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Versicherungsmakler / Betriebsarten / Landwirtschaft und Natur

Versicherungen für Tierhalter, Milchvieh, Schweine und Geflügel

Ein Seuchenfall im Nachbarbetrieb reicht, und Ihr Hof liegt im Sperrbezirk: Ferkel dürfen nicht raus, Milch nicht verkauft werden, die Kosten laufen weiter. Dazu kommen Stallbrände, ausgefallene Lüftungen und Rinder, die nachts auf der Straße stehen. Hier steht, was Tierhalter absichern sollten und was die Tierseuchenkasse nicht zahlt.

Versicherungen für Tierhaltung und Viehzucht

Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt

Die Tierseuchenkasse zahlt doch, wozu noch eine Versicherung?

Die Tierseuchenkasse entschädigt bei anzeigepflichtigen Seuchen im Wesentlichen den Wert der Tiere, die getötet werden müssen. Den Ertragsausfall danach zahlt sie nicht: leere Ställe, Vermarktungsverbote im Sperrbezirk, Futter und Kredite, die weiterlaufen. Das deckt nur eine Ertragsschadenversicherung, bei vielen Anbietern für bis zu 24 Monate. Gerade seit der Afrikanischen Schweinepest und der Blauzungenkrankheit ist das für viele Betriebe entscheidend.

Was in dieser Branche schiefgeht

  1. 01

    Seuche im Stall oder in der Nähe

    Afrikanische Schweinepest, Geflügelpest, Blauzungenkrankheit: Keulung, Sperrbezirke und Vermarktungsverbote treffen auch Betriebe ohne eigenen Fall.

  2. 02

    Stallbrand

    Elektrik, Heizstrahler und Heulager sind die häufigsten Brandursachen. Stallbrände kosten Tiere, Gebäude und oft Jahre.

  3. 03

    Technik fällt aus

    Bleibt die Lüftung im Schweinestall im Sommer eine Stunde stehen, ersticken Tiere. Auch Melkroboter und Fütterungsanlagen sind kritisch.

  4. 04

    Tiere auf der Straße

    Ein kaputter Weidezaun, und Rinder oder Pferde stehen nachts auf der Kreisstraße. Unfälle mit Verletzten sind die Folge.

  5. 05

    Gülle und Silage

    Ein undichter Güllebehälter oder Silosickersaft im Bach führt zu Fischsterben und teuren Umweltschäden.

  6. 06

    Arbeiten mit Tieren

    Tritte, Quetschungen und Stürze im Stall gehören zu den häufigsten Arbeitsunfällen in der Landwirtschaft.

Risiko-Radar
Haftung 4Feuer und Wasser 5Diebstahl 2Cyber 3Ausfall 5Gesundheit 5

Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.

Welche Versicherungen Sie brauchen

Unverzichtbar

Betriebshaftpflicht

Die landwirtschaftliche Betriebshaftpflicht enthält die Tierhalterhaftung für Ihre Nutztiere und sollte Umweltschäden durch Gülle, Silage und Diesel einschließen.

Betriebsunterbrechung

Als Ertragsschadenversicherung zahlt sie den Ausfall nach Tierseuchen, Sperrbezirk und Technikausfall, den die Tierseuchenkasse nicht trägt.

Gewerbegebäude

Ställe, Scheunen und Güllebehälter gegen Feuer, Blitz, Sturm und Hagel, zum gleitenden Neuwert.

Kfz-Versicherung

Pflicht für Traktoren, Hoflader und Futtermischwagen auf öffentlichen Wegen.

Dringend empfohlen

Inhaltsversicherung

Versichert Tierbestand, Futter, Stroh und Einrichtung gegen Feuer, Blitz, Sturm und Einbruch.

Elektronikversicherung

Für Lüftungssteuerung, Melkroboter, Fütterungscomputer und Alarmanlagen, die bei Überspannung oder Defekt ausfallen.

Sinnvoll je nach Betrieb

Photovoltaik

Stalldächer tragen oft große Anlagen, deren Brand- und Ertragsrisiko eigens abgesichert werden sollte.

Unfallversicherung

Ergänzt die begrenzten Leistungen der SVLFG für Sie und mitarbeitende Familienangehörige.

Was es kostet: Beispielpreise

In der Tierhaltung hängen die Beiträge von Tierart, Bestandsgröße, Stallbauweise und Technik ab. Für Seuchen und Ertragsausfall rechnen Versicherer je Tierplatz oder nach dem Deckungsbeitrag.

VersicherungBeispielRichtwert
BetriebshaftpflichtMilchviehbetrieb mit 80 Kühen und Weidehaltungetwa 300 bis 900 Euro im Jahr
BetriebsunterbrechungErtragsschaden nach Tierseuchen und Technikausfall, Schweinemast mit 1.500 Plätzenetwa 1.500 bis 4.500 Euro im Jahr
GewerbegebäudeStälle und Scheunen mit 1,5 Mio. Euro Neuwertetwa 2.500 bis 6.000 Euro im Jahr
InhaltsversicherungTierbestand und Futter im Wert von 400.000 Euro gegen Feuer und Sturmetwa 600 bis 1.800 Euro im Jahr
ElektronikversicherungZwei Melkroboter und Lüftungssteuerung mit 350.000 Euro Neuwertetwa 1.800 bis 4.500 Euro im Jahr

Zum Vergleich: Haftpflicht und Ertragsschadenversicherung eines Schweinemastbetriebs kosten im Jahr ungefähr so viel wie der Erlös aus 15 bis 25 Mastschweinen.

Richtwerte ohne Versicherungsteuer, Stand September 2026, aus unserer Angebotspraxis. Dazu kommt der Pflichtbeitrag zur Tierseuchenkasse, in Niedersachsen 2026 etwa 9,40 Euro je Rind, 1,00 Euro je Schwein und 4,00 Euro je Schaf. Das genaue Angebot holen wir bei mehreren Versicherern ein.

Quellen der Preisbeispiele

Unsere Vorschläge: drei Pakete

01

Weide

Für: Kleine Betriebe mit Mutterkühen, Schafen oder Pferden im Nebenerwerb

  • Betriebshaftpflicht
  • Gewerbegebäude
  • Kfz-Versicherung

Zusammen etwa 700 bis 2.000 Euro im Jahr

Dieses Paket anfragen

02

Stall

Für: Milchvieh-, Schweine- oder Geflügelbetriebe im Haupterwerb

  • Betriebshaftpflicht
  • Gewerbegebäude
  • Inhaltsversicherung
  • Betriebsunterbrechung
  • Kfz-Versicherung

Zusammen etwa 5.000 bis 14.000 Euro im Jahr

Dieses Paket anfragen

03

Technikstall

Für: Betriebe mit Melkrobotern, automatischer Fütterung und Photovoltaik

  • Betriebshaftpflicht
  • Gewerbegebäude
  • Inhaltsversicherung
  • Betriebsunterbrechung
  • Kfz-Versicherung
  • Elektronikversicherung
  • Photovoltaik
  • Unfallversicherung

Zusammen etwa 10.000 bis 25.000 Euro im Jahr

Dieses Paket anfragen

Der schlimmste Tag im Stall

Sechs Dinge, die Tierhaltern wirklich passieren, zusammengelegt auf einen heißen Tag im August. Tippen Sie sich durch und sehen Sie, wer zahlt.

Schaden bis jetzt444.000 Euro
  1. Drei Rinder sind durch den beschädigten Weidezaun auf die Kreisstraße gelaufen. Ein Auto erfasst eines davon.

    16.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht

  2. Ein Blitz hat in der Nacht die Steuerung des Melkroboters zerstört. Melken von Hand, Reparatur und Techniker.

    24.000 Euro · Zahlt: Elektronikversicherung

  3. Das Veterinäramt richtet wegen Schweinepest bei Wildschweinen eine Sperrzone ein. Ihre Mastschweine dürfen zwei Monate nicht vermarktet werden.

    85.000 Euro · Zahlt: Betriebsunterbrechung

  4. Die Lüftung im Maststall fällt bei 34 Grad aus, der Alarm kommt zu spät. 90 Schweine verenden.

    21.000 Euro · Zahlt: Betriebsunterbrechung

  5. Aus einem Riss im Güllebehälter läuft Gülle in den Graben und weiter in den Bach.

    38.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht

  6. Selbstentzündung im Heulager. Scheune und Futtervorrat brennen ab.

    260.000 Euro · Zahlt: Gewerbegebäude

Welches Paket hätten Sie gehabt?

Davon bezahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 444.000 Euro

Beispielhafte Summen, ohne Selbstbeteiligung. Ob und wie viel gezahlt wird, hängt von den Bedingungen ab.

Konkrete Tipps vom Makler

  1. Schließen Sie eine Ertragsschadenversicherung ab, die auch Sperrbezirke und Vermarktungsverbote ohne eigenen Seuchenfall einschließt.
  2. Prüfen Sie den Einschluss von Technikausfall: Lüftung, Fütterung und Melktechnik sind in vielen Verträgen nur als Baustein versichert.
  3. Melden Sie Ihren Tierbestand jedes Jahr korrekt an die Tierseuchenkasse; falsche Meldungen gefährden die Entschädigung.
  4. Lassen Sie Gewässerschäden durch Gülle, Silage und Diesel ausdrücklich in die Betriebshaftpflicht aufnehmen.
  5. Messen Sie die Heufeuchte und dokumentieren Sie es; Selbstentzündung ist eine der häufigsten Brandursachen.
  6. Versichern Sie die Ställe zum gleitenden Neuwert, denn die Baukosten für Stallneubauten sind stark gestiegen.

Warum NAMMERT für Ihren Betrieb

Wir erklären, was die Tierseuchenkasse nicht zahlt

Der Unterschied zwischen Tierwert und Ertragsausfall ist groß. Als Makler vergleichen wir Ertragsschadenversicherungen mehrerer Anbieter und ihre Bedingungen zu Sperrbezirken.

Wir regulieren selbst

In der Bootsversicherung sind wir Assekuradeur und regulieren Schäden selbst. Wir wissen, wie Gutachter Deckungsbeiträge berechnen und worauf es bei der Meldung ankommt.

Hof, Familie und Vorsorge

Betrieb, Wohnhaus, Fahrzeuge, Unfallschutz und Altersvorsorge betreuen wir mit einem Ansprechpartner.

Familienbetrieb seit 1989

Wir wissen, was ein Familienbetrieb bedeutet. Unsere Arbeit kostet Sie nichts, die Vergütung zahlt der Versicherer.

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Was zahlt die Tierseuchenkasse?

Bei anzeigepflichtigen Seuchen entschädigt sie im Wesentlichen den Wert getöteter Tiere und beteiligt sich an Kosten der Bekämpfung. Den Ertragsausfall danach zahlt sie nicht.

Was kostet eine Ertragsschadenversicherung?

Das hängt von Tierart, Bestand und Haftzeit ab. Für einen Schweinemastbetrieb mit 1.500 Plätzen liegt sie nach unserer Erfahrung meist zwischen 1.500 und 4.500 Euro im Jahr.

Bin ich versichert, wenn ich im Sperrbezirk liege, aber keinen Seuchenfall habe?

Nur wenn die Ertragsschadenversicherung Sperrbezirke ausdrücklich einschließt. Achten Sie genau auf diese Klausel.

Wer haftet, wenn Kühe auf der Straße einen Unfall verursachen?

Sie als Tierhalter. Die landwirtschaftliche Betriebshaftpflicht zahlt, wenn die Tierhalterhaftung für Nutztiere enthalten ist.

Sind Tiere im Stall gegen Feuer versichert?

Wenn der Tierbestand in der Inhalts- oder landwirtschaftlichen Inventarversicherung steht, ja. Tod durch Krankheit ist dort nicht versichert.

Was kostet der Beitrag zur Tierseuchenkasse?

Er ist je Bundesland verschieden. In Niedersachsen liegt er 2026 bei 9,40 Euro je Rind, 1,00 Euro je Schwein und 4,00 Euro je Schaf oder Ziege.

NAMMERT Versicherungsmakler

Angebote für Tierhaltung anfordern

Die empfohlenen Versicherungen sind schon angekreuzt. Ändern Sie, was nicht passt, wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich.

1Für wen?
2Welche Versicherungen?

Mehrere möglich. Zu jeder gewählten Sparte erscheinen die Angaben, die ein Versicherer für ein Angebot braucht.

Privat

Gewerbe

3Angaben zu Ihren Wünschen

Kfz-Versicherung (Haftpflicht, Teilkasko, Vollkasko)

Betriebshaftpflichtversicherung

Inhaltsversicherung für Betriebe

Gewerbliche Gebäudeversicherung

Betriebsunterbrechungsversicherung

Elektronikversicherung

4Ihr bisheriger Vertrag
5Wie erreichen wir Sie?

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Landwirtschaft

Lohnt sich eine Hagel- oder Mehrgefahrenversicherung für meinen Betrieb?

Reitstall

Wer zahlt, wenn sich ein Einstellerpferd bei uns auf der Koppel verletzt?

Metzgerei

Wer zahlt, wenn übers Wochenende die Kühlzelle ausfällt?

Amtliche Einordnung

Diese Seite gilt für folgende Wirtschaftszweige der WZ 2025:

  • 01.41 Haltung von Milchkühen
  • 01.42 Haltung von sonstigen Rindern
  • 01.43 Haltung von Pferden und Eseln
  • 01.44 Haltung von Kamelen
  • 01.45 Haltung von Schafen und Ziegen
  • 01.46 Haltung von Schweinen
  • 01.47 Haltung von Geflügel
  • 01.48 Sonstige Tierhaltung

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025 (WZ 2025). Alle Betriebsarten

Boot oder Yacht? Da sind wir nicht Makler, sondern Assekuradeur: eigene Tarife, eigene Schadenregulierung.

Zur Bootsversicherung

NAMMERT Assekuradeur GmbH, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand

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Sofort erreichbar: 03375 / 29 12 77 · WhatsApp · info@nammert.com

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