Versicherungen für Privatschulen, Internate und Nachhilfe
Eine Privatschule übernimmt jeden Tag die Verantwortung für hunderte Kinder, dazu Gebäude, Fachräume und Klassenfahrten. Ein Nachhilfeinstitut ist kleiner, hat aber dieselbe Aufsichtspflicht und oft keinen gesetzlichen Unfallschutz für seine Schüler. Hier steht, was davon wie versichert wird.
Das hängt von der Schulart ab. Schüler staatlich genehmigter Ersatzschulen sind wie an öffentlichen Schulen über die Unfallkasse des Landes versichert, auch auf dem Schulweg. Bei Ergänzungsschulen, Sprachschulen und Nachhilfeinstituten besteht dieser Schutz in der Regel nicht. Dort hilft eine Gruppenunfallversicherung, die Sie für alle Schüler abschließen.
Was in dieser Branche schiefgeht
01
Aufsicht und Pausen
Rangelei auf dem Schulhof, Sturz vom Klettergerüst, ein Kind verlässt unbemerkt das Gelände: Aufsichtsfehler sind der häufigste Haftpflichtfall.
02
Fachräume und Sport
Chemieversuch, Werkraum, Turnhalle: Hier passieren die schweren Unfälle, und hier wird geprüft, ob Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden.
03
Klassenfahrten
Skifahrt, Sprachreise, Wandertag: Unfälle, Krankheit im Ausland und Schäden in der Unterkunft landen bei der Schule.
04
Gebäude und Technik
Brand in der Mensa, Wasserschaden im Serverraum, Einbruch in den Computerraum: Schulgebäude sind voller teurer Technik.
05
Schülerdaten
Zeugnisse, Förderbedarfe, Gesundheitsdaten und Lernplattformen: Datenpannen an Schulen betreffen Minderjährige und werden streng bewertet.
06
Träger und Finanzen
Schulgeld, Zuschüsse des Landes, Personalkosten: Vorstände von Schulvereinen und Geschäftsführer haften für Fehler bei Fördermitteln und Verträgen.
Risiko-Radar
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Für Schulgeld und laufende Kosten, wenn der Unterricht nach einem Brand in Ersatzräume ausweichen muss.
Was es kostet: Beispielpreise
Nachhilfeinstitute sind günstig versicherbar. Bei Privatschulen richten sich die Beiträge nach Schülerzahl, Schulart, eigenem Gebäude und Fachräumen; Internate mit Übernachtung werden höher eingestuft.
Versicherung
Beispiel
Richtwert
Betriebshaftpflicht
Nachhilfeinstitut mit bis zu 30.000 Euro Umsatz, 3 Mio. Euro Deckung
etwa 100 bis 250 Euro im Jahr
Betriebshaftpflicht
Privatschule mit 300 Schülern und Fachräumen
etwa 800 bis 2.000 Euro im Jahr
Gruppenunfallversicherung
Nachhilfeinstitut mit 150 Schülern im Jahr
etwa 100 bis 300 Euro im Jahr
Elektronikversicherung
Tablets, Laptops und digitale Tafeln im Wert von 80.000 Euro
etwa 800 bis 1.600 Euro im Jahr
D&O-Versicherung
Vorstand eines Schulvereins mit 3 Mio. Euro Haushalt, 1 Mio. Euro Deckung
etwa 700 bis 1.500 Euro im Jahr
Zum Vergleich: Haftpflicht und Unfallschutz eines Nachhilfeinstituts kosten im Jahr ungefähr so viel wie zehn Nachhilfestunden.
Richtwerte ohne Versicherungsteuer, Stand September 2026,
aus öffentlich genannten Tarifbeispielen für Trainer, Vereine und D&O sowie unserer Angebotspraxis.
Für Privatschulen gibt es kaum veröffentlichte Beiträge, das genaue Angebot holen wir ein.
Sechs Dinge, die an Privatschulen und in Nachhilfeinstituten wirklich passieren. Hier alle an einem einzigen Schultag. Tippen Sie sich durch den Tag und sehen Sie, wer zahlt.
Schaden bis jetzt124.500 Euro
Einbruch in den Computerraum: 25 Tablets und zwei Beamer sind weg.
14.000 Euro · Zahlt: Elektronikversicherung
In der großen Pause stürzt ein Schüler vom Klettergerüst, das seit Wochen als wackelig gemeldet war.
18.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Im Nachhilfeinstitut stolpert ein Schüler über ein Kabel und bricht sich zwei Zähne.
3.500 Euro · Zahlt: Gruppenunfallversicherung
Beim Chemieversuch spritzt Säure, eine Schülerin erleidet Verätzungen am Arm, die Eltern werfen fehlende Schutzbrillen vor.
9.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Die Lernplattform wird gehackt, Förderpläne und Zeugnisnoten stehen im Netz.
20.000 Euro · Zahlt: Cyberversicherung
Ein Kurzschluss setzt die Mensaküche in Brand; Unterricht für zwei Wochen in Ersatzräumen.
60.000 Euro · Zahlt: Inhaltsversicherung
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Davon bezahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 124.500 Euro
Beispielhafte Summen ohne Selbstbeteiligung.
Was gezahlt wird, regeln die Bedingungen.
Konkrete Tipps vom Makler
Prüfen Sie für jede Schulform, ob Ihre Schüler über die Unfallkasse versichert sind, und schließen Sie sonst eine Gruppenunfallversicherung ab.
Lassen Sie Klassenfahrten, Austausch und Sprachreisen im Ausland ausdrücklich in Haftpflicht und Unfall einschließen.
Dokumentieren Sie Mängelmeldungen zu Spielgeräten und Fachräumen und deren Behebung: Im Schadenfall ist das der entscheidende Beleg.
Versichern Sie Tablets und Laptops, die Schüler mit nach Hause nehmen, mit Außenversicherung.
Wählen Sie für Schulen mindestens 5 Millionen Euro Deckung, für Internate eher 10 Millionen.
Nachhilfelehrkräfte auf Honorarbasis sollten namentlich mitversichert sein oder eine eigene Berufshaftpflicht nachweisen.
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Wir sortieren die Schulformen
Ersatzschule, Ergänzungsschule, Nachhilfe: Davon hängt ab, was gesetzlich versichert ist. Als Makler klären wir das und holen nur, was wirklich fehlt, von mehreren Versicherern.
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In der Bootsversicherung bearbeiten wir Schäden selbst. Wenn Eltern Forderungen stellen und der Versicherer die Aufsicht prüft, wissen wir, worauf es ankommt.
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Bildung ist ein Geschäft auf lange Sicht, unsere Beratung auch. Für Sie ist sie kostenlos, die Vergütung zahlt der Versicherer.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Braucht ein Nachhilfeinstitut eine Haftpflicht?
Gesetzlich nicht, aber bei Unterricht mit Minderjährigen ist sie unverzichtbar.
Vermieter und Kooperationsschulen verlangen den Nachweis fast immer.
Sind Nachhilfeschüler unfallversichert?
Nein, private Nachhilfe fällt nicht unter die gesetzliche Schülerunfallversicherung.
Eine Gruppenunfallversicherung des Instituts kostet oft nur wenige Euro je Schüler.
Wer haftet auf einer Klassenfahrt?
Die Schule als Träger und bei grober Fahrlässigkeit die Lehrkraft.
Die Betriebshaftpflicht der Schule schützt beide,
wenn Lehrkräfte mitversichert und Auslandsfahrten eingeschlossen sind.
Muss eine Privatschule ihr Gebäude versichern?
Gesetzlich nicht, aber Banken und Vermieter verlangen es,
und ohne Versicherung wäre ein Brand existenzbedrohend.
Mieter versichern Einrichtung und Technik selbst.
Was kostet die Versicherung für eine Privatschule?
Eine Schule mit rund 300 Schülern in gemieteten Räumen zahlt für Haftpflicht, Unfall, Inhalt,
Technik und D&O meist etwa 2.500 bis 5.500 Euro im Jahr.
Sind Schüler-Tablets zu Hause versichert?
Nur mit Außenversicherung in der Elektronikversicherung oder über einen Leihvertrag,
der die Eltern verpflichtet.
Klären Sie das vor der Ausgabe.
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