Ein Hagelschauer im Juni kann die Ernte eines ganzen Jahres zerschlagen, ein Funke im Mähdrescher das Feld und die Maschine gleich mit. Dazu kommen Traktoren auf der Landstraße, Scheunen voller Stroh und Pflanzenschutz neben dem Nachbargarten. Hier steht, was ein Ackerbaubetrieb absichern sollte, was es je Hektar kostet und wo der Staat mitzahlt.
Lohnt sich eine Hagel- oder Mehrgefahrenversicherung für meinen Betrieb?
Eine reine Hagelversicherung kostet für Getreide etwa 15 bis 25 Euro je Hektar im Jahr und gehört für viele Betriebe zum Grundschutz. Mehrgefahrenversicherungen mit Starkregen, Sturm, Frost und Trockenheit sind teurer, werden aber in mehreren Bundesländern gefördert, in Bayern mit bis zu 50 Prozent des Beitrags. Ob sich das rechnet, hängt von Kultur, Lage und Ihrer Liquidität ab. Wir rechnen das mit Ihnen für Ihre Flächen durch.
Was in dieser Branche schiefgeht
01
Hagel und Unwetter
Ein einziger Hagelzug zerschlägt Getreide, Raps oder Mais auf ganzen Schlägen. Starkregen spült Saat und Boden weg.
02
Trockenheit und Frost
Dürresommer und Spätfröste treten häufiger auf. Ertragsverluste von 30 Prozent und mehr sind keine Ausnahme mehr.
03
Feuer bei der Ernte
Heiße Lager am Mähdrescher, Staub und trockenes Stroh: Ein Feldbrand erfasst Maschine, Feld und manchmal Nachbarflächen.
04
Traktor auf der Straße
Breite Geräte, verschmutzte Fahrbahnen und langsame Fahrt führen zu Unfällen mit Autos und Radfahrern.
05
Pflanzenschutz und Abdrift
Wind trägt Spritzmittel auf Nachbarkulturen, Biofelder oder Gärten. Der Nachbar verlangt Schadenersatz für die Ernte.
06
Unfälle bei der Arbeit
Die Landwirtschaft hat viele schwere und tödliche Arbeitsunfälle: Umstürze, Zapfwellen, Stürze vom Dach oder Heuboden.
Risiko-Radar
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Die landwirtschaftliche Betriebshaftpflicht deckt Schäden durch Pflanzenschutz, Verschmutzung von Straßen, Feldbrand beim Nachbarn und Umweltschäden durch Diesel und Dünger.
Für den Acker übernimmt diese Rolle die Hagel- oder Mehrgefahrenversicherung, die Ernteausfälle durch Hagel, Starkregen, Sturm, Frost und Trockenheit zahlt.
Die SVLFG sichert Arbeitsunfälle ab, aber mit begrenzten Leistungen. Eine private Unfallversicherung schließt die Lücke, auch in der Freizeit.
Was es kostet: Beispielpreise
In der Landwirtschaft rechnen viele Versicherungen nach Hektar, Kultur und Lage. Hagelversicherungen hängen außerdem von der Versicherungssumme je Hektar ab, die Sie jedes Jahr festlegen.
Versicherung
Beispiel
Richtwert
Betriebshaftpflicht
Ackerbau ohne Tierhaltung, 30.000 Euro Umsatz, 5 Mio. Euro Deckung
etwa 120 bis 300 Euro im Jahr
Betriebshaftpflicht
Ackerbaubetrieb mit 200 Hektar, Lohnarbeit für Nachbarn
etwa 400 bis 1.200 Euro im Jahr
Elementarschaden
Hagelversicherung für Getreide, je Hektar
etwa 15 bis 25 Euro im Jahr
Gewerbegebäude
Hofgebäude und Hallen mit 1 Mio. Euro Neuwert
etwa 1.500 bis 4.000 Euro im Jahr
Maschinenversicherung
Mähdrescher mit 400.000 Euro Neuwert, Bruch, Feuer und Unfall
etwa 2.000 bis 5.000 Euro im Jahr
Kfz-Versicherung
Haftpflicht für einen Traktor
etwa 80 bis 300 Euro im Jahr
Zum Vergleich: Die Hagelversicherung für 100 Hektar Weizen kostet im Jahr etwa so viel wie 8 bis 12 Tonnen Weizen zum aktuellen Erzeugerpreis.
Richtwerte ohne Versicherungsteuer, Stand September 2026.
Betriebshaftpflicht und Hagel stützen sich auf öffentlich genannte Beispiele; Gebäude,
Maschinen und Traktor sind Richtwerte aus unserer Angebotspraxis.
Förderprogramme der Länder können den Beitrag für Mehrgefahrenversicherungen bis zur Hälfte senken.
Sechs Dinge, die Ackerbaubetrieben wirklich passieren, hier alle an einem Tag Ende Juli. Tippen Sie sich durch und sehen Sie, wer zahlt.
Schaden bis jetzt310.000 Euro
Beim Spritzen im Raps treibt eine Böe Mittel auf das Gemüsefeld des Nachbarn. Die Ernte ist nicht mehr verkäuflich.
14.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Auf der Landstraße streift der Traktor mit Grubber einen entgegenkommenden Transporter.
11.000 Euro · Zahlt: Kfz-Versicherung
Ein heißgelaufenes Lager am Mähdrescher setzt Maschine und fünf Hektar Weizen in Brand.
180.000 Euro · Zahlt: Maschinenversicherung
Ein Hagelzug zerschlägt 60 Hektar Mais, der Ertrag fällt um die Hälfte.
48.000 Euro · Zahlt: Elementarschaden
Der Sturm hinter dem Hagel deckt das Dach der Maschinenhalle ab.
35.000 Euro · Zahlt: Gewerbegebäude
Einbrecher holen GPS-Empfänger und Terminals aus drei Traktoren in der Halle.
22.000 Euro · Zahlt: Inhaltsversicherung
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Davon bezahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 310.000 Euro
Beispielhafte Summen ohne Selbstbeteiligung.
Was gezahlt wird, regeln die Bedingungen.
Konkrete Tipps vom Makler
Legen Sie die Hektarwerte der Hagelversicherung jedes Jahr neu fest; nach Preissprüngen bei Getreide oder Raps sind Sie sonst unterversichert.
Prüfen Sie die Förderung für Mehrgefahrenversicherungen in Ihrem Bundesland und stellen Sie den Antrag fristgerecht.
Lassen Sie Lohnarbeiten für Nachbarn, Pflanzenschutz auf fremden Flächen und Winterdienst ausdrücklich in die Betriebshaftpflicht aufnehmen.
Versichern Sie GPS-Technik und Terminals gegen Diebstahl, sie sind heute oft mehr wert als ein kleiner Traktor.
Achten Sie in der Gebäudeversicherung auf den gleitenden Neuwert und melden Sie neue Hallen und Photovoltaik sofort an.
Prüfen Sie die Leistungen der SVLFG für sich und Ihre Familie; die Rente nach einem schweren Unfall reicht selten, um den Hof weiterzuführen.
Warum NAMMERT für Ihren Betrieb
Wir rechnen je Hektar mit
Hagel, Mehrgefahren und Förderung lohnen sich je nach Kultur unterschiedlich. Als Makler holen wir Angebote mehrerer Versicherer ein und rechnen sie für Ihre Flächen durch.
Wir kennen Schadenbearbeitung aus der Praxis
In der Bootsversicherung bearbeiten wir Schäden selbst, auch Unwetterschäden. Wir wissen, wie wichtig schnelle Meldung, Fotos und Gutachter bei Naturschäden sind.
Hof und Familie zusammen
Auf dem Hof gehören Betrieb, Wohnhaus, Fahrzeuge und Altersvorsorge zusammen. Wir betreuen alles mit einem Ansprechpartner.
Familienbetrieb seit 1989
Wie viele Höfe sind wir ein Familienunternehmen. Unsere Arbeit ist für Sie kostenlos, die Vergütung zahlt der Versicherer.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Ist eine Betriebshaftpflicht für Landwirte Pflicht?
Gesetzlich nicht, aber unverzichtbar.
Schon ein Unfall durch ein ausgebrochenes Tier oder eine Abdrift beim Nachbarn kann fünfstellig
werden.
Für Traktoren auf öffentlichen Wegen ist die Kfz-Haftpflicht Pflicht.
Was kostet eine Hagelversicherung?
Für Getreide etwa 15 bis 25 Euro je Hektar im Jahr, für Sonderkulturen deutlich mehr.
Maßgeblich sind Lage, Kultur und die Versicherungssumme je Hektar.
Was ist eine Mehrgefahrenversicherung?
Sie deckt neben Hagel auch Starkregen, Sturm, Frost und teils Trockenheit.
Mehrere Länder fördern sie, Bayern etwa mit bis zu 50 Prozent des Beitrags.
Ist die Ernte in der Scheune versichert?
Nicht über die Hagelversicherung, die endet mit der Ernte.
Getreide und Stroh im Lager gehören in die Inhalts- oder Gebäudeversicherung des Hofes.
Wer zahlt, wenn ich mich bei der Arbeit verletze?
Die SVLFG, die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft.
Sie ist Pflicht für Unternehmer, Familienangehörige und Beschäftigte,
zahlt aber nur einen Teil des Einkommens.
Braucht jeder Traktor eine Versicherung?
Ja, wenn er auf öffentlichen Wegen fährt und schneller als 6 km/h ist.
Das gilt auch für langsame selbstfahrende Arbeitsmaschinen ohne Zulassung.
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