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Grundfähigkeitsversicherung: Rente, wenn der Körper nicht mehr mitmacht

Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente, wenn Sie eine vertraglich festgelegte Fähigkeit verlieren, etwa Gehen, Sehen, Sprechen oder den Gebrauch der Hände. Ihr Beruf spielt dabei keine Rolle. Das macht sie für körperlich Arbeitende oft bezahlbar, wo eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu teuer ist oder abgelehnt wird. Den vollen Ersatz für eine BU bietet sie nicht.

Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt

Ist die Grundfähigkeitsversicherung eine gute Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung?

Sie ist die zweitbeste Lösung, wenn die BU nicht zu bekommen oder nicht zu bezahlen ist. Die BU fragt, ob Sie Ihren Beruf noch ausüben können, die Grundfähigkeitsversicherung nur, ob eine bestimmte Fähigkeit verloren ist. Wer wegen einer Depression oder eines Burn-outs ausfällt, aber noch gehen, sehen und greifen kann, bekommt aus vielen Tarifen nichts. Für Handwerker, Pflegekräfte oder Menschen mit Vorerkrankung ist sie dennoch oft der einzige bezahlbare Einkommensschutz.

Wie die Grundfähigkeitsversicherung prüft

Im Vertrag steht eine Liste von Fähigkeiten, und zu jeder steht, wann sie als verloren gilt. Beim Gehen kann das heißen, dass Sie eine im Vertrag genannte Strecke nicht mehr ohne Pause zurücklegen, beim Sehen eine bestimmte Restsehschärfe. Erfüllt Ihr Befund diese Definition für die vereinbarte Dauer, zahlt der Versicherer die volle Rente. Wie Sie arbeiten oder ob Sie überhaupt noch arbeiten, ist dafür ohne Belang.

Genau darin liegt der Vorteil und die Grenze. Der Vorteil: Es gibt keine Diskussion über Ihren Beruf, keine Verweisung, keine Prüfung, ob Sie Ihren Betrieb umorganisieren könnten. Die Grenze: Wer seinen Beruf verliert, ohne dass eine der Fähigkeiten im Katalog wegfällt, geht leer aus. Ein Chirurg mit leichtem Zittern ist berufsunfähig, aber kann noch einen Schlüssel drehen.

Die Lücke bei Psyche und Krebs

Psychische Erkrankungen sind die häufigste Ursache dafür, dass Menschen ihren Beruf aufgeben müssen. Viele Grundfähigkeitstarife versichern sie gar nicht oder nur als Zusatzbaustein, und auch dann oft mit einer Wartezeit der Beeinträchtigung von zwölf statt sechs Monaten. Die Verbraucherzentralen weisen auf diese Lücke ausdrücklich hin.

Ähnlich ist es bei schweren Krankheiten, die keine einzelne Fähigkeit dauerhaft nehmen, etwa eine Chemotherapie. Manche Tarife ergänzen deshalb Bausteine für schwere Krankheiten, Arbeitsunfähigkeit oder Pflegebedürftigkeit. Jeder Baustein erhöht den Beitrag, und welcher nötig ist, hängt davon ab, wovor Sie am meisten Angst haben müssen.

Was Stiftung Warentest als Mindestschutz ansieht

Stiftung Warentest hat für Finanztest 7/2025 37 Tarife von 19 Versicherern untersucht. Als Mindestschutz gilt dort, dass neben den körperlichen Fähigkeiten auch intellektuelle und soziale Fähigkeiten sowie psychische Erkrankungen versichert sind und der Tarif bei Pflegebedürftigkeit leistet. Mehr als die Hälfte der untersuchten Tarife schnitt gut ab.

Für Sie heißt das: Ein Tarif nur mit Sehen, Hören, Gehen und Greifen ist billig, schützt aber nur gegen schwere körperliche Schäden. Wer den Beitrag für den erweiterten Schutz aufbringen kann, sollte es tun, und wer nicht kann, sollte wissen, welche Fälle draußen bleiben.

Was versichert ist

  • Monatliche Rente bei Verlust einer versicherten Fähigkeit wie Gehen, Treppensteigen, Sehen, Hören, Sprechen oder Gebrauch der Hände
  • Leistung unabhängig davon, ob und in welchem Beruf Sie arbeiten
  • Verlust geistiger Fähigkeiten wie Gedächtnis oder Konzentration, je nach Tarif
  • Psychische Erkrankungen, meist nur in erweiterten Tarifen oder als Baustein
  • Pflegebedürftigkeit als eigener Leistungsauslöser, je nach Tarif
  • Befreiung von der Beitragszahlung während des Leistungsbezugs
  • Nachversicherung ohne neue Gesundheitsprüfung bei bestimmten Anlässen, je nach Tarif

Was nicht versichert ist

  • Berufsunfähigkeit, solange keine Fähigkeit aus dem Katalog verloren ist
  • Beeinträchtigungen, die die Schwelle der Definition im Vertrag nicht erreichen
  • Vorerkrankungen, die beim Antrag verschwiegen wurden
  • Ausschlüsse, die der Versicherer bei Annahme vereinbart hat
  • Vorsätzlich herbeigeführte Gesundheitsschäden
  • Leistungen über das vereinbarte Endalter hinaus

Wer sie braucht

  • Handwerker und andere körperlich Arbeitende, für die eine BU sehr teuer ist
  • Menschen mit Vorerkrankung, die bei der BU abgelehnt oder mit Ausschluss angenommen wurden
  • Schüler, Auszubildende und Berufseinsteiger, die früh einen bezahlbaren Grundschutz suchen
  • Selbstständige, die keine Diskussion über Umorganisation ihres Betriebs wollen
  • Wer eine BU hat und das Risiko schwerer körperlicher Schäden zusätzlich absichern will

Wer sie nicht braucht

  • Wer eine bezahlbare Berufsunfähigkeitsversicherung ohne wesentliche Ausschlüsse bekommt, sollte zuerst diese abschließen
  • Wer genug Vermögen hat, um ohne Arbeitseinkommen bis zur Altersrente zu leben

Pech-Rad

Drehen Sie am Rad des Pechs

Sechs Schäden, die wirklich passieren: Das Rad wählt Ihren und zeigt, wer zahlt.

Alle sechs Fälle ansehen
  1. Dachdecker mit Bandscheibenvorfall, Monatsrente, solange er nicht ohne Pause gehen und stehen kann. Billigtarif: zahlt, Starker Tarif: zahlt. Kann er die im Vertrag genannte Strecke nicht mehr gehen oder nicht lange genug stehen, ist eine Grundfähigkeit verloren. Das leistet jeder solide Tarif, ohne nach dem Beruf zu fragen.
  2. Burn-out, ein Jahr arbeitsunfähig, bei 1.500 € Monatsrente: 18.000 € im ersten Jahr. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt teilweise. Der Basistarif kennt keine psychischen Erkrankungen. Der erweiterte Tarif zahlt, wenn die Definition erfüllt ist, oft erst nach zwölf Monaten Beeinträchtigung.
  3. Schlaganfall mit Sprachstörung, Monatsrente bis zum Endalter, oft über viele Jahre. Billigtarif: zahlt, Starker Tarif: zahlt. Sprechen ist in nahezu jedem Katalog enthalten. Bleibt die Störung über den vereinbarten Zeitraum bestehen, wird gezahlt.
  4. Chemotherapie über acht Monate, Einkommensausfall über Monate, Rente nur mit Baustein. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt teilweise. Eine Krebstherapie nimmt nicht unbedingt eine einzelne Fähigkeit dauerhaft. Ein Baustein für schwere Krankheiten oder Arbeitsunfähigkeit schließt diese Lücke, der Grundtarif nicht.
  5. Pflegegrad nach Unfall, Monatsrente plus Beitragsbefreiung. Billigtarif: zahlt teilweise, Starker Tarif: zahlt. Starke Tarife zahlen schon bei einem niedrigen Pflegegrad. Basistarife leisten nur, wenn zugleich eine Fähigkeit aus dem Katalog verloren ist.
  6. Chirurg mit Handzittern, Berufsaufgabe, aber keine Rente. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt nicht. Er kann nicht mehr operieren, aber noch greifen, schreiben und einen Schlüssel drehen. Die Schwelle der Definition ist nicht erreicht. Das ist der Fall, für den es die BU gibt.

Was sie kostet

Weil der Beruf keine Rolle für die Leistung spielt, spielt er auch für den Beitrag eine kleinere Rolle als bei der BU. Für Berufe mit körperlicher Arbeit ist die Grundfähigkeitsversicherung deshalb meist deutlich günstiger. Den größten Unterschied machen Leistungsumfang und Zusatzbausteine.

Wovon der Beitrag abhängt

  • Anzahl und Definition der versicherten Fähigkeiten
  • Bausteine für Psyche, Pflege, schwere Krankheiten oder Arbeitsunfähigkeit
  • Eintrittsalter und Gesundheitszustand
  • Höhe der monatlichen Rente
  • Laufzeit und Endalter
  • Beruf, bei manchen Anbietern in grober Einstufung
  • Dynamik vor und nach dem Leistungsfall

Wir nennen keine Beitragsspanne, weil Leistungsumfang und Bausteine den Preis stärker bestimmen als alles andere. Ihr Beitrag steht erst im Angebot fest.

Die Tariflinien am Markt

01

Basistarif

Körperliche Fähigkeiten und Sinne: Gehen, Stehen, Greifen, Sehen, Hören, Sprechen. Günstig, aber ohne Schutz bei psychischen Erkrankungen.

02

Erweiterter Tarif

Zusätzlich geistige Fähigkeiten, psychische Erkrankungen und Pflegebedürftigkeit. Entspricht dem Mindestschutz, den Stiftung Warentest ansetzt.

03

Tarif mit Bausteinen

Erweiterter Schutz plus Leistung bei schweren Krankheiten oder längerer Arbeitsunfähigkeit. Am nächsten an einer BU, aber auch am teuersten.

Woran Sie einen guten Tarif erkennen

KriteriumMindeststandardStarker TarifWarum das zählt
Psychische Erkrankungen als Zusatzbaustein wählbar im Grundtarif enthalten, mit klarer Definition Psychische Erkrankungen sind die häufigste Ursache für den Verlust der Arbeitsfähigkeit.
Dauer der Beeinträchtigung zwölf Monate sechs Monate, auch bei psychischen Ursachen Jeder Monat Wartezeit ist ein Monat ohne Rente.
Pflegebedürftigkeit ab einem höheren Pflegegrad eigener Leistungsauslöser ab niedrigem Pflegegrad Pflegebedürftigkeit tritt oft ein, ohne dass eine einzelne Fähigkeit im Katalog vollständig verloren ist.
Definition der Fähigkeiten eindeutige Schwellen erreichbare Schwellen, etwa Gehen über eine kurze Strecke statt vollständige Lähmung Ob der Tarif zahlt, entscheidet allein der Wortlaut der Definition.
Endalter bis 60 oder 63 bis 67 Schwere Erkrankungen häufen sich in den Jahren kurz vor der Altersrente.
Nachversicherungsgarantie bei Heirat und Geburt viele Anlässe, auch regelmäßig ohne Anlass Die Rente muss mit dem Einkommen wachsen, ohne neue Gesundheitsprüfung.
Wechseloption in eine BU keine Umstieg in eine BU ohne neue Gesundheitsprüfung bis zu einem bestimmten Alter Für Schüler und Auszubildende der Weg, später den stärkeren Schutz zu bekommen.

Anbieter im Überblick

Grundfähigkeitsversicherungen bieten deutsche Lebensversicherer an. Entscheidend sind der Katalog der Fähigkeiten und deren Definition, nicht der Name. Die Liste ist ein Marktüberblick und sagt nichts darüber, mit wem wir zusammenarbeiten.

VersichererEinordnung
AllianzLebensversicherer der Allianz-Gruppe, Vertreter und Makler
HannoverscheDirektversicherer der VHV-Gruppe
R+VVersicherer der genossenschaftlichen Finanzgruppe, Volks- und Raiffeisenbanken und Makler
Baloisedeutsche Lebensversicherung der Baloise-Gruppe, Vertreter und Makler
NürnbergerTeil der Nürnberger Versicherungsgruppe, Außendienst und Makler
Swiss Lifedeutsche Gesellschaft der Swiss-Life-Gruppe, überwiegend Maklervertrieb
WürttembergischeTeil der W&W-Gruppe, Außendienst und Makler
Zurichdeutsche Lebensversicherung der Zurich-Gruppe, Vertreter, Banken und Makler
die BayerischeTeil der Versicherungsgruppe die Bayerische, Vertreter und Makler
HUK-COBURGeigener Vertrieb, arbeitet nicht mit Maklern

Bedingungen aller Tarife vergleichen 16 Tarife von 10 Anbietern, Stand 24. Oktober 2026

Aus dem BaFin-Register

77

77 Versicherer unter deutscher Bundesaufsicht haben die Erlaubnis für diese Sparte.

(Lebensversicherer)

Alle 77 Namen aus dem Register anzeigen
  • ACM Lebensversicherung AG
  • AGER Lebensversicherung AG
  • Aioi Nissay Dowa Life Insurance of Europe Aktiengesellschaft
  • Allianz Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
  • Alte Leipziger Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit
  • Athora Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • AXA Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • Baloise Lebensversicherung Aktiengesellschaft Deutschland
  • Bayern-Versicherung Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • BL die Bayerische Lebensversicherung AG
  • BY die Bayerische Vorsorge Lebensversicherung a.G.
  • Concordia oeco Lebensversicherungs-AG
  • Condor Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
  • Continentale Lebensversicherung AG
  • Cosmos Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
  • Credit Life AG
  • Debeka Lebensversicherungsverein auf Gegenseitigkeit Sitz Koblenz am Rhein
  • Delta Direkt Lebensversicherung Aktiengesellschaft München
  • Deutsche Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
  • Deutsche Ärzteversicherung Aktiengesellschaft
  • DEVK Allgemeine Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
  • DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Lebensversicherungsverein a.G. Betriebliche…
  • Dialog Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
  • DIREKTE LEBEN Versicherung AG
  • Dortmunder Lebensversicherung AG
  • Entis Lebensversicherung AG
  • ERGO Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • ERGO Vorsorge Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • EUROPA Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • Frankfurt Münchener Lebensversicherung AG
  • Frankfurter Lebensversicherung AG
  • Generali Deutschland Lebensversicherung AG
  • Gothaer Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • Hannoversche Lebensversicherung AG
  • HanseMerkur Lebensversicherung AG
  • HDI Lebensversicherung AG
  • HDI Vorsorge Lebensversicherung AG
  • Heidelberger Lebensversicherung AG
  • HELVETIA schweizerische Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
  • HUK-COBURG-Lebensversicherung AG
  • IDEAL Lebensversicherung a.G.
  • INTER Lebensversicherung AG
  • InterRisk Lebensversicherungs-AG Vienna Insurance Group.
  • Itzehoer Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
  • Lebensversicherung von 1871 auf Gegenseitigkeit München
  • Lifestyle Protection Lebensversicherung AG
  • LPV Lebensversicherung AG
  • LVM Lebensversicherungs-AG
  • Mecklenburgische Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
  • myLife Lebensversicherung AG
  • MÜNCHENER VEREIN Lebensversicherung AG
  • neue leben Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • NÜRNBERGER Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • Protektor Lebensversicherungs-AG
  • Provinzial Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • Provinzial Lebensversicherung Hannover
  • Proxalto Lebensversicherung Aktiengesellschaft c/o Viridium Group GmbH & Co. KG
  • R + V Lebensversicherung a.G.
  • R + V LEBENSVERSICHERUNG AKTIENGESELLSCHAFT
  • SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G.
  • SIGNAL IDUNA Lebensversicherung AG
  • Skandia Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • Sparkassen-Versicherung Sachsen Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • Stuttgarter Lebensversicherung a.G.
  • SV SparkassenVersicherung Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • Swiss Life Lebensversicherung SE
  • uniVersa Lebensversicherung a.G.
  • VEREINIGTE POSTVERSICHERUNG VVaG
  • Versicherer im Raum der Kirchen Lebensversicherung AG
  • Volkswohl-Bund Lebensversicherung a.G.
  • VPV Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
  • WGV-Lebensversicherung AG
  • WWK Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit
  • Württembergische Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung Aktiengesellschaft
  • Zurich Life Legacy Versicherung AG (Deutschland)
  • Öffentliche Lebensversicherung Sachsen-Anhalt

Quelle: BaFin-Unternehmensdatenbank, Stand 18. September 2026; ohne EU-Versicherer ohne Sitz hier.

Rechtsgrundlagen und Quellen

Produkte und Bausteine am Markt

Grundfähigkeitsversicherung

Eigenständiger Vertrag mit einem Katalog von Fähigkeiten. Zahlt eine Monatsrente, wenn eine davon verloren ist, ohne Blick auf den Beruf.

Existenzschutz oder Multi-Risk-Versicherung

Bündelt Grundfähigkeiten, schwere Krankheiten und Pflege in einem Vertrag. Breiter, aber die Leistungsauslöser bleiben aufgezählt.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Zahlt, wenn Sie Ihren Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben können, gleich aus welchem Grund. Der stärkere Schutz, aber für viele Berufe teuer oder gar nicht zu bekommen.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Zahlt nur, wenn Sie gar keine Tätigkeit mehr ausüben können. Schließt Psyche ein, setzt die Schwelle aber sehr hoch.

Kinderinvaliditätsversicherung

Für Kinder, bei denen es noch keinen Beruf gibt. Zahlt bei Invalidität durch Unfall und Krankheit, oft als Rente oder Kapital.

Mythos oder Wahrheit

Was stimmt, was nicht?

Fünf Sätze, die man über diese Versicherung hört. Tippen Sie zuerst, dann lösen wir auf.

Die Grundfähigkeitsversicherung ist eine BU mit anderem Namen.

Das stimmt nicht.

Falsch. Die BU fragt nach Ihrem Beruf, die Grundfähigkeitsversicherung nur nach bestimmten Fähigkeiten. Wer seinen Beruf verliert, ohne eine dieser Fähigkeiten zu verlieren, bekommt aus ihr nichts.

Für Handwerker ist sie meist deutlich günstiger als eine BU.

Das stimmt.

Stimmt. Weil der Beruf für die Leistung keine Rolle spielt, fällt der Aufschlag für körperliche Arbeit klein aus. Gerade in Berufen, in denen eine BU kaum bezahlbar ist, ist das der Hauptgrund für diesen Vertrag.

Psychische Erkrankungen sind immer mitversichert.

Das stimmt nicht.

Falsch. Viele Tarife schließen sie nicht ein oder nur gegen Aufpreis. Stiftung Warentest zählt sie deshalb ausdrücklich zum Mindestschutz.

Schon Kinder können eine Grundfähigkeitsversicherung bekommen.

Das stimmt.

Stimmt. Mehrere Anbieter nehmen Kinder ab sechs Jahren auf. So wird der Gesundheitszustand der Kindheit festgeschrieben, und manche Tarife erlauben später den Wechsel in eine BU.

Weil die Gesundheitsfragen kürzer sind, kommt es auf sie weniger an.

Das stimmt nicht.

Falsch. Wer eine der Fragen falsch beantwortet, riskiert den Rücktritt des Versicherers wie bei jeder anderen Lebensversicherung, oft genau dann, wenn die Rente beantragt wird.

Häufige Fehler beim Abschluss

  • Die Grundfähigkeitsversicherung abschließen, ohne zu prüfen, ob eine BU zu bekommen wäre
  • Den günstigsten Tarif nehmen, der psychische Erkrankungen nicht versichert
  • Die Definitionen der Fähigkeiten nicht lesen und nur die Anzahl vergleichen
  • Gesundheitsfragen aus dem Gedächtnis beantworten, weil sie kürzer sind als bei der BU
  • Die Rente zu niedrig ansetzen oder das Endalter vor 67 enden lassen
  • Den Vertrag nicht anpassen, wenn das Einkommen steigt

Häufig gefragt

Fragen und Antworten

Welche Grundfähigkeiten sind typischerweise versichert?

Fast immer Sehen, Hören, Sprechen, Gehen, Treppensteigen, Stehen,

Sitzen und der Gebrauch von Händen und Armen.

Bessere Tarife nehmen Autofahren, Bedienen von Tastatur oder Smartphone, Gedächtnis,

Konzentration und soziale Fähigkeiten hinzu.

Entscheidend ist, ab wann eine Fähigkeit als verloren gilt.

Zahlt die Grundfähigkeitsversicherung bei Burn-out oder Depression?

Nur wenn der Tarif psychische Erkrankungen ausdrücklich einschließt,

im Grundtarif oder als Baustein.

Dann gilt oft eine längere Dauer der Beeinträchtigung, meist zwölf Monate.

Ohne diesen Baustein zahlt der Vertrag bei seelischen Leiden in aller Regel nicht.

Muss ich auch hier Gesundheitsfragen beantworten?

Ja.

Die Fragen sind bei vielen Anbietern kürzer als bei der BU, aber sie sind genauso verbindlich.

Falsche Angaben erlauben dem Versicherer einen Rücktritt innerhalb von fünf Jahren,

bei Arglist innerhalb von zehn Jahren (§ 21 VVG).

Kann ich Grundfähigkeitsversicherung und BU kombinieren?

Ja.

Manche Kunden ergänzen eine BU mit kleiner Rente durch eine Grundfähigkeitsversicherung,

um bei schweren körperlichen Schäden mehr zu bekommen.

Häufiger ist der umgekehrte Weg: erst die Grundfähigkeitsversicherung,

später ein Wechsel in die BU,

wenn der Tarif das ohne neue Gesundheitsprüfung erlaubt.

Ab welchem Alter kann ich abschließen?

Viele Anbieter nehmen schon Kinder ab sechs Jahren auf.

Das Höchsteintrittsalter liegt oft bei 55 oder 60 Jahren.

Je früher, desto günstiger, weil Alter und Gesundheit beim Abschluss den Beitrag festlegen.

Wie hoch sollte die Rente sein?

Wie bei der BU so hoch, dass Miete,

laufende Kosten sowie Kranken- und Pflegeversicherung gedeckt sind.

Weil der Beitrag niedriger ist,

lässt sich oft eine höhere Rente versichern als bei einer BU für denselben Beruf.

Wie lange zahlt die Grundfähigkeitsversicherung?

Solange die Fähigkeit verloren bleibt, längstens bis zum vereinbarten Endalter.

Bessert sich Ihr Zustand so, dass die Definition nicht mehr erfüllt ist, endet die Rente.

Wird die Rente versteuert?

Eine private Rente aus einer Grundfähigkeitsversicherung wird in der Regel wie eine private

BU-Rente nur mit einem Ertragsanteil besteuert,

der von der Restlaufzeit abhängt.

Für Ihren Fall lohnt ein Blick mit dem Steuerberater.

NAMMERT Versicherungsmakler

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1Für wen?
2Welche Versicherungen?

Mehrere möglich. Zu jeder Sparte erscheinen die Angaben, die ein Versicherer braucht.

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Grundfähigkeitsversicherung

Zum Beispiel Dachdecker im zweiten Lehrjahr oder Altenpflegerin

Die Einzelheiten klären wir für die anonyme Voranfrage persönlich

Zum Beispiel bestehende BU, späterer Wechsel in eine BU, Pflege als Leistungsauslöser

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5Wie erreichen wir Sie?

Für Sie kostenlos und unverbindlich. Wir melden uns persönlich bei Ihnen.

Das gehört oft dazu

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