Bonitätsprüfung
ARA GmbH externes Call Center
Insiders Prozesse und Technik, Wartung, Pflege und Softwareentwicklung
Lector AI Mail Sortierung und Verteilung
Parloa KI Telefonie
MV novo GmbH Antrags-, Vertrags- und Leistungsbearbeitung
Für die
Münchener Verein Krankenversicherung a.G.
MedCare, Coral Spring Auslandsassistenz (Unterstützung bei Fällen mit Auslandsbezug
und/oder Rücktransport)
Malteser Hilfsdienst gGmbH Auslandsassistance
ViaMed GmbH Unterstützung bei der medizinischen Begutachtung
IMB Consult GmbH Unterstützung bei der medizinischen Begutachtung
HL CASEWORK GmbH Unterstützung bei der medizinischen Begutachtung
Innovas GmbH Unterstützung bei der medizinischen Begutachtung
MEDICPROOF GmbH Unterstützung bei der medizinischen Begutachtung
Gutachterpool medizinische und pflegerische Begutachtung
Hilfsmittelversorger Hilfsmittelversorgung
GenRe Rückversicherung
PASS IT-Consulting Zulagenverwaltung, geförderte Pflegezusatzversicherung
Giesecke & Devrient GmbH Herstellung Münchener Verein Card für privat Versicherte
Manhillen Drucktechnik GmbH Pflegekarte
COMPASS Private Pflegeberatung GmbH Pflegeberatung
Thieme TeleCare GmbH Assistanceleistungen
MANUTEX GmbH Assistanceleistungen
almeda GmbH Assistanceleistungen
iATROS GmbH Assistanceleistungen
mentalis GmbH Assistanceleistungen
00 00 961/20 (10.26) Seite 1/2
Münchener Verein Krankenversicherung a. G., Sitz München, HRB 764, AG München - Münchener Verein Lebensversicherung AG,
Sitz München, HRB 211154, AG München - Münchener Verein Allgemeine Versicherungs-AG, Sitz München, HRB 42132, AG München
Direktion: Pettenkoferstr. 19, 80336 München, Tel. 089/51 52-10 00, Fax 089/51 52-15 01, info@muenchener-verein.de, www.muenchener-verein.de
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Dienstleisterliste
IBM Deutschland GmbH Unterstützung bei der Extraktion von Rechnungsdaten
Victor Deutschland GmbH Vermittlung-,Bestands-,Leistungsbearbeitung
Xempus Deutschland GmbH Digitale Anwendungen für betriebliche Krankenversicherung
MediaKom GmbH & Co. KG Unterstützung bei der Leistungsbearbeitung, Lettershop,
Kundentelefonie
Risk-Consulting Unterstützung bei Risikoeinschätzung
dataform dialog solutions GmbH Lettershop
Seghorn Inkasso GmbH Forderungseinzug
Creditreform Ganzmüller Groher & Kollegen KG Forderungseinzug
Für die
Münchener Verein Lebensversicherung AG
Pro Claims Solutions GmbH Leistungsprüfung
Creditreform Ganzmüller, Groher & Kollegen KG Bonitätsprüfung
New Reinsurance Company Ltd. Rückversicherung
Munich Re AG Rückversicherung
Swiss Re Europe S.A., Niederlassung Deutschland Rückversicherung
Deutsche Post AG Post & Paket Deutschland Postidentverfahren
Xempus AG Digitale Anwendungen für betriebliche Altersvorsorge
ReIntra GmbH Beratungs- und Reintegrationsdienst
SCHUFA Holding AG Identitätsprüfung
We4 Impact GmbH Unterstützung bei der medizinischen Begutachtung
Für die
Münchener Verein Allgemeine Versicherungs-AG
ALLYSCA Assistance GmbH Assistanceleistungen
Reha Assist Deutschland GmbH Assistanceleistungen, Heilverfahrenssteuerung, Unterstützung bei
der medizinischen Begutachtung
Dr. med. V. Dittrich, Dr. med. Ch. Hanusa, Unterstützung bei der medizinischen
Schönklinik Begutachtung / Beratungsarzt
Gutachterpool Unterstützung bei der medizinischen Begutachtung
E+S Rückversicherung Rückversicherung
GenRe Rückversicherung
AXIS RE SE Rückversicherung
AVUS worldwide claims service GmbH & Co. KG Auslandsregulierung 4. KH-Richtlinie
AFES AG Auslandsregulierung 4. KH-Richtlinie
Creditreform Ganzmüller Groher & Kollegen KG Forderungseinzug
Seghorn Inkasso GmbH Forderungseinzug
00 00 961/20 (10.26) Seite 2/2
Münchener Verein Krankenversicherung a. G., Sitz München, HRB 764, AG München - Münchener Verein Lebensversicherung AG,
Sitz München, HRB 211154, AG München - Münchener Verein Allgemeine Versicherungs-AG, Sitz München, HRB 42132, AG München
Direktion: Pettenkoferstr. 19, 80336 München, Tel. 089/51 52-10 00, Fax 089/51 52-15 01, info@muenchener-verein.de, www.muenchener-verein.de
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Datenschutzhinweise der Münchener Verein Krankenversicherung a. G.
Mit diesen Hinweisen informieren wir Sie und etwaig BDSG. Soweit besondere Kategorien personenbezo-
andere betroffene Personen über die Verarbeitung Ih- gener Daten (z.B. Gesundheitsdaten) für Vertragszwe-
rer personenbezogenen Daten durch die Münchener cke verarbeitet werden, holen wir Ihre Einwilligung ein
Verein Krankenversicherung a. G. und die Ihnen oder verarbeiten auf Grundlage der DSGVO (z.B. bei
nach dem Datenschutzrecht zustehenden Rechte. Bitte der Geltendmachung von Ausgleichsansprüchen bei
informieren Sie etwaig andere betroffene Personen Mehrfachversicherung).
(z.B. versicherte Personen, Beitragszahler/innen, etc.)
entsprechend. Ihre Daten verarbeiten wir auch, um berechtigte Inte-
ressen von uns oder von Dritten zu wahren. Dies kann
Wer ist verantwortlich für die Datenverarbeitung? insbesondere erforderlich sein:
Münchener Verein - zur Gewährleistung der IT-Sicherheit und des IT-
Krankenversicherung a. G. Betriebs,
Pettenkoferstr. 19, 80336 München - zur Verhinderung und Aufklärung von Straftaten,
Telefon: 089 / 5152–1000, Fax: 089 / 5152–1501 insbesondere nutzen wir Datenanalysen zur Erken-
E-Mail-Adresse: info@muenchener-verein.de nung von Hinweisen, die auf Versicherungsmiss-
brauch hindeuten können,
Unseren Datenschutzbeauftragten erreichen Sie per - zur Werbung für unsere eigenen Versicherungspro-
Post unter der o.g. Adresse mit dem Zusatz – Daten- dukte und für andere Produkte der Unternehmen
schutzbeauftragter – oder per E-Mail unter des Münchener Verein und deren Kooperations-
datenschutz@muenchener-verein.de partner sowie für Markt- und Meinungsumfragen.
Zu welchem Zweck und auf welcher Rechtsgrund- Darüber hinaus verarbeiten wir Ihre personenbezoge-
lage werden Daten verarbeitet? nen Daten zur Erfüllung gesetzlicher Verpflichtungen
wie z. B. aufsichtsrechtlicher Vorgaben, handels- und
Wir verarbeiten Ihre personenbezogenen Daten unter steuerrechtlicher Aufbewahrungspflichten oder unserer
Beachtung der Datenschutz-Grundverordnung Beratungsverpflichtung sowie zur Geltendmachung von
(DSGVO), des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG), Rechtsansprüchen.
der datenschutzrechtlich relevanten Bestimmungen
des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) sowie aller Woher beziehen wir Ihre Daten und welche Kate-
weiteren maßgeblichen Gesetze. Darüber hinaus hat gorien von Daten verarbeiten wir?
sich unser Unternehmen auf die „Verhaltensregeln für
den Umgang mit personenbezogenen Daten durch die Neben personenbezogenen Daten, die wir im Rahmen
deutsche Versicherungswirtschaft“ verpflichtet, die die unserer Geschäftsbeziehung von Ihnen erhalten, verar-
oben genannten Gesetze für die Versicherungswirt- beiten wir – soweit zur Erbringung unserer Dienstleis-
schaft präzisieren. Informationen zu den Verhaltensre- tung erforderlich – personenbezogene Daten, die wir
geln (Code of Conduct) können Sie im Internet unter: von für Sie zuständigen Vermittlern/Beratern oder von
https://www.muenchener-verein.de/datenschutz abru- sonstigen Dritten (z.B. Auskunfteien) zulässigerweise
fen. (z.B. zur Erfüllung von Verträgen oder aufgrund einer
von Ihnen erteilten Einwilligung) erhalten haben. Wei-
Stellen Sie einen Antrag auf Versicherungsschutz, be- terhin verarbeiten wir personenbezogene Daten, die wir
nötigen wir die von Ihnen hierbei gemachten Angaben aus öffentlich zugänglichen Quellen (z.B. Handelsregis-
für die Entscheidung über den Abschluss des Vertrages ter, Schuldnerverzeichnisse, Medien) zulässigerweise
und zur Einschätzung des von uns zu übernehmenden gewonnen haben und verarbeiten dürfen.
Risikos. Kommt der Versicherungsvertrag zustande,
verarbeiten wir diese Daten zur Durchführung des Ver- Relevante personenbezogene Daten sind Personalien
tragsverhältnisses, z. B. zur Policierung, Leistungsab- (z.B. Name, Adresse, Geburtsdatum) und Legitimati-
rechnung oder Rechnungsstellung. onsdaten (z. B. Ausweisdaten). Darüber hinaus können
dies auch Dokumentationsdaten (z. B. Beratungsproto-
Der Abschluss bzw. die Durchführung des Versi- koll) sowie andere mit den genannten Kategorien ver-
cherungsvertrages ist ohne die Verarbeitung Ihrer gleichbare Daten sein. Im Rahmen der Geltendma-
personenbezogenen Daten nicht möglich. chung von Rechtsansprüchen verarbeiten wir erforder-
lichenfalls auch Gesundheitsdaten.
Darüber hinaus benötigen wir Ihre personenbezogenen
Daten zur Erstellung von versicherungsspezifischen Welche Empfänger bekommen Ihre personenbezo-
Statistiken, z. B. für die Entwicklung neuer Tarife sowie genen Daten?
für eine Betrachtung der gesamten Kundenbeziehung,
beispielsweise zur Beratung hinsichtlich einer Ver- Rückversicherer:
tragsanpassung, -ergänzung, Gesundheitsvorsorge o- Von uns übernommene Risiken versichern wir bei spe-
der für umfassende Auskunftserteilungen. ziellen Versicherungsunternehmen (Rückversicherer).
Rechtsgrundlage für diese Verarbeitungen personen- Neben Rückversicherern sind auch externe Dienstleis-
bezogener Daten für vorvertragliche und vertragliche ter Empfänger personenbezogener Daten. Weitere In-
Zwecke sind die Regelungen der DSGVO und des formationen zu deren Tätigkeit und dem Umfang und
Zweck der Datenübermittlung entnehmen Sie bitte dem
100 00 78/03 (04.2024)
[Seite 19]
Text der Einwilligungs- und Schweigepflichterklärung
im Antragsformular. Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht,
Promenade 18, 91522 Ansbach.
Vermittler
Soweit Sie hinsichtlich Ihrer Versicherungsverträge von Tauschen wir Daten mit Ihrem früheren Versicherer
einem Vermittler betreut werden, verarbeitet Ihr Ver- aus?
mittler die zum Abschluss und zur Durchführung des
Vertrages benötigten Antrags-, Vertrags- und Leis- Um Ihre Angaben bei Abschluss des Versicherungsver-
tungsdaten. Auch übermittelt unser Unternehmen diese trages (z. B. zur Mitnahme von Alterungsrückstellun-
Daten an die Sie betreuenden Vermittler, soweit diese gen) bzw. Ihre Angaben bei Eintritt des Versicherungs-
die Informationen zu Ihrer Betreuung und Beratung in falls überprüfen und bei Bedarf ergänzen zu können,
Ihren Versicherungs- und Finanzdienstleistungsangele- kann im dafür erforderlichen Umfang ein Austausch von
genheiten benötigen. personenbezogenen Daten mit dem von Ihnen im An-
trag benannten früheren Versicherer erfolgen.
Weitere Empfänger:
Darüber hinaus können wir Ihre personenbezogenen Übermitteln wir Daten in ein Drittland?
Daten an weitere Empfänger übermitteln, wie etwa an Sollten wir personenbezogene Daten an Dienstleister
Behörden zur Erfüllung gesetzlicher Mitteilungspflich- außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)
ten (z. B. Sozialversicherungsträger, Finanzbehörden übermitteln, erfolgt die Übermittlung nur, soweit dem
oder Strafverfolgungsbehörden) sowie andere Versi- Drittland durch die EU-Kommission ein angemessenes
cherer (z.B. bei Vorliegen einer Mehrfachversicherung). Datenschutzniveau bestätigt wurde oder andere ange-
messene Datenschutzgarantien (z. B. verbindliche un-
Wie lange speichern wir Ihre Daten? ternehmensinterne Datenschutzvorschriften oder EU-
Wir löschen Ihre personenbezogenen Daten sobald sie Standardvertragsklauseln) vorhanden sind.
für die oben genannten Zwecke nicht mehr erforderlich Wie treffen wir automatisierte Einzelfallentschei-
sind. Dabei kann es vorkommen, dass personenbezo- dungen?
gene Daten für die Zeit aufbewahrt werden, in der An-
sprüche gegen unser Unternehmen geltend gemacht Auf Basis Ihrer Angaben zum Risiko, zu denen wir Sie
werden können (gesetzliche Verjährungsfrist von drei bei Antragstellung befragen, entscheiden wir teilweise
oder bis zu dreißig Jahren). Zudem speichern wir Ihre vollautomatisiert etwa über das Zustandekommen, den
personenbezogenen Daten, soweit wir dazu gesetzlich Widerruf und die Kündigung des Vertrages oder die
verpflichtet sind. Entsprechende Nachweis- und Aufbe- Entscheidung über die Leistungspflicht im Versiche-
wahrungspflichten ergeben sich unter anderem aus rungsfall. Eine vollautomatisierte Entscheidung erfolgt
dem Handelsgesetzbuch, der Abgabenordnung und auf Grundlage mathematisch-statistischer Methoden
dem Geldwäschegesetz. Die Speicherfristen betragen und ggf. bei der Leistungsentscheidung nach den Vor-
danach bis zu zehn Jahren. gaben der Gebührenordnungen.
Welche Betroffenenrechte haben Sie? Soweit wir automatisierte Einzelfallentscheidungen in
den beschriebenen Fällen durchführen, haben Sie das
Sie können jederzeit Auskunft über die zu Ihrer Person Recht auf Erwirkung des Eingreifens einer Person sei-
gespeicherten Daten verlangen. Darüber hinaus kön- tens des Verantwortlichen, auf Darlegung des eigenen
nen Sie unter bestimmten Voraussetzungen die Berich- Standpunkts und Anfechtung der Entscheidung. Dieses
tigung oder die Löschung Ihrer Daten verlangen. Ihnen Recht besteht nicht, wenn Ihrem Begehren vollumfäng-
kann weiterhin ein Recht auf Einschränkung der Verar- lich stattgegeben wurde.
beitung Ihrer Daten sowie ein Recht auf Herausgabe
der von Ihnen bereitgestellten Daten in einem struktu- Wie holen wir Bonitätsauskünfte ein?
rierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu-
stehen. Soweit es zur Wahrung unserer berechtigten Interes-
sen notwendig ist, fragen wir bei einer Auskunftei (z.B.
Widerspruchsrecht infoscore) Informationen zur Beurteilung Ihres Zah-
lungsausfallrisikos ab.
Sie haben das Recht, einer Verarbeitung Ihrer per-
sonenbezogenen Daten zu Zwecken der Direktwer-
bung zu widersprechen.
Verarbeiten wir Ihre Daten zur Wahrung berechtig-
ter Interessen, können Sie dieser Verarbeitung wi-
dersprechen, wenn sich aus Ihrer besonderen Situ-
ation Gründe ergeben, die gegen die Datenverarbei-
tung sprechen.
Welches Beschwerderecht haben Sie?
Sie haben die Möglichkeit, sich mit einer Beschwerde
an unseren Datenschutzbeauftragten oder an eine Da-
tenschutzaufsichtsbehörde zu wenden. Die für uns zu-
ständige Datenschutzaufsichtsbehörde ist:
100 00 78/03 (04.2024)
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infoscore
Information gem. Art. 14 EU-DSGVO über die infoscore Consumer Data GmbH („ICD“) Consumer Data GmbH
1. Name und Kontaktdaten der ICD (verantwortliche Stelle) sowie des betrieblichen Datenschutzbeauftragten
infoscore Consumer Data GmbH, Rheinstr. 99, 76532 Baden-Baden
Der betriebliche Datenschutzbeauftragte der ICD ist unter der o.a. Anschrift, zu Hd. Abteilung Datenschutz, oder per E-Mail unter: ICD-Datenschutz@experian.com erreichbar.
2. Zwecke der Datenverarbeitung der ICD
Die ICD verarbeitet und speichert personenbezogene Daten, um ihren Vertragspartnern Informationen zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit von natürlichen und juristischen Personen
sowie zur Prüfung der postalischen Erreichbarkeit von Personen zu geben. Hierzu werden auch Wahrscheinlichkeits- bzw. Scoringwerte errechnet und übermittelt. Solche Auskünfte
sind notwendig und erlaubt, um das Zahlungsausfallrisiko z.B. bei einer Kreditvergabe, beim Rechnungskauf oder bei Abschluss eines Versicherungsvertrages vorab einschätzen zu
können. Die Datenverarbeitung und die darauf basierenden Auskunftserteilungen der ICD dienen gleichzeitig der Bewahrung der Auskunftsempfänger vor wirtschaftlichen Verlusten
und schützen Verbraucher gleichzeitig vor der Gefahr der übermäßigen Verschuldung. Die Verarbeitung der Daten erfolgt darüber hinaus zur Identitätsprüfung, Betrugsprävention,
Anschriftenermittlung, Risikosteuerung, Festlegung von Zahlarten oder Konditionen sowie zur Tarifierung. Neben den vorgenannten Zwecken verarbeitet die ICD personenbezogene
Daten auch zu weiteren Zwecken (z.B. Nachverfolgung und Geltendmachung rechtlicher Ansprüche und Verteidigung bei rechtlichen Streitigkeiten, Weiterentwicklung von
Dienstleistungen und Produkten, Qualitätsanalysen). Es können auch anonymisierte Daten verarbeitet werden.
3. Rechtsgrundlagen für die Datenverarbeitung der ICD
Die ICD ist ein Auskunfteiunternehmen, das als solches bei der zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde gemeldet ist. Die Verarbeitung der Daten durch die ICD erfolgt auf Basis
einer Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1a i.V.m. Art. 7 Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) oder auf Grundlage des Art. 6 Abs. 1 f DSGVO, soweit die Verarbeitung zur Wahrung
der berechtigten Interessen des Verantwortlichen oder eines Dritten erforderlich ist und sofern die Interessen und Grundfreiheiten der betroffenen Person, die den Schutz
personenbezogener Daten erfordern, nicht überwiegen. Die ICD stellt ihren Vertragspartnern die Informationen nur dann zur Verfügung, wenn eine Einwilligung des Betroffenen
vorliegt oder von den Vertragspartnern ein berechtigtes Interesse hieran im Einzelfall glaubhaft dargelegt wurde und eine Verarbeitung nach Abwägung aller Interessen zulässig ist.
Das berechtigte Interesse ist insbesondere vor Eingehung von Geschäften mit wirtschaftlichem Risiko gegeben (z.B. Rechnungskauf, Kreditvergabe, Abschluss eines Mobilfunk-,
Festnetz- oder Versicherungsvertrages).
4. Kategorien der personenbezogenen Daten der ICD
Von der ICD werden personenbezogene Daten (Name, Vorname(n), Geburtsdatum, Anschrift(en), Telefonnummer(n), E-Mail-Adresse(n)), Informationen zum vertragswidrigen
Zahlungsverhalten (siehe auch Ziff. 5), zu Schuldnerverzeichniseintragungen, (Privat-) Insolvenzverfahren und zur postalischen (Nicht-)Erreichbarkeit sowie entsprechende
Scorewerte verarbeitet bzw. gespeichert.
5. Herkunft der Daten der ICD
Die Daten der ICD stammen aus den amtlichen Insolvenzveröffentlichungen sowie den Schuldnerverzeichnissen, die bei den zentralen Vollstreckungsgerichten geführt werden. Dazu
kommen Informationen von Vertragspartnern der ICD über vertragswidriges Zahlungsverhalten, basierend auf gerichtlichen sowie außergerichtlichen Inkassomaßnahmen. Darüber
hinaus werden personenbezogene Daten (s. Nr. 4) aus den Anfragen von Vertragspartnern der ICD gespeichert sowie Daten von Adressdienstleistern.
6. Kategorien von Empfängern der personenbezogenen Daten der ICD
Empfänger sind insbesondere Unternehmen, die ein wirtschaftliches Risiko tragen und ihren Sitz im Europäischen Wirtschaftsraum oder auch außerhalb in einem Drittland haben,
wie Vereinigten Königreich, Indien, Costa Rica, Malaysia, USA und in der Schweiz haben. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um eCommerce-, Telekommunikations- und
Versicherungsunternehmen, Finanzdienstleister (z.B. Banken, Kreditkartenanbieter), Energieversorgungs- und Dienstleistungsunternehmen. Darüber hinaus gehören zu den
Empfängern solche Unternehmen, die Forderungen einziehen, wie etwa Inkassounternehmen, Abrechnungsstellen, Rechtsanwälte, Adressdienstleister sowie (interne und externe)
Dienstleister der ICD (z.B. Softwareentwickler, Support/Wartung, Rechenzentrum und Postdienstleister) oder andere Auskunfteien. Empfänger außerhalb des der Europäischen Union
und des europäischen Wirtschaftsraums fallen entweder unter einen gültigen Angemessenheitsbeschluss oder haben die erforderlichen Standardvertragsklauseln zur Sicherstellung
eines adäquaten Datenschutzniveaus bei der Verarbeitung von personenbezogenen Daten unterzeichnet.
7. Dauer der Datenspeicherung der ICD
Die ICD speichert Informationen über Personen nur für eine bestimmte Zeit, nämlich solange, wie deren Speicherung i.S.d. Art. 17 Abs. 1 lit. a) DSGVO notwendig ist.
Die bei der ICD zur Anwendung kommenden Prüf- und Löschfristen entsprechen einer Selbstverpflichtung (Code of Conduct) der im Verband „Die Wirtschaftsauskunfteien e.V.“
zusammengeschlossenen Auskunfteiunternehmen.
• Informationen über fällige und unbestrittene Forderungen bleiben gespeichert, solange deren Ausgleich nicht bekannt gegeben wurde; die Erforderlichkeit der fortwährenden
Speicherung wird jeweils taggenau nach drei Jahren überprüft. Wird der Ausgleich der Forderung bekannt gegeben, erfolgt eine Löschung der personenbezogenen Daten
taggenau drei Jahre danach.
• Daten aus den Schuldnerverzeichnissen der zentralen Vollstreckungsgerichte (Eintragungen nach § 882c Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 – 3 ZPO) werden taggenau nach drei Jahren
gelöscht, jedoch vorzeitig, wenn der ICD eine Löschung durch das zentrale Vollstreckungsgericht nachgewiesen wird.
• Informationen über Verbraucher-/Insolvenzverfahren oder Restschuldbefreiungsverfahren werden taggenau drei Jahre nach Beendigung des Insolvenzverfahrens oder nach
Erteilung oder Versagung der Restschuldbefreiung gelöscht.
• Informationen über die Abweisung eines Insolvenzantrages mangels Masse, die Aufhebung der Sicherungsmaßnahmen oder über die Versagung der Restschuldbefreiung
werden taggenau nach drei Jahren gelöscht.
• Angaben über Anfragen werden spätestens taggenau nach drei Jahren gelöscht.
• Voranschriften bleiben taggenau drei Jahre gespeichert; danach erfolgt die Prüfung der Erforderlichkeit der fortwährenden Speicherung für weitere drei Jahre. Danach werden sie
taggenau gelöscht, sofern nicht zum Zwecke der Identifizierung eine länger währende Speicherung erforderlich ist.
8. Betroffenenrechte gegenüber der ICD
Jede betroffene Person hat gegenüber der ICD das Recht auf Auskunft nach Art. 15 DSGVO, das Recht auf Berichtigung nach Art. 16 DSGVO, das Recht auf Löschung nach Art. 17
DSGVO, das Recht auf Einschränkung der Verarbeitung nach Art. 18 DSGVO. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich an die für die ICD zuständige Aufsichtsbehörde -Der
Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg, Lautenschlagerstraße 20, 70173 Stuttgart- zu wenden. Einwilligungen können jederzeit
gegenüber dem betreffenden Vertragspartner widerrufen werden. Dies gilt auch für Einwilligungen, die bereits vor Inkrafttreten der DSGVO erteilt wurden. Der Widerruf der Einwilligung
berührt nicht die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf verarbeiteten personenbezogenen Daten.
Nach Art. 21 Abs. 1 DSGVO kann der Datenverarbeitung aus Gründen, die sich aus der besonderen Situation
der betroffenen Person ergeben, gegenüber der ICD widersprochen werden.
Sofern Sie wissen wollen, welche Daten die ICD zu Ihrer Person gespeichert und an wen sie welche Daten übermittelt hat, teilt Ihnen die ICD das gerne im Rahmen einer
- unentgeltlichen - schriftlichen Selbstauskunft mit. Die ICD bittet um Ihr Verständnis, dass sie aus datenschutzrechtlichen Gründen keinerlei telefonische Auskünfte erteilen darf, da
eine eindeutige Identifizierung Ihrer Person am Telefon nicht möglich ist. Um einen Missbrauch des Auskunftsrechts durch Dritte zu vermeiden, benötigt die ICD folgende Angaben
von Ihnen: Name (ggf. Geburtsname), Vorname(n), Geburtsdatum, Aktuelle Anschrift (Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort), ggf. Voranschriften der letzten fünf Jahre (dies
dient der Vollständigkeit der zu erteilenden Auskunft).
Wenn Sie – auf freiwilliger Basis – eine Kopie Ihres Ausweises beifügen, erleichtern Sie der ICD die Identifizierung Ihrer Person und vermeiden damit mögliche Rückfragen. Sie
können die Selbstauskunft auch via Internet unter https://www.experian.de/selbstauskunft beantragen.
9. Profilbildung/Profiling/Scoring
Die ICD-Auskunft kann um sogenannte Scorewerte ergänzt werden. Beim Scoring der ICD wird anhand von Informationen und Erfahrungen aus der Vergangenheit eine Prognose
insbesondere über Zahlungswahrscheinlichkeiten erstellt. Das Scoring basiert primär auf Basis der zu einer betroffenen Person bei der ICD gespeicherten Informationen. Anhand
dieser Daten, von adressbezogenen Daten sowie von Anschriftendaten erfolgt auf Basis mathematisch-statistischer Verfahren (insbes. Verfahren der logistischen Regression) eine
Zuordnung zu Personengruppen, die in der Vergangenheit ähnliches Zahlungsverhalten aufwiesen.
Folgende Datenarten werden bei der ICD für das Scoring verwendet, wobei nicht jede Datenart auch in jede einzelne Berechnung mit einfließt: Daten zum vertragswidrigen
Zahlungsverhalten (siehe Nrn. 4 u. 5), zu Schuldnerverzeichnis-Eintragungen und Insolvenzverfahren (siehe Nrn. 4 u. 5), Geschlecht und Alter der Person, adressbezogene Daten
(Bekanntsein des Namens bzw. des Haushalts an der Adresse, Anzahl bekannter Personen im Haushalt (Haushaltsstruktur), Bekanntsein der Adresse), Anschriftendaten
(Informationen zu vertragswidrigem Zahlungsverhalten in Ihrem Wohnumfeld (Straße/Haus)), Daten aus Anfragen von Vertragspartnern der ICD.
WEITER AUF SEITE 2
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Besondere Kategorien von Daten i.S.d. Art. 9 DSGVO (z.B. Angaben zur Staatsangehörigkeit, ethnischen Herkunft oder zu politischen oder religiösen Einstellungen) werden von der
ICD weder gespeichert noch bei der Berechnung von Wahrscheinlichkeitswerten berücksichtigt. Auch die Geltendmachung von Rechten nach der DSGVO, also z.B. die Einsichtnahme
in die bei der ICD gespeicherten Informationen nach Art. 15 DSGVO, hat keinen Einfluss auf das Scoring.
Die ICD selbst trifft keine Entscheidungen über den Abschluss eines Rechtsgeschäfts oder dessen Rahmenbedingungen (wie z.B. angebotene Zahlarten), sie unterstützt die ihr
angeschlossenen Vertragspartner lediglich mit ihren Informationen bei der diesbezüglichen Entscheidungsfindung. Die Risikoeinschätzung und Beurteilung der Kreditwürdigkeit sowie
die darauf basierende Entscheidung erfolgt allein durch Ihren Geschäftspartner. (Stand des Dokuments: November 2023)
[Seite 22]
Ausgabe 06/2026
Erklärung zum Beginn des Versicherungsschutzes
Widerrufsbelehrung
Erklärung zum Beginn des Versicherungsschutzes
Sofern der von mir beantragte Versicherungsbeginn vor dem Zeitpunkt liegt, bis zu dem ich meine Vertragserklä-
rung widerrufen kann (siehe nachfolgende Widerrufsbelehrung), stimme ich zu, dass der Versicherungsschutz vor
dem Ende der Widerrufsfrist beginnt.
Widerrufsbelehrung
Abschnitt 1
Widerrufsrecht und Widerrufsfolgen
Widerrufsrecht
Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb einer Frist von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen in Text-
form (z. B. Brief, Fax, E-Mail) widerrufen.
Die Widerrufsfrist beginnt, nachdem Ihnen
• der Versicherungsschein,
• die Vertragsbestimmungen,
• einschließlich der für das Vertragsverhältnis geltenden Allgemeinen Versicherungsbedingungen, diese
wiederum einschließlich der Tarifbestimmungen,
• diese Belehrung,
• das Informationsblatt zu Versicherungsprodukten,
• und die weiteren in Abschnitt 2 aufgeführten Informationen
jeweils in Textform zugegangen sind.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs. Der Widerruf ist zu rich-
ten an: Münchener Verein Krankenversicherung a.G., KVB-Team, 80283 München (oder Hausanschrift:
Pettenkoferstr.19, 80336 München). Bei einem Widerruf per Telefax ist der Widerruf an folgende Faxnum-
mer zu richten: 089/51 52-4020.
Wenn Sie den Vertrag online abschlossen haben, können Sie Ihr Widerrufsrecht auch online über unsere
auf unserer Homepage https://www.muenchener-verein.de bereitgestellte elektronische Widerrufsfunktion
ausüben. Wenn Sie diese Online-Funktion nutzen, übermitteln wir Ihnen auf einem dauerhaften Datenträ-
ger (z.B. durch eine E-Mail) unverzüglich eine Eingangsbestätigung mit Informationen zum Inhalt der Wi-
derrufserklärung sowie dem Datum und der Uhrzeit ihres Eingangs.
Widerrufsfolgen
Beginnt der Versicherungsschutz vor dem Ende der Widerrufsfrist, endet im Falle eines wirksamen Wider-
rufs der Versicherungsschutz und der Versicherer hat Ihnen nur den auf die Zeit nach dem Zugang der
Widerrufserklärung entfallenden Teil der Prämien zurückzugewähren. Den Teil der Prämie, der auf die Zeit
bis zum Zugang der Widerrufserklärung entfällt, darf der Versicherer in diesem Fall einbehalten; von dem
im Versicherungsschein ausgewiesenen Beitrag beträgt der Einbehalt bei vereinbarter monatlicher Zah-
lungsweise 1/30, bei vierteljährlicher Zahlungsweise 1/90, bei halbjährlicher Zahlungsweise 1/180, bei jähr-
licher Zahlungsweise 1/360 für jeden Tag, an dem Versicherungsschutz bestanden hat. Sie dürfen in die-
sem Fall Versicherungsleistungen, die Sie vor der Ausübung des Widerrufsrechts aufgrund eines Versi-
cherungsfalls aus dem Versicherungsvertrag in Anspruch genommen haben, einbehalten.
100 00 25/04 (06.26)
Seite: 1/4
Münchener Verein Krankenversicherung a. G., Sitz München, HRB 764, AG München
Direktion: Pettenkoferstraße 19, 80336 München, Tel. 089/51 52-10 00, Fax 089/51 52-15 01, info@muenchener-verein.de, www.muenchener-verein.de
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Beginnt der Versicherungsschutz nicht vor dem Ende der Widerrufsfrist, so hat der wirksame Widerruf zur
Folge, dass empfangene Leistungen zurückzugewähren sind.
Leistungen sind unverzüglich, spätestens innerhalb von 30 Tagen, zurückzugewähren. Die Frist beginnt
für den Versicherer mit dem Zugang und für den Versicherungsnehmer mit der Abgabe der Widerrufser-
klärung.
Wenn Sie den Vertrag im Fernabsatz (das heißt Vertragsschluss per Internet, Telefon oder Post ohne per-
sönliche Begegnung) geschlossen haben:
Beginnt der Versicherungsschutz vor dem Ende der Widerrufsfrist und haben Sie hierzu ausdrücklich zu-
gestimmt, endet im Falle eines wirksamen Widerrufs der Versicherungsschutz und der Versicherer hat
Ihnen nur den auf die Zeit nach dem Zugang der Widerrufserklärung entfallenden Teil der Prämien zurück-
zugewähren. Den Teil der Prämie, der auf die Zeit bis zum Zugang der Widerrufserklärung entfällt, darf der
Versicherer in diesem Fall einbehalten; von dem im Versicherungsschein ausgewiesenen Beitrag beträgt
der Einbehalt bei vereinbarter monatlicher Zahlungsweise 1/30, bei vierteljährlicher Zahlungsweise 1/90,
bei halbjährlicher Zahlungsweise 1/180, bei jährlicher Zahlungsweise 1/360 für jeden Tag, an dem Versi-
cherungsschutz bestanden hat. Sie dürfen in diesem Fall Versicherungsleistungen, die Sie vor der Aus-
übung des Widerrufsrechts aufgrund eines Versicherungsfalls aus dem Versicherungsvertrag in Anspruch
genommen haben, einbehalten.
Beginnt der Versicherungsschutz nicht vor dem Ende der Widerrufsfrist, so hat der wirksame Widerruf zur
Folge, dass empfangene Leistungen zurückzugewähren sind.
Leistungen sind unverzüglich, spätestens innerhalb von 30 Tagen, zurückzugewähren. Die Frist beginnt
für den Versicherer mit dem Zugang und für den Versicherungsnehmer mit der Abgabe der Widerrufser-
klärung.
Besondere Hinweise
Wenn Sie Ihr Widerrufsrecht nicht ausüben, sind Sie an den Vertrag gebunden.
Ihr Widerrufsrecht erlischt, wenn der Vertrag auf Ihren ausdrücklichen Wunsch sowohl von Ihnen als auch
vom Versicherer vollständig erfüllt ist, bevor Sie Ihr Widerrufsrecht ausgeübt haben.
Ihr Widerrufsrecht erlischt spätestens 12 Monate und 14 Tage nach dem Vertragsschluss.
Abschnitt 2
Auflistung der für den Fristbeginn erforderlichen weiteren Informationen
Hinsichtlich der in Abschnitt 1 Satz 2 genannten weiteren Informationen werden die Informationspflichten im Folgen-
den im Einzelnen aufgeführt:
Unterabschnitt 1
Informationspflichten bei allen Versicherungszweigen
Der Versicherer hat Ihnen folgende Informationen zur Verfügung zu stellen:
1. die Identität des Versicherers und der etwaigen Niederlassung, über die der Vertrag abgeschlossen wer-
den soll; anzugeben ist auch das Handelsregister, bei dem der Rechtsträger eingetragen ist, und die zu-
gehörige Registernummer;
2. die ladungsfähige Anschrift des Versicherers und jede andere Anschrift, die für die Geschäftsbeziehung
zwischen dem Versicherer und Ihnen maßgeblich ist, bei juristischen Personen, Personenvereinigungen
oder -gruppen auch den Namen eines Vertretungsberechtigten; soweit die Mitteilung durch Übermittlung
der Vertragsbestimmungen einschließlich der Allgemeinen Versicherungsbedingungen erfolgt, bedürfen
die Informationen einer hervorgehobenen und deutlich gestalteten Form;
3. die Hauptgeschäftstätigkeit des Versicherers;
4. Angaben über das Bestehen eines Garantiefonds oder anderer Entschädigungsregelungen; Name und
Anschrift des Garantiefonds sind anzugeben;
5. die wesentlichen Merkmale der Versicherungsleistung, insbesondere Angaben über Art, Umfang und Fäl-
ligkeit der Leistung des Versicherers;
Seite: 2/4
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6. den Gesamtpreis der Versicherung einschließlich aller Steuern und sonstigen Preisbestandteile, wobei die
Prämien einzeln auszuweisen sind, wenn das Versicherungsverhältnis mehrere selbständige Versiche-
rungsverträge umfassen soll, oder, wenn ein genauer Preis nicht angegeben werden kann, Angaben zu
den Grundlagen seiner Berechnung, die Ihnen eine Überprüfung des Preises ermöglichen;
7. a) gegebenenfalls zusätzlich anfallende Kosten unter Angabe des insgesamt zu zahlenden Betrages so-
wie mögliche weitere Steuern, Gebühren oder Kosten, die nicht über den Versicherer abgeführt oder von
ihm in Rechnung gestellt werden;
b) alle Kosten, die Ihnen für die Benutzung von Fernkommunikationsmitteln entstehen, wenn solche zu-
sätzlichen Kosten in Rechnung gestellt werden;
8. Einzelheiten hinsichtlich der Zahlung und der Erfüllung, insbesondere zur Zahlungsweise der Prämien;
9. Angaben darüber, wie der Vertrag zustande kommt, insbesondere über den Beginn der Versicherung und
des Versicherungsschutzes sowie die Dauer der Frist, während der der Antragsteller an den Antrag ge-
bunden sein soll;
10. das Bestehen oder Nichtbestehen eines Widerrufsrechts sowie die Bedingungen, Einzelheiten der Aus-
übung, insbesondere Namen und Anschrift derjenigen Person, gegenüber der der Widerruf zu erklären ist,
und die Rechtsfolgen des Widerrufs einschließlich Informationen über den Betrag, den Sie im Falle des
Widerrufs gegebenenfalls zu zahlen haben; soweit die Mitteilung durch Übermittlung der Vertragsbestim-
mungen einschließlich der Allgemeinen Versicherungsbedingungen erfolgt, bedürfen die Informationen ei-
ner hervorgehobenen und deutlich gestalteten Form;
11. a) Angaben zur Laufzeit des Vertrages;
b) Angaben zur Mindestlaufzeit des Vertrages;
12. Angaben zur Beendigung des Vertrages, insbesondere zu den vertraglichen Kündigungsbedingungen ein-
schließlich etwaiger Vertragsstrafen; soweit die Mitteilung durch Übermittlung der Vertragsbestimmun-gen
einschließlich der Allgemeinen Versicherungsbedingungen erfolgt, bedürfen die Informationen einer her-
vorgehobenen und deutlich gestalteten Form;
13. die Mitgliedstaaten der Europäischen Union, deren Recht der Versicherer der Aufnahme von Beziehungen
zu Ihnen vor Abschluss des Versicherungsvertrags zugrunde legt;
14. das auf den Vertrag anwendbare Recht, eine Vertragsklausel über das auf den Vertrag anwendbare Recht
oder über das zuständige Gericht;
15. die Sprachen, in denen die Vertragsbedingungen und die in diesem Unterabschnitt genannten Vorabin-
formationen mitgeteilt werden, sowie die Sprachen, in denen sich der Versicherer verpflichtet, mit Ihrer
Zustimmung die Kommunikation während der Laufzeit dieses Vertrags zu führen;
16. einen möglichen Zugang für Sie zu einem außergerichtlichen Beschwerde- und Rechtsbehelfsverfahren
und gegebenenfalls die Voraussetzungen für diesen Zugang; dabei ist ausdrücklich darauf hinzuweisen,
dass die Möglichkeit für Sie, den Rechtsweg zu beschreiten, hiervon unberührt bleibt;
17. Name und Anschrift der zuständigen Aufsichtsbehörde sowie die Möglichkeit einer Beschwerde bei dieser
Aufsichtsbehörde.
Unterabschnitt 2
Zusätzliche Informationspflichten bei einer substitutiven Krankenversicherung
Bei dieser Krankenversicherung hat der Versicherer Ihnen zusätzlich zu den oben genannten Informationen die
folgenden Informationen zur Verfügung zu stellen:
1. Angaben in Euro zur Höhe der in die Prämie einkalkulierten Kosten; dabei sind die einkalkulierten Ab-
schlusskosten als einheitlicher Gesamtbetrag und die übrigen einkalkulierten Kosten als Anteil der Jah-
resprämie unter Angabe der jeweiligen Laufzeit auszuweisen; bei den übrigen einkalkulierten Kosten sind
die einkalkulierten Verwaltungskosten zusätzlich gesondert als Anteil der Jahresprämie unter Angabe der
jeweiligen Laufzeit auszuweisen;
2. Angaben in Euro zu möglichen sonstigen Kosten, insbesondere zu Kosten, die einmalig oder aus beson-
derem Anlass entstehen können;
3. Angaben über die Auswirkungen steigender Krankheitskosten auf die zukünftige Beitragsentwicklung;
4. Hinweise auf die Möglichkeiten zur Beitragsbegrenzung im Alter, insbesondere auf die Möglichkeiten ei-
nes Wechsels in den Basistarif oder in andere Tarife gemäß § 204 des Versicherungsvertragsgesetzes
und der Vereinbarung von Leistungsausschlüssen sowie auf die Möglichkeit einer Prämienminderung ge-
mäß § 152 Absatz 3 und 4 des Versicherungsaufsichtsgesetzes;
5. einen Hinweis, dass ein Wechsel von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung in fortgeschrit-
tenem Alter in der Regel ausgeschlossen ist;
6. einen Hinweis, dass ein Wechsel innerhalb der privaten Krankenversicherung in fortgeschrittenem Alter
mit höheren Beiträgen verbunden sein kann und gegebenenfalls auf einen Wechsel in den Basistarif be-
schränkt ist;
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7. eine Übersicht in Euro über die Beitragsentwicklung im Zeitraum der dem Angebot vorangehenden zehn
Jahre; anzugeben ist, welcher monatlichen Beitrag in den dem Angebot vorangehenden zehn Jahren je-
weils zu entrichten gewesen wäre, wenn der Versicherungsvertrag zum damaligen Zeitpunkt von einer
Person gleichen Geschlechts wie Sie mit Eintrittsalter von 35 Jahren abgeschlossen worden wäre; besteht
der angebotene Tarif noch nicht seit zehn Jahren, so ist auf den Zeitpunkt der Einführung des Tarifs abzu-
stellen, und es ist darauf hinzuweisen, dass die Aussagekraft der Übersicht wegen der kurzen Zeit, die
seit der Einführung des Tarifs vergangen ist, begrenzt ist; ergänzend ist die Entwicklung eines vergleich-
baren Tarifs, der bereits seit zehn Jahren besteht, darzustellen.
Ende der Widerrufsbelehrung
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